Filmarchiv

Internationales Programm
Just a Small Na Kyung Kim

Die kleine Geschichte des winzigen Aals im weiten Ozean fühlt dem ewigen Kreislauf des Lebens auf den Puls. Ausgangspunkt dieser kontemplativen Reise ist ein Mosaikgemälde von Na Kyung Kim.

Just a Small

Animationsfilm
USA
2019
5 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Na Kyung Kim
Na Kyung Kim
Na Kyung Kim
Na Kyung Kim
Na Kyung Kim
Na Kyung Kim
Aidan Reynolds
Im Blauschwarz des Meeres stellt sich ein Aal existenziellen Herausforderungen. Schillerndes Meeresgetier schwärmt durchs Wasser, einzelne Raubfische kreuzen seinen Weg. Mit ihrer kleinen Geschichte eines winzigen Tiers in den Weiten des Ozeans fühlt Na Kyung Kim dem ewigen Kreislauf des Lebens auf den Puls. Ausgangspunkt dieser kontemplativen Reise ist ihr Mosaikgemälde aus sechs je etwa einen Quadratmeter großen Bildtafeln. Zur atmosphärischen Dichte trägt die Tonspur von Aidan Reynolds bei.

Nadja Rademacher

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Mate Chaerin Im

Großaufnahme auf die Mächte, die bei Paarungsritualen wirken: Anziehungs- und Fliehkräfte. Kupferplattendrucke, Zeichnungen und Fotografien flimmern an verschiedenen Stellen der Leinwand auf.

Mate

Animationsfilm
USA
2019
4 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
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Chaerin Im
Chaerin Im
Roger Kim
Chaerin Im, Ray Chang
Chaerin Im
Chaerin Im
Shanthal Caba
Großaufnahme auf die Mächte, die bei Paarungsritualen wirken: Anziehungs- und Fliehkräfte. Kupferplattendrucke, Zeichnungen und Fotografien flimmern an verschiedenen Stellen der Leinwand auf – wie atmend. Phallische Loopings von Annährung und Ringen werden abstrahiert choreografiert von Chaerin Im. Die musikalische Untermalung durch Roger Kim folgt den sich vervielfachenden Bildern, die sich zeitweise zu Triptychen anordnen.

Nadja Rademacher

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Internationales Programm
Score for Joanna Kotze Shelly Silver

Ein Raum, der alles sein kann. Oder auch nichts. Ein vierminütiger essayistischer Bewusstseinsstrom über die amerikanische Choreografin Joanna Kotze – und Umweltverschmutzung im Mittelmeer.

Score for Joanna Kotze

Dokumentarfilm
Italien,
USA
2019
4 Minuten
Untertitel: 
englische
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Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Shelly Silver
Maureen McLane
Ein imaginärer Raum, der alles sein kann. Oder auch nichts. Ein Raum, der alles ist, was man möchte. Tänzer vereinnahmen Orte und verwandeln sie in einen unwiderstehlichen Sog – so auch die amerikanische Choreografin Joanna Kotze, für die diese essayistische Wort-Bild-Partitur geschrieben wurde. Shelly Silver hat einen vierminütigen assoziativen Bewusstseinsstrom entworfen, der zudem auch mit Umweltverschmutzung im italienischen Mittelmeer abrechnet.

Julia Weigl

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Internationales Programm
América Erick Stoll, Chase Whiteside

Das Gesetz der Verantwortung ist unhintergehbar, unhinterfragbar: Drei Brüder aus Mexiko teilen sich die Pflege ihrer 93-jährigen Großmutter. Ein Beweisstück für den Humanismus.

América

Dokumentarfilm
USA
2018
76 Minuten
Untertitel: 
englische
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Erick Stoll, Chase Whiteside
Erick Stoll, Chase Whiteside
Erick Stoll
Erick Stoll, Chase Whiteside
Christian Giraud
Die äußerste Schicht besteht aus Küssen und Berührungen. Ein Film, eingehüllt in Zärtlichkeit, umgriffen von Gesten der Innigkeit, Empfindsamkeit und Herzlichkeit. Diego und seine beiden Brüder sind nach Colima, in den Westen Mexikos, zurückgekehrt, um ihre 93-jährige Großmutter zu pflegen. América heißt diese alte Frau mit den träumenden Augen und dem warmen Lächeln, die abends von den Brüdern ins Bett gebracht und zugedeckt wird, die morgens von ihnen gewaschen und angekleidet wird, die mittags von ihnen umsorgt, beschützt, umtanzt wird. Der Vater der Brüder sitzt im Gefängnis, die ökonomische Situation ist prekär und die Arbeit, die anfällt, ist uferlos. Aber die Würde des Menschen und das Gesetz der Verantwortung sind unhinterfragbar, unhintergehbar. Niemals – und koste es, was es wolle, koste es Geld, Zeit, Kräfte oder eine Schlägerei – würden Diego, Rodrigo und Bruno ihre Großmutter in ein Altersheim bringen.

Über einen Zeitraum von drei Jahren begleiteten die US-amerikanischen Regisseure Erick Stoll und Chase Whiteside die Familie und legen mit diesem intimen Film ein Debüt vor, das mehr ist als ein Dokument der Verantwortungsethik. Es ist, so müsste man es nennen, ein Beweisstück für den Humanismus.

Lukas Stern

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Appalachian Holler

Dokumentarfilm
Deutschland,
USA
2018
29 Minuten
Untertitel: 
englische
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Matthias Lawetzky (Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main)
Matthias Lawetzky
Matthias Lawetzky
Matthias Lawetzky
Matthias Lawetzky
Matthias Lawetzky
Reich wird man nicht in den Bergen der Appalachen: „Sie versuchen es, aber meist sterben sie vorher“, heißt es hier. Das Ende der Kohleförderung hat die Bewohner der Berge mit den Folgeproblemen, der Umweltzerstörung und Arbeitslosigkeit weitgehend alleingelassen. Im gemeinsamen Musizieren – und sei es auf Esslöffeln – finden die Menschen an einem der entlegensten Orte der USA Halt und Würde.

Fabian Tietke

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Internationales Programm
Atmahaú Pakmát Cameron Quevedo

Ein poetisch-politischer Film über Grenzziehungen und deren Folgen, den Überlebenskampf von Lehmziegel-Herstellern im mexikanisch-US-amerikanischen Grenzgebiet und den Zauber eines Flusses.

Atmahaú Pakmát

Dokumentarfilm
Mexiko,
USA
2017
24 Minuten
Untertitel: 
englische
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Cameron Quevedo
Jesús Gerdel
Jim Hickcox
Cameron Quevedo
Will Harrell
Die geplante Mauer zwischen den USA und Mexiko ist in aller Munde. Oft geht dabei unter, dass diese Grenzlinie an sich ein Konstrukt ist. Mitte des 19. Jahrhunderts musste Mexiko massive Gebietsverluste an den mächtigen Nachbarn im Norden hinnehmen. Seither verläuft die Demarkation entlang des Rio Grande. Ein poetisch-politischer Film über Grenzziehungen und deren Folgen, den Überlebenskampf von Lehmziegel-Herstellern im mexikanisch-US-amerikanischen Grenzgebiet und den Zauber eines Flusses.

Annina Wettstein

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Internationales Programm
Mom’s Clothes Jordan Wong

Das einst fügsame Kind ist den gemusterten Kleidern seiner Mutter entwachsen. Nun kann es zwischen den verschiedenen Formen von Intimität und Gender navigieren – queer und farbig.

Mom’s Clothes

Animationsfilm
USA
2018
5 Minuten
Untertitel: 
keine
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Jordan Wong
Jordan Wong
Jordan Wong
Jordan Wong
Jordan Wong
Jordan Wong
Jordan Wong
Jordan Wong
Es brauchte länger, um zwischen den verschiedenen Formen von Intimität und Gender navigieren zu können: Als queere und farbige Person fällt man auch in Jordan Wongs Geburtsstadt San Francisco aus dem Rahmen. Wongs Reflexionen über sein Leben und das seiner Mutter werden visuell von animierten Textilien kontrapunktiert. Sanft, kratzig, dünn, stark, blumig, kariert oder mit Raubtiermotiven bedruckt – aus diesen Stoffen entspinnen sich Träume, Selbsterkenntnisse und Fragen.

Nadja Rademacher

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Internationales Programm
Share Barna Szász, Ellie Wen

Tim ist 18 Jahre alt und hat 3 Millionen Follower auf Instagram. Ein aufmerksamer Blick in das Identitätsgerüst der Generation Z – zwischen Youtube-Zeilen, Memes und Tränen.

Share

Dokumentarfilm
USA
2018
13 Minuten
Untertitel: 
keine
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Barna Szász, Ellie Wen
Barna Szász, Ellie Wen
Barna Szász, Ellie Wen
Barna Szász, Ellie Wen
Barna Szász, Ellie Wen
Tim ist 18 Jahre alt, trägt Sportklamotten und hat 3 Millionen Follower auf Instagram. Im digitalen Raum ist er nicht nur ein kleiner Star, er findet dort auch einen sozialen Halt, den er bisher so noch nicht erfahren hat. Ellie Wen und Barna Szász verdichten in ihrem Film Fragen nach Identität, Familie und Kommunikation – und sie haben verstanden, dass zwischen On- und Offline kein einfacher Binarismus besteht, dass die Realität hier wie dort real ist und nichts als real.

Lukas Stern


Nominiert für den Young Eyes Film Award

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Internationales Programm
95 and 6 to Go Kimi Takesue

Ein Drehbuchtitel wird gesucht und ein Opa gefunden. Ein liebe- und humorvoller Blick im Homevideo-Stil: auf den Großvater, die Familiengeschichte und die Landschaften der Vorfahren.

95 and 6 to Go

Dokumentarfilm
USA
2016
85 Minuten
Untertitel: 
keine
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Kimi Takesue, Richard Beenen
Kimi Takesue
Paul Brill
Kimi Takesue
Kimi Takesue
Jeff Seelye
Die Filmemacherin Kimi Takesue und ihr verwitweter Großvater Tom haben viel vor: Zunächst muss erst einmal Toms Haus entrümpelt werden. Vieles hat sich hier angesammelt seit dem Tod der Großmutter, die Toms Vorliebe für Film und Fernsehen nicht wirklich teilen konnte. Dann gibt es da noch Kimis unfertiges Drehbuch, das seit Jahren auf Vollendung wartet und dringend einen neuen Titel braucht. Der rüstige Pensionär entwickelt hierfür viele – teils schmalzige – Ideen, die leider nicht immer auf Gegenliebe treffen. Und nebenbei versucht die wissbegierige Enkelin noch, ihre Familiengeschichte mithilfe von Toms Erinnerungen aufzudröseln. Dabei ergeben sich Einblicke in die Lebensumstände der Vorfahren, die als japanische Einwanderer auf Hawaii versuchten, sich ein Leben aufzubauen. Auch die Liebesbeziehung der Großeltern ist von großem Interesse – vor allem, was die Frage angeht, wie die beiden eigentlich zueinanderfanden und ob es wirklich Liebe auf den ersten Blick war.

Im Stil eines Homevideos gedreht und durchsetzt mit Archivmaterial und Aufnahmen der hawaiianischen Landschaft, wirft Takesue einen liebe- und humorvollen Blick auf ihren Großvater und die eigenen Wurzeln. Dabei findet sie vielleicht keinen neuen Titel für ihr Drehbuch, aber sie kommt ihrem Opa auf bezaubernde Weise nah.

Kim Busch

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Adolescence

Dokumentarfilm
Puerto Rico,
USA
2017
10 Minuten
Untertitel: 
englische
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José Fernando Rodríguez, Guillermo Zouain
José Fernando Rodríguez
José Fernando Rodríguez
José Fernando Rodríguez, Guillermo Zouain
José Fernando Rodríguez
Alain Muñiz, José Fernando Rodríguez
Ein Mädchen im Pool, ganz dicht an der Linse. Sie fragt nach einem Handtuch. Bildrauschen. Ein Junge hüpft als Hühnchen durch den Raum, pickt mit dem Kopf in die Matratze. Bildrauschen. José Fernando Rodríguez rekonstruiert mit „Adolescence“ die Zustände seiner eigenen Jugend. Aus Bildresten früherer Zeiten, aus Bildkreuzungen: Maßlose Hormonschübe und erste Todesängste, ein Mädchen im Pool und eine Trockenübung im Kinderzimmer. Dazwischen fehlen die Bilder. Dazwischen rauscht es nur.

Lukas Stern

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Internationales Programm
Before the Bridge Lewis Wilcox

Aus dem fahrenden Auto ergibt sich freie Sicht auf postapokalyptische Szenarien: ruinöse Fabrikgebäude, verwitterte Häuser, schwere Luft. Ein flüchtiger Blick ins Trump-Amerika – und in die Zukunft der Ökonomie.

Before the Bridge

Dokumentarfilm
USA
2017
18 Minuten
Untertitel: 
keine
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Savannah Mark
Lewis Wilcox
Arthur King & The Night Sea
Lewis Wilcox
Lewis Wilcox
David Carson
Jesse Herrera
Aus dem fahrenden Auto ergibt sich freie Sicht auf postapokalyptische Szenarien: ruinöse Fabrikgebäude, verwitterte Häuser, schwere Luft. Dann: staubfreie Einstellungen von riesigen Lagerhallen, Roboterarmen, Gabelstaplern. Ein katastrophisches Bildregister trifft die Science-Fiction-Fantasie. Kein Hollywood-Superlativismus, sondern der Effekt der Automatisierung und Robotisierung der Arbeitswelt. Beispiel: Indiana. Ein flüchtiger Blick ins Trump-Amerika – und in die Zukunft der Ökonomie.

Lukas Stern



Ausgezeichnet mit dem Healthy Workplaces Film Award 2017

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Bohemia, IA

Dokumentarfilm
Deutschland,
USA
2017
30 Minuten
Untertitel: 
keine
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Angelo Wemmje (Kunsthochschule für Medien Köln)
Angelo Wemmje
Angelo Wemmje
Angelo Wemmje
Angelo Wemmje
90 Prozent des „Mais-Staates“ Iowa werden landwirtschaftlich genutzt. Das brandmarkt die hier in den Vordergrund gerückten „Eingeborenen“ aber noch lange nicht als weltfremde Landeier. Sie machen Musik und Polaroidfotos, schauen sich auf YouTube Vorträge über Quantenphysik an oder diskutieren darüber, ob nun Elvis oder Picasso mehr „goth“ ist. Aus dem Maisfeld ertönt Buddy Hollys „Listen to Me“ – und das Iowa-Attribut „Swing State“ hat plötzlich einen anderen Klang.

Esther Buss

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Clean Hands

Dokumentarfilm
USA
2016
9 Minuten
Untertitel: 
englische
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Katherine Gorringe, Allison Kelley
Lauren DeFilippo
Hector Laguna
Lauren DeFilippo
Lauren DeFilippo
Josh Berger
Saubere Hände, saubere Kühlerhauben, sauberer Rasenschnitt. Alles sauber in der Drive-in-Kirche in Daytona Beach, Florida. Christi Blut gibt’s schon fertig abgefüllt an der Einfahrt, den priesterlichen Werdet-Mensch!-Appell empfängt man über 88.5 FM, die Kollekte zahlt man bequem wie eine Mautgebühr. Fast könnte man denken, in dieser Pkw-Kirche beteten die Autos selbst – vielleicht für eine Take-away-Absolution wegen der Dieselsünde.

Lukas Stern

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Internationales Programm
Dina Dan Sickles, Antonio Santini

Zeit, dass zusammenzieht, was zusammengehört. Dina lebt eine „ordinary love“ – im libidinösen wie Schlafanzug-technischen Normalformat. Ein unwiderstehliches Statement zur Lust am Gewöhnlichen.

2017

Dina

Dokumentarfilm
USA
2017
101 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Dan Sickles, Antonio Santini
Dan Sickles, Antonio Santini
Michael Cera
Adam Uhl
Sofía Subercaseaux
Wohin kann ein Film schon führen, der ausgerechnet mit einem Besuch beim Zahnarzt beginnt?! Zunächst einmal zu einer Grundsatzerklärung: Sie habe eben Angst vor dem Unerwarteten, erläutert Dina der assistierenden Zahnfee, von der sie sich die Hand halten lässt. Das ist keine Floskel. Die nächste Einstellung, aufgenommen von schräg oben, ertappt die Endvierzigerin beim Überqueren einer Straße: Blick nach links, Blick nach rechts, Blick nach links, Blick nach rechts, immer noch kein Auto, nirgends. Umso überraschender, dass sie in Liebesdingen vergleichsweise beherzt voranschreitet – zur Hochzeit, zur gemeinsamen Wohnung. Aber sie hat sich vorher belesen …

Man muss sich Dina als die bessere, nein, gewichtigere Hälfte eines Doppelpacks vorstellen. Nicht wegen der paar überflüssigen Pfunde, sondern weil sie merkwürdigerweise sogar im Sitzen das Tempo zu bestimmen scheint, in dem Scott sie durchs Leben begleiten darf. Vermutlich war sie auch diejenige, die Daniel Sickles und Antonio Santini Zutritt zu dieser manchmal unbeholfenen, ja fast kindlichen Zweisamkeit gewährte. Selbst auf die Gefahr hin, ein komisches Bild abzugeben. Die Filmemacher folgen ihren Liebenden durch die Sofa- und Sessellandschaften der vorstädtischen amerikanischen Wohnkultur – in einer spitzfindigen, lakonischen Dokumentarromanze über das Gewöhnliche und wie schwer es manchmal zu bekommen ist.

Sylvia Görke

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Drift

Dokumentarfilm
USA
2016
21 Minuten
Untertitel: 
keine
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Chris Ward
Chris Ward
Jay Purdy, Chris Ward
Chris Ward
Chris Ward
Cheng Zheng
Eine Werkstatt. Klebeband dichtet die Fenster ab. Ein alter Mann lötet und schraubt, isst aus Plastikschüsseln zu Mittag, kriecht nachts in einen Schlafsack. 1973 stach Tom Ward mit elf weiteren Männern in See – auf Holzflößen von der Küste Ecuadors bis nach Australien. Heute lebt er zurückgezogen. Ward hat damals wunderschöne Aufnahmen von der Expedition gedreht: vom Ozean, der übers Holz schwappt, vom rot-bewölkten Himmel. Jetzt werden sie wiederaufgeführt – im Film seines Sohnes Chris.

Lukas Stern

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Joe Boots Florian Baron

Joe verlässt die Highschool, um zum Militär zu gehen. Er ist noch keine 20, als er in den Irakkrieg zieht und feststellt: das ist kein Spiel. Der Film findet Bilder für Joes innere Zustände nach der Rückkehr.

Joe Boots

Dokumentarfilm
Deutschland,
USA
2017
29 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Florian Baron
Florian Baron
Fatima Camara, Jana Irmert
Johannes Waltermann
Maja Tennstedt
Florian Baron
Jana Irmert, Linus Nickl, Nils Vogel-Bartling
Joe verlässt die Highschool, um zum Militär zu gehen. Die Terroranschläge des 11. September haben Feindbilder geschaffen und Militärgeräte üben eine große Faszination aus. Er ist noch keine 20, als er in den Irakkrieg zieht und feststellt: Das ist kein Spiel. Der Film findet Bilder für Joes innere Zustände nach der Rückkehr: ohne Kontakt zur Umgebung und zu sich selbst lassen ihn die Erlebnisse nicht los. In der Kraft seiner Erzählungen wird die Sinnlosigkeit all dieser Kriegseinsätze greifbar.

Leopold Grün

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.