DOK Leipzig 29. Oktober – 4. November 2018
61. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 29 October – 4 November 2018
61st International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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Impressum

Preisträger

Preisträger 2018

Internationaler Wettbewerb Langfilm

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Internationaler Wettbewerb Langfilm

Claudia Tosi für den Film I Had a Dream Avevo un sogno (Italien, Frankreich 2018)

 

Jurybegründung

Um beim Thema zerbrochene Träume zu bleiben, wird die Goldene Taube einstimmig an einen Film verliehen, der mehr denn je die Notwendigkeit zum Ausdruck bringt, Würde, Integrität und Menschlichkeit selbst im politischen Leben hochzuhalten.
Die erstaunlichen und unverwüstlichen Frauen in diesem Film – Manuela und Daniela – gaben uns Hoffnung.
Obwohl sie sich scheinbar mit lokalen und nationalen Fragen beschäftigen, hat ihr konsequenter, politisch pragmatischer Kampf Auswirkungen auf die ganze Welt.

  

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Internationaler Wettbewerb Langfilm

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Internationaler Wettbewerb Langfilm

Goran Dević für den Film On the Water Na vodi (Kroatien 2018)

 

Jurybegründung

Für einen Film, der uns alle sehr berührt hat, da er auf herrliche Weise zeigt, dass trotz Traumata und Narben des Krieges Menschlichkeit und Überlebenskampf zusammengehen können.
Wir möchten dem Regisseur und den Protagonisten am Fluss dafür danken, dass sie uns daran erinnern, dass es in einem Krieg keine Gewinner gibt und dass das Leben schließlich weitergehen muss.

 

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Internationaler Wettbewerb Kurzfilm

Goldene Taube bester kurzer Dokumentarfilm

Goldene Taube bester kurzer Dokumentarfilm
Goldene Taube bester kurzer Dokumentarfilm Internationaler Wettbewerb Kurzfilm

Corina Schwingruber Ilić für den Film All Inclusive (Schweiz 2018)

 

Jurybegründung

Der Preisträger der Goldenen Taube verfügt über ein großartiges kinematografisches Auge. Es erlaubt uns Eintritt in eine Welt, die wir nicht kannten, erschuf eine Geschichte und schaffte es, lustig und dennoch tiefgründig zu sein. Bei Dokumentarfilmen ist Humor das Schwerste, was zu machen ist. Aber wenn es gelingt, kann der Film sehr tiefgründig sein.

 

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Internationaler Wettbewerb kurzer Animationsfilm

Goldene Taube bester kurzer Animationsfilm

Goldene Taube bester kurzer Animationsfilm
Goldene Taube bester kurzer Animationsfilm Internationaler Wettbewerb kurzer Animationsfilm

Martina Scarpelli für den Film Egg (Frankreich, Dänemark 2018)

 

Jurybegründung

Dieser Film verbindet eine großartige Innovation in der Form mit spannendem Geschichtenerzählen und einem echten Einblick in die menschliche Psychologie. Wir haben schon viele Dokumentarfilme über dieses Thema gesehen, aber dieser erlaubt einen tieferen Einblick. Er besitzt eine Ästhetik, die perfekt zum Thema passt. Er ist herausfordernd und höchst erinnernswert.

Die Gewinner der Goldenen Tauben im Internationalen Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm qualifizieren sich für die Nominierung der jährlich vergebenen ACADEMY AWARDS®, vorausgesetzt, sie erfüllen die Vorgaben der Academy.

 

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Internationaler Wettbewerb Kurzfilm

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Internationaler Wettbewerb Kurzfilm

Karina Paciorkowska für den Film You Are Overreacting Nie masz dystansu (Polen 2017)

 

Jurybegründung

Für einen Film, der sich auf spielerische und zugleich herausfordernde Art mit einer der wichtigsten Fragen unserer Zeit beschäftigt. Er vermeidet die Naivität einiger anderer eingereichter Filme und sorgt nicht nur für einen beeindruckenden optischen Auftritt, sondern er verwendet auch lebensechte Interviews mit schockierendem Effekt. Obwohl er nur 4 Minuten lang ist, bleibt er lange im Gedächtnis haften.

 

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Next Masters Wettbewerb Langfilm

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Next Masters Wettbewerb Langfilm

Ricardo Calil für den Film Cinema Morocco Cine Marrocos (Brasilien 2018)

 

Jurybegründung

Brasilien hat uns einen Film beschert, der das Kino selbst feiert durch die Erinnerung an einen leerstehenden Kinopalast und die Darstellung der Menschen, die in diesem leerstehenden Gebäude Unterschlupf fanden – arme Familien, Migranten, Obdachlose, Flüchtlinge. In dem ein mutiger und ambitionierter Dispositiv eines Dramaworkshops mit 20 Bewohnern ins Leben gerufen wird, werden diese durch den Regisseur und sein Team zu berühmten Schauspielern. In diesem Prozess enthüllt der Film CINEMA MOROCCO diese Menschen als wahre Helden unserer Zeit.

 

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Next Masters Wettbewerb Kurzfilm

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Next Masters Wettbewerb Kurzfilm

Barbara Bohr für den Film Escapar, the Recurring Dream Escapar, el sueño recurrente (Dänemark 2017)

 

Jurybegründung

Der Next Masters Wettbewerb würdigt und unterstützt unkonventionelle Arbeiten, die die Grenzen des Kinos als Medium herausfordern. Ganz im Sinne dieses Wettbewerbs haben wir uns dazu entschlossen, die Goldene Taube im Next Masters Wettbewerb für Kurzfilme einem kraftvollen Film zu verleihen, in dem ein komplexes, filmisches Konzept zu einem emotionalen Inkubator einer tiefen menschlichen Erfahrung von Heilung und Versöhnung wird. Auf einer fließenden Grenze zwischen einer traumatischen Vergangenheit und einer Gegenwart im Exil, zwischen Erinnerung und Traum, Psychodrama und Poesie, enthüllt der Film das tiefe Band zwischen Mutter und Tochter und erzählt von dem wichtigen Vermögen, unsere Menschlichkeit inmitten von gewalttätigen, repressiven politischen und geschichtlichen Umständen zu bewahren.

 

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Next Masters Wettbewerb Kurzfilm

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Next Masters Wettbewerb Kurzfilm

Badredine Haouari für den Film The Republic’s Couriers Les coursiers de la République (Frankreich 2018)

 

Jurybegründung

Wir möchten dem Film THE REPUBLIC’S COURIERS eine lobende Erwähnung aussprechen. Dieser zeigt das Leben der neuen Sklaven des digitalen Zeitalters in der westlichen Welt. Diese kommen hauptsächlich aus den früheren Kolonien.

 

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Deutscher Wettbewerb Langfilm

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Deutscher Wettbewerb Langfilm

Pablo Ben Yakov für den Film Lord of the Toys (Deutschland 2018)

 

Jurybegründung

Der Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm geht an Lord of the Toys vom Regisseur Pablo Ben Yakov und dem Kameramann André Krummel:

Weil er smart, differenziert, extrem mutig und von einer schmerzhaften politischen Brisanz ist. Und den Anspruch erfüllt, den man an einen guten Dokumentarfilm haben muss: Er hilft Leuten, zu kapieren, was woanders los ist. Gezeigt wird der Alltag einer Gruppe von Dresdener Youtubern, Jungs, paar Mädchen, weit und breit keine Erwachsenen, die aus Langeweile und Verlorenheit auf der Grenze zu rechtsradikal unterwegs sind; und dabei mehrere hunderttausend Follower in den sozialen Medien haben. Sie stricken an einer Welt, in der sie was bedeuten, die ihnen aber gleichzeitig die Erfüllung ihrer Bedürfnisse verbauen wird: Vertrauen und Nähe. Die Filmemacher haben eine Grenzüberschreitung geleistet; sie lassen sich vollständig auf ein anderes Milieu, eine andere Generation, eine andere politische Haltung ein, um ernsthaft dem auf den Grund zu gehen, worüber man in Tageszeitungen als Gefahr für unsere Demokratie liest. Sie gehen so tief rein, wie man reingehen kann. Sie versuchen dabei, nicht nach vorgefertigten Schemata zu werten. Und verlieren dabei trotzdem an keiner Stelle ihre Haltung und ihre kritische Distanz. Sie wollen etwas begreifen, nämlich eine Dynamik, die junge Menschen gruppenweise in die Radikalität schlittern lässt. Der Film ist souverän, ohne zu routiniert oder zu abgeklärt zu sein. Er ist liebevoll, jenseits der Floskel. Und außerdem formal – ästhetisch und dramaturgisch – zutiefst beeindruckend. Ein in der Form noch nicht dagewesener Beitrag zum Verständnis dessen, was grade in unserer Welt passiert. Man sagt über Filme gerne mal, dass sie wehtun – dieser Film tut wirklich weh, teilweise physisch. Aber aus gutem Grund.

 

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Deutscher Wettbewerb Kurzfilm

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Deutscher Wettbewerb Kurzfilm

Julia Roesler für den Film Marina (Deutschland 2018)

 

Jurybegründung

Ich bin gerne bei den Menschen, bis zum Schluss,“ sagt sie. Das offene Gesicht von Marina spiegelt wider, was sie erlebt in ihrem anstrengenden Alltag als Pflegekraft. Die Zuneigung derer, denen sie das Essen bereitet, die Betten macht, die sie wäscht, anzieht, für die sie putzt und einkaufen geht. Die Überheblichkeit derer, die nicht selbst für ihre Eltern sorgen und meinen, mit dem geringen Lohn auch gleich den ganzen Menschen zu kaufen, der in der 24-Stunden-Rundumpflege einen Großteil des Jobs tut, den sie niemals machen würden – schon gar nicht für das Geld. Marina verzichtet auf ihr eigenes Leben mit ihrer Tochter, auf ein Daheim, das sie nur alle vier Wochen sieht, auf einen Job, der ihrer höheren Ausbildung entspräche. Julia Roesler baut um die Erzählungen dieser einen und in ihr gespiegelt ganz vieler Marinas durch die präzise Reflexion aller Nöte, die sich aus dem modernen Sklavinnenhandel mit den Pflegearbeitskräften aus dem Osten ergeben, einen Film voller genau gesetzter Worte und Bilder, die uns behutsam heranführen an das, was Teil unserer Welt ist – und viel zu wenig beachtet wird.


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Für einen herausragenden langen deutschen Dokumentarfilm

DEFA-Förderpreis

DEFA-Förderpreis
DEFA-Förderpreis Für einen herausragenden langen deutschen Dokumentarfilm

Florian Baron für den Film Stress (Deutschland, USA 2018)

 

Jurybegründung

Der Krieg, sagt der Schriftsteller Martin Kessel, hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer. Im Film heißen sie Joe und Torrie, Mike, James und Justin. Heimgekehrt aus Afghanistan. Äußerlich unversehrt. Innerlich voller Wunden.
In „Stress“ berichten sie von ihren Erfahrungen, ihren Traumata. Der permanenten Anspannung, die nicht weichen will. Auch zu Hause, im vermeintlichen Frieden, bleiben Körper und Geist im Kriegszustand. Kamera und Ton begleiten die Erzählungen mit Bildern aus dem Alltag. Das gewöhnliche Pennsylvania, die Frauen, Eltern, Kinder. Entschleunigte Gegenwart, in der die aufgewühlte Seele dennoch niemals Ruhe findet.
22 Veteranen nehmen sich täglich in den USA das Leben. Auch einer der Porträtierten ist darunter. Der Krieg hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem die Beteiligten heimgekehrt sind, holt er sich seine Opfer.

 

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Für den besten Dokumentarfilm zum Thema Arbeit

Healthy Workplaces Film Award

Healthy Workplaces Film Award
Healthy Workplaces Film Award Für den besten Dokumentarfilm zum Thema Arbeit

Julia Roesler für den Film Marina (Deutschland 2018)

Jurybegründung

Unser Preisträger wirft auf ansprechende Weise Licht auf die global agierende Hierarchie.
Aus Finanznot verlassen Frauen ihre Familien, um die Lücken im Pflegesystem für ältere Menschen im Westen zu füllen.


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Healthy Workplaces Film Award

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Healthy Workplaces Film Award

Silvia Bellotti für den Film Open to the Public Aperti al pubblico (Italien 2017)

 

Jurybegründung

Für einen engagierten „fly on the wall“-Dokumentarfilm, der die lähmende Bürokratie im Wohnungsamt Neapel gnadenlos einfängt.
Nicht nur die Besucher, sondern auch die Beamten sind durch die Geheimnisse des Systems gelähmt, in denen niemand für irgendetwas verantwortlich zu sein scheint. Sehr gut aufgenommen und geschnitten, alles mit viel Humor und Leidenschaft für den Protagonisten.

  

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Dokumentarfilmpreis
des Goethe-Instituts

Karen Winther für den Film Exit (Norwegen, Deutschland, Schweden 2018)

Jurybegründung

Als ehemalige Links- und Rechtsradikale sucht Karen Winther andere Aussteiger aus extremen Ideologien auf, um herauszufinden, wie diese mit ihrer gewalttätigen Vergangenheit umgehen. Auf ihrer Reise durch Europa und Amerika vermittelt uns die Regisseurin die weitreichenden Folgen einer solchen Entscheidung.
Eindrucksvoll ist, wie Karen Winther den langen Weg von der Deradikalisierung zur Rehumanisierung aufzeigt.
Dieser beginnt mit Selbsterkenntnis und Eigenverantwortung, braucht aber auch die Unterstützung von außen, um weiter beschritten werden zu können. Ein Film, der die Tür zu einem unbequemen Zwischenraum öffnet.

 

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Dokumentarfilmpreis
des Goethe-Instituts

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

Katinka Zeuner for the film Der Stein zum Leben (Deutschland 2018)

Jurybegründung

Einen Film möchten wir mit einer lobenden Erwähnung hervorheben: Und zwar Der Stein zum Leben von Katinka Zeuner, die den Steinmetz Michael Spengler porträtiert, der nicht nur Künstler und Handwerker ist, sondern die Trauernden auch behutsam bei ihrem Abschied begleitet. Besondere Beachtung verdient, dass dieser Film ohne Sender, ohne Förderung und ohne Unterstützung einer Filmhochschule entstanden ist.

 

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Für einen herausragenden osteuropäischen Film

MDR-Film-Preis

MDR-Film-Preis
MDR-Film-Preis Für einen herausragenden osteuropäischen Film

Alina Gorlova für den Film No Obvious Signs Yavnykh proyaviv nemaye (Ukraine 2018)

 

Jurybegründung

No Obvious Signs ist ein Film, der aufs Neue eindrucksvoll belegt, welche Intensität und Faszination von Dokumentar-Film ausgehen kann – wenn es gelingt, ein Thema so unmittelbar und direkt herauszuarbeiten.
Hier geht es um die Geschichte einer Frau, die in der Ostukraine die Schrecken des Krieges aus unmittelbarer Nähe erleben musste und seither unter posttraumatischen Belastungsstörungen leidet. Panikattacken, Ängste. Die Versuche, wieder zurück in den Lebensalltag zu finden. Äußerlich unversehrt, seelisch kaputt. Sie wird die Bilder des Krieges nicht mehr los, die Erinnerungen. Auch die Klingeltöne der Handys der gefallenen Soldaten gehen ihr nicht mehr aus dem Sinn.
Der Film vermittelt jenseits von Pathos, Patriotismus und Propaganda eindrücklich, was Krieg ganz existenziell und eigentlich für jeden Menschen bedeutet, der hineingerät.
Die Vehemenz und Direktheit, mit der Gorlova sich dabei in die Wirklichkeit stürzt und mit Kamera und Mikrofon in die Epizentren seelischer Not vorstößt, gehört zu den Besonderheiten des Films. Ebenso die Fähigkeit zur künstlerischen Verdichtung.
Ein leiser, intensiver Film, der auf jegliche Effekthascherei verzichtet. Keine Selbstverständlichkeit.

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Durch die Auszählung von Publikumsstimmen

Filmpreis Leipziger Ring

Filmpreis Leipziger Ring
Filmpreis Leipziger Ring Durch die Auszählung von Publikumsstimmen

Beryl Magoko für den Film In Search … (Deutschland 2018)

 

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Preis der Interreligiösen Jury

Claudia Tosi für den Film I Had a Dream Avevo un sogno (Italien, Frankreich 2018)

 

Jurybegründung

Nach unseren Schriften sind Frauen und Männer gleich erschaffen (wie in Genesis 1:27 geschrieben) und in gegenseitigem Respekt (wie in Sure 9:71). Hoffnung und die Verpflichtung, nie aufzugeben, sind wesentliche Bestandteile unserer Religionen. Der von uns ausgewählte Film enthält nicht nur Hoffnung, sondern stellt sie her. Unsere Wahl erfüllt die ursprünglichen Anforderungen an einen Dokumentarfilm. Er zeigt ein Verantwortungsbewusstsein, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, der die nächsten Generationen inspiriert. Zwei Politikerinnen und eine Regisseurin hatten einen solchen Traum.


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Spezialpreis der Interreligiösen Jury

Barbara Miller für den Film #Female Pleasure (Schweiz, Deutschland 2018)

 

Jurybegründung

Die Interreligiöse Jury betritt Neuland ganz nach dem Motto von DOK Leipzig 2018. Sie vergibt das erste Mal einen Spezialpreis an einen Dokumentarfilm, der die Jury-Mitglieder beeindruckt hat. Der Film gehört zwar nicht zum Wettbewerb, aber zur SektionSpätlese in der Offiziellen Auswahl. In einer gut recherchierten Komplexität stellt er uns fünf mutige Frauen vor, die zu fünf Weltreligionen gehören und sich dem Kampf gegen Gewalt gegen Frauen und gegen deren Unterdrückung verschrieben haben.


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Preis der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Katinka Zeuner für den Film Der Stein zum Leben (Deutschland 2018)

 

Jurybegründung

Behutsam und zurückhaltend, dabei aber äußerst präzise nähert sich der Film den Handlungen seiner Protagonisten. Beobachtet und porträtiert wird ein Steinmetz, der auf empathische Weise Trauerbegleitung, Kunst und Handwerk vereint.

Aufgrund seiner hohen künstlerischen Qualität vergeben wir den ver.di-Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness mit Freude und Hochachtung an Katinka Zeuner für ihren Film Der Stein zum Leben.

 

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Preis der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Preis der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Mala Reinhardt für den Film Der zweite Anschlag The Second Attack (Deutschland 2018)

 

Jurybegründung

Für den Film Der zweite Anschlag von Mala Reinhardt sprechen wir eine lobende Erwähnung aus. In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Akzeptanz von Rassismus ist es enorm wichtig, den Betroffenen zuzuhören.

 

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Young Eyes Film Award
in Kooperation mit der Filmschule Leipzig e. V.

Karen Winther für den Film Exit (Norwegen, Deutschland, Schweden 2018)

 

Jurybegründung

Als die Filmemacherin Karen Winther beim Umzug eine Kiste mit Propagandamaterialien findet, wird sie mit ihrer rechtsextremen Vergangenheit konfrontiert. Schockiert und beschämt zugleich, begibt sie sich auf die Suche nach anderen Aussteigern in der Hoffnung auf Antworten. In intimen Interviews legen sie ihre Vergangenheit als Extremisten offen. Dabei konzentriert sich die Kamera in langen, festen Einstellungen auf die Befragten. Dumpfe, hämmernde Abfolgen von Tönen verstärken die emotionalen Schilderungen ihres zurückliegenden, gewaltvollen und hasserfüllten Lebens. Ihre Angst vor Rache, aber vor allem ihre Scham über das Vergangene ist in jedem Satz allgegenwärtig.
Der politisch hochaktuelle Film zeigt nicht nur die Gefahren, die von extremistischen Bewegungen ausgehen, sondern zeigt uns, dass man mit Mut und Courage einen Ausstieg schaffen kann.

 

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Preis der Fédération Internationale de la Presse Cinématographique

Claudia Tosi für den Film I Had a Dream Avevo un sogno (Italien, Frankreich 2018)

 

Jurybegründung

In diesen Tagen ist es schwer, ein guter Mensch in Sachen Politik in Europa zu sein, wo der Berlusconismus Italiens Grenzen bereits verlassen hat. Claudia Tosi stellt durch ihren Film die Frage, ob es heutzutage möglich ist, durch Politik etwas zu ändern. Sie versucht, eine Antwort auf diese Frage zu finden, indem sie zwei herausragenden Politikerinnen zehn Jahre lang folgt. Die Regisseurin benutzt dafür eine reflektierte kinematografische Sprache, die nicht nur für den Kampf um die Frauenquote steht, sondern die auch eine persönliche Geschichte zweier inspirierender Charaktere vorstellt, die die Welt zu verändern suchen.
 

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Durch Auszählung von Publikumsstimmen

mephisto 97.6-Publikumspreis

mephisto 97.6-Publikumspreis
mephisto 97.6-Publikumspreis Durch Auszählung von Publikumsstimmen

Valentin Riedl und Frédéric Schuld für den Film Carlotta’s Face (Deutschland 2018)

 

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DIE JURY AUS JUGENDLICHEN UND JUNGEN ERWACHSENEN STRAFGEFANGENEN DER JSA REGIS-BREITINGEN VERGIBT AN EINEN DER FÜR DOK IM KNAST NOMINIERTEN FILME

Gedanken-Aufschluss-Preis

Gedanken-Aufschluss-Preis
Gedanken-Aufschluss-Preis DIE JURY AUS JUGENDLICHEN UND JUNGEN ERWACHSENEN STRAFGEFANGENEN DER JSA REGIS-BREITINGEN VERGIBT AN EINEN DER FÜR DOK IM KNAST NOMINIERTEN FILME

Karen Winther für den Film Exit (Norwegen, Deutschland, Schweden 2018)

 

Jurybegründung:

Thematisiert wird in diesem Werk der Ausstieg aus extremistischen, radikalen Gruppierungen.
Es werden Aussteiger der rechtsextremen Szene aus den USA, Norwegen und Deutschland vorgestellt, als auch ein ehemaliger Vertreter der radikal islamistisch eingestellten Szene aus Frankreich. In Zeiten von islamistischem Terror, NSU und rechtspropagandistischer Politik in ganz Europa einschließlich Deutschlands, ist es diesem Film gelungen uns davon zu überzeugen, dass es doch mehr Gemeinsamkeiten zwischen diesen vermeintlich stark verschiedenen Welten gibt. Denn schlussendlich ist die wichtigste Parallele, die zudem ausschlaggebend für unsere Kür war, dass die verschiedenen hier vorgestellten Szenen versuchen ihre Weltanschauung mit radikalen, grundgesetzverletzenden und waffengestützten Methoden durchzusetzen. Mit der Wahl dieses Filmes zum Sieger wollen wir deshalb ein Ausrufezeichen setzen, gegen Gewalt und für Menschlichkeit.

 

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für ein herausragendes Projekt in der interaktiven Ausstellung

DOK Neuland Award

DOK Neuland Award
DOK Neuland Award für ein herausragendes Projekt in der interaktiven Ausstellung

Kalina Bertin für Manic VR (Kanada 2017)

 

Jurybegründung:

Mit Manic VR gelingt der Filmemacherin Kalina Bertin eine intensive und zugleich sensible Virtual-Reality-Erfahrung, die tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Menschen mit einer bipolaren Störung gewährt. Der Betrachter betritt eine ihm sonst verschlossene Welt von Manie, Psychose und Depression und erhält die Möglichkeit, diese aus der Perspektive Betroffener zu erfahren und zu verstehen. Das Art Work ist durch eindrucksvolle 3-D-Visualisierungen und Effekte geprägt und wirkt persönlich, direkt und lebensecht. Die Interaktionen sind passend zur Erzählung sparsam dosiert und spannend umgesetzt. Manic VR hinterlässt emotionale Spuren beim Betrachter und zeigt die Bandbreite, die die VR-Technologie dem Storyteller bietet, um auch schwierige Themen erfahrungsbasiert zu erzählen.

 

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DOK Co-Pro Market

DOK Leipzig und EWA Development Prize

DOK Leipzig und EWA Development Prize
DOK Leipzig und EWA Development Prize DOK Co-Pro Market

Farah Kassem für We Are Inside (Libanon, Deutschland)

 

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DOK Co-Pro Market

Zonta Club Leipzig Elster Female Talent Development Prize

Zonta Club Leipzig Elster Female Talent Development Prize
Zonta Club Leipzig Elster Female Talent Development Prize DOK Co-Pro Market

Josef Gacutan für Miss Universe in Jail (Philippinen)

 

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DOK Co-Pro Market

Current Time TV and DOK Co-Pro Development Prize

Current Time TV and DOK Co-Pro Development Prize
Current Time TV and DOK Co-Pro Development Prize DOK Co-Pro Market

Anna Moiseenko für Baikal Poach-Busters (Russland)

 

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