DOK Leipzig 29. Oktober – 4. November 2018
61. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 29 October – 4 November 2018
61th International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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WE ARE HIP HOP

Die diesjährige Sonderreihe We Are Hip Hop nähert sich verschiedenen Elementen der Hip-Hop-Kultur. Denn Hip-Hop ist mehr als Musik: Der Lifestyle, der von der Musik getragen und inspiriert wird, manifestiert sich in ganz unterschiedlichen Bereichen und hat verschiedenste kreative Ausprägungen. Die sechs ausgewählten Kurz- und Langfilme beleuchten neben der Musik und ihren Texten auch Street-Art und Tanz.

 

In dem kurzen Portrait „Boombox Collection: Boots Riley“ spricht der Rapper und Frontman der Hip-Hop Band „The Coup“ über seine Musik und deren politische Komponente. Auch „This Is What It Is“ von der französischen Filmemacherin Léa Rinaldi gibt Einblicke in die politischen Aspekte der Musikrichtung: Sie begleitet die kubanische Hip-Hop-Band Los Aldeanos. Das Duo stößt immer wieder auf Schwierigkeiten, denn ihr Kampf für Meinungsfreiheit und künstlerische Autonomie wird in Kuba fast unmöglich gemacht. Auf ihrer ersten Tour durch die USA und Südamerika werden sie mit dem Ausmaß ihres Ruhms konfrontiert, von dem sie bisher keine Ahnung hatten. Der Kontrast von der kubanischen Untergrund-Szene zu den großen Festivalbühnen könnte kaum größer sein.

 

MissMe: The Artful Vandal (2015); Regie: Mohammad Gorjestani Auf den Straßen zeichnet sich der Ungehorsam der Hip-Hop-Kultur in Form von Kunst ab: „Streetart. Die vergängliche Rebellion“ gibt Einblicke in die provokante, politische und häufig witzige Kunstform Street-Art, die besonders die Straßen der Großstädte prägt. Anne Brüger und Benjamin Cantu folgen Künstlerinnen und Künstlern aus Berlin, New York, Paris und Moskau bei ihrer Arbeit. Während Brad Downey mit seinen „Spontaneous Sculptures“ die Berliner Passanten irritiert, übermalt Princess Hijab in Paris halbnackte Körper auf Werbeplakaten mit Hijabs und Burkas. In „MissMe: The Artful Vandal“ zeigt Mohammad Gorjestani die Street-Art-Künstlerin MissMe auf ihren Zügen durch Montreals Straßen. Auch sie hat mit ihren groß- und kleinflächigen Plakaten dem Blick der Gesellschaft auf Frauen den Kampf angesagt.

 

Martha & Niki (2015); Regie: Tora Mkandawire Mårtens

In „Martha & Niki“ erzählt Tora Mkandawire Mårtens (Goldene Taube 2012 für „Colombianos“) die Geschichte der schwedischen Street-Style-Tänzerinnen Martha Nabwire und Niki Tsappos, die ihre Wege sehr erfolgreich durch die männerdominierte Streetdance-Szene gehen. Zwischen verschiedenen Kulturen aufgewachsen haben beide früh angefangen, sich durch Tanz auszudrücken. Der Dokumentarfilm begleitet sie auf ihrer Suche nach ihren ugandischen bzw. äthiopischen Wurzeln und sich selbst.

 

Die Sonderreihe richtet sich an ein Publikum ab 13 Jahren und wurde kuratiert von Kim Busch, Programmkoordinatorin bei DOK Leipzig.