DOK Leipzig 30. Oktober – 5. November 2017
60. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 30 October – 5 November 2017
60th International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film

01/2017

Neuer Programmer, neue Mitglieder der Auswahlkommission bei DOK Leipzig

Programmer Ralph Eue ist auch Vorsitzender der Auswahlkommission des Filmfestivals

Im Jahr der 60. Ausgabe von DOK Leipzig gibt es personelle Veränderungen im Programmbereich. Der Kurator, Lehrende und Filmpublizist Ralph Eue ist neuer Programmer bei DOK Leipzig und Vorsitzender der Auswahlkommission. Er wirkte bisher unter anderem beim Filmverleih Tobis Filmkunst als Pressechef und für die Berlinale als Berater. Seit 2007 ist Eue als Mitglied der Auswahlkommission und als Kurator für DOK Leipzig tätig. Neben seiner Beschäftigung beim Festival lehrt er Filmgeschichte und Filmtheorie, unter anderem an der Universität der Künste Berlin und der Deutschen Film- und Fernsehakademie. Unter dem Vorsitz von Ralph Eue nehmen zudem drei neue Mitglieder der Auswahlkommission ihre Arbeit auf. Der Filmemacher und Medienpädagoge Leopold Grün („Der Rote Elvis“), die Kuratorin und Filmvermittlerin Luc-Carolin Ziemann sowie ein weiteres noch zu bestätigendes Mitglied werden neben den bisherigen Mitgliedern der Auswahlkommission, André Eckardt, Ralph Eue und Zaza Rusadze, darüber entscheiden, welche Beiträge in die Offizielle Auswahl von DOK Leipzig aufgenommen werden. Das gesamte Filmprogramm wird während der Festivalwoche vom 30. Oktober bis 5. November in den Leipziger Kinos zu sehen sein.


Ralph Eue freut sich darauf, als Programmer gemeinsam mit Intendantin und Geschäftsführerin Leena Pasanen das Filmprogramm entscheidend zu prägen: „Wir wollen etwas fortführen, was seit jeher die Essenz von DOK Leipzig war: nämlich erfahrbar zu machen, dass Dokumentar- und Animationsfilme die Kraft haben, Gegenwärtigkeit aufzusaugen und auszudrücken. Welche Filme ich mir für das Programm von DOK Leipzig vorstelle: Im Idealfall solche, die einen am Ende eines Films zu einer anderen Person gemacht haben als die, die man davor gewesen ist; Filme, die gemacht werden mussten und denen diese Dringlichkeit anzusehen ist. Ich sehe das, was mit DOK Leipzig an Traditionen und Haltungen verbunden ist als ein kostbares Gut und freue mich darauf, an der Entstehung des Festivalprogramms verantwortlich beteiligt zu sein.“


Aufgrund der in den vergangenen Jahren gestiegenen Anzahl an Filmeinreichungen – 2016 erreichten 2.900 Produktionen das Festival – kommt es bei DOK Leipzig außerdem zu neuen Aufgabenverteilungen innerhalb des gesamten Programmteams. So wird beispielsweise die Arbeit der Auswahlkommission durch ein neu eingeführtes Prinzip der Vorsichtung ergänzt. Darüber hinaus werden langjährige Mitarbeiter/innen der Programmabteilung stärker in kuratorische und konzeptionelle Aufgaben eingebunden. An der Programmentwicklung arbeiten neben Leena Pasanen, Ralph Eue und der Auswahlkommission wie in den vergangenen Jahren Programmkoordinator/innen, internationale Berater/innen und Kurator/innen.


„Mit unserer neuen personellen und organisatorischen Ausrichtung möchten wir die kreativen Prozesse innerhalb des gesamten Programmteams stärken und mit unterschiedlichen Stimmen an einem ausdrucksstarken, kohärenten und wegweisenden Programm arbeiten“, unterstreicht Festivalleiterin Leena Pasanen. „Als das älteste Festival für Dokumentar- und Animationsfilm der Welt spüren wir stets aktuelle Tendenzen im künstlerischen Dokumentar- und Animationsfilm auf – national wie international. Dafür brauchen wir die Expertise unterschiedlicher Spezialistinnen und Spezialisten. Ich freue mich auf den produktiven Austausch mit diesen inspirierenden Teammitgliedern und auf die enge Zusammenarbeit mit Ralph Eue, der DOK Leipzig seit Jahren mit seinem Wissen und seiner Kreativität bereichert hat.“

 

Die langjährige Mitarbeiterin Grit Lemke, die 2014 die Leitung des Filmprogramms übernommen hat, verlässt DOK Leipzig Ende Februar 2017.

 

Für die 60. Ausgabe von DOK Leipzig können ab dem 3. März Filme und interaktive Arbeiten eingereicht werden.