DOK Leipzig 30. Oktober – 5. November 2017
60. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 30 October – 5 November 2017
60th International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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Zwei Fragen an Leopold Grün

Zwei Fragen an Leopold Grün

Zwei Fragen an Leopold Grün

Was ist Deine persönliche Verbindung zum Dokumentar- und Animationsfilm?

 

Leopold Grün: Den Dokumentarfilm habe ich als Erweckung erlebt, selbst künstlerisch arbeiten zu wollen. Ich hatte eher pädagogische Studiengänge absolviert, aber es ergab sich über ein Projekt die Möglichkeit, Stadtteilgeschichten in München und Dresden filmisch zu erzählen. In dieser Zeit fuhr ich das erste Mal zur Berlinale und zur Dokwoche nach Leipzig und habe mir unglaublich viele Filme angeschaut. Und immer wieder verspürte ich bei diesen Filmen den Drang, das ich das auch machen will. Bis zu meinem ersten Kino-Dokfilm hat es dann noch einige Jahre gedauert. Die beiden Langfilme, die ich gemacht habe, feierten dann genau auf den Festivals Premiere, die mich geprägt haben: in Berlin und Leipzig.

 

Wo liegen Deine Prioritäten beim Auswahlprozess?

 

Leopold Grün: Ich suche nach einer Komposition, einem Werk. Und ich suche nach dem Film, der all das gar nicht sein will, der porös und merkwürdig ist, mich verstört und doch nicht los lässt. Ich bin glücklich, wenn mir nicht alles gleich erklärt wird, ein Stück Geheimnis zu entdecken bleibt, ich mehrere Schichten sehe, auf denen mir die Erzählung oder das Essay begegnet. Dokumentarfilm ist häufig thematisch und politisch geleitet und er ist ein Fenster zu Welt. Das ist toll und wunderbar, aber ich wünsche mir mehr als das. Platz zum Denken und Empfinden. Für mich spielt letzten Endes auch die Montage eine große Rolle. Es wird häufig zu wenig Zeit dafür eingeplant, aber gerade sie bringt das zum Tragen, was für mich einen starken Dokumentarfilm ausmacht.