DOK Leipzig 29. Oktober – 4. November 2018
61. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 29 October – 4 November 2018
61st International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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Zwei Fragen an Carolin Weidner

Zwei Fragen an Carolin Weidner

Zwei Fragen an Carolin Weidner

Was ist Deine persönliche Verbindung zum Dokumentar- und Animationsfilm?

 

Carolin Weidner: 2013 war es, glaube ich, dass die Berlinale „Himmel und Erde“ von Michael Pilz gezeigt hat. Ich bin da eher zufällig rein, aber es hat mich sehr beeindruckt. Sowieso fanden wichtige Dokumentarfilm-Erlebnisse meistens im Kinosaal statt. Peter Nestler 2012 hier in Leipzig zum Beispiel. Großartig war auch „Don't Look Back“ von D.A. Pennebaker während des Musikfilmmarathons zu sehen, einem Berliner Festival, das es leider nur zwei Ausgaben lang gab. Dort lief auch Werner Schroeters „Abfallprodukte der Liebe“, ein unfassbarer Film, wunderschön. Durch meine Schreibtätigkeit bin ich oft mehr oder weniger auf Werke von Filmemacherinnen und Filmemachern gestoßen worden und bestimmt hat mich das Kino Arsenal sehr geprägt: Filme von Peter Liechti oder Helena Třeštíková sind mir hier zuerst begegnet. Für mich sind das wichtige Erfahrungen, da, im Kinosessel, es ist schwer zu beschreiben.

 

Wo liegen Deine Prioritäten beim Auswahlprozess?

 

Carolin Weidner: Ein Film sollte in sich stark und selbstbewusst genug sein, dass er nicht ständig nach mir als Zuschauer schielt. Das macht mich wütend, weil ich mich manipuliert fühle. Vielleicht geht es da schon um eine gewisse Souveränität der Filmemacherin bzw. des Filmemachers selbst, die spürbar ist. Also nicht souverän im Sinne von: Ich weiß genau, wie das geht, und mir macht keiner was vor. Eher wie: Es ist für mich richtig, diesen Film so zu drehen, zu schneiden und so weiter. Kompromisslosigkeit möglicherweise. Mut. Empfindsamkeit. Sowas sieht man.