DOK Leipzig 29. Oktober – 4. November 2018
61. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 29 October – 4 November 2018
61st International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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Länderfokus

LÄNDERFOKUS LITAUEN: 
DIE (UN)ABHÄNGIGKEIT BEWÄLTIGEN

The Field of Magic. Regie: Mindaugas Survila

Zum 100. Jubiläum der Unabhängigkeit der baltischen Republiken blickt DOK Leipzig auf Litauen. Das kleine Land zwischen Polen, Weißrussland und Lettland, das in etwa so viele Einwohner hat wie Berlin, hat in seiner Position als Einzelkämpfer irgendwo zwischen den Relikten der Sowjetunion und dem Sehnsuchtsort Europa eine ganz eigene Form des poetischen Dokumentarfilms entwickelt.

 

„Der litauische Dokumentarfilm hatte immer einen besonderen kunstvollen Charakter – auch heute noch“, sagt Audrius Stonys, der DOK Leipzig schon über lange Jahre verbunden ist. Der litauische Filmemacher hat den diesjährigen Länderfokus mit dem Titel DIE (UN)ABHÄNGIGKEIT BEWÄLTIGEN kuratiert, der in Kooperation mit dem Lithuanian Film Center und der Botschaft der Republik Litauen in der Bundesrepublik Deutschland präsentiert wird.

 

Der Weg zur Unabhängigkeit des kleinen Landes spiegelt sich auch im Dokumentarfilm wider, der die drei wichtigsten Umbrüche und Wendepunkte in der Geschichte des Landes reflektiert. „Wir unterscheiden zwischen den Kindern des Krieges, den Kindern der Unabhängigkeitsphase und den Kindern der Digitalisierung“, so Stonys.

 

Die Gesellschaft stand also zum wiederholten Male vor der Herausforderung, dem sowjetischen System Widerstand zu leisten, sich immer wieder eine eigene kulturelle Identität zu schaffen und diese gegen andere zu behaupten. Der Länderfokus taucht ein in die Geschichte eines zerrissenen Landes und zeigt zunächst eine Auswahl von kurzen Filmen aus der Zeit des Krieges, vier weitere Filme zum Thema Unabhängigkeit und zwei Filme aus dem digitalen Zeitalter.

 

Die Sonderreihe gibt Einblicke in einen Dokumentarfilm, der mehr Kunst als Nachrichtenmedium sein will – und doch und vielleicht gerade deshalb eine große Botschaft transportiert. So fanden die Filmemacher/innen immer Schleichwege, etwa in einer besonders bildhaften Sprache, um die sowjetische Zensur zu umgehen. „Die Filmemacher und Filmemacherinnen lassen ihre Bilder sprechen“, sagt Stonys – Bilder, die ehrlich sind und oft auch ohne Sprache auskommen.

ZUR FILMLISTE

 

Alle Filme des Länderfokus im Überblick >>

 

Die Termine und Uhrzeiten der Kinovorführungen veröffentlichen wir mit dem gesamten Filmprogramm am 10. Oktober.


 

In Kooperation mit dem Lithuanian Film Center und der Botschaft der Republik Litauen in der Bundesrepublik Deutschland