Filmarchiv

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“Hello,” We Lied

“Hello,” We Lied
Laura Gamse
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2020
Dokumentarfilm
USA
2020
12 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch

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Laura Gamse
Daydream Reels
Mike Diva
Bernard Myburgh
Mike Diva
Steven O’Brien
Lostboyevsky
Sony Cleveland
Greg Sinibaldi
Jesse Canterbury

Der Journalismus in den USA ist in der Krise. Jestin Coler, auch bekannt als „Fake-News-König“, hat höchstwahrscheinlich dazu beigetragen. Schlagzeilen seiner Satireseite wurden vom Mainstream aufgegriffen und geglaubt. Coler bezeichnet Fake News als Einstiegsdroge – und ironischerweise als Gegenmittel zugleich. Regisseurin Laura Gamse scrollt sich in ihrem Film durch Nachrichten und Memes und gibt damit einen eindrucksvollen Kommentar zum Zustand westlicher Gesellschaften ab.

Kim Busch
#
Umverteilen und Mitreden
Zustand der Welt
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Genius Loci 2020
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[Leipzig, Bahnhofsvorplatz] Stadtkabinett für Kulturarbeit Leipzig
Die hektische Stimmung auf dem Bahnhofsvorplatz hat sich in all den Jahren nicht verändert. Der unwirtliche Ort wurde schon 1988 mit allerschnellsten Schritten durchquert.
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[Leipzig, Bahnhofsvorplatz]

[Leipzig, Bahnhofsvorplatz]
Stadtkabinett für Kulturarbeit Leipzig
Genius Loci 2020
Dokumentarfilm
DDR
1988
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

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Stadtkabinett für Kulturarbeit Leipzig
Stadtkabinett für Kulturarbeit Leipzig

Romantische Eisenbahnfahrten? In schnellen Schnitten und Kameraschwenks zeigt sich der profane, hektische Alltag einer Großstadt, die für Romantik keine Zeit hat. Die „letzte Meile“ zum Ort des eigentlichen Aufbruchs wird im Laufschritt absolviert – per Taxi, Straßenbahn oder Bus. Ernste, müde und in sich gekehrte Gesichter wollen den unwirtlichen Bahnhofsvorplatz eilig hinter sich lassen.

Konstantin Wiesinger
#
Regional (Heeme)
Re-Visions 2020
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100 Jahre Kino Heinrich Sabl
Ein kurzer und kurzweiliger Streifzug durch 100 Jahre internationaler Kinogeschichte: Der Spaziergang eines bewegten Mannes führt aus der Zaubertrommel in legendäre Filmszenen.
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100 Jahre Kino

100 Jahre Kino
Heinrich Sabl
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
Deutschland
1994
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

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Heinrich Sabl
Heinrich Sabl
Hans Moser
Heinrich Sabl
Sven Pannicke

Das Kino wurde 100. Als wollte er Anlauf nehmen, ging Heinrich Sabl mit seiner Hommage einen kurzen Schritt zurück in die Vorgeschichte der Kinematografie. In einem Praxinoskop – 1877 von Émile Reynaud erfunden – geraten Einzelbilder in Bewegung. Ein Fußgänger nimmt diesen Trug zum Anlass, aus der Zaubertrommel hinaus durch Szenen der internationalen Filmgeschichte zu spazieren.

Ralph Eue
#
Gewitzt
Deutscher Wettbewerb 2020
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80.000 Schnitzel Hannah Schweier
Monika hat einen neuen Traum: Unermüdlich kämpft sie um den Fortbestand des maroden Gast- und Bauernhofs ihrer Großmutter. Eine Familienchronik und ein Film über Ziele im Leben.
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80.000 Schnitzel

80.000 Schnitzel
Hannah Schweier
Deutscher Wettbewerb 2020
Dokumentarfilm
Deutschland
2020
102 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

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Hannah Schweier
Stefan Sporbert
Stefanie Reinhard
Romy Steyer
Johannes Kunz
Ella Zwietnig
Hannah Schweier

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Das geliebte „Zollhaus“ von Oma Berta steht kurz vor dem Ruin. Ihr ganzes Leben hat sie dem Gast- und Bauernhof gewidmet. Nun soll ihre Enkelin Monika, die Schwester der Filmemacherin, den hoch verschuldeten Familienbetrieb in der Oberpfalz übernehmen. Was bringt Monika dazu, ihre bisherigen Pläne aufzugeben und aufs Land zur Großmutter zu ziehen? Die Regisseurin beschließt, ihre Schwester bei diesem vermeintlichen Sisyphus-Unterfangen ein Jahr lang zu begleiten.

Monika steckt ihre gesamte Energie in den maroden Hof und ist immer wieder konfrontiert mit dessen Geschichte: Oma Bertas Schnitzel waren legendär. Doch von ausgelassenen Abenden im voll besetzten Gasthaus ist allein noch die Musikbox übrig geblieben. Berta musste ihren Mann, zwei ihrer Söhne und einen Enkel beerdigen. Sie ist keine Frau der zarten Worte und schonungslos direkt. Das führt bald zu Konflikten. Die Regisseurin schaut ihrer unermüdlichen Schwester dabei anfangs fassungslos zu. Aber immer besser versteht sie, dass Monika mit dem Zollhaus einen neuen Traum gefunden hat. So gelingt ihr ein intimer Einblick in eine Familienchronik. Der Film konfrontiert uns mit der universellen Frage, wann es an der Zeit ist, Träume zu leben, und wie schnell diese Zeit vorbei sein kann.

Annina Wettstein
Nominiert für: Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts, DEFA Förderpreis, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, Gedanken-Aufschluss-Preis
#
Natur in Bearbeitung
Umverteilen und Mitreden
Familienbande
Ländlich vs. urban
Kleine Welten, große Menschen
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A Black Jesus

A Black Jesus
Luca Lucchesi
Wettbewerb um den Publikumspreis 2020
Dokumentarfilm
Deutschland
2020
92 Minuten
Englisch,
Französisch,
Italienisch
Untertitel: 
Englisch

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Luca Lucchesi
Léa Germain
Wim Wenders
Eric Friedler
Silke Schütze
Christa Auderlitzky
Eric Friedler
Francesco Vitaliti
Roy Paci
Luca Lucchesi
Luca Lucchesi
Edoardo Morabito
Hella Wenders
Luca Lucchesi

In Siculiana, einem sizilianischen Städtchen mit abblätternden Fassaden, wird Religiosität selbstverständlich gelebt. Und selbstverständlich ist die hier verehrte Jesus-Christus-Figur schwarz, schon immer. An die dunkelhäutige Nachbarschaft im Flüchtlingslager können sich manche allerdings nicht gewöhnen. Die Kamera begleitet Einheimische und Gestrandete auf ihren Wegen, die oft zur Kirche, aber nicht unbedingt zusammenführen, und zeichnet dabei eine Art Stadtkarte in Schwarz-Schwarz-Kontrasten.

Es sei still geworden in Siculiana, erzählt ein Ortsansässiger. Die lauten Demonstrationen gegen die zum Auffanglager für Flüchtlinge umgewidmete Villa Sikania meint er nicht. Und schon gar nicht das bunte Treiben, das die Stadt alljährlich erfasst, wenn sich die Gläubigen auf das Fest der Kreuzauffindung vorbereiten. Dann hängt man das „Benvenuti“-Schild auf. Aber für wen gilt dieses Willkommen? Pomp und Circumstance der Feierlichkeiten stehen im Zentrum eines filmischen Gemeinschaftsporträts, in dem das vorgeblich Gemeinsame in Stimm- und Hautfarben zerfällt: zwischen den Schwarzen aus der Fremde und dem Schwarzen am Kreuz, der sich – so eine ältere Dame – zwecks Inkorporation der menschlichen Sünden habe „verdunkeln“ müssen. Zwischen einer zur Kulisse stilisierten, vergreisenden Stadt und Gottes zugereisten, Zukunft versprechenden Kindern, die wieder Leben in die Gassen bringen könnten.
Sylvia Görke
Nominiert für: Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts
#
Sinn und Sein
Ländlich vs. urban
Zustand der Welt
Umverteilen und Mitreden
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A New Shift

Nová šichta
Jindřich Andrš
Wettbewerb um den Publikumspreis 2020
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2020
90 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit, Englisch

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Jindřich Andrš
Miloš Lochman
Augustina Micková
Studio Bystrouška
Czech Television
Tomáš Frkal
Jindřich Andrš
Lukáš Janičík
Šimon Herrmann
Eliška Cílková

Für Tomáš ist die Mine neben Fußball, seinen Kindern und dem gemütlichen Feierabendbier das Zentrum seines Lebens. 21 Jahre lang arbeitet der 44-Jährige als Bergmann, bis die Mine aus wirtschaftlichen Gründen schließen muss. Tomáš macht daraufhin eine Umschulung zum Programmierer im passend benannten Bildungsangebot „Neue Schicht“. Was er noch nicht weiß: Seine neuen Kenntnisse allein werden noch nicht aus der Krise führen. Ein Film vom Tauziehen mit dem Schicksal und dem Arbeitsmarkt.

Im ständigen Auf und Ab der Jobsuche beweist Tomáš ein beeindruckendes Durchhaltevermögen, auch kritischen Stimmen in seinem Umfeld zum Trotz. Seine hoffnungsvolle Art führt dazu, dass er von den Lokalnachrichten immer wieder als Positivbeispiel für gelungene Reintegration gezeigt wird – lange bevor vom Gelingen überhaupt die Rede sein kann. Der erste abendfüllende Film von Jindřich Andrš ist eine ebenso ruhige wie mitreißende Beobachtung. Er begleitet seinen liebenswerten Protagonisten auf behutsame Weise und schafft es, die verzwickte Jobsituation mit Würde und Mitgefühl darzustellen. Es wird deutlich, dass Arbeitslosigkeit und Jobmangel längst keine Phänomene mehr sind, die nur am Rande unserer Gesellschaften auftreten. Sie gehören zu einer Normalität, mit der sich ein Großteil der Menschen auseinandersetzen muss.
Kim Busch
Nominiert für: MDR-Film-Preis
#
Umverteilen und Mitreden
Zustand der Welt
Kleine Welten, große Menschen
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Re-Visions 2020
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Achilles Barry Purves
Stellungskrieg um Troja, die Helden sind bekannt. Die von antiker Formensprache inspirierte Anverwandlung einer Sage des Klassischen Altertums wagt explizite Bilder für Erwachsene.
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Achilles

Achilles
Barry Purves
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
UK
1995
11 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

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Barry Purves
Glenn Holberton
Channel Four
Bare Boards Productions
Barry Purves
Barry Purves
Leo Casserley
Nigel Hess

Der Gewinner der ersten goldenen „Animationstaube“: Neun Jahre Krieg zwischen Griechen und Trojanern sind ins Land gezogen. Der impulsive Patroklos, Waffen- und Bettgefährte des eher kampfesmüden Achill, glaubt, dass der Sieg anders zu erringen sei. Die Tragödie nimmt ihren Lauf – so, wie sie uns die Sagen des Klassischen Altertums überlieferten, aber ergänzt um das, was dort unausgesprochen blieb.

Ralph Eue
#
Poesie und Grenzgänge
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Ain’t No Time for Women

Y’a pas d’heure pour les femmes
Sarra El Abed
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2020
Dokumentarfilm
Kanada
2020
19 Minuten
Arabisch,
Französisch
Untertitel: 
Englisch

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Sarra El Abed
Isabelle Grignon-Francke
Pierre Brouillette-Hamelin
Catherine Lefebvre
Jordan Choinière
Ilyaa Ghafouri
Ilyaa Ghafouri

Der Frisiersalon „Saïda“ ist ein Raum, in dem offen gesprochen, gelacht und gestritten wird. Dabei geht es nur selten um Haare. Als die Präsidentschaftswahlen in Tunesien anstehen, entwickelt sich der Laden zur politischen Arena, in der sich die Frauen – egal ob jung oder alt, konservativ oder modern eingestellt – Diskussionen über das Für und Wider der Amtsanwärter hingeben. Ihre klugen und humorvollen Einlassungen spiegeln eine junge Demokratie mit all ihren Rissen und Verwerfungen.

Luc-Carolin Ziemann
#
Gewitzt
Umverteilen und Mitreden
Zustand der Welt
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AIVA

AIVA
Veneta Androva
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2020
Animationsfilm
Deutschland
2020
13 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch

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Veneta Androva
Veneta Androva
Veneta Androva
Veneta Androva
Veneta Androva
Nadia D’Alò
Benedikt Frey
Vivienne Pettitt

AIVA ist Künstlerin, belebt durch Algorithmen. Vor allem aber ist sie die ernüchternd beschränkte männliche Tech-Vision davon, wie mehr Diversität im Kunstbetrieb aussehen könnte. In ihrer Malerei bevorzugt AIVA die Vertikale, man feiert Erfolge. Eine „Kunst-Doku“ lässt an ihrem Schaffen teilhaben und nimmt blauäugig jedes Klischee mit. Präzise beobachtet, mit reduzierten Gesten und zielsicherem Witz reflektiert Veneta Androva in ihrer computeranimierten Zukunftsfiktion einen Istzustand.

André Eckardt
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
#
Umverteilen und Mitreden
Zustand der Welt
Gewitzt
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Alice’s Four Stories

Les quatre récits d’Alice
Myriam Jacob-Allard
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2020
Dokumentarfilm
Kanada
2019
5 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch

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Myriam Jacob-Allard
Myriam Jacob-Allard
Myriam Jacob-Allard
Myriam Jacob-Allard
Myriam Jacob-Allard
Bruno Bélanger
Claire Jacob
Myriam Jacob-Allard
Sylvain Cossette
Alice Gervais

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Zeugenschaft versus „prosthetic memory“: Die Regisseurin synchronisiert vor einem Greenscreen die über zehn Jahre gesammelten Tonaufnahmen ihrer Großmutter, in denen die alte Dame rekapituliert, wie sie als Kind einem Wirbelsturm begegnete. Während sich die Details ihrer Erinnerung durch wiederholtes Erzählen im Lauf der Zeit verändern, suggeriert das Found-Footage aus Spiel- und Katastrophenfilmen, Wetterberichten und Landschaftsbildern das mediale Miterleben der Ereignisse.

Borjana Gaković
#
Familienbande
Gewitzt
Poesie und Grenzgänge
Kleine Welten, große Menschen
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Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2020
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Appropriation Takes You on a Weird Ride Nina Fischer, Maroan el Sani
Eine medienhistorische Befragung der deutschen Faszination für das kolonialistische Konstrukt „Indianer“, die bis hin zu dessen Instrumentalisierung durch die „Neue Rechte“ führt.
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Appropriation Takes You on a Weird Ride

Appropriation Takes You on a Weird Ride
Nina Fischer, Maroan el Sani
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2020
Dokumentarfilm
Deutschland
2020
20 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

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Nina Fischer
Maroan el Sani
Nina Fischer
Maroan el Sani
Edith Russ Haus for Media Art
Hannes Hoelzl
Britt Tully
Christoph Bach
Moritz Hossli
Jochen Jezussek
Nina Fischer
Bruno Gola
Maroan el Sani
Kathrin Hunze
Maroan el Sani
Nina Fischer
Matthias Biber

Teils rhetorisch, teils ironisch, teils tiefgründig wird die merkwürdige, dreihundert Jahre alte Beziehung der Deutschen zu ihrer stereotypen Vorstellung von der Urbevölkerung Amerikas verhandelt. Dazu gehört auch die Frage, wie die Zuschauenden selbst zu diesem ominösen Faszinosum stehen. Als Kulisse und Ausgangspunkt einer schwebenden Fahrt durch die Geschichte vielfältiger Klischees dient die Ruine der ehemaligen US-Botschaft in Ostberlin, in der 1986 eine Ausstellung zum Thema stattfand.

Borjana Gaković
#
Poesie und Grenzgänge
Umverteilen und Mitreden
Zustand der Welt
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Areum Married

Parkkangareum gyeolhonhada
Areum Parkkang
Wettbewerb um den Publikumspreis 2020
Dokumentarfilm
Südkorea
2019
86 Minuten
Englisch,
Französisch,
Koreanisch
Untertitel: 
Englisch

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Areum Parkkang
Moonkyung Kim
Areum Parkkang
Seong Heo
Areum Parkkang
Moonkyung Kim
Areum Parkkang
Areum Parkkang
Nayoon Lim
Lang Lee
De_bong

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Ein paar Jahre nach ihrer Heirat mit Seongman beschließt Areum, zum Studieren nach Frankreich zu gehen, um endlich die Art von Filmen machen zu können, die in Korea so nicht möglich sind. Seongman hat in Frankreich jedoch nichts zu tun, und da er auch kein Französisch versteht, wird er langsam depressiv. Ein gemeinsames Projekt soll gegen das Heimweh helfen. Sie eröffnen das Ein-Tisch-Restaurant „Oegil“, um Expats aus Südkorea mit kulinarischen Erinnerungen an die Heimat zu versorgen.

Zum Filmemachen kommt Areum so natürlich nicht. Als sie schwanger wird, droht endgültig das große Chaos auszubrechen. Nach der Geburt konzentriert sie sich endlich auf ihr Studium und Seongman übernimmt die Rolle des Hausmanns – die ihn so überfordert, dass er in Streik tritt. In diesem herausfordernden Alltag gilt es, sich als Frau, Künstlerin, Mutter und Ehepartnerin zu behaupten. Das feministische Narrativ bestimmt den Blick, mit dem Areum Parkkang in diesem zweiten Teil ihres autobiografischen Filmprojekts ihr eigenes Leben, dessen Komik, Tragik und Planungsunsicherheit unter die Lupe nimmt. Der Tonfall bleibt durchgehend charmant, und die Energie der reflektierten Selbstbeschau ist mitreißend. Offensiv lässt Areum teilhaben am Hin und Her einer selbstständigen Filmemacherin zwischen Festival-Pitchings, Heimweh und Wickeltisch.
Lina Dinkla
#
Umverteilen und Mitreden
Gewitzt
Familienbande
Liebe/ohne Liebe
Kleine Welten, große Menschen
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Kids DOK 2020
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Arshan – Der kleine Sopran Nora Ehrmann, André Hörmann
Arshan ist zehn Jahre alt und träumt davon, Opernsänger zu werden. Als in seiner Stadt die Proben für eine Opernaufführung beginnen, geht er mit klopfendem Herzen zum Casting.
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Arshan – Der kleine Sopran

Arshan – Der kleine Sopran
Nora Ehrmann, André Hörmann
Kids DOK 2020
Dokumentarfilm
Deutschland
2019
25 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine

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Nora Ehrmann
André Hörmann
Heike Kunze
RBB Rundfunk Berlin-Brandenburg
Fridolin Schöpper
Mikki Willis
Vincent Assmann
Mathias Ludwig

Klassische Musik ist super, findet der zehnjährige Arshan. Er lebt mit seiner Familie auf einer Ranch in Kalifornien. Er hilft, die Kühe zu füttern, er unterstützt im Haushalt. Doch in jeder freien Minute trainiert er seine Stimme. Arshans großer Traum ist es, Opernsänger zu werden. Als in seiner Stadt Mitwirkende für eine Opernaufführung gesucht werden, geht er mit klopfendem Herzen zum Casting.

#
Kleine Welten, große Menschen
Familienbande
Deutscher Wettbewerb 2020
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Atomkraft Forever Carsten Rau
Bildgewaltige und gleichzeitig nüchterne Bestandsaufnahme zum Nullsummenspiel zwischen Klimawandel und nuklearem Gau: ohne jede Dramatisierung und dennoch zutiefst verstörend.
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Atomkraft Forever

Atomkraft Forever
Carsten Rau
Deutscher Wettbewerb 2020
Dokumentarfilm
Deutschland
2020
94 Minuten
Deutsch,
Französisch
Untertitel: 
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit

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Carsten Rau
Hauke Wendler
Carsten Rau
SWR Südwestrundfunk
NDR Norddeutscher Rundfunk
Georg Gruber
Kai Henkel
Timo Grosspietsch
Andrzej Krol
Carsten Rau
Stephan Haase
Augusto Castellano
Ketan Bhatti
Vivan Bhatti

Dieser genaue und nüchterne Blick auf das Thema Atomkraft beginnt da, wo Deutschland steht: beim Abschalten. Gerade weil dem Film jeder Alarmismus fehlt, wird das Alarmierende der Situation deutlich. Der nukleare Albtraum ist nicht zu Ende, eine sichere Endlagerung nicht in Sicht. Dennoch scheint die „saubere“ Kernenergie, befördert durch den Kohleausstieg, für viele wieder eine Option zu sein. Der Schrecken des Klimawandels sticht den Schrecken des atomaren GAUs. Ein Nullsummenspiel.

Carsten Rau gelingt es meisterhaft, die aufgeheizte Debatte in aller Ruhe zu sondieren. Er spricht mit Menschen, die alle von und mit der Atomkraft leben. Sehr bewusst setzt er sie, egal ob Ingenieur, Wissenschaftlerin oder Wirtin, mit genau der gleichen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Nonchalance in Szene. Erzählt wird ohne Dramatisierung, aber mit bestechend „schönen“ Bildern, die durchaus die Faszination für diese Technologie nachvollziehbar machen. Wenn sich dann noch hippe französische Atomingenieure in die Front der Klimaschützer einreihen wollen, zeigt sich, wie falsch die Rede von einem „alternativlosen Weg“ heute ist und immer schon war. Es formt sich das Porträt einer Gesellschaft, die sehenden Auges eine Sackgasse betreten hat und erst langsam realisiert, dass sie sich mit jedem Schritt weiter vom Ausgang entfernt.
Luc-Carolin Ziemann
Nominiert für: DEFA Förderpreis, Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, Gedanken-Aufschluss-Preis, Young Eyes Film Award
#
Natur in Bearbeitung
Zustand der Welt
Umverteilen und Mitreden
Download Film Details PDF
Kids DOK 2020
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Autumn Winds, Spring Winds and Two Doves Sadegh Javadi Nikjeh
Ein Junge begibt sich auf eine beschwerliche Reise zu seiner Freundin. Eine Taube und ein Pferd helfen ihm dabei, an sein Ziel zu kommen. Nach einem iranischen Kinderbuch.
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Autumn Winds, Spring Winds and Two Doves

Badhaye paeezi, badhaye bahari va do kabootar
Sadegh Javadi Nikjeh
Kids DOK 2020
Animationsfilm
Iran
2020
8 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

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Sadegh Javadi Nikjeh
Mohammadreza Karimisaremi

Eine poetische Reise, basierend auf einem iranischen Kinderbuch. Ein Junge und ein Mädchen sind weit voneinander entfernt und vermissen sich. Mit dem Schiff will er zu ihr fahren, doch dann bringt der Herbststurm alles durcheinander. Die Taube wartet nicht bis zum Frühling und hilft, damit Junge und Mädchen sich finden. Auch das Pferd versucht, die beiden wieder zueinander zu führen.

#
Poesie und Grenzgänge
Liebe/ohne Liebe

Avalon

Dan sak sit
Thunska Pansittivorakul
Camera Lucida – Außer Konkurrenz 2020
Dokumentarfilm
Thailand
2020
63 Minuten
Thai
Untertitel: 
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit

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Thunska Pansittivorakul
Jürgen Brüning
Jürgen Brüning
Thunska Pansittivorakul
Thunska Pansittivorakul
Thunska Pansittivorakul
Space 360

Perth hat den Kontakt zu Poon abgebrochen. Geblieben sind Aufnahmen, die das Sexleben der beiden Männer zeigen. Perth war Poons zwanzig Jahre jüngerer Kameramann. Dessen Bilder, so imposant wie intim, beinhalten Anfang und Ende einer Beziehung, denen sich Thunska Pansittivorakul für „Avalon“ erneut stellt. Eine schmerzliche Rückschau, die existenzielle Fragen aufwirft und unmittelbar ergreift.

„Sex gilt in Thailand als schändlich, sündig, widerwärtig und ist kein Gegenstand öffentlicher Gespräche. Sex ist ein persönliches und privates Mysterium, das sich nur denen offenbart, die gemeinsam an ihm teilnehmen.“ So kommentiert Thunska Pansittivorakul seinen Film, mit dem er genau jenes Tabu großzügig unterwandert. In ihm treffen nicht nur zwei Männer aufeinander, die sich in expliziten Posen vereinigen – auch Adolf Hitler und König Rama der VII. präsentieren sich auf einem Berliner Flughafen, die zarte Serenade eines Thai-Prinzen (angeblich Ausdruck der unerwiderten Liebe für eine ausländische Prinzessin) tritt in Dialog mit den überbordenden elektronischen Kompositionen des thailändischen Musikers Space360. Und immer wieder fliegen die Flugzeuge am Horizont, die von Ferne und Verlassen künden. „Du hast meinen Schwanz mal mehr gemocht. Erinnerst du dich nicht?“
Carolin Weidner
#
Poesie und Grenzgänge
Kleine Welten, große Menschen
Liebe/ohne Liebe