DOK Leipzig 29. Oktober – 4. November 2018
61. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 29 October – 4 November 2018
61st International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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Glossar

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Bahaitum

Die Bahai-Religion ist eine aus dem Babismus hervorgegangen Glaubensbewegung, benannt nach dem Religionsstifter Baha’ullah (1817–1892), dessen Kommen vom Bab verheißen worden war. Die Bahai-Religion hat weltweit etwa fünf Millionen Anhänger. In ihrem Ursprungsland Iran sind die Bahai-Anhänger seit jeher starken Verfolgungen ausgesetzt. Im Mittelpunkt des Bahaitums stehen der Glaube an einen transzendenten Gott, die mystische Einheit der Religionen und der Glaube an die Einheit der Menschheit in ihrer Vielfältigkeit. Die unverkennbaren Unterschiede zwischen den Religionen sind der Lehre nach historisch bedingt: Sie gelten als Ausdruck unterschiedlicher Bedürfnisse und kultureller Prägungen. Die Bahai gehen davon aus, dass die Menschheit sich ständig fortentwickelt und deshalb auch die Religion eine Erneuerung erfahren muss. Daher offenbart sich Gott der Menschheit also nicht einmalig, sondern wiederkehrend durch Propheten. Baha’ullah war der bisher letzte Prophet.

Quelle: Meyers großes Taschenlexikon

Dramaturgie

Als Dramaturgie bezeichnet man die Strukturierung eines Vorgangs oder einer Tätigkeit. Anders als beim Spielfilm wird die Dramaturgie eines Dokumentarfilms vor allem nach den Dreharbeiten erarbeitet. Da es im Dokumentarfilm kein klassisches Drehbuch gibt, wird das gedrehte Material am Schneidetisch gesichtet und in eine Ordnung gebracht. Ähnlich wie die Geschichtsschreibung, die historische Zusammenhänge im Nachhinein herstellt und als eine Geschichte darstellt, so deutet der Dokumentarfilm sein zum Teil disparates Material durch die Montage zu einem narrativen Kontinuum. Die Montage arbeitet mit filmsprachlichen Mitteln, um einen Spannungsbogen zu erzeugen.

 

Glaubensfreiheit

Die Glaubensfreiheit ist eines der zentralen Grund- und Menschenrechte, das in Deutschland durch Art. 4 des Grundgesetzes und in der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen von 1948 durch Art. 18 geschützt wird. Danach darf niemand aufgrund seiner religiösen Überzeugung oder einer Gewissensentscheidung diskriminiert werden, insbesondere dürfen hieraus keine rechtlichen Nachteile erwachsen oder darf deswegen Zwang ausgeübt werden.

 

Quelle: www.bpb.de

 

Halāl

Halāl ist ein arabisches Wort, das mit „erlaubt“ und „zulässig“ übersetzt werden kann. Es bezeichnet alle Dinge und Handlungen, die nach islamischem Recht gestattet sind.

 

Quelle: Meyers großes Taschenlexikon

 

Konversion

Konversion geht auf das lateinische Wort „conversio“ („Umwendung“, „Umkehr“) zurück. Es bedeutet den Übertritt von einer Konfession zu einer anderen.

Quelle: Meyers großes Taschenlexikon

 

Meinungsfreiheit

Die Meinungsfreiheit ist eines der zentralen Grund- und Menschenrechte, das in Deutschland durch Art. 5 des Grundgesetzes und in der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen von 1948 durch Art. 19 geschützt wird. Danach hat jede/r das Recht sich eine eigene Meinung zu bilden, diese frei zu äußern und zu verbreiten. Niemand darf hierbei unter Druck gesetzt, mit Zwang bedroht oder daran gehindert werden, sich aus allgemein zugänglichen Quellen zu informieren. Die Meinungsfreiheit zielt nicht nur auf bloße Fakten und Informationen, sondern auch auf Wertungen, Meinungen, Überzeugungen etc. Die Meinungen können durch Wort, Schrift und Bild verbreitet werden, aber auch andere Formen der Meinungsäußerung (z. B. Schweigemarsch) sind möglich. Einschränkungen der Meinungsfreiheit ergeben sich aus den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, dem Jugendschutz und dem Recht der persönlichen Ehre (Art. 5 Abs. 2 GG).

Die Meinungsfreiheit ist Grundlage für die Pressefreiheit und die Freiheit aller anderen Medien, insbesondere des Rundfunks, Fernsehens und Films.

 

Quelle: www.bpb.de

Protagonist/in

Protagonist/innen sind die handelnden Personen, die in einem Dokumentarfilm mitwirken. Häufig geben sie dabei einen tiefen Einblick in ihr privates Denken und Leben. Anders als im Spielfilm, in dem Schauspieler/innen die Ideen der Regie umsetzen, entsteht der Dokumentarfilm oft im Spannungsfeld der verschiedenen Interessen der Protagonist/innen und des Filmteams.

 

Salafismus

Der Salafismus ist eine im 19. Jahrhundert entstandene, bis heute aktive islamische Reformbewegung mit dem Ziel, den Islam aus der Erstarrung einer mittelalterlichen Gesetzesreligion und von abergläubischen Auswüchsen zu befreien. Er gilt als konservativste Strömung innerhalb des Islam. Die Anhänger des Salafismus werden Salafis genannt. Salafis beziehen sich ausschließlich auf Koran und Sunna als die einzigen unverfälschten Textquellen des Islam und ignorieren viele Jahrhunderte theologischer Entwicklung. Teilweise werden auch militante Gruppierungen als „salafistisch“ bezeichnet.

Quelle: Meyers großes Taschenlexikon

 

Sendungsbewusstsein

Sendungsbewusstsein ist die in einer Person, einem sozialen, religiösen oder politischen Verband ausgebildete Überzeugung, dass die eigenen Wertvorstellungen, Lehren oder politisch-sozialen Ordnungen auch für andere Menschen, Gruppen oder Völker verbindlich sein sollten. Sendungsbewusstsein ist oft ein konstitutiver Bestandteil einer Ideologie und dient vielfach als Rechtfertigungsgrund für Expansionsbestrebungen politischer, religiöser, kultureller, wirtschaftlicher und militärischer Art.

Quelle: Meyers großes Taschenlexikon