Filmarchiv

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Escaping Realities 2017
A Free Man Andreas Hartmann

Nachdem Kei sich an der Universität und beim Militärdienst versucht und beides abgebrochen hat, findet er sein Glück darin, der leistungsorientierten Gesellschaft den Rücken zu kehren.

A Free Man

Dokumentarfilm
Deutschland,
Japan
2017
75 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Andreas Hartmann
Andreas Hartmann
Andreas Hartmann
Andreas Hartmann
Andreas Hartmann
Florian Marquardt
Ein junger Mann entscheidet sich aus freien Stücken dafür, auf der Straße zu leben. Nachdem Kei sich an der Universität und beim Militärdienst versucht und beides abgebrochen hat, findet er sein Glück darin, der leistungsorientierten Gesellschaft den Rücken zu kehren. Er schläft unter Brücken, macht auf der Straße neue Bekanntschaften und gibt sich ganz seinen Leidenschaften hin – der klassischen Musik und Militärspielen. Ob er diesen Lebenswandel aufrechterhalten kann, bleibt fraglich, denn die Realität holt ihn immer wieder ein. Mit fast meditativer Ruhe und atemberaubender Musik begleitet der Film diesen freiheitsliebenden Träumer, der ganz in seiner Außenseiterrolle aufgeht.

Kim Busch

Toward a Common Tenderness

Dokumentarfilm
Bosnien-Herzegowina,
Japan
2017
64 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Shinji Kitagawa
Kaori Oda
Mono Fontana
Kaori Oda
Kaori Oda
Kaori Oda
Kaori Oda
Eine junge Japanerin in Bosnien-Herzegowina. Sie ist gleichermaßen Subjekt wie Objekt einer poetischen filmischen Recherche in fremdem Land. Versuche, sich einzuschreiben in ein unbekanntes Alltagsgeschehen. Nomadische Individualität auf einsamem Außenposten. Was leicht zu selbstzufriedener Nabelschau geraten könnte, erscheint in „Toward a Common Tenderness“ als defizitärer Seinszustand, der aufgebrochen gehört. Die Kamera wird der Filmemacherin zum physischen und spirituellen Werkzeug, um ihrer eigenen Geschichte, der aktuellen menschlichen und geografischen Umgebung sowie einem daraus sich möglicherweise ergebenden Lebensweg habhaft zu werden.

Kaori Odas Film ist von geheimnisvoller Schönheit. Eine Schönheit auf unsicherem Grund. Am ehesten vielleicht von jener Art, wie sie Robert Bresson einst in seinen „Notizen zum Kinematographen“ beschrieb: „Die Schönheit deines Films wird nicht in den Bildern sein (Ansichtskarten-Syndrom), sondern in dem Unsagbaren, das von ihnen ausgehen wird.“

Ralph Eue