Festivalrückblick 2025
Vom 27.10. bis 2.11. konnte das Publikum 252 Filme und XR-Arbeiten aus 55 Ländern in den Leipziger Spielstätten sehen. Im DOK Stream war zusätzlich täglich ein Film für 24 Stunden deutschlandweit online verfügbar.
In diesem Jahr haben 53.000 Besucher*innen an den Kinovorführungen, Gesprächsformaten, Branchenveranstaltungen und der XR-Ausstellung DOK Neuland teilgenommen. Wir haben dieses Jahr auffällig viele Filmgespräche erlebt, in denen das Publikum nicht nur Fragen gestellt, sondern auch lange und lebhaft über die Filme diskutiert hat. Es gibt einen Durst nach Debatten von Angesicht zu Angesicht – und diese sind im Festival allesamt respektvoll geblieben. Diese Festivalwoche zeigt uns einmal mehr, wie groß der Bedarf nach der künstlerischen Auseinandersetzung mit weltpolitischen Fragen und mit diversen Lebensrealitäten ist.
Wir freuen uns außerdem über die große Nachfrage nach den langen Animationsfilmen, der Retrospektive und den Matineen. Auch die kostenlosen Vorführungen am Hauptbahnhof waren ausgesprochen beliebt. Nicht zuletzt zog unsere XR-Ausstellung DOK Neuland innerhalb von 6 Tagen mehr als 1500 Besucher*innen an.
Mehr als 2.000 Fachbesucher*innen waren akkreditiert. Zu den Highlights bei DOK Industry gehörten die DOK Talks „Doc Together: Documentary as Resistance“ und „Anidox Lab – The Alchemy of Animated Documentaries“.
Als eine gemeinsame Initiative von DOK Industry und dem Internationalen Dokumentarfilmfestival Thessaloniki widmet sich Doc Together der Unterstützung von Filmschaffenden, die im Exil oder unter besonders schwierigen Bedingungen arbeiten. Dabei stand die Förderung des Dialogs zu Finanzierung, Mobilität, Sichtbarkeit und nachhaltigen Unterstützungsstrukturen im Fordergrund. Der Doc Together Think Tank brachte Filmschaffende und Fachleute aus verschiedenen Branchen zusammen, um gemeinsam langfristige Lösungen für gefährdete Filmschaffende zu erarbeiten. Die Ergebnisse finden Sie zusammengefasst im Doc Together Think Tank Report.
Die Industry Talks befassten sich neben Möglichkeiten zur Unterstützung von Filmschaffenden, die unter prekären Bedingungen arbeiten, auch mit dem nicht-fiktionalen Kino als Raum, der queere Ausdrucksformen und Repräsentation neu denken kann, und ehrlichere, komplexere und bestärkende Darstellungen von LGBTQIA+-Leben bietet, sowie mit dem aktuellen Stand der Barrierefreiheit in der Filmproduktion und bei Festivals.
Zusätzlich zu den Veranstaltungen vor Ort gab es die Möglichkeit für Akkreditierte, den Podiumsdiskussionen und Projektpräsentationen auch online per Livestream zu folgen.
31 Preise und Auszeichnungen wurden in der Festivalwoche vergeben, darunter die neun Goldenen und Silbernen Tauben. Die mit 10.000 Euro dotierte Goldene Taube Langfilm im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm erhielt Ivan Ramljak für den Dokumentarfilm „Peacemaker“ (Kroatien).
Auch bei DOK Industry wurden mehrere Projektteams geehrt. Mit den Auszeichnungen, die gemeinsam mit Partnern verliehen werden, sollen die Dokumentarfilmprojekte gefördert und weiterentwickelt werden.