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Nothing to Be Afraid Of

Dokumentarfilm
2019
72 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Stéphane Jourdain
Silva Khnkanosian
Vahagn Ter-Habobyan
Justine Hiriart
Paruyr Baghyan
Fünf Frauen arbeiten sich in einem steilen Waldgelände mühselig voran: Im Auftrag einer NGO entschärfen sie Landminen. Seit dem Krieg in Bergkarabach Anfang der 1990er Jahre ist das bis heute umstrittene Gebiet verseucht. Bei der manuellen Räumung sind Sorgfalt und Geduld höchstes Gebot, Gewohnheitseffekte ihr Feind. Schnelligkeit wäre hier eine Kategorie mit fatalen Konsequenzen: Jede Sprengfalle, die übersehen wird, kann einen Menschen das Leben kosten.

Der beobachtende Dokumentarfilm passt den Erzählrhythmus der Langsamkeit und Akribie der riskanten Arbeit an. Der Blick der Frauen ist zu Boden gerichtet, während sie geduldig jeden Quadratzentimeter absuchen und verdächtige Stellen freigraben. Genauso aufmerksam erkundet die Kamera ihre Tätigkeiten, nimmt Details in den Fokus. Nach und nach erschließt sich so die Systematik der Abläufe. Nur das Piepsen der Metalldetektoren und ein gelegentliches Pfeifen durchbrechen die Stille. Verstummt scheint der Wald nach den langen Kriegsjahren. Aber dann erschrecken wir plötzlich über die kontrollierte Detonation einer aufgespürten Mine. Welche Wohltat ist für alle der Abend in der gemeinsamen Unterkunft in gelöster Stimmung! Beim gemeinsamen Kochen und Essen stellt sich Leichtigkeit ein. Die stets präsente Angst ist vorübergehend im Wald zurückgelassen.

Annina Wettstein

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Village of Women

Dokumentarfilm
2019
92 Minuten
Untertitel: 
englische
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Stéphane Jourdain (La Huit), Tsovinar Soghomonyan (Hayk Studio), Thierry Barbedette (TV 78)
Tamara Stepanyan
Nils Økland, Sigbjørn Apeland, Narine Harutyunyan, Grigor Narekatsi, Cynthia Zaven, Edouard Mirzoyan
Robin Fresson, Tamara Stepanyan
Olivier Ferrari, William Wojda
Harutyun Mangasaryan, Tamara Stepanyan, Jean-Marc Schick
Die Frauen geben den Ton an in diesem armenischen Dorf. Sie pflügen, bringen die Ernte ein, fahren die Traktoren. Sie kochen, sie essen zusammen, sie lachen und singen. Das Leben verläuft in einem geschmeidigen Rhythmus, obwohl ein wenig Melancholie über vielen Gesprächen zu liegen scheint. Die Abwesenheit der Männer wird im Dorf ertragen wie ein Naturphänomen. Die Frauen haben gelernt, sich zu arrangieren. Schwierigkeiten lösen sie gemeinsam. Bis auf einige Alte verbringen alle männlichen Dorfbewohner neun Monate des Jahres in Russland, um dort zu arbeiten. In Armenien fehlen die Jobs. Nur im Winter sind die Familien komplett. Schon wenn sich der Herbst verabschiedet, beginnt sich die Stimmung im Dorf zu verändern. Die Rückkehr der Männer bringt Aufregung und Freude, aber auch Unsicherheiten und Veränderungen mit sich. Nach den ausgelassenen Begrüßungsfeiern fängt ein neuer Alltag an, in dem Ehepaare plötzlich wieder beisammen sind, Kinder mit ihren Vätern spielen und die Frauen einen Teil ihrer Arbeitslast endlich wieder in anderen Händen wissen. Aber Jahr für Jahr müssen auch Verantwortlichkeiten neu aufgeteilt werden.

Regisseurin Tamara Stepanyan gelingt ein warmherziges, sehr stilsicheres Porträt einer weiblichen Schicksalsgemeinschaft, die ihre schwierigen Lebensumstände mit viel Humor, Herzenswärme und einer ordentlichen Portion gelebtem Feminismus trägt.

Luc-Carolin Ziemann

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

The Moon the Sun and the Musketeers

Dokumentarfilm
2017
20 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Erika Winkler (Doc Nomads, Golden Apricot)
Vahagn Khachatryan
Vahagn Khachatryan, Rajan Kathet
Tigran Baghinyan, Vahagn Khachatryan
Vahagn Khachatryan
Vasco Pimentel, Katherina Harnack
Schön ist der bepflanzte Steinkübel, der unter einer Arkade steht, während auf der Straße jemand versucht, den Motor seines Fahrzeugs anzuwerfen. Und was ist das da, hinter der Säule? Der Schwanz eines Hundes? Mit unauffälligen, doch wohlkomponierten Bildern hat man es hier zu tun, in welche sich die Menschen (zumeist alte) einfügen – ruhig und in Eigenart. Sie rubbeln Lose und hacken Holz, trinken Kaffee und sitzen auf Bänken. Bis nachts das Dorf heimgesucht wird …

Carolin Weidner

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Anima für Kinder
Quantum Jump Hayk Sahakyants

Der kleine Mönch darf noch nicht an der Ausbildung im Kloster teilnehmen. Stattdessen muss er den Boden putzen. Dabei geht die Fantasie ein wenig mit ihm durch ...

Quantum Jump

Animationsfilm
2013
7 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
David Sahakyants
Hayk Sahakyants
Vasili Filatov
Hayk Sahakyants
Hayk Sahakyants
Hayk Sahakyants
Vardan Zadoyan
Vasili Filatov
Der kleine Mönch darf noch nicht an der Ausbildung im Kloster teilnehmen. Stattdessen muss er den Boden putzen. Dabei geht die Fantasie ein wenig mit ihm durch und er bekommt Ärger. Als er aber den alten Meister und dessen Schüler beim Meditieren beobachtet, will er es dann doch endlich mal auf eigene Faust ausprobieren.

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.