Filmarchiv

Retrospektive
Aus dem Alltag in der DDR: Dritter Versuch einer Rekonstruktion Carlheinz Caspari

Reenactments (samt ideologischer Einordnung) aktueller Geschehnisse in der DDR für das BRD-Fernsehen.

Aus dem Alltag in der DDR: Dritter Versuch einer Rekonstruktion

Dokumentarfilm
1971
88 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Carlheinz Caspari
Walter Fehdmer, Günter Selbach
Wolfgang Skerhutt
Joachim Zweinert
Christian Dreyer
Reenactments (samt ideologischer Einordnung) aktueller Geschehnisse in der DDR für das BRD-Fernsehen: Primetime im Kalten Krieg.

Olaf Möller

Lob des Revolutionärs

Dokumentarfilm
1971
4 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH
Helmut Wietz, Piu Lieck, David Slama
David Slama
Ein Meer (vielleicht auch nur ein Binnensee) von roten Fahnen. Ein bisschen Pekingoper auf den Straßen der alten Bundesrepublik um 1970. Es könnte ein Wahlspot sein, denn ein Insert wirbt für eine Revolutionäre Deutsche Arbeiterpartei. Ironisch? Vielleicht. Der Film ist jedenfalls in Cinemascope und gekostet hat er 10.220 DM, wie den Abrechnungsunterlagen im Archiv der Deutschen Film- und Fernsehakademie zu entnehmen ist.

Ralph Eue

Von Eurem Geist

Dokumentarfilm
1971
19 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Wolfgang Bartsch
Reiner Bredemeyer
Georg Kilian
Wolfgang Bartsch, Fritz Gebhard
Ein kurzes dokumentarisches Biopic über den Führer der deutschen und internationalen Arbeiterklasse Karl Liebknecht (1871–1919) – über seinen unbeugsamen Willen und seinen unerschrockenen, konsequenten Kampf gegen imperialistische Kriegstreiberei.

Ralph Eue
Alltag in der DDR
Damit wir glücklich leben W.-K. Krekow, Konrad Hildebrand

„Bei Ausschachtungsarbeiten in Dresden wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Das Leben ist bedroht.“ (Fotokino-Magazin, 1/1972)

Damit wir glücklich leben

Dokumentarfilm
1971
6 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
Amateurfilmkollektiv VEB Reglerwerke und Elektromat Dresden
W.-K. Krekow, Konrad Hildebrand
„Bei Ausschachtungsarbeiten in Dresden wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Das Leben ist bedroht. Sprengmeister Hauptmann Wahl übernimmt die gefährliche Aufgabe, sie zu entschärfen. Er tut es, damit wir glücklich leben.“ (Fotokino-Magazin, 1/1972)

Jabberwocky

Animationsfilm
1971
14 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Marta Šichová, Jiří Vanek, Erna Kmínková
Jan Švankmajer
Zdeněk Liška
Helena Lebdušková
Vlasta Pospíšilová
Zdeněk Liška
Jedes Ding hat einen Nutzen. Und ein Leben darüber hinaus. Ein Schrank zieht durch den Wald und birgt in sich ein Kinderzimmer. Hier liefern sich Spielzeugpuppen und Haushaltsgegenstände eine überdrehte, destruktive Show, begleitet von Lewis Carrolls „Jabberwocky“-Gedicht. Jan Švankmajers Inszenierung gilt als Klassiker der surrealen Objektanimation.

Ines Seifert
Zeitkino
Der Löwe Balthasar Kurt Weiler

Um herrlich zu basteln, genügen alte Schachteln, Kleber und Farbe. Im Nu entstehen Tiere – sogar ein ganzer Zoo. Leider ist der Löwe äußerst gierig geraten. Balthasar verschlingt alles, sogar den Mond.

DDR

GDR
1971

Der Löwe Balthasar

Animationsfilm
1971
13 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA-Studio für Trickfilme
Kurt Weiler
Manfred Pieper
Erich Günther
Thea Busch
Erich Günther, Kurt Weiler, Christa Kozik
Heinz Kaiser
Gerry Wolff
Um herrlich zu basteln, genügen alte Schachteln, Kleber und Farbe. Im Nu entstehen Tiere – sogar ein ganzer Zoo. Leider ist der Löwe äußerst gierig geraten. Balthasar verschlingt alles, sogar den Mond. Die Feuerwehr entdeckt aber in seinem Käfig alle gestohlenen Gegenstände. Nun hilft nur noch eins …

Nadja Rademacher
Animadok aus Ungarn
Order in the House Péter Szoboszlay

Die Hauptfigur der Geschichte ist ein wütender Hausmeister, der diktatorische Methoden anwenden will, um die jungen Mieter in „seinem“ Haus dazu zu bringen, die Haare kurz zu tragen und abends zeitig heimzukommen. Der Film basiert auf einem gefälschten Radio-Interview.

1971

Order in the House

Animadok
1971
5 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Péter Szoboszlay
Rudolf Tomsits
Irén Henrik
János Czipauer
Péter Szoboszlay, Klári Paál
Péter Szoboszlay
István Bélai
Die Hauptfigur der Geschichte ist ein wütender Hausmeister, der diktatorische Methoden anwenden will, um die jungen Mieter in „seinem“ Haus dazu zu bringen, die Haare kurz zu tragen und abends zeitig heimzukommen. Der Film basiert auf einem gefälschten Radio-Interview.

Anna Ida Orosz

Lesesaal

Dokumentarfilm
1971
15 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Hans-Eberhard Leupold
Dieter Rumstieg
Hans-Eberhard Leupold
Hans-Eberhard Leupold
Länderfokus Ex-Jugoslawien
Uprising in Jazak Želimir Žilnik

Einer der Top-Regisseure des jugoslawischen Kinos, provokativ, klar, mutig und mit einem großartigen Sinn für Humor, stellt uns hier die alten Einwohner eines Dorfes und ihre faszinierenden Geschichten vor.

Uprising in Jazak

Dokumentarfilm
1971
18 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Panfilm
Želimir Žilnik
Milivoje Milivojević
Kaća Stojanović
Želimir Žilnik
Einer der Top-Regisseure des jugoslawischen Kinos, provokativ, klar, mutig und mit einem großartigen Sinn für Humor, stellt uns hier die alten Einwohner eines Dorfes und ihre faszinierenden Geschichten vor. Bemerkenswert ist, mit welcher Meisterschaft Žilnik „Talking heads“ auf ein höheres Level bringt, auf dem sich Leichtigkeit einstellt.
Rada Šešić

Versuch über Schober

Dokumentarfilm
1971
23 Minuten
Im Gegensatz zu den meisten dokumentarischen Arbeiten der DEFA jener Zeit wird hier nichts behauptet, statt unumstößlicher Wahrheiten wird ein „Versuch“ präsentiert, die sehr subjektive Annäherung an einen „Vorzeigemenschen“ der DDR-Presse. In schlichten Beobachtungen dieses Meisters im Großforschungszentrum Leuna, am Telefon, am Schreibtisch, beim Rundgang im Betrieb, im Gespräch mit Arbeitern oder beim Preisskat, kommen wir ihm näher, wird er vom Sockel geholt. Und am Ende steht die schlichte Erkenntnis, „dass der Sozialismus mit Menschen wie Hans Schober, wie du und ich, aufgebaut wird“. Der Doktrin entsprach das nicht.
– Grit Lemke