Festivalrückblick 2025

Festivalrückblick 2025

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Zahlen, Fakten und Höhepunkte der 68. Ausgabe von DOK Leipzig, die vom 27. Oktober bis 2. November 2025 stattfand.
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DOK Leipzig 2025 in Zahlen

Vom 27.10. bis 2.11. konnte das Publikum 252 Filme und XR-Arbeiten aus 55 Ländern in den Leipziger Spielstätten sehen. Im DOK Stream war zusätzlich täglich ein Film für 24 Stunden deutschlandweit online verfügbar.

In diesem Jahr haben 53.000 Besucher*innen an den Kinovorführungen, Gesprächsformaten, Branchenveranstaltungen und der XR-Ausstellung DOK Neuland teilgenommen. Wir haben dieses Jahr auffällig viele Filmgespräche erlebt, in denen das Publikum nicht nur Fragen gestellt, sondern auch lange und lebhaft über die Filme diskutiert hat. Es gibt einen Durst nach Debatten von Angesicht zu Angesicht – und diese sind im Festival allesamt respektvoll geblieben. Diese Festivalwoche zeigt uns einmal mehr, wie groß der Bedarf nach der künstlerischen Auseinandersetzung mit weltpolitischen Fragen und mit diversen Lebensrealitäten ist.

Wir freuen uns außerdem über die große Nachfrage nach den langen Animationsfilmen, der Retrospektive und den Matineen. Auch die kostenlosen Vorführungen am Hauptbahnhof waren ausgesprochen beliebt. Nicht zuletzt zog unsere XR-Ausstellung DOK Neuland innerhalb von 6 Tagen mehr als 1500 Besucher*innen an. 

Programmsektionen

The 2025 winners of the doves holding their awards up at the ceremony
Nominierte Filme
  • Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
  • Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
  • Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
  • Publikumswettbewerb
  • Camera Lucida
  • Panorama: Mittel- und Osteuropa
  • Doc Alliance Award
Weitere Filmreihen
  • Retrospektive
  • Young DOK
  • Hommage Punto y Raya 
  • Hommage Lee Ann Schmitt 
  • DEFA Matinee: Christiane Mückenberger
  • Panorama: Mittel- und Osteurope
  • Animation Perspectives
  • Animation Night
Programm für Kinder und Jugendliche

Mit unserer Reihe Young DOK fanden sich altersgerecht zusammengestellte, lange und kurze Animationsfilme und Dokumentarfilme für das ganz junge Publikum ab 4 und ab 6, die bezaubern, erheitern und neue Welten erschließen.

Unter Young Eyes versammelten sich Filme, die wir ab 12 empfehlen. Eine Jury aus jungen Menschen zwischen 12 und 16 Jahren hat erstmals den Young Eyes Award an einen der Filme ab 12 verleihen.

DOK im Knast

Die Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen ist die ungewöhnlichste Spielstätte von DOK Leipzig. Während der Festivalwoche zeigten wir hier vor einem Publikum aus Inhaftierten und Besucher*innen von Dokumentarfilm „Clot” von Levi Stoops (Belgien) und den Animationsfilm „Sedimente" von Laura Coppens (Deutschland, Schweiz) während dem Festival. Die Filme erhielten auch den Preis „Gedanken-Aufschluss“, der seit 2016 von einer Jury aus Strafgefangenen vergeben wird.

Extended Reality: DOK Neuland

Mit der öffentlichen Ausstellung DOK Neuland erschaffen wir jedes Jahr während der Festivalwoche eine eigene Welt, in der das Publikum Geschichten in virtuellen Räumen erleben kann. Mit „Fluxusopolis” präsentierte DOK Neuland 2025 8 XR-Arbeiten mediale Erlebnissphären, deren Anfang und Ende unbestimmt sind, die sich ständig weiterentwickeln, die mit den Vögeln fliegen oder mit dem Wasser fließen, die ganz in der Transformation aufgehen und die Welt, wie wir sie kennen, auf den Kopf stellen. 

Gesprächsformate

Anknüpfend an Themen in unserem Filmprogramm bieten wir Gesprächsrunden bei freiem Eintritt. Das waren in 2025 die Themen:

  • Writing Life – im Gespräch mit Claire Simon
  • Festivalvisionen – Christoph Terhechte im Austausch mit der neuen Leitung von DOK Leipzig
  • animation@DOK Leipzig – aufspüren, abtasten, neu verbinden

Im Rahmen der Hommagen an Lee Anne Schmitt luden wir zu einer Meisterklasse mit der Filmemacherin, ebenfalls bei freiem Eintritt.

DOK Industry

Mehr als 2.000 Fachbesucher*innen waren akkreditiert. Zu den Highlights bei DOK Industry gehörten die DOK Talks „Doc Together: Documentary as Resistance“ und „Anidox Lab – The Alchemy of Animated Documentaries“. 

Als eine gemeinsame Initiative von DOK Industry und dem Internationalen Dokumentarfilmfestival Thessaloniki widmet sich Doc Together der Unterstützung von Filmschaffenden, die im Exil oder unter besonders schwierigen Bedingungen arbeiten. Dabei stand die Förderung des Dialogs zu Finanzierung, Mobilität, Sichtbarkeit und nachhaltigen Unterstützungsstrukturen im Fordergrund. Der Doc Together Think Tank brachte Filmschaffende und Fachleute aus verschiedenen Branchen zusammen, um gemeinsam langfristige Lösungen für gefährdete Filmschaffende zu erarbeiten. Die Ergebnisse finden Sie zusammengefasst im Doc Together Think Tank Report. 

Die Industry Talks befassten sich neben Möglichkeiten zur Unterstützung von Filmschaffenden, die unter prekären Bedingungen arbeiten, auch mit dem nicht-fiktionalen Kino als Raum, der queere Ausdrucksformen und Repräsentation neu denken kann, und ehrlichere, komplexere und bestärkende Darstellungen von LGBTQIA+-Leben bietet, sowie mit dem aktuellen Stand der Barrierefreiheit in der Filmproduktion und bei Festivals.

Zusätzlich zu den Veranstaltungen vor Ort gab es die Möglichkeit für Akkreditierte, den Podiumsdiskussionen und Projektpräsentationen auch online per Livestream zu folgen. 

Filme und Projekte 2025

Filmarchiv

Alle Filme im Programm von DOK Leipzig 2025

Diese Filme liefen im Programm von DOK Leipzig 2025

Projektarchiv

DOK Industry bietet mit verschiedenen Präsentations- und Pitchingformaten eine Plattform für Filmprojekte, die sich aktuell in der Entwicklung befinden. 

Diese Projekte wurden 2025 vorgestellt

Auszeichnungen

31 Preise und Auszeichnungen wurden in der Festivalwoche vergeben, darunter die neun Goldenen und Silbernen Tauben. Die mit 10.000 Euro dotierte Goldene Taube Langfilm im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm erhielt Ivan Ramljak für den Dokumentarfilm „Peacemaker“ (Kroatien).

Auch bei DOK Industry wurden mehrere Projektteams geehrt. Mit den Auszeichnungen, die gemeinsam mit Partnern verliehen werden, sollen die Dokumentarfilmprojekte gefördert und weiterentwickelt werden.

Auszeichnungen bei DOK Industry

D-Facto Motion Works-in-Progress Prize

für ein Dokumentarfilmprojekt präsentiert bei DOK Preview Germany.

Postproduktionsleistungen im Wert von 10.000€.

gestiftet von D-Facto Motion.

„Finding Connection“
Florian Karner

 

Sächsischer Preis für das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin

vergeben im Rahmen des DOK Co-Pro Market.

dotiert mit 5.000€.

gestiftet vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK).

„nava mamă“
Ana Vijdea

(Rumänien, Frankreich)

Deutsche Welle Award

vergeben im Rahmen des DOK Co-Pro Market.

dotiert mit 1.500€.

gestiftet von Deutsche Welle für ein Projekt mit Fokus auf drängenden Themen der Gegenwart.

„Between Three Waters“
Olivia Yao

produziert von FMEDIA (Benin) in Koproduktion mit STEPS (Südafrika).

IMAGO Archive Award

vergeben im Rahmen des DOK Co-Pro Market.

1.500 € und die Nutzung von Archivmaterial im Wert von 500€.

gestiftet von IMAGO für das Projekt mit der innovativsten Verwendung von Archivmaterial.

„The Chef Suffragette”
Magdalena Szymków

produziert von Raban (Polen) in Koproduktion mit Kerekesfilm (Slowakei)

Jacob Burns Film Centre Residency Award

vergeben im Rahmen des DOK Co-Pro Market.

Zwei- bis vierwöchige Residenz mit einem wöchentlichen Stipendium in Höhe von 500 US-Dollar, Unterstützung von Reise und Unterkunft sowie Zugang zum JBFC-Arthouse-Kino und zum Media Arts Lab.

gestiftet vom Jacob Burns Film Centre.

„Sense and Sensibility“
Hanna Nordenswan

Produktion von Zone2 Pictures (Finnland)

No Nation Films Fellowship Award

vergeben im Rahmen des DOK Co-Pro Market.

ein Stipendium über sechs Monate.

gestiftet von No Nations Films für ein Projekt von Dokumentarfilmer*innen, die unter schwierigen Bedingungen arbeiten.

„My Aunties“
Hazal Hanquet

Produktion von Aslıhan Altuğ (Türkei) und istos film (Türkei) in Koproduktion mit Little Big Story (Frankreich)

Unifrance Doc Award

vergeben im Rahmen des DOK Co-Pro Market.

Untertitelungen durch TitraFilm und eine Unifrance-Mitgliedschaft.

gestiftet von Unifrance.

„Akal“
Basma Rkioui

Produktion von Kasbah Films (Marokko) in Koproduktion mit Massala Production (Frankreich)

Willow Avocats Consultations Award

vergeben im Rahmen des DOK Co-Pro Market.

Zwei maßgeschneiderte Beratungsgespräche mit Willow Avocats zu Unterhaltungs- und Filmrecht und internationalen Kooperationen.

gestiftet von Willow Avocats.

„Speak Image, Speak“
Pary El-Qalqili

Produktion von SEERA Films (Deutschland)

Square Eyes Festival Consultation Award

vergeben im Rahmen von Short n’ Sweet.

für eine maßgeschneiderte Beratung zur Festivalstrategie durch Square Eyes.

„LOVEBIRD“
Ferdinand Ehrhardt

 

DAE Talent Encouragement Award

vergeben im Rahmen von Short n’ Sweet.

für ein maßgeschneidertes Mentoring von Documentary Association of Europe (DAE).

„Limits to Our Pain“
Kvet Nguyễn

 

Cuts Through the NOISE Award

vergeben im Rahmen von Short n’ Sweet.

eine Mentoring-Session von NOISE Film & TV.

„Limits to Our Pain“
Kvet Nguyễn

 

Ohrfilm Award

vergeben im Rahmen von Short n’ Sweet.

für umfassende Unterstützung bei Musiknutzung in kurzen Dokumentarfilmen.

„LOVEBIRD“
Ferdinand Ehrhardt

 

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