DOK Leipzig 30. Oktober – 5. November 2017
60. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 30 October – 5 November 2017
60th International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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Master of the universe

Master of the Universe

 

„Master of the Universe“ von Marc Bauder, Deutschland, Österreich 2013

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Bezugsquelle

Mehr als Kino – DOK Leipzig kommt in die Schule

Das Vermittlungskonzept von DOK macht Schule besteht aus drei Teilen:
  • Vorbereitungsstunde vor der Vorführung in ihrer Schule (Einführung ins Thema und zum Genre des Dokumentarfilms zwischen 03.-12.03.2014) Bitte melden Sie sich bei uns, um einen individuellen Termin abzustimmen!
  • Pädagogische Filmhefte erleichtern die individuelle Vor- und Nachbereitung des Films. Das Filmheft zu "Master of the Universe" finden Sie ab Anfang März auf unserer Webseite.
  • Ausführliches Filmgespräch nach der Vorfühung im Kino

KontaKT


DOK macht Schule

Luc Carolin Ziemann

+49 (0) 341 308640


Zum Inhalt

Mit dem Film MASTER OF THE UNIVERSE gelingt dem Regisseur Mark Bauder ein einzigartiger Einblick in das System der internationalen Finanzwelt. Der Regisseur hat einen Kronzeugen gefunden, der auch die ungeschriebenen Regeln des Systems verständlich erläutert. Rainer Voss war einst ein hochrangiger Investmentbanker, ein Insider. Nun sitzt er in einem verlassenen Bankgebäude in Frankfurt und gibt den Zuschauern einen beängstigenden Einblick in die Welt der Banken. Voss ist selbst auf der Suche nach Antworten. Er nutzt die stundenlangen nächtlichen Gespräche mit dem Regisseur wie eine filmische Therapiestunde. Gemeinsam setzen sie die Teile eines komplexen Puzzles zusammen, bis am Ende hinter den majestätischen Glasfassaden der Banken das Bild eines Paralleluniversums aufscheint, in dem die Vernunft dem Profit untergeordnet wird und die Auswirkungen des eigenen Handelns auf den Rest der Welt kaum noch wahrnehmbar sind.

Marc Bauder inszeniert das verlassene Bankgebäude, in dem sich Voss mit schlafwandlerischer Sicherheit bewegt, wie einen zweiten Protagonisten. In langen Kamerafahrten vermisst die Kamera die Räume von der Chefetage bis zur Tiefgarage, gleitet über die glatten Oberflächen und arbeitet bewusst mit Projektionen und Spiegelungen. Bauder macht aus dem leeren, öden Raum eine Kathedrale des Kapitalismus. Die subtile Musik unterlegt die häufig monochromen Bilder mit einem unheilvollen Beat, dem man sich nur schwer entziehen kann. Gerade durch die Reduktion auf einen einzigen Gesprächspartner und dessen Sichtweise wird der Größenwahn des Finanzgewerbes spürbar.

MASTER OF THE UNIVERSE ist ein ebenso lehrreicher wie fesselnder Film, der Insider-Wissen über die Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten des internationalen Finanzmarktes vermittelt. Er kann im Politik- und Wirtschaftsunterricht als authentische Ergänzung des klassischen Lehrmaterials hervorragende Dienste leisten. In Sozialkunde und Ethik lässt sich die bewusste dramaturgische Abkehr von der Objektivität (sprich: die Reduktion auf eine einzelne Sichtweise) und ihre Folgen für die eigene Meinungsbildung diskutieren. Ergänzend dazu kann im Kunstunterricht eine Analyse der eingesetzten filmischen Mittel erfolgen, in der vor allem die meisterhafte Bildgestaltung eine wichtige Rolle spielen kann.

DOK Spotter Interview

DOK Spotter Interview

Jugendreporter Daniel hat Mark Bauder nach der Premiere seines Films bei DOK Leipzig 2013 interviewt und ihn gefragt, was er mit seinem Film erreichen will, wie er den ehemaligen Investmentbanker Rainer Voss getroffen hat und ihn überzeugen konnte, im Film so offen zu sprechen.

 

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