DOK LEIPZIG 28. OKTOBER – 3. NOVEMBER 2019
62. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 28 October – 3 November 2019
62nd International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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PRESSE-STIMMEN

Pressestimmen 2018

 

Zum Glück kam der entscheidende Moment dann aber doch noch um die Ecke, er heißt Lord of the Toys und ist ein Dokumentarfilm. Ende Oktober hatte er beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilme Premiere, ich hatte das Glück, in der Jury des deutschen Wettbewerbs sitzen zu dürfen. Man sieht da im Schnitt vier Lang- und die doppelte Menge Kurzfilme am Tag, das kann Spaß machen, muss es aber nicht – kommt naturgemäß auf die Qualität dessen an, was einem vorgesetzt wird. Die Qualität war hoch.
(Helene Hegemann, Die Zeit, 03.12.2018)

 


 

Als erstes größeres Filmfestival hatte sich das Dok Leipzig, das am Wochenende zu Ende gegangen ist, eine Frauenquote auferlegt. Bei der Auswahl der Beiträge für den deutschen Wettbewerb sollten mindestens 40 Prozent der Filme von Regisseurinnen stammen. Aber die Quote war gar nicht notwendig. Die Auswahlkommission sichtete zunächst „blind“, also ohne zu wissen, ob ein Film von einer Frau oder einem Mann kam. Und siehe da, ganz von selbst ergab sich eine Auswahl von mehr als 50 Prozent weiblicher Beiträge.
(Philipp Bovermann, Süddeutsche Zeitung, 05.11.2018)

 


 

Die am Sonntag zu Ende gegangene DOK Leipzig, das Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, ist mit gutem Beispiel vorangegangen und hatte schon 2017 für den diesjährigen Durchgang eine Quote festgelegt: 40 Prozent der beim Festival gezeigten Beiträge mussten von Regisseurinnen stammen. Vonseiten der aus dem wesentlich geschlechtergleicheren Finnland stammenden Festival-Chefin Leena Pasanen war das eine Art Nachhilfe – was ihr letztes Jahr um die Ohren gehauen wurde. Die Kritik sei für sie ein Schock gewesen, sagte Pasanen jetzt – verkniff sich dabei aber ein Grinsen: Denn bei der DOK Leipzig ist schon jetzt die angestrebte 40-Prozent-Marke übertroffen worden. Das Verhältnis der in den verschiedenen Festivalreihen gezeigten Filme war 50:50.
(Steffen Grimberg, taz, 08.11.2018)

 


 

DOK Leipzig bestätigt seinen Ruf als ein sehr politisches Festival: Am Wochenende ging das 61. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm mit einer Preisverleihung zu Ende. Es wurden in den verschiedenen Kategorien sieben Goldene Tauben sowie 15 weitere Preise mit einer Gesamtdotierung von 78.000 Euro vergeben. Insgesamt hat DOK Leipzig seinen Ruf bestätigt, ein sehr politisches Festival zu sein. Dies gilt sowohl für die gezeigten Filme, als auch die Debatten und Diskussionen während des Festivals.
(Kay Hoffmann, Haus des Dokumentarfilms, www.dokumentarfilm.info, November 2018)

 


 

Frauenquote ein Erfolg: Festival-Chefin Leena Pasanen würdigte die beim DOK eingeführte Frauenquote als Erfolg. Zur Eröffnung des Festivals sagte Pasanen, das Ziel von mindestens 40 Prozent Filmen unter weiblicher Regie im Deutschen Wettbewerb sei sogar übertroffen worden. Das Festival hatte die Quote in diesem Jahr eingeführt um sich stärker für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.
(MDR Kultur, 29.10.2018)

 


 

Herzog mischt sich ins Publikum: Werner Herzogs Eröffnungsfilm “Meeting Gorbachev” wurde am Montagabend auch in die Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs übertragen. Regisseur Werner Herzog eilte direkt nach seiner Eröffnungsrede in den Bahnhof und mischte sich hier überraschend unters Publikum. Herzog war sichtlich bewegt von den vielen Zuschauern, die in Decken gehüllt und auf dem Boden sitzend seinen Film anschauten.
(MDR Kultur, 29.10.2018)

 


 

Stange würdigt DOK: Sachsens Kulturstaatsministerin Eva-Maria Stange würdigt die Bedeutung des DOK-Leipzig. Stange ließ in ihrem Grußwort ausrichten, das Programm des DOK sei durchzogen von der Offenheit für andere Sichtweisen, Neugier auf Fremdes und dem Wunsch, einander zu verstehen. Dies würde in einer Welt, deren Überleben von gemeinsamem Handeln und der Abkehr von Einzelinteressen abhängt, gebraucht. Die Filme des DOK trügen zu konstruktivem Streit und gewinnbringenden Dialogen bei.
(MDR Kultur, 29.10.2018)

 


 

Bisher ist Dok Leipzig das wohl einzige Festival weltweit, dass sich derart konsequent festlegt. Kritiker bringen immer wieder an, dass Filme nicht nach Geschlecht, sondern nach Qualität ausgewählt werden sollten. Doch der Wind dreht sich. Beim diesjährigen Filmfestival in Cannes hatten 82 Frauen einen Appell für Chancengleichheit unterzeichnet. Die Festivalleitung zeigt also Lust am Umbruch, was sich auch im Programm widerspiegelt.
(Claudia Euen, Sächsiche Zeitung, 29.10.2018)

 


 

Doch wie geht es weiter mit Dok Leipzig nach der erfolgreichen Einführung der Frauenquote, die bei 40:60 angelegt war und weit übertroffen wurde? Festivaldirektorin Leena Pasanen möchte Schluss machen mit dem Premierenstatus: „Wir brauchen frische Filme, die die Vielfalt des Dokumentarfilms zeigen“. Ein mutiger Schritt, der sich bezahlt machen könnte. Spannend ist in diesem Jahr zweifelsohne der Landesschwerpunkt Litauen.
(Nadja Nauman, Mitteldeutsche Zeitung, 01.11.2018)

 


 

Das 61. Dok-Festival in Leipzig als Barometer einer überhitzten Öffentlichkeit zwischen Hysterie und Kontemplation. Die Leiterin des „Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm“, die Finnin Leena Pasanen, ist eine kämpferisch-geradlinige Person, die bei ihren Auftritten nicht lange fackelt, sondern schnell zum Punkt kommt. Gleiches gilt für ihre Festivalpolitik: Ihre letztjährige Ankündigung, im Programm eine 50/50-Frauenquote anzustreben, löste die 61. Dok-Woche (29.10.-4.11.) prompt ein, mit 91 (Männer-) zu 92 (Frauen-) Filmen, ohne dass sich Qualität oder Anspruch des Programms spürbar verändert hätten. Nicht weniger straight durchorganisiert präsentiert sich das gesamte Festival, obwohl es an Nebenreihen, Sonderprogrammen, Retros oder „Dok Industry“-Events nicht mangelte. Das junge Stadtpublikum weiß die aufgeräumte Fülle zu schätzen und bescherte dem Festival mit 47 200 Besuchern einen neuen Rekord.
(Josef Lederle, Filmdienst, 10.11.2018)

 


 

Mehr Wahrnehmung, mehr Wertschätzung: DOK Leipzig feierte eine Woche lang die Vielfalt des Dokumentarfilms.
(Kay Hoffmann, Filmecho Filmwoche, Nov. 2018)

 


 

DOK Leipzig Enthusiasm: To meet the audience with a positive attitude is of course the best festival invitation you can make. I thought about it this morning, when receiving a newsletter from Leipzig […] With all respect – already mentioned on this site – towards the tributes to Herzog and Beckermann, and with upcoming enthusiastic words on the impressive Lithuanian retrtospective, I want to draw your attention to the “Retrospective: 68. An Open Score” that is absolutely superbly curated (hate that word) by the head of the Leipzig Selection Committee Ralph Eue.
(Tue Steen Müller, Blog: Filmkommentaren.dk, 13.09.2018)

 


 

Dieses Jahr war ich erstmalig beim DOK Leipzig, wenn auch nur für drei knappe Tage. Das Festival hat mir unglaublich gut gefallen, nicht nur weil ich ständig bekannte und geschätzte Gesichter traf, sondern auch weil ich das Festival als immens progressiv empfinde. Nicht nur, dass Leiterin Leena Pasanen die 50% Frauen*quote etabliert hat. Auch, dass einige Filme mit Hilfe der Apps Greta & Starks barrierefrei zugänglich sind, hat mich schwer begeistert. Für Menschen ohne eigenes Smartphone liegen sogar Telefone zur Ausleihe bereit! Dafür an dieser Stelle bitte einen großen Szenenapplaus.
(Sophie Charlotte Rieger, Blog: Filmloewin.de, 01.11.2018)

 


 

About a month from now, on 29 October, his film Meeting Gorbachev (2018), co-directed with André Singer (also attending), will open the 61st edition of Germany’s oldest documentary and animated film festival. DOK Leipzig is actually one of the world’s longest-running film fests, and the one I’ve been to the most times. So I can recommend it, because many others keep coming back year after year, and I myself have never been disappointed.
(Ana Beatriz Ribeiro, The Leipzig Glocal, 25.09.2018)