Filmarchiv

Internationales Programm
A New Era Boris Svartzman

Eine Langzeitbeobachtung der Umbrüche in China, exemplifiziert anhand einer widerständigen Inselbevölkerung. Sie verweigern die Umsiedlung, sie verteidigen ihre Häuser, sie erreichen …

A New Era

Dokumentarfilm
2019
71 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Anne-Catherine Witt, Antonio Magliano
Boris Svartzman
Boris Svartzman
Suzana Pedro, Emma Augier
Boris Svartzman, Laurine Estrade
Boris Svartzman
Über zehn Jahre besuchte der Regisseur und Fotograf Boris Svartzman die Bewohner eines Fleckens Erde in China. Die Häuser und Gärten dort sind umkämpft, vor allem wegen ihrer spezifischen Lage: eine Insel im Perlfluss, inmitten der Millionenstadt Guangzhou. Das Gelände soll in ein „Naturparadies“ mit Wohnanlagen und Parks für die neue chinesische Mittelschicht umgewandelt werden. Doch die Leute weigern sich. 2008 wurden ihre Behausungen zerstört. Das Leben ging weiter, nun eben in Ruinen. Sie wurden vertrieben und kehrten zurück. Das Leben ging weiter, aber nicht zwangsläufig an den neuen Siedlungsorten, die man ihnen zur Verfügung stellte. Ihre Gärten wurden vernichtet. Das Leben ging weiter, in den Gärten, die sie wieder aufbauten.

Lauter und leiser Widerstand gegen die Modernisierung, der überall auf der Welt geleistet wird, erscheint einem in China besonders dramatisch. Das Nebeneinander von modernem, westlich inspiriertem Lebensstil und alten Traditionen und Architekturen fängt Svartzman im Detail ein. Das macht die Lebensgeschichte des alten Herrn, der den fremden Gast wie einen Geist immer wieder herzlich empfängt, zu einem Requiem. Der auf die Stadt fixierte Westen, so Svartzman, hätte von China viel in Sachen „ländlicher Demokratie“ lernen können – wäre der Ferne Osten nicht so westlich über seine ländlichen Räume und Menschen hinweggetrampelt.

Saskia Walker

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Kids DOK
A Tiger with No Stripes Raúl “Robin” Morales Reyes

Ein Tiger ohne Streifen? Kann das überhaupt ein richtiger Tiger sein, der die anderen Bewohner des Dschungels in Angst und Schrecken versetzt?

A Tiger with No Stripes

Animationsfilm
2018
8 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Reginald de Guillebon, Nicolas Burlet
Raúl “Robin” Morales Reyes
Yan Volsy, Pablo Pico
Hervé Guichard
Marc Robinet, Pierre Bouvier, Morten Riisberg Hansen
Raúl “Robin” Morales Reyes
Yan Volsy
Ein Tiger ohne Streifen? Kann das überhaupt ein richtiger Tiger sein, der die anderen Bewohner des Dschungels in Angst und Schrecken versetzt? Um nicht mehr ausgelacht zu werden, macht sich der kleine Tiger auf die Suche nach seinen Streifen. Er entdeckt sie als Schatten auf seinem Fell, malt sie mit Schlamm auf, aber nichts davon ist von Dauer. Wie kann er noch zu seinen Streifen kommen?

Marie-Thérèse Antony

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

DOK Neuland
Ayahuasca – Kosmik Journey Jan Kounen

Geleitet durch die meditativen Gesänge eines virtuellen Shipibo-Heilers begeben wir uns auf eine Reise in unser Inneres. Kaleidoskopische Visionen stellen einen meditativen Zustand her.

Ayahuasca – Kosmik Journey

VR-Erfahrung
2019
18 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Antoine Cayrol (Atlas V), Marion Guth (a_BAHN), François Le Gall (a_BAHN), Vincent Guttmann (small)
Jan Kounen
Small by Mac Guff
Jan Kounen
Nicolas Becker
Jan Kounen, Guillermo Arévalo
Geleitet durch die meditativen Gesänge eines virtuellen Shipibo-Heilers begeben wir uns auf eine Reise in unser Inneres. Unsere Begleiter sind Schlangen, Käfer und Skorpione. Reiseziel ist eine Welt, die reine Geometrie zu sein scheint. Kaleidoskopische Visionen stellen einen meditativen Zustand her, dessen Intensität stark von unserer eigenen Aufmerksamkeit abhängt.

Lars Rummel, Marie Hinkelmann

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Big Wolf & Little Wolf

Animationsfilm
2018
14 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Arnaud Demuynck
Rémi Durin
Alexandre Brouillard, Gaspard Vanardois, Collectif L’Âme Strong
Rémi Durin
Amélie Coquelet, Rémi Durin, Paul Jadoul, Pierre Mousquet, Célia Tisserant, Célia Tocco
Rémi Durin
Philippe Fontaine
Der große Wolf führt ein zufriedenes Leben: Er liest Bücher unter seinem Baum, ärgert sich über Rechnungen und hört Musik, ganz ungestört. Bis eines schönen Morgens ein kleiner Wolf auftaucht, der sich bei ihm einnistet. Der Kleine hört seine Schallplatten, bastelt Papierflieger aus der Zeitung und schnarcht dann auch noch. So eine Gesellschaft braucht der große Wolf nicht. Oder vielleicht doch?

Marie-Thérèse Antony

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Internationales Programm
Black Hole Arnaud Deshayes, Emmanuel Grimaud

Zwei französische Filmemacher begeben sich auf Spurensuche ins Unterbewusstsein, um dort die Geister der kolonialen Vergangenheit Indiens zu finden. Therapeutisch, hypnotisch, vielbildlich.

Black Hole

Dokumentarfilm
2019
69 Minuten
Untertitel: 
englische
französische
Credits DOK Leipzig Logo
Giulia Olivieri, Fabrizio Polpettini
Arnaud Deshayes, Emmanuel Grimaud
Arnaud Deshayes, Emmanuel Grimaud
Arnaud Deshayes, Emmanuel Grimaud, Gabriel Gonzalez
Arnaud Deshayes, Emmanuel Grimaud
Mikaël Barre
Ein dunkler Raum. Der Fokus richtet sich auf ein entspanntes Frauengesicht. Die kirschroten Lippen fangen an, sich zu bewegen. Die Augen sind geschlossen. In Trance schlüpft die junge Inderin in frühere Inkarnationen – etwa in die Rolle eines liberalen Mannes, der für Gleichberechtigung und Freiheit kämpfte. Während ihr Körper im schwarzen Hintergrund zu verschwinden scheint, wird ihr Wiedererleben immer klarer und bildlicher.

Trupti Jayin, eine bekannte Hypnotherapeutin aus Kalkutta, nutzt das Bild des schwarzen Lochs für ihre Patienten. Wenn diese den Sprung ins dunkle Nichts wagen, können sie tiefer in ihr Unterbewusstsein eindringen, Verdrängtes aufspüren und vielleicht gar verarbeiten. In der Kolonialgeschichte Indiens hat das sogenannte „Black Hole“ allerdings eine andere Bedeutung. Das gleichnamige Gefängnis aus dem 18. Jahrhundert, in dem einige britische Soldaten starben, gilt heute als historischer blinder Fleck, in dem sich Mythos und Realität nicht mehr voneinander unterscheiden lassen. Die französischen Filmemacher Emmanuel Grimaud und Arnaud Deshayes gehen auf Spurensuche ins Unterbewusstsein, um dort die Geister der Vergangenheit zu stellen. Im Privaten, aber auch im Öffentlichen. Denn neben den Hypnosetherapieeinheiten verfolgt eine Gruppe von Geisterjägern die rastlosen Seelen in den düsteren Gassen und leer stehenden Häusern der westbengalischen Hauptstadt.

Julia Weigl

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Bread, Revenge?

Dokumentarfilm
2019
76 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
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Stefan Hayn (Stefan Hayn Filme und Malerei)
Stefan Hayn
Till Megerle
Stefan Hayn
Stefan Hayn
Klaus Barm
Der französische Widerstandskämpfer Robert Antelme fiel 1944 in die Hände der Deutschen. Er kam nach Gandersheim, ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. In den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges erlebte Antelme noch das ganze Ausmaß der Entmenschlichung im nationalsozialistischen Gewaltregime. Er schrieb darüber bald nach seiner Befreiung das Buch „Das Menschengeschlecht“, das heute ein Klassiker der Vergangenheitsbewältigung ist.

Stefan Hayn hat sich bereits in seinem Film „Straub“ (2014) mit Antelme beschäftigt. Nun geht er noch einmal ausführlicher auf eine Reihe von Texten ein, die kurz nach dem Krieg auch zu einer Debatte über die Frage des Umgangs mit der deutschen Schuld beitrugen. Hayn bezeichnet seinen Film im Vorspann als „lecture filmée“, eine „gefilmte Lektüre“: Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Texte (darunter Überlegungen über einen Brotdiebstahl unter Gefangenen) im französischen Original präsent sind, auch in der Rezitation durch Sprecher mit deutscher Muttersprache. Verschiedene Formen der „Lektüre“, die bis zu einer skizzenhaften szenischen Reinszenierung gehen, werden mit Gegenwartsaufnahmen aus heutigen Gedenkstätten zu einem vielschichtigen, im besten Sinn geschichtspolitischen Filmessay verwoben.

Bert Rebhandl

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Ceuta’s Gate

Dokumentarfilm
2019
19 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Said Hamich, Sophie Penson, Randa Maroufi
Randa Maroufi
Luca Coassin
Ismaël Joffroy Chandoutis
In Randa Maroufis performativer Rekonstruktion wirkt zunächst alles aufgeräumt. Fein sortiert stehen Autos Schlange, schnüren Händlerinnen ihr Gepäck, machen Sicherheitsbeamte Liegestütze. Vor dem eintönig-grauen Hintergrund erscheinen die Szenen schematisch wie ein Anleitungsplan, auf dem sich jedoch plötzlich alles grafisch verdichtet – die ansonsten beobachtende Kamera orientierungslos mittendrin. Alltag an der Grenze zwischen der spanischen Exklave Ceuta und Marokko, über die Waren illegal wandern.

André Eckardt

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Next Masters Wettbewerb
Deep Waters Alice Heit

Ein opulenter Filmessay zur Feier autonomer weiblicher Sexualität. Gestus und Machart docken spielerisch am feministischen Aufbruch der 1970er Jahre an, zielen aber dezidiert auf das Jetzt.

Deep Waters

Dokumentarfilm
2019
53 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Alice Heit
Alice Heit
Alice Heit
Alice Heit
Alice Heit
Alice Heit
Alice Heit
Alice Heit
Anfang der 1970er Jahre machten sich in den USA und Westeuropa unzählige Frauen mit Leidenschaft daran, in Selbsthilfegruppen den eigenen Körper zu erkunden. An jenen historischen Erfahrungsraum knüpft dieser Film von Alice Heit an, dessen Tonebene mit persönlichen Berichten von einer sich selbst vergewissernden weiblichen Sexualität beginnt. Dazu entwickelt sich bald eine assoziationsreich weit vagabundierende Bilderreise, die das in den gängigen Bildern von Sexyness verdrängte Körperphänomen der weiblichen Ejakulation erforscht und feiert. Vulva-förmige Skulpturen und Statuetten antiker Muttergöttinnen führen weiter zu den spirituellen Emanationen des Sexuellen und Schöpfungsmythen im antiken Indien oder Anatolien.

Auch formal verbreiten die flirrenden, von der Filmkünstlerin per Hand entwickelten (und auch auf allen Ebenen herrlich selbstgebastelt anmutenden!) Super-8-Bilder Retro-Gefühle. Stop-Motion-Animationen mit krabbelnden Seesternen evozieren die surrealistische Filmavantgarde. Weitere Zutaten zu diesem an Motiven überquellenden Sexfilm der anderen Sorte: viel Meereswasser. Dunkle Schlangen auf blasser Haut. Tranceartige Gesänge. Und (mit einem von zwei Taucherinnen unter Wasser aufgespannten Titelbanner) vielleicht der poetischste Vorspann der Filmgeschichte.

Silvia Hallensleben

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

HanaHana Full Bloom

VR-Erfahrung
2019
999 Minuten
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Mélodie Mousset
Mélodie Mousset
Joe Williams
Christian Heinrichs
Vinicius P. Faria
Thibault Brevet
Mélodie Mousset
Victor Beaupuy, Tom Frackowiak
Jean-Marc Benoit
Marietta Eugster
Seltsame Gebilde stehen in einer Wüstenlandschaft. Auf Knopfdruck sprießen unendlich viele Hände aus dem Boden. Hände, überall Hände. Angelehnt an den Anime-Charakter Nico Robin, die Körperteile überall beliebig wachsen lassen kann, wird man hier aufgefordert, eigene Narrative, Körper-, Geist- und Sinneseindrücke in diese Wüste einzubringen. Das Ergebnis ist, auf überraschende Art, zufriedenstellend.

Lars Rummel, Marie Hinkelmann

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Internationales Programm
Heart of Stone Olivier Jobard, Claire Billet

Ghorban, damals dreizehn, gelangte allein von Afghanistan nach Frankreich. Endlich in Paris, hofft er, nun in die Schule zu dürfen. Die Langzeitbeobachtung begleitet ihn über acht Jahre.

Heart of Stone

Dokumentarfilm
2018
89 Minuten
Untertitel: 
englische
französische
Credits DOK Leipzig Logo
Juliette Guigon, Patrick Winocour
Olivier Jobard, Claire Billet
Antoine Léonpaul, Laurent Saligault
Olivier Jobard, Claire Billet
Ronan Sinquin
Olivier Jobard, Claire Billet
Der dreizehnjährige Ghorban erreicht Paris, nachdem er die 8.000 Kilometer von Afghanistan im Alleingang bewältigt hat. In Frankreich aber erwartet ihn eine absurde Situation: Er steckt fest. „Es gibt weder einen Anfang noch ein Ende“, lautet sein eigener Befund. Einfach in die Schule schicken kann man ihn nicht. Auch weil auf seiner Geburtsurkunde ein Datum steht, das es nicht gibt: der 31. November. Wieder muss ein administrativer Vorgang neu aufgerollt werden.

Claire Billet und Olivier Jobard haben den sensiblen Jungen, dessen großes Ziel es ist, in einer Gesellschaft anzukommen, über acht Jahre hinweg begleitet. Fixpunkte dabei sind nicht nur Ghorbans ständig wechselnde Frisuren sowie sein immer besser werdendes Französisch, sondern auch regelmäßige Gespräche mit einem Therapeuten, die tieferen Einblick in seine Psyche gewähren. Denn neben den Schwierigkeiten, welche die Assimilation mit sich bringt, mäandern durch Ghorbans Gedanken noch immer die zurückgelassenen Familienmitglieder, zu denen er langsam wieder Kontakt aufnimmt. Wie groß der Graben nach einer Jugend in Frankreich allerdings geworden ist, demonstriert das finale Kapitel der Langzeitbeobachtung, die in einer Rückreise nach Afghanistan mündet.

Carolin Weidner

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Internationales Programm
History of the Revolution Maxime Martinot

Ein gleichermaßen intelligenter wie psychedelischer Essaytrip durch die mit dem Wort „Revolution“ verknüpften Bilder- und Gedankenwelten: im Gestern wie im Heute, im Erfolg wie im Scheitern.

History of the Revolution

Dokumentarfilm
2019
30 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Quentin Brayer
Maxime Martinot
Robin Fresson, Théophile Gay-Mazas
Maxime Martinot
Victor Praud
Die Geschichte der Revolution – aber welcher? Oder ist es nicht vielmehr eine Geschichte des Begriffes „Revolution“, der Vielfalt seiner Bedeutungen und Verwendungen im Jetzt wie in der Geschichte, in Worten, Bildern und Taten? Maxime Martinot unternimmt einen gleichermaßen intelligenten wie psychedelischen Essaytrip durch Bilder- und Gedankenwelten der Grenzüberschreitung, des Kampfes, des Erfolgs und des Scheiterns von Revolutionärem.

Frederik Lang

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Kids DOK
Home Away 3000 Héloïse Pétel, Philippe Baranzini

Weit draußen im Weltall strandet der Astronaut auf einem fremden Planeten. Das kaputte Raumschiff muss repariert werden, aber sein Werkzeug wird von dem einzigen Bewohner des Himmelskörpers geklaut!

Home Away 3000

Animationsfilm
2018
11 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Bertrand Jeandel, Laure Vignalou
Héloïse Pétel, Philippe Baranzini
Ludovic Maudet
Philippe Baranzini
Ludovic Maudet
Héloïse Pétel
Héloïse Pétel, Philippe Baranzini
Grégoire Chauvot, Mikhael Kurc
Weit draußen im Weltall strandet der Astronaut auf einem fremden Planeten. Das kaputte Raumschiff muss repariert werden, aber sein Werkzeug wird von dem einzigen Bewohner des Himmelskörpers geklaut! Nur mit seinen Topfpflanzen und ohne sein Werkzeug kann er diesen Planeten wohl nicht verlassen. Eine Erkundungstour bringt ihn auf die Idee, wie er doch noch nach Hause kommt.

Marie-Thérèse Antony

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Kids DOK
Home Sweet Home Chaïtane Conversat

Großmutters Haus ist voller Schätze! Bei jedem Besuch gibt es neue Dinge zu entdecken und sie erzählt nur zu gerne, welche Abenteuer sie erlebt hat, um Muscheln, Knöpfe und Blätter zu finden.

Home Sweet Home

Animationsfilm
2018
13 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Reginald de Guillebon, Florence Adam
Chaïtane Conversat
Patricia Dallio
Nadine Buss, Sara Sponga
Hervé Guichard
Pierre-Luc Granjon, Antoine Lanciaux, Chaïtane Conversat, Marjolaine Parot
Chaïtane Conversat, Pierre-Luc Granjon
Loïc Burkhardt
Großmutters Haus ist voller Schätze! Bei jedem Besuch gibt es neue Dinge zu entdecken und sie erzählt nur zu gerne, welche Abenteuer sie erlebt hat, um Muscheln, Knöpfe und Blätter zu finden. Aber mit jedem Besuch gibt es mehr Kisten im Haus, sodass es immer schwerer wird, die Großmutter überhaupt zu finden. Irgendwann verschwindet sie hinter ihren Kisten. Gelingt es der Enkelin, sie zu befreien?

Marie-Thérèse Antony

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Internationales Programm
I Invite You to My Execution Nino Kirtadze

Die dramatische Publikationsgeschichte von Boris Pasternaks Roman „Doktor Schiwago“ im Kalten Krieg, als Literatur staatsgefährdend sein konnte und ihre Veröffentlichung lebensgefährlich.

I Invite You to My Execution

Dokumentarfilm
2018
56 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Paul Rozenberg, Céline Nusse
Nino Kirtadze
Siegfried Canto
Cédric Dupire
Christel Aubert
Stephan Bauer
„Diesen Sommer beging ich das schwerste Verbrechen, das ein sowjetischer Schriftsteller begehen kann. Die Veröffentlichung eines Buches im Ausland, bevor es in der Sowjetunion herauskommt, ist eine illegale Handlung, für die ich aufs Schwerste bestraft werden dürfte. Nur weiß ich nicht wie.“ Da er keinerlei Aussicht sah, dass sein epochales Werk „Doktor Schiwago“ in der Sowjetunion erscheinen könne, schmuggelte der Schriftsteller Boris Pasternak mehrere Exemplare des Manuskripts ins Ausland. Fast zehn Jahre hatte er an seinem ersten und einzigen Roman gearbeitet. Wegen des vermeintlich kritischen Blicks auf die Oktoberrevolution als „unsowjetisch“ zurückgewiesen, war an eine Veröffentlichung des 1956 fertiggestellten Werks in seinem Entstehungsland nicht mehr zu denken. Pasternak war jedes Mittel recht, um den Text zu retten. „Doktor Schiwago“ erschien erstmals 1957 in italienischer Übersetzung, im Folgejahr erhielt der Autor den Literaturnobelpreis – das hatte Folgen. Anhand von Archivdokumenten, Interviews und Pasternaks eigenen Aufzeichnungen rekonstruiert der Film eine dramatische Geschichte aus der Zeit des Kalten Krieges, als Literatur staatsgefährdend sein konnte und ihre Veröffentlichung lebensgefährlich.

Frederik Lang

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Insectopedia

Dokumentarfilm
2018
23 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Victor Candeias (DocNomads), Lucie Rego (Hutong Productions)
Antoine Fontaine
Erwan Evin
Antoine Fontaine
Antoine Fontaine
Antoine Fontaine
Arnout Colaert
36 Jahre lang filmte und sezierte ein alleinstehender Chirurg in seiner Brüsseler Wohnung Insekten. 600 Filmrollen mit wundervollen, obsessiv präzisen Aufnahmen und zunehmend wirren Begleittexten zeichnen ein seltsames Psychogramm. Antoine Fontaine stößt bei seinen Recherchen zu Dr. Veroft auf eine Spezies Mann, deren Sozialverhalten auffällig auf Sechsbeiner ausgerichtet ist und die ihr Habitat mit hörbar wuselnden Chitinpanzern und Darth-Vader-Figurinen teilt.

André Eckardt

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
L’Ultimu Sognu Lisa Reboulleau

Ein alter Mann allein im Wald, mit Gewehr, Hund, Taschenlampe – und der Erinnerung an Lucia, die Frau, die Kontakt hatte zu den Tieren. Sie lebt nicht mehr, aber ihre Stimme kommt wieder.

L’Ultimu Sognu

Dokumentarfilm
2019
33 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Eugénie Michel-Villette
Lisa Reboulleau
Pierre Reboulleau, Diana Saliceti
Lisa Reboulleau, Tarek Sami
Elsa Jonquet
Arno Ledoux, Lisa Reboulleau
Die Frau, die Kontakt hatte zu den Tieren, hieß Lucia. Sie lebt nicht mehr, aber ihre Stimme kommt wieder. Mit sich bringt sie Bilder, grobkörnige, analoge, aus einer Zeit, in der man noch wusste, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Tod der Tiere und dem Tod der Menschen. Heute, in der digitalen Gegenwart, gibt es nur noch einen alten Mann allein im Wald, mit Gewehr, Hund, Taschenlampe und der Erinnerung an Lucia. Wovon, fragt er sich, träumen wohl die Schafe? Und wovon die Esel?

Lukas Foerster

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.