Filmarchiv

Countries (Film Archive)

Gerhard Richter Painting

Dokumentarfilm
Deutschland
2011
98 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Thomas Kufus (Zero One Film) Koproduktion: Sabine Rollberg (WDR/arte) (fed), Jutta Krug (WDR), Katja Wildermuth (MDR), Terz Film
J.S. Bach, Dietmar Bonnen, John Cage, György Kurtag
Johann Feindt, Frank Kranstedt, Dieter Stürmer
Schon in den ersten Einstellungen führt uns der Film mitten hinein in das gut abgeschirmte Kölner Atelier von Gerhard Richter. Die Filmemacherin Corinna Belz hat den medienscheuen Künstler im Sommer 2009 bei der Arbeit beobachtet. In den hellen Arbeitsräumen wird gemalt, betrachtet, beurteilt, überlegt, abgewartet, verworfen, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu begonnen.
In hoch konzentrierten Einstellungen lässt Richter uns an einem sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben, vom ersten Farbauftrag über zahllose Bearbeitungen und Übermalungen bis hin zum letzten, entscheidenden Stadium, in dem die Bilder sich behaupten und dem kritischen Blick des Künstlers standhalten müssen. Wir werden einbezogen durch Richters trockene Kommentare, die nicht nur hart errungene Einsichten in das Leben und die Kunst offenbaren, sondern ebenso lakonischen Humor, tiefe Menschlichkeit und seine Fähigkeit, sich selbst ebenso in Frage zu stellen, wie das Geschehen vor und hinter der Kamera.
Seine fundamentale Skepsis gegenüber allen Ideologien und Glaubenssystemen hat er sich erhalten. „Ich möchte wissen, was los ist,“ hat er einmal als Grund für seine Malerei genannt. Es geht Richter darum, immer wieder neue Perspektiven zu finden, das Bild von der Welt zu überprüfen, das am Ende in jedem einzelnen Gemälde aufscheint. „Malen ist eine andere Form des Denkens,“ hat Richter schon früh gesagt. Der Film nimmt diese Prämisse ernst.

Produktionsmitteilung

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Special Screening MDR
Propaganda, Hass, Mord - Die Geschichte des rechten Terrors in Europa Rainer Fromm, Rolf-Axel Kriszun

Dokumentation über Organisationen, Strukturen und Strategien des europäischen Rechtsterrorismus über mehr als 40 Jahre.

Propaganda, Hass, Mord - Die Geschichte des rechten Terrors in Europa

Dokumentarfilm
Deutschland
2012
60 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Frank Seidel Redaktion: Ulrich Brochhagen (MDR), in Zusammenarbeit mit arte
Rainer Fromm, Rolf-Axel Kriszun
Nikolai Tamás, Jean-Marie Gilles
Christoph Karsch
Rainer Fromm, Rolf-Axel Kriszun
Die Dokumentation rekonstruiert die Entwicklung des rechten Terrorismus in Europa, die vor mehr als 40 Jahren begann.
Italienische Neofaschisten waren die Ersten, die mörderische Anschläge verübten, um einen politischen Linksruck der jungen Republik zu verhindern und die Rückkehr zu einem autoritären Regime zu erzwingen.
In der Bundesrepublik studierten alte und junge Nazis zunächst die Methoden des Linksterrorismus, um davon zu profitieren. Die RAF zog durch ihre spektakulären Gewalttaten die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich, was rechte Terroristen nutzten, um die junge Demokratie fast unbemerkt ins Visier zu nehmen.
Auch in Frankreich und Belgien organisierten sich Neonazis und formierten sich Kampforganisationen gegen die parlamentarische Demokratie. Ihre paramilitärischen Gruppen unterhielten intensive Kontakte zu Wehrsportgruppen in der Bundesrepublik und in Italien.
Als Mitte der 1990er Jahre in Deutschland zahlreiche neonazistische Vereine verboten wurden, reagierte die rechtsradikale Szene mit einer neuen Strategie. Sie löste feste Strukturen auf, bildete lose Kameradschaften, um spontan handeln und nicht mehr verfolgt werden zu können. Da die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden inzwischen verstärkt auf die Gefahren des islamistischen Terrorismus gerichtet ist, besteht die große Gefahr, dass Rechtsterroristen unbeobachtet massiv aufrüsten und ihre konspirativen Untergrund-Strukturen weiter entwickeln können.

Produktionsmitteilung

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.