DOK Leipzig 30. Oktober – 5. November 2017
60. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 30 October – 5 November 2017
60th International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film

Programm

Kids DOK

Das Programm finden Sie auch im Filmfinder.

Dort haben Sie außerdem die Möglichkeit, Online-Tickets zu erwerben.

Seit einigen Jahren baut DOK Leipzig stetig seinen Programmbereich für Kinder und Jugendliche aus und bietet auch 2016 passgenau kuratierte Programme. Diese werden altersgerecht, mit deutsch eingesprochenen Übersetzungen und auf die Zielgruppe abgestimmten Filmgesprächen – teilweise mit den DOK-Kindermoderator/innen – präsentiert. Während an den Wochentagen des Festivals Vorstellungen für Kindergärten und Schulen angeboten werden, richten sich die Vorführungen am Festivalwochenende hauptsächlich an Familien.

 

Kids DOK

Unter diesem Label versammelt DOK Leipzig Programme für Kinder ab 3 Jahren bis ins Grundschulalter.

Traditionell bietet Anima für Kids in zwei Kompilationen, jeweils ab 3 bzw. ab 6 Jahren, intelligente und witzige Trickfilme jenseits der Disney- und Cartoon-Massenware. Das übergreifende Thema in diesem Jahr ist Freundschaft und Füreinander-Einstehen, wobei es auch um den Umgang mit dem Fremden, Nicht-Vertrauten geht, so in „Moroshka“ von Polina Minchenok, „Lachek, I am Mean“ von Fateme Gosheh – der Geschichte einer kleinen Migrantin in Schweden und ihres Schleiers – oder „Going Home to Indonesia“ von Dessy Bambang. Meike Fehre thematisiert ost- und westdeutsche Vergangenheit auf spielerische Art und feiert mit „Riesenkamell und Schokokuss“ in Leipzig eine Weltpremiere.

 

Riesenkamell & Schokokuss (2016); Regie: Meike Fehre

An Kinder ab 10 bzw. 12 Jahren wenden sich gemischte Programme mit Dokumentar- und Animationsfilmen. Dabei geht es darum, wie Kinder und Jugendliche in verschiedenen Ländern und unter unterschiedlichen Bedingungen versuchen, ihre Träume zu erfüllen. Dazu gehören ein junger Straßenmusiker in Zimbabwe („You Can’t Hide from the Truth“ von A.a.V. Amasi) ebenso wie der polnische Junge mit Down-Syndrom in „Daniel“ (von Anastazja Dąbrowska) oder die junge Ciera, ein angehender Country-Star, in einer Weltpremiere von André Hörmann („Cieras Song“). Auch die Bewohner/innen des Thomashuis, einem betreuten Wohnprojekt, träumen in Marinka de Jonghs „Full of Dreams“ von großer Berühmtheit.

 

Erstmals ist ein Film aus dem Kinderprogramm gleichzeitig für den Internationalen Wettbewerb Kurzfilm nominiert: Elin Grimstads animierte Auseinandersetzung mit dem Tod in „Eternal Hunting Grounds“ überzeugte die Auswahlkommission durch künstlerische Meisterschaft, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht.

 

Full of Dreams (2016); Regie: Marinka de Jongh

Schulvorstellungen

Zusätzlich zu den für Kinder kuratierten Programmen werden Filme aus der Offiziellen Auswahl in gesonderten Vorstellungen für Kinder bzw. Jugendliche angeboten. Von Dienstag bis Freitag finden täglich um 10.00 Uhr Schulvorstellungen statt. Für den Film „Bruder Jakob“, der die Sinnsuche und Radikalisierung eines jungen zum Islam konvertierten Deutschen einfühlsam begleitet, findet eine Vorstellung mit eigens erstelltem Lehrmaterial statt.

 

Young Eyes Wettbewerb

Im Young Eyes Wettbewerb befindet eine in Zusammenarbeit mit der Filmschule Leipzig e.V. betreute Jugendjury über die am besten für ein jugendliches Publikum geeignete Arbeit. Filme für diese Zielgruppe sind zudem mit dem Label U18 gekennzeichnet und reichen thematisch von der ersten Liebe über das Leben in der Fremde, dem Erwachsenwerden mit gehörlosen Eltern bis zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit via Smartphone.