Filmarchiv

(M)Other

Dokumentarfilm
Deutschland
2018
88 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Christopher Zitterbart, Saskia Veigel, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Antonia Hungerland
Markus Zierhofer
Antonia Hungerland
Antonella Sarubbi
Antonia Hungerland
Tim Altrichter, Benedikt Ludwig, Christoph Walter, Luise Hofmann
Heute ist es durchaus realistisch, dass ein Kind drei Mütter hat: eine Eizellenspenderin gibt einem Baby ihre Gene, das von einer Leihmutter austragen und später von einer weiteren Frau oder einer Person, die eventuell männlich und schwul ist, aufgezogen wird. Das klassische Konzept der „natürlichen“ Mutterschaft kommt hier (und anderswo) an seine Grenzen.

Die Definition von Mutterschaft ist umkämpft. In der Debatte über (gute) Mütter spiegelt sich das generelle Ringen um gesellschaftliche Normen im Wandel. Diese Diskussion, das macht „(M)Other“ sehr deutlich, betrifft alle. Sowohl jene, die als „klassische“ Mütter mit Klischees und Vorurteilen zu kämpfen haben, als auch solche, die den Begriff für sich in Anspruch nehmen, obwohl sie dem etablierten, sich stur gegen alle offensichtlichen Veränderungen behauptenden „Modell“ nicht entsprechen. Antonia Hungerland zeigt, dass das vermeintlich Private noch immer (oder: erst recht heute) hochgradig politisch ist.

Luc-Carolin Ziemann


Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
A Life from Death Tuuli Teelahti

Der Tod aus der Sicht der pflegenden Begleiter: stilisiert und konkret. Um das Sterben zirkuliert das Leben. Bettwäsche wird gewechselt, Kerzen werden entzündet, Bettwäsche wird gewechselt.

A Life from Death

Dokumentarfilm
Finnland
2017
20 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Paria Eskandari, Aalto University, ELO Film School Finland
Tuuli Teelahti
Max Smeds
Tuuli Teelahti, Kai Rintamaa
Tuuli Teelahti
Tarmo Pehkonen
Aus dem Klavier schwindet der Klang, aus dem Leben der Atem, aus dem Film die Schärfe. Eine Mimesis des Sterbens. Stilisiert, aber konkret. Der Tod aus der Sicht der pflegenden Begleiter: das Wechseln der Bettwäsche, das Zurückhalten der Tränen, der Kaffee in der Pause, das Halten verstummender Hände, das Entzünden der Kerzen. Und von vorn: das Wechseln der Bettwäsche, das Zurückhalten der Tränen, der Kaffee … Lebenszyklen.

Lukas Stern

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
A Transplant François Méthé

Drei Menschen warten auf eine Organspende. Mit behutsamen, aber auch expliziten Bildern dokumentiert „A Transplant“ das Wunder der Erneuerung eines ausgehenden Lebens.

A Transplant

Dokumentarfilm
Kanada
2018
69 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Marie-Claude Morazain
François Méthé
Joseph Marchand
Philippe St-Gelais
Sébastien Goyette
François Méthé
Cyril Bourseault
In der Warteschleife des Lebens: Die junge Shannon, der erst dreijährige Nolan und die fünffache Großmutter Suzanne benötigen eine Organspende. Ein Wettlauf gegen die Uhr und gegen den Tod, der rasend und unaufhaltsam näher kommt, während man langsamen Schrittes auf der Bedürftigenliste nach oben rückt. Für Patienten und Angehörige ist diese Zeit des Wartens eine sich stetig neu zusammensetzende Mixtur aus der Angst vor dem Verlust und der Hoffnung auf eine Zukunft. Aus diesem existenziellen Zustand der Unsicherheit, der Sorge und der Zuversicht führt „A Transplant“ mit behutsamen, gleichwohl expliziten Bildern hinein in den OP-Saal und hinein in den Körper, der von einem Team aus Ärzten und Helfern erneuert wird – routiniert und besonnen, aber auch im Bewusstsein des Risikos und der Verantwortung, die auf jedem einzelnen Handgriff lasten. Ein Film über die, wenn man so will, Einzigartigkeit des Lebens. Und über das Wunder, dass es zuweilen und in größter Not seiner Einzigartigkeit sogar entgehen kann.

Lukas Stern

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
All Creatures Welcome Sandra Trostel

Kreativer Kopfsprung in die Hacker-Philosophie des CCC, die nicht die fortschreitende Digitalisierung des Lebens beklagt, sondern sich der Technologie bemächtigt, um das Leben zu verbessern.

All Creatures Welcome

Dokumentarfilm
Deutschland
2018
87 Minuten
Untertitel: 
deutsche
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Sandra Trostel
Sandra Trostel
Thies Mynther
Sandra Trostel, Lilli Thalgott
Sandra Trostel
Jon Frickey
Sandra Trostel, Thies Mynther
Jonas Hummel
Bildung DOK Leipzig Logo

Dokumentarfilm über den Chaos Computer Club und die Themen Datenschutz, Überwachung und Demokratie 

Altersempfehlung: ab 14 Jahre
Klassenstufen: ab 9. Klasse 

Themen: Internet, Computer, Digitalisierung, Demokratie, Utopie, Fantasie, Idealismus, Meinungs- und Pressefreiheit, Diversität 
Lehrplanbezüge: Politik und Medien, Digitalisierung, Datenschutz
Unterrichtsfächer: Informatik, Gemeinschaftskunde, Politik, Ethik, Religion, Deutsch, Geschichte, Musik, Kunst

Zum Inhalt

Der Chaos Computer Club (CCC) ist weit mehr als eine Vereinigung von Nerds und Hackern. Seit seiner Gründung vor mehr als 30 Jahren agiert der CCC als Vermittler im Spannungsfeld technischer und sozialer Entwicklungen. Inzwischen wird sogar die Bundesregierung in Digitalisierungsfragen vom CCC beraten. Längst sind die Aktivisten zu anerkannten Experten für Themen wie Datenschutz, Netzneutralität, Zensur und Massenüberwachung geworden.

Immer wieder weist der CCC darauf hin, wie unverzichtbar es ist, die Digitalisierung aller Lebensbereiche kritisch zu begleiten und ihre Folgen – seien sie intendiert oder nicht – zu reflektieren. Zentraler Grundsatz des Chaos Computer Clubs ist die Freiheit von Wissen und Information auf der Basis demokratischer Entscheidungen. Jedes Jahr organisiert der CCC diverse Arbeitscamps und internationale Kongresse, um für ein paar Tage die Utopie einer radikal demokratischen Welt ohne Wissensgrenzen Wirklichkeit werden zu lassen. Seit 2017 findet der jährliche Kongress in Leipzig statt. Die Tickets sind immer Monate vorher ausverkauft.

Der vorliegende Dokumentarfilm ist ein verspielter und höchst informativer Versuch, die anarchische Vielfalt der Lebensformen zu beschreiben, die sich in den Hacker-Camps oder auf den Kongressen trifft. Wir blicken den Nerds, politischen Aktivistinnen und Aktivisten und „anderen galaktischen Lebensformen“ über die Schulter und erleben – ergänzt durch kurze
Animationssequenzen – was es heißt, die Gesellschaft nicht als gegebene Tatsache, sondern als gestaltbares Material zu betrachten, das es zu „hacken“ gilt. Ohne Glorifizierung, dafür mit viel Sinn für die inneren Widersprüche zeichnet der Film das Bild einer sehr eigenen (Sub-)Kultur, deren Themen längst zum Mainstream geworden sind.

Ein verspielter und höchst informativer Versuch, die anarchische Vielfalt der Wesenheiten zu beschreiben, die sich unter dem Schirm von Europas größter Hacker-Vereinigung, dem Chaos Computer Club, regelmäßig in Camps oder auf internationalen Kongressen trifft. Sandra Trostel blickt Nerds, politischen Aktivistinnen und Aktivisten, Makern und „anderen galaktischen Lebensformen“ über die Schulter und zeigt, ergänzt durch kurze Animationssequenzen, was es heißt, die Gesellschaft nicht als gegebene Tatsache, sondern als gestaltbares Material zu betrachten, die es zu „hacken“ gilt. Ohne Glorifizierung, dafür mit viel Sinn für die inneren Widersprüche zeichnet der Film das Bild einer sehr eigenen (Sub-)Kultur, deren Themen längst zum Mainstream geworden sind.



Luc-Carolin Ziemann





Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts


Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
América Erick Stoll, Chase Whiteside

Das Gesetz der Verantwortung ist unhintergehbar, unhinterfragbar: Drei Brüder aus Mexiko teilen sich die Pflege ihrer 93-jährigen Großmutter. Ein Beweisstück für den Humanismus.

América

Dokumentarfilm
USA
2018
76 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Erick Stoll, Chase Whiteside
Erick Stoll, Chase Whiteside
Erick Stoll
Erick Stoll, Chase Whiteside
Christian Giraud
Die äußerste Schicht besteht aus Küssen und Berührungen. Ein Film, eingehüllt in Zärtlichkeit, umgriffen von Gesten der Innigkeit, Empfindsamkeit und Herzlichkeit. Diego und seine beiden Brüder sind nach Colima, in den Westen Mexikos, zurückgekehrt, um ihre 93-jährige Großmutter zu pflegen. América heißt diese alte Frau mit den träumenden Augen und dem warmen Lächeln, die abends von den Brüdern ins Bett gebracht und zugedeckt wird, die morgens von ihnen gewaschen und angekleidet wird, die mittags von ihnen umsorgt, beschützt, umtanzt wird. Der Vater der Brüder sitzt im Gefängnis, die ökonomische Situation ist prekär und die Arbeit, die anfällt, ist uferlos. Aber die Würde des Menschen und das Gesetz der Verantwortung sind unhinterfragbar, unhintergehbar. Niemals – und koste es, was es wolle, koste es Geld, Zeit, Kräfte oder eine Schlägerei – würden Diego, Rodrigo und Bruno ihre Großmutter in ein Altersheim bringen.

Über einen Zeitraum von drei Jahren begleiteten die US-amerikanischen Regisseure Erick Stoll und Chase Whiteside die Familie und legen mit diesem intimen Film ein Debüt vor, das mehr ist als ein Dokument der Verantwortungsethik. Es ist, so müsste man es nennen, ein Beweisstück für den Humanismus.

Lukas Stern

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
And Arnaud Thomas Damas

Was ist mit Arnaud los, fragt sich Thomas Damas, der einen Film mit und über seinen alkoholsüchtigen Bruder dreht. Die Kamera soll zeigen helfen. Doch was, wenn sie plötzlich zurück zeigt?

And Arnaud

Dokumentarfilm
Belgien
2018
25 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Sébastien Andres
Thomas Damas
Caroline Marin
Léo Nguyen
Jérôme Swales
Thomas Damas
Louis Martin
Ein Film als Anlass, um jemandem näher zu kommen. In diesem Fall ist der Jemand der Bruder des Regisseurs, Arnaud, der sich schon seit einer ganzen Weile verrannt zu haben scheint, ein Problem mit dem Konsum von Alkohol entwickelt hat. Der reicht von ausgelassener Feierei mit Freunden über den alleinigen Abschuss in der Öffentlichkeit, am Flussufer, bis hin zur einsamen Session in der Wohnung. „Wir machen hier was über mich, aber was ist mit dir?“, fragt Arnaud einmal im Vollrausch.

Carolin Weidner

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Appalachian Holler

Dokumentarfilm
Deutschland,
USA
2018
29 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Matthias Lawetzky (Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main)
Matthias Lawetzky
Matthias Lawetzky
Matthias Lawetzky
Matthias Lawetzky
Matthias Lawetzky
Reich wird man nicht in den Bergen der Appalachen: „Sie versuchen es, aber meist sterben sie vorher“, heißt es hier. Das Ende der Kohleförderung hat die Bewohner der Berge mit den Folgeproblemen, der Umweltzerstörung und Arbeitslosigkeit weitgehend alleingelassen. Im gemeinsamen Musizieren – und sei es auf Esslöffeln – finden die Menschen an einem der entlegensten Orte der USA Halt und Würde.

Fabian Tietke

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Ash and Ember Manon Ott, Grégory Cohen

Ein Banlieue-Film jenseits abgenutzter Stereotypen, in dem man bemerkenswerten Menschen begegnet. Souveräne Einlassung zur europäischen Arbeitsgeschichte des vergangenen halben Jahrhunderts.

Ash and Ember

Dokumentarfilm
Frankreich
2018
72 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Céline Loiseau
Manon Ott, Grégory Cohen
Akosh Szelevényi
Manon Ott, Grégory Cohen
Pascale Hannoyer
Manon Ott, Grégory Cohen
Eine erwachende Stadt, in Szene gesetzt mittels majestätischem Schwarz-Weiß und ebenso sparsamen wie elaborierten Perkussionsklängen. Les Mureaux ist eine Banlieue westlich von Paris, hochgezogen in den 1960er Jahren, um die aus Subsahara-Afrika und dem Maghreb kommenden Menschen in nächster Nähe des großen Renault-Fertigungskomplexes in Flins-sur-Seine unterzubringen. Denn der ehemals staatliche Automobilbauer hatte in dieser Zeit einen unerschöpflichen Hunger nach Arbeitskräften. Als Malocher ließ es sich hier, wenn schon nicht gut leben, immerhin gut arbeiten. Später, im Mai 1968, gab es in Flins eine der langanhaltendsten Fabrikbesetzungen Frankreichs.

Heute herrscht in Les Mureaux eine seltsame Gleichzeitigkeit aus Traditionen und Brüchen. Ihren Protagonisten, in allfälligem Gegenwartspragmatismus existierend, begegnen Manon Ott und Grégory Cohen auf Augenhöhe und treiben so deren je eigene Vitalität hervor. Und welches Gehör! Aussagen, Erzählungen, Statements, die nicht nur Mitteilung sein wollen, sondern Sound, oder sagen wir: gelebtes Leben. Von den Arbeitskämpfen der Vergangenheit zur sozialen Unsicherheit der modernen Sklaven, Arbeitslosen und Zeitarbeiter erschaffen sie mit ihrem Film einen kollektiven Diskurs zur Kritik des Alltagslebens, der zugleich eine konzentrierte Einlassung zur europäischen Sozial- und Arbeitsgeschichte des vergangenen halben Jahrhunderts ist.

Ralph Eue


Nominiert für den Healthy Workplaces Film Award

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Atmahaú Pakmát Cameron Quevedo

Ein poetisch-politischer Film über Grenzziehungen und deren Folgen, den Überlebenskampf von Lehmziegel-Herstellern im mexikanisch-US-amerikanischen Grenzgebiet und den Zauber eines Flusses.

Atmahaú Pakmát

Dokumentarfilm
Mexiko,
USA
2017
24 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Cameron Quevedo
Jesús Gerdel
Jim Hickcox
Cameron Quevedo
Will Harrell
Die geplante Mauer zwischen den USA und Mexiko ist in aller Munde. Oft geht dabei unter, dass diese Grenzlinie an sich ein Konstrukt ist. Mitte des 19. Jahrhunderts musste Mexiko massive Gebietsverluste an den mächtigen Nachbarn im Norden hinnehmen. Seither verläuft die Demarkation entlang des Rio Grande. Ein poetisch-politischer Film über Grenzziehungen und deren Folgen, den Überlebenskampf von Lehmziegel-Herstellern im mexikanisch-US-amerikanischen Grenzgebiet und den Zauber eines Flusses.

Annina Wettstein

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Bay of Plenty Milva Stutz

Auf einer Plattform im Ozean trifft sich gelbe, belebte Masse. Deren primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale erweisen sich als transformativ. Ein seltsam erotisches Spiel beginnt.

Bay of Plenty

Animationsfilm
Schweiz
2018
12 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Milva Stutz
Milva Stutz
Lucia Cadotsch, Ludwig Wandinger
Milva Stutz, David Schlatter
Milva Stutz, David Schlatter
Milva Stutz
Lucia Cadotsch, Ludwig Wandinger
Die winzige Insel im Ozean wird zur Begegnungsstätte zweier merkwürdiger, gelber Figuren: Sie wackeln mit ihren Hintern und strecken ihre Brüste, Geschlechtsmerkmale verschieben sich, lösen sich auf, wachsen neu. Eine immerwährende Transformation, die auch noch neue Wesen hervorzubringen scheint. Plötzlich sind alle im Liebesrausch, schmusen miteinander und saugen an diversen Fortsätzen, eine große Verschmelzung kündigt sich an. Sexy und bizarr gleichermaßen.

Carolin Weidner

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Carlotta’s Face Valentin Riedl, Frédéric Schuld

Wie ein endloses albtraumhaftes Labyrinth auf der Suche nach dem richtigen Klassenzimmer verlief Carlottas Schulzeit. Eine Zeichenanimation über Gesichtsblindheit und die Rolle der Kunst.

Carlotta’s Face

Animationsfilm
Deutschland
2018
5 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Fabian Driehorst
Valentin Riedl, Frédéric Schuld
Simon Bastian
Frédéric Schuld
Valentin Riedl, Frédéric Schuld
Frédéric Schuld
Valentin Riedl, Frédéric Schuld
Simon Bastian
Wie ein endloses albtraumhaftes Labyrinth auf der Suche nach dem richtigen Klassenzimmer verlief Carlottas Schulzeit. Die verstörende Selbstverständlichkeit, in den Spiegel zu schauen und das eigene Gesicht nicht erkennen zu können, war ihr einsames Schicksal. Wie sie dazu kam, sich ihr eigenes Gesicht trotz der seltenen Krankheit vorstellbar zu machen, erzählt diese Zeichenanimation des Neurowissenschaftlers und Filmemachers Valentin Riedl, animiert und fotografiert von Co-Regisseur Frédéric Schuld.

Nadja Rademacher



Ausgezeichnet mit dem Mephisto 97.6-Publikumspreis

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Internationales Programm
Chez Jolie Coiffure Rosine Mbakam

Der Friseursalon „Jolie“ im Brüsseler Viertel Matonge ist Kontenpunkt für viele afrikanische Frauen. Hier wird nicht nur frisiert, sondern auch organisiert, diskutiert und geflirtet.

Chez Jolie Coiffure

Dokumentarfilm
Belgien
2018
70 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Geoffroy Cernaix, Rosine Mbakam
Rosine Mbakam
Rosine Mbakam
Geoffroy Cernaix
Rosine Mbakam, Loïc Villiot
Rosine soll reinkommen und bloß nicht ihre Sachen draußen stehen lassen – die Leute würden sich benehmen wie Junkies. Rosine folgt der Einladung, tritt ein und ist nun offizieller Gast im winzigen Friseursalon „Jolie“ im Viertel Matonge in Brüssel. Die Frauen, die hier arbeiten und bedient werden, kommen aus Afrika. Ihre Geschichten handeln von gefälschten Pässen und Fluchtwegen über Libyen, Syrien oder Griechenland, von zurückgelassenen Familien, belgischen Männern und komplizierten Liebesbeziehungen. Es ist ein Ort wie ein Aquarium. Bunte und dunkle Haarsträhnen, die an Tintenfische erinnern, werden gebürstet und geflochten. Das Geschäft ist umglast, immer wieder dringen die Geräusche der Einkaufspassage hinein, die Tür öffnet sich und ein kurzer Flirt mit einem Mann passiert. Zwischendrin brennt der Klebstoff für die Wimpernverlängerung am Augenlid, wird eine Tontine namens „Die Glühwürmchen“ gegründet, ein in afrikanischen Ländern verbreitetes Finanzwerkzeug der solidarischen Ökonomie. Der Salon fungiert als ganz reales, aber auch metaphorisches Bindeglied zwischen Afrika und Europa. Zugleich bedeutet er Schutzraum und Zuhause. Rosine Mbakam, selbst aus Kamerun, kam 2007 nach Belgien, um Film zu studieren. Dies ist ihre zweite lange Regiearbeit.

Carolin Weidner


Nominiert für den Healthy Workplaces Film Award

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Chris the Swiss

Dokumentarfilm
Kroatien,
Finnland,
Deutschland,
Schweiz
2018
90 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Samir (Dschoint Ventschr), Siniša Juričić (Nukleus Film), Heino Deckert (Ma.ja.de.), Iikka Vehkalahti (IV Films Ltd / p.s.72 productions)
Anja Kofmel
Marcel Vaid
Simon Guy Fässler
Stefan Kälin
Simon Eltz
Anja Kofmel
Daniel Hobi, Marco Teufen, Hrvoje Petek
Christian Würtenberg starb 1992 in Kroatien. Obwohl der junge Schweizer als Journalist gekommen war, trug er die Uniform einer internationalen Miliz, die auf kroatischer Seite im Bürgerkrieg kämpfte. Lange blieb rätselhaft, warum er selbst zur Waffe griff. Seine Cousine, die Filmemacherin Anja Kofmel, hat sich dieser Frage gestellt.

Sie befragt Weggefährten und ergänzt die dokumentarischen Aufnahmen mit düsteren, aufs Wesentliche reduzierten Animationssequenzen, die das narrative Gerüst des Films bilden. Tief eintauchend in die politischen Wirrungen zeichnet der Film nach, wie Chris Teil der nationalistischen, von Opus Dei unterstützten Söldner wurde. Ein politisch bis heute brisanter, visuell beeindruckender Krimi, der zeigt, wie schnell die persönliche Haltung im Krieg versehrt werden kann.

Luc-Carolin Ziemann


Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts und den MDR-Filmpreis; Schweizer Filmpreis 2019: Bester Dokumentarfilm, Beste Musik, Beste Montage

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Internationales Programm
Curiosity and Control Albin Biblom

Wilde Tiere faszinieren die Menschen. Die Tier-Präsentationsformen reichen von kunstvoll gestalteten Dioramen in Museen bis hin zu modernen und tiergerechteren zoologischen Gärten.

Curiosity and Control

Dokumentarfilm
Schweden
2018
58 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Adam Marko-Nord, Sara Waldestam
Albin Biblom
Goran Kajfes, David Österberg
Albin Biblom
Bernhard Winkler
Albin Biblom
David Österberg
Dioramen waren im 19. Jahrhundert eine Art Vorläufer des Kinos. Ausgestopfte Tiere aus fernen Ländern sollten in möglichst naturgetreuer Umgebung inszeniert werden. Der US-amerikanische Forscher und Bildhauer Carl Akeley gilt als Vater der Taxidermie. Anfang des 20. Jahrhunderts schuf er stilbildende Dioramen im Naturkundemuseum in New York. In den 1920er Jahren filmte er als Erster wilde Berggorillas und wurde vom Jäger zum engagierten Tierschützer. In seiner Biografie spiegelt sich nicht nur der gesellschaftliche Wandel im Umgang mit Tieren, sondern auch der technische Fortschritt.

Ausgehend vom Porträt des Pioniers Akeley geht „Curiosity and Control“ auf die Entwicklung von Tier-Präsentationsformen in naturhistorischen Museen und zoologischen Gärten ein und lotet kritisch verschiedene Sichtweisen aus. Was ist des Menschen Beziehung zur Fauna? Neugierde und Kontrolle prägen sie: Erstere hat seit den frühen Expeditionsreisen Forscher dazu getrieben, Tiere zu sammeln, zu besitzen, zu systematisieren – und vor dem Verschwinden zu bewahren. Besitz stellt jedoch auch Dominanz her. Dürfen andere Spezies gefangen gehalten werden? Egal wie „natürlich“ und tiergerecht die Zoo-Architektur gebaut ist: „Man erblickt etwas, das wie ein Elefant aussieht. Aber es benimmt sich nicht wie ein wilder Elefant“, sagt ein Zoodirektor. Ein weiteres Dilemma.

Annina Wettstein

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Daughter’s Mother

Dokumentarfilm
Ungarn,
Indien
2018
26 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
DocNomads European Masters, NoCut Film Collective
Arya Rothe
Arya Rothe
Arya Rothe
Arya Rothe
Isabella Rinaldi, Rudolf Várhegyi, Péter Attila
Ica steht noch mitten im Leben, aber zunehmend auch daneben. Die 65-Jährige von geistreichem, trockenem Humor eckt an wachsenden Erinnerungslücken an – die Stadt bietet ihr dafür ein sicheres Geländer durch den Alltag. Geduldig versucht Judit, die töchterliche Fürsorge in ihre Arbeitswelt und Dorfidylle einzupassen. Über Zwischenhalte beim Würfelspiel, im Einrichtungshaus und im „Café Alzheimer“ sucht sie nach einem gemeinsamen Zuhause für die unterschiedlichen Lebensbedürfnisse zweier eng Verbundener.

André Eckardt

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Days of Madness

Dokumentarfilm
Kroatien,
Slowenien
2018
74 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Oliver Sertić
Damian Nenadić
Miro Manojlović, Filip Sertić
Maja Šćukanec, Mladen Bađun, Damian Nenadić, Srđan Kovačević
Sandra Bastašić
Martin Semenčić
Kventiax, Seroquel, Rivotril, Prazine, Normabel … Wenn Mladen und Maja mit einer Mischung aus Abgeklärtheit und Wut all die psychoaktiven Substanzen aufzählen, die ihr Leben bestimmen und die ihre Körper mit ihren toxischen Nebenwirkungen kaputt machen, glaubt man sich in einem Gespräch über schrecklich penetrante Familienmitglieder. Zu ihrer langen und von zahllosen Klinikaufenthalten bestimmten Krankheitsgeschichte kommt hinzu, dass die echten Familienmitglieder, egal ob längst auf dem örtlichen Friedhof begraben oder als Elternpaar verächtlich aus dem Nebenzimmer herausschimpfend, ebenfalls nicht von ihnen ablassen. In enger Zusammenarbeit mit Mladen und Maja, die sich in Form videotagebuchartiger Nahaufzeichnungen selbst porträtieren, zeigt Damian Nenadić zwei Menschen, die von der Gesellschaft mit ihrem Leid allein gelassen wurden – oder deren Leid überhaupt erst durch diese hervorgebracht wurde. Majas Borderline-Störung diagnostizierten die Ärzte als Folge ihrer Transgender-Identität. Mladen, der mit Depressionen aus dem Jugoslawienkrieg heimkehrte, wurde von den Eltern erst einmal zum Priester geschickt. „Days of Madness“ schildert den schrittweisen Versuch, die Kontrolle über das von Psychiatrie, Familie und Kirche entwendete Leben ein Stück weit zurückzugewinnen. „Warum ist eine Borderline-Persönlichkeitsstörung eine Störung und Nationalismus nicht?“

Esther Buss


Nominiert für den MDR-Filmpreis

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