DOK Leipzig 30. Oktober – 5. November 2017
60. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 30 October – 5 November 2017
60th International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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News

31.10.2017

Einführung einer Quote für Regisseurinnen

Festivalintendantin Leena Pasanen am Mikrofon bei der Eröffnungsrede

Bei unserer Festivaleröffnung gestern Abend (30. Oktober) im CineStar Leipzig hat Festivalintendantin Leena Pasanen die Einführung einer Quote für Regisseurinnen im Deutschen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm angekündigt. Hier ihr Statement dazu:

 

„Frauen in der Filmbranche waren in den vergangenen Wochen in den Schlagzeilen, aber wieder nicht aus den Gründen, aus denen sie in der Öffentlichkeit präsent sein sollten: als gefeierte Filmemacherinnen.

 

Leider haben wir auch keine guten Nachrichten. In unserem Deutschen Wettbewerb für lange Dokumentar- und Animationsfilme ist nur eine Frau als Co-Regisseurin vertreten. Nach einem starken Jahrgang 2016 befinden wir uns erneut in dieser Situation.

 

Wir sind durch unsere Statistiken gegangen und sehen, dass es jedes zweite oder dritte Jahr an Regisseurinnen im Deutschen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm mangelt. Dies ist auch der Fall, wenn die Anzahl der eingereichten Filme, die von Regisseurinnen gemacht wurden, oder unsere Auswahlkriterien gleich bleiben. Was also läuft schief?

 

Es wäre leicht für uns, andere zu beschuldigen und zu sagen, dass wir nur diejenigen sind, die die Filme schließlich in Empfang nehmen – und das Problem liege in der Filmförderung und in der Produktion. Aber als eines der führenden Festivals ist es auch an uns, Veränderungen voranzutreiben. Für die Jahre 2018 und 2019 haben der Leiter der Auswahlkommission Ralph Eue und ich entschieden, im Deutschen Wettbewerb lang eine Quote für Regisseurinnen einzuführen. Ich bin mir darüber im Klaren, dass es viele gibt, die gegen diese Quote sein werden - auch Regisseurinnen. Dazu kann ich nur sagen, dass man manchmal starke Entscheidungen treffen muss, um mit Traditionen zu brechen und Veränderungen anzustoßen. Wir können uns im Deutschen Wettbewerb kein weiteres Jahr ohne Stimmen weiblicher Filmschaffender leisten.“  

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