DOK Leipzig 30. Oktober – 5. November 2017
60. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 30 October – 5 November 2017
60th International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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27.10.2014

DOK Leipzig auf DAFilms.com

DOK Leipzig auf DAFilms.com Internationale Dokumentarfilm vom DOK Leipzig 2013 online verfügbar

DOK Leipzig ist die dritte Station des Doc Alliance Festivals Herbst. In der Festivalwoche bietet sich die einmalige Gelegenheit von zu Hause aus sechs beeindruckende Dokumentationen aus dem Jahr 2013 zu sehen.

 

Diese Filme, die im Vorjahr bereits die Jury überzeugt haben, bieten eine große Vielfalt an dokumentarischen Genres und Filmformen.

 

In dem französischen Film CASA von der jungen Filmemacherin Daniela de Felice begleiten wir ihre Familie, die auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Tod des Vaters umgeht. De Felice führt uns in innere Räume, wo unsere Familien weiterleben, wenn alle Artefakte längst Staub geworden sind.

 

NORMALIZATION, ein Film vom slowakischen Regisseur Robert Kirchhoff gleicht einer Detektivgeschichte. In einem Zeitraum von 8 Jahren, ist der Dokumentarfilmer einem Fall gefolgt, der 40 Jahre in der Vergangenheit liegt. Es geht um Entführung, Vergewaltigung und Mord einer jungen Frau. Sieben Männer wurden für die grauenvolle Tat verurteilt. Alle von ihnen beteuern ihre Unschuld. 1989 wurden sie auf Grund der demokratischen Revolution freigelassen. 2004 dann allerdings wurden sie durch einen Urteilsspruch zurück ins Gefängnis geschickt. Kirchhoff  rekonstruiert eine „Landkarte der Ereignisse“ und zeichnet ein Bild, das von Macht, deren Missbrauch, von Manipulation, der Perfidität von Geheimdiensten und von den politischen Machenschaften eines Landes erzählt.

 

MAMA und SILENCE RADIO besitzen eine lyrische Note. Die Dokumentarfilmerin von „Mama“ richtet die Kamera auf ihre eigene Mutter, welche sie in den letzten Jahren ihres Lebens  mit viel Geduld und Zärtlichkeit betreut hat. „Silence Radio“ ist von dem talentierten Regisseur Valéry Rosier, der bereits eine Vielzahl von Geschichten über alternde Männer und Frauen erzählt hat. Verlust und Einsamkeit sowie ein leiser Humor durchwehen den zärtlichen Film, der sich mittels raffinierter Arrangements und einer sinnstiftenden Montage sicher auf dem schmalen Grat zwischen Kitsch und großem Drama bewegt.

 

Die letzten beiden Filme scheuen sich nicht davor politische Konflikte zu beleuchten. Der israelische Film SUPER WOMAN begleitet eine Gruppe russischer Immigrantinnen, die auf der Suche nach einem neuen Leben in Israel sind. Yael Kipper und Ronen Zaretzky gelingt mittels präziser Beobachtung und Strukturierung eine Sozialstudie von großer Klarheit und Emotionalität.

 

In ART WAR bringen die jungen Graffitikünstler Ägyptens die Wände zum Sprechen. Nach 30 Jahren Autokratie wurde Präsident Mubarak von seinem Volk hinweggefegt. In blutverschmierten Porträts von den Tagen des Kampfes, wird in wilden Collagen von der Zeit der Anarchie erzählt. Wände werden zu Chronisten der sich überstürzenden Ereignisse. Elektropop und Rap liefern den aufwühlenden Soundtrack dazu. 

 

Mehr Informationen finden Sie auf dafilms.com 

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