Filmarchiv

Kids DOK 2013
Grandpa & Me and a Helicopter to Heaven Åsa Blanck, Johan Palmgren

Sie sind die besten Freunde: David sitzt am Bett seines Großvaters und hört dessen Geschichten zu. Es macht nichts, dass der Opa zwischendurch manchmal einschläft, denn er macht immer noch die besten Witze und weiß alles über den Wald und Pilze. ...

Grandpa & Me and a Helicopter to Heaven

Dokumentarfilm
Schweden
2013
14 Minuten
Untertitel: 
englische

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Åsa Blanck
Åsa Blanck, Johan Palmgren
David Ricci
Johan Palmgren
Petter Brundell
Åsa Blanck
Åsa Blanck
Sie sind die besten Freunde: David sitzt am Bett seines Großvaters und hört dessen Geschichten zu. Es macht nichts, dass der Opa zwischendurch manchmal einschläft, denn er macht immer noch die besten Witze und weiß alles über den Wald und Pilze. Schließlich begeben sich die beiden auf eine beschwerliche, aber lustige Ausfahrt in den Wald. Es soll ihre letzte sein, und am Ende bleiben David ein Hubschrauber und das Wissen um die Stelle mit den besten Pfifferlingen.
In einer Viertelstunde voller Leichtigkeit kann man alles sagen über den ewigen Kreislauf von Leben und Tod. So weise, dass es jedes Kind verstehen kann.

Grit Lemke
Animadok 2013
Ladyboy Claes Lundin, David Sandberg

Jessica ist eine Transsexuelle, die als Prostituierte im Rotlichtbezirk von Bangkok arbeitet. Sie steht vor der härtesten Entscheidung ihres Lebens: Ihrem Freund ...

2012

Ladyboy

Animadok
Schweden
2012
8 Minuten
Untertitel: 
englische

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Claes Lundin
Claes Lundin, David Sandberg
David Sandberg
David Sandberg
David Sandberg
Jessica ist eine Transsexuelle, die als Prostituierte im Rotlichtbezirk von Bangkok arbeitet. Sie steht vor der härtesten Entscheidung ihres Lebens: Ihrem Freund ins Ausland zu folgen und ein neues Leben anzufangen, oder zuhause zu bleiben und weiter ihre Mutter zu unterstützen. Egal, wofür Jessica sich entscheidet, es wird ihre Zukunft bestimmen.

Meatballs and Fork-Beast

Animationsfilm
Schweden
2012
5 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel

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Johan Hagelbäck
Johan Hagelbäck
Johan Hagelbäck
Stark zu sein, ist echt gut. Aber klein und tapfer zu sein und seine Freunde zu retten, ist wahrscheinlich noch besser.
Internationales Programm 2013
My Stolen Revolution Nahid Persson Sarvestani

Frauen, die nach dem Sturz des Schahs in iranischen Gefängnissen gefoltert wurden, treffen sich erstmals wieder und brechen ihr Schweigen. Befreiung durch die Kraft der Kunst.

My Stolen Revolution

Dokumentarfilm
Norwegen,
Schweden
2013
75 Minuten
Untertitel: 
englische

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Nahid Persson Sarvestani
Nahid Persson Sarvestani
Adam Norden
Nicklas Karpaty, Makan
Emil Engerdahl, Nahid Persson Sarvestani
Die Archivaufnahmen der Eröffnungssequenz vergegenwärtigen den Alltag im Iran der 1970er Jahre. Vielen Menschen war es möglich, ein „normales Leben zu führen“, während die oppositionellen Gruppen noch Seite an Seite gegen den Schah kämpften. Der wurde gestürzt, „aber die Islamisten waren besser organisiert als wir“. Nahid Persson Sarvestani war damals linke Aktivistin. Nur mit sehr viel Glück und dank der Hilfe ihres Bruders Rostam entging sie der brutalen Gefangenschaft, die Folter, Vergewaltigungen und Massenhinrichtungen bedeutete. Auch Rostam wurde getötet.
Ein eigenwilliges Schuldgefühl bringt Nahid Persson Sarvestani Jahre später dazu, einige der wenigen Überlebenden des Widerstands zusammenzuführen. Die Suggestionskraft der Objekte und Kunstwerke, die in der und durch die Gefangenschaft entstandenen, sowie die erschütternden Erinnerungen der fünf Frauen an ein Regime, das heute immer noch an der Macht ist, werden einem sehr persönlichen Ansatz und dem Diskurs der eigenen Gedanken und Fragen gegenübergestellt. Der Regisseurin gelingt es überdies, von einer tiefen Verbundenheit zu erzählen, indem sie uns mit den bewegenden Gesichtern starker Persönlichkeiten konfrontiert, die sich nicht nur symbolisch von ihrem Tschador befreien.

Claudia Lehmann



Ausgezeichnet mit dem Filmpreis "Leipziger Ring" 2013

Internationales Programm 2013
Second Class Marta Dauliūtė, Elisabeth Marjanović Cronvall

Litauische Männer auf einer Schwedenfähre. Aufmerksame Studie über das Klischee des Arbeitsmigranten, die Realität Europas und den weiblichen Blick auf das männliche Objekt.

Second Class

Dokumentarfilm
Litauen,
Schweden
2012
60 Minuten
Untertitel: 
englische

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Elisabeth Marjanović Cronvall, Marta Dauliūtė
Marta Dauliūtė, Elisabeth Marjanović Cronvall
Elisabeth Marjanović Cronvall
Elisabeth Marjanović Cronvall
Thomas Jansson
Die Gratwanderung, auf der FilmemacherInnen ihren Protagonisten begegnen, ist bekanntlich ein Weg voller Fallstricke, Frustrationen und Überraschungen. Geduld ist die oberste Tugend und ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen nicht von Nachteil. Marta Dauliūtė und Elisabeth Marjanović Cronvall treffen eine Gruppe junger litauischer Männer an Bord einer „Schwedenfähre“ und beschließen, einen Film über sie als Arbeitsmigranten zu machen. Die Männer weigern sich, vor allem, weil sie nicht verstehen, was an ihnen derart interessant sein soll, dass zwei Frauen einen ganzen Film damit füllen könnten. Sie wollen das Klischee der Arbeitsmigranten nicht bestätigen und haben keine Lust, das medial heraufbeschworene Mitleid zu bedienen. Eine Dokumentation über Erdbeben – ja, das würde ihnen einleuchten. Aber über sie?
Marta und Elisabeth lassen sich nicht abschütteln, trinken mit den Männern, tanzen mit ihnen – und bei aller Abwehr stellt sich bei den „Forschungsgegenständen“ allmählich ein gewisses Einverständnis ein. Trotz offensiver Ablehnung und stereotypem Machogehabe schaffen es die Frauen mit der Kamera nach einer Weile, die Fassaden anzukratzen, und bekommen – verkleidet als flirtiges Gepose – die innersten Gedanken offenbart. Herausgekommen ist eine aufmerksame Studie, die zum einen eine ganze Reihe aktueller gesellschaftlicher Missstände aufrollt, und zum anderen das Spezifische des weiblichen Blicks auf das männliche Objekt klug kommentiert.

Lina Dinkla
Animadok 2013
Sharaf Hanna Heilborn, David Aronowitsch

Sharaf ist 17 Jahre alt und einer von Tausenden von Flüchtlingen, die jedes Jahr mit Booten auf Gran Canaria ankommen. Er hatte Glück und überlebte ...

Sharaf

Animadok
Dänemark,
Schweden
2012
13 Minuten
Untertitel: 
englische

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Hanna Heilborn, David Aronowitsch
Hanna Heilborn, David Aronowitsch
Astrid Krejberg, Bert Zierfuß, Thomas Oger
Anders Nyström
Sharaf ist 17 Jahre alt und einer von Tausenden von Flüchtlingen, die jedes Jahr mit Booten auf Gran Canaria ankommen. Er hatte Glück und überlebte die gefährliche Reise. Nun wartet er zusammen mit seinem kleinen Bruder in einem Auffanglager und erzählt seine traurige Geschichte.

The Love Agency

Dokumentarfilm
Schweden
2013
27 Minuten
Untertitel: 
englische

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Martina Carlstedt
Martina Carlstedt
Eirik Røland, Olle Markensten
Martina Carlstedt
Alexandra Litén
Johan Embring
In Zeiten, da selbst der KGB wieder auf Schreibmaschine umsattelt, kann man sich in Fragen der Liebe erst recht nicht aufs Internet verlassen. In Archangelsk jedenfalls, unweit des nördlichen Polarkreises, regelt man die Dinge noch analog und mithilfe eines Hefters voller Fotos. Da kommt rein, wer vorher in der Heiratsvermittlung (oder ist es wirklich eine Liebesagentur?) „Jevgenia“ zu Protokoll gab, wonach das Herz begehrt. Woraufhin Svetlana zum Hörer greift – alles Chefsache! – und beherzt zusammenführt, was sich im Leben nicht fand.
Was dann freilich passiert, kann so oder so ausgehen. Etwa wie bei Anna, die ehrlich über ihr Leben spricht, während sich Alexey nur für Fleisch und Soße interessiert. Oder aber als veritabler Coup de foudre wie bei Svetlana und ihrem Vladimir, aus dem im Verlauf des mit reichlich Cognac und russischer Poesie getränkten Abends erst Volodya und schließlich Volodichka wird. Amors Pfeile schießen wie stählerne Geschosse durch die Bar, und wie die Schminke auf den Gesichtern der vom Leben gebeutelten alten Mädchen ist alles immer ein bisschen zu viel, zu süß, zu fett. Ist das unecht? Aber wer weiß schon, was echte Liebe ist?
Wieder gelingt Martina Carlstedt in der nur ihr eigenen Art dokumentarischer Inszenierung ein Kabinettstück, eine melancholische Etüde über die Einsamkeit – auch wenn Svetlana und Vladimir am Ende dieses Abends ganz sicher heiraten wollen.

Grit Lemke

With Open Eyes

Dokumentarfilm
Schweden
2013
14 Minuten
Untertitel: 
englische

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Erik Bäfving
Erik Bäfving
Gustav Wall
Erik Bäfving
Martin Hennel
Eines Tages stürzt sich der Vater ohne jede Vorwarnung aus dem Fenster seines Büros zu Tode. Der Sohn findet eine Nachricht: „Ich hoffe, du wirst mich eines Tages wieder mögen.“ Diesem Satz ist der Film gewidmet, der 25 Jahre später entsteht. Den Jungen von einst, Erik Bäfving, hat er nie losgelassen. Kann man einen Vater lieben, der sich einfach so aus dem Staub macht und keine Gelegenheit lässt, nach dem Warum zu fragen? Als Kind zog sich Erik Bäfving in die Welt seiner Zeichnungen zurück. Nun unterzieht er die Familienfotos einer akribischen Bildbetrachtung. Er wendet die Fotografien hin und her, um nach Andeutungen und Zeichen in den Gesichtern, Gesten und Gruppenarrangements zu suchen. Aus Negativen entstehen Positive und umgekehrt. Den Inszenierungen aber ist zu misstrauen, denn die Familienchronik erweist sich zusehends als Menetekel, der keine Generation entkommt. Die Bilder verlieren ihren angestammten chronologischen Platz, sie verwirbeln und finden neue Zuordnungen, die etwas über Abhängigkeiten und Ängste andeuten.
„With Open Eyes“ ist Teil einer Trilogie. Schon in den Filmen „Boogie Woogie Daddy“ (Goldene Taube bei DOK Leipzig 2002) und „Inbetweener“ suchte der Regisseur Versöhnung mit der Vergangenheit – ein Prozess, der nie aufhört, weil der Vater immer fehlen wird.

Cornelia Klauß