DOK Leipzig 30. Oktober – 5. November 2017
60. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 30 October – 5 November 2017
60th International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
Inhalt Navigation "Barrierefreie Angebote" switch to english language Umschalten auf deutsche Sprache Erfahren Sie mehr über unsere barrierefreien Angebote (Audiodeskriptionen, erweiterte Untertitel, Zugänglichkeit)
Impressum

Maria


Webarchiv


Das DOK Leipzig Team empfiehlt

Wenn Sie uns fragen...

Pressebüro

Maria

Maria Pressebüro

 

Welcher Film aus dem Programm 2014 spiegelt für dich den freien Geist und das revolutionäre Herz von DOK Leipzig am besten wider?

 

Das ist Rocks in my Pockets der gebürtigen Lettin Signe Baumane. Der animierte Dokumentarfilm

 

Umbrüche beginnen in einem selbst. In dem animierten Dokumentarfilm begibt sich die gebürtige Lettin auf die Suche nach den Abgründen der eigenen Familie. Sie stößt auf starke Frauen, die an der konservativen Umgebung und an wichtigtuenden Partnern zu ersticken drohen. Eine visuell starke Aufdeckung familiärer Vergangenheit, innerer Seelenzustände und der Notwendigkeit persönlicher Freiheit. Und eine Auseinandersetzung mit der eigenen Depression und der der Frauen in ihrer Familie. „Rocks in my Pockets“ ist ein sehr persönlicher und mutiger Film mit einem ganz eigenen und non-konformen Stil. Im Originalton spricht Signe Baumane, die mittlerweile in New York lebt, den Film selbst ein – mit lettischem Akzent und oft ein wenig exaltiert. Die Künstlerin geht ihren eigenen Weg.

 

 

Welche Produktion hat Dich besonders zum Lachen gebracht?

 

Das war It’s Now or Never des Dänen Jon Bang Carlsen. Ein Ire auf Brautschau bittet einen Heiratsvermittler um Hilfe. Raue irische Landschaft, von Wind und Wetter gegerbte Gesichter und grasende Kühe liefern das Setting. Die Wunschvorstellungen des Sehnsüchtigen: Eine besonnene Frau, die weiß, wie Kühe zu melken sind. Gibt es ein Happy End?

 

 

Welchen Film kannst Du Festivalneulingen empfehlen?

 

DOK Leipzig ist so ein Ereignis, bei dem man ruhig auch mal den Zufall entscheiden lassen kann. Mit dem Finger blind über das Programm kreisen – garantiert tippt man auf einen Film, der einen in irgendeiner Weise bewegt. Weil die Regisseurinnen und Regisseure in ihren Werken Fragen stellen, Gefühlen Raum geben, provozieren, informieren und künstlerisch einzigartig sind. Wer doch gerne eine konkrete Empfehlung haben will: The Polar Sea 360 ° Interactive Journey – weil es sich lohnt, mit einem Knaller zu beginnen. Das transmediale Projekt wird im Rahmen der Cross Media Screenings von den Machern präsentiert. Die Gletscherschmelze in der Arktis, in 360°-Aufnahmen gefilmt. Ein drängendes Thema, spektakulär umgesetzt.  

 

 

Welcher Film ist deiner Meinung nach für treue Festivalfans der Programmhöhepunkt?

 

Die Hommage an Shelly Silver ist absolut empfehlenswert. Mit diesem Programm kann man in ihr Werk voll und ganz eintauchen. Ihr poetischer und oft auch verstörender Einsatz von Bildern entwickelt einen Sog, dem man sich nicht entziehen mag. Eine wunderschöne Suche nach den großen Dingen des Lebens: Liebe, Sehnsüchte, Hoffnung, Zugehörigkeit – inklusive deren dunklen Seite.