DOK Leipzig 29. Oktober – 4. November 2018
61. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 29 October – 4 November 2018
61st International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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RetroPerspektive Klöfkorn


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Paralleluniversum — RetroPerspektive Michel Klöfkorn

In seinen Arbeiten offenbart  der Frankfurter Michel Klöfkorn einen sehr genauen Blick für die Details im Alltag. Lassen sie sich entführen in eine Welt, die mit ihrer subtilen Bestimmtheit, feinen Ironie und herausragenden Ästhetik mit das aufregendste ist, was die deutsche Animation derzeit zu bieten hat.


Auf dem Schreibtisch des Animationsfilmers


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 2008, 3:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


„Auf dem Schreibtisch des Animationsfilmers collagiert sich das Denken der Bilder? Setzt sich … bildet sich ab … oder was weiß ich, was da los ist.“ (Michel Klöfkorn)

Der Hormon – Das war mein Leben


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 1997, 7:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Eine Blase mit zwei Nieren entwickelt sich zum Hooligan, einem embryonalen Darmhaufen wächst ein Auge, eine Spiralschnur verbindet den Finger mit dem Augapfel. Sie lösen sich aus dem Innern einer Nähmaschine mit Sonnenradstich. Lungen atmen sich durch Gänge, werden von Organen gebügelt, von Hormonen gefickt. Das Zeichentrickmassaker endet im Badezimmer.

Echtzeit


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 1996, 6:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


„In Folie geschweißte Hemden und Mäntel bewegen sich an einem Kleiderbügelsystem durch die Stadt.“ (Frieda Grafe) Dokumentarisch, Alltagspoesie, duftend in Plastik gepresst. Eine chemische Reinigung, wie sie so noch nie zu sehen war.

Flüssiges Papier


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 2010, 4:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Der Film ist ein bemerkenswertes Beispiel für Experimentierlust: Dreieinhalb Minuten lang blättern und schlagen Seiten aus Kunst- und Fotobüchern wie ein hektisches Daumenkino übereinander. Die Themen fliegen zu schnell vorbei, um sie wahrzunehmen. Manchmal schälen sich Formen aus dem Blattgestöber heraus, eine Hand, ein Vogel. Die Botschaft? Vielleicht nur das Medium selbst …

Garagen


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 1999, 7:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Es gibt Einfamilienhausgaragen, Mehrfamilienhausgaragen, Hochhausgaragen. Es gibt die Dienstleistungsgarage, die selbstverwirklichte Garage, die beschriftete Garage. Garagen vermitteln immer einen Eindruck ihrer Besitzer, und es ist befreiend, diese Besitzer nicht sehen zu müssen. Eine Garage mit Geschichte zuckt, rudert, zappelt und schlägt genauso wie eine ohne Geschichte. Jedes Garagentor hat seinen eigenen Rhythmus.

Goldafter Teil 2


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 1992, 7:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Die Vorabendserie aus Zeitschriftenbildern ist das collagierte Trauma der deutschen Kleinfamilie: Manuela liebt Rainer. Mama liebt Udo. Der Handwerker liebt seine Arbeit. Papa ist das egal. Und Christiane auch. Manuela hat eine Karriere beim Nachmittagsmusikfernsehen gemacht …

Ich fahre mit dem Fahrrad in einer halben Stunde an den Rand der Atmosphäre


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 2011, 10:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Ich versuche, die Gesellschaft zu verstehen. Ich versuche, die Wirtschaft zu verstehen. Ich versuche, die Nation zu verstehen. Den Militarismus, die Geschichte. Ich fahre mit dem Fahrrad in einer halben Stunde an den Rand der Atmosphäre … Es sind nur 14 Kilometer.

Interview mit einer Autobahn


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 2007, 4:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Der Film ist eine Performance-Reihe und zugleich eine sich in jeder Vorführung erweiternde Collage aus Fotos, Zeichnungen und Zitaten. Ein Dia-Abend der Angst und der Fundstücke, an dem Klöfkorn den Toast von beiden Seiten buttert und sich Fragen auftun.

Jalousien


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 1997, 2:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Die Außenjalousien des Rowenta-Bürohochhauses in Offenbach führen ein musikalisches Eigenleben.

n. n.


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 2009, 11:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Taubenstopper, also Drahtvorrichtungen, die in vielen Städten Gebäude und Denkmäler vor Vögeln schützen, werden zum Leben erweckt: Auf Fenstersimsen und Reklameschriften verwandeln sie sich in Schwärme technoider Wesen aus Edelstahl und Plastik. Wie ein gigantischer Insektenschwarm ziehen sie durch die Landschaften und zerlegen die Zivilisation, wie wir sie kannten, in ihre Einzelteile.

Nr. 44-678 / Bibliothek


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 1998, 6:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Inventarnummer: Die meiste Zeit verbringt ein Buch mit Warten. Haben Sie überhaupt eine Vorstellung davon, was das heißt, warten? Was glauben Sie, was in all den Jahren passiert?

Sinfonie des Überflusses


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 2006, 15:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


In Klöfkorns „Sinfonie des Überflusses“ schieben entspannte Kunden ihren Einkaufswagen durch den Supermarkt. Ihre Blicke verraten nichts. Doch um sie herum gerät die bunte Wohlstands-Warenwelt ins Tanzen und verselbstständigt sich. Undurchdringliche Wolken von Telefonen, Produkten und Konsumartikeln umgeben die ahnungslosen Menschen. Ein Film über den Aufstand der Dinge, hier kompiliert mit den geremixten Kurzstücken „Das Elend der Angestellten“, „Geht’s noch“ und „3.48 €/min“.

Vergiftet


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 2001, 4:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Zur Musik von Jan Delay feiern Collagen von Prominenten aus Politik und Medien in einem schwarz-weißen Sumpf die Ankunft des Castor-Behälters.

Where the Rabbit Sleeps


R: Michel Klöfkorn
Deutschland, 2001, 5:00min

Mi, 19.10. 22:15 Uhr Astoria

Sa, 22.10. 17:00 Uhr Astoria


Die ruhigen Einstellungen zeigen Bilder von überlebensgroßen, aufblasbaren Objekten: Lastwagen und Energy-Drink-Flaschen. Vor dem Hintergrund von Einfamilienhaussiedlungen und Autobahnbrücken flattern sie freundlich im Wind. Ein müheloser Bildertakt, der nur kurz unterbrochen wird durch das Aufpumpen und Luft-Rauslassen.