Filmarchiv

Disobedient Images
Broken Down Film Osamu Tezuka

Der Cowboy-Held, die schöne Lady und der finstere Bösewicht – Osamu Tezuka persifliert eines der ältesten Filmgenres der Kinogeschichte, den Western.

Broken Down Film

Animationsfilm
1985
6 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Minoru Kubota
Osamu Tezuka
Shizuo Kurahashi
Masaaki Fujita
Shuichi Kakesu
Hiroshi Nishimura, Masateru Yoshimura, Junji Kobayashi, Noboru Tanizawa, Shinji Seya, Kaoru Kanoh
Shizuo Kurahashi
Der Cowboy-Held, die schöne Lady und der finstere Bösewicht – Osamu Tezuka persifliert eines der ältesten Filmgenres der Kinogeschichte, den Western, und baut für die gezeichneten Protagonisten einen witzigen Parcours aus Projektions- und Zelluloid-Fehlern. Ein dramatischer Kampf gegen den eigenwilligen Bildstrich, gegen ein Unwetter aus Laufstreifen und den gnadenlosen Filmriss beginnt.

Ines Seifert
Alltag in der DDR
Hoher Besuch

Unter Leitung eines Tonmeisters vom Leipziger DEFA-Synchronstudio filmen überwiegend Betriebsfremde – ein Beispiel dafür, wie die „gesellschaftliche Trägerschaft im künstlerischen Volksschaffen“ zur Formalität erstarrt war.

Hoher Besuch

Dokumentarfilm
1985
3 Minuten
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Amateurfilmstudio Kulturhaus der Eisenbahner “7. November” Leipzig
Unter Leitung eines Tonmeisters vom Leipziger DEFA-Synchronstudio filmen überwiegend Betriebsfremde – ein Beispiel dafür, wie die „gesellschaftliche Trägerschaft im künstlerischen Volksschaffen“ zur Formalität erstarrt war. Ein Mitglied des Studios spielt sich selbst in der Hauptrolle: einen privaten Klempnermeister. Die Satire auf den ständigen Mangel im Dienstleistungsgewerbe wurde für den „Eulenspiegel“-Amateurfilmwettbewerb hergestellt.

Stefan Gööck

Klinikum Buch. Gespräche in einer strahlentherapeutischen Klinik [Ausschnitt]

Dokumentarfilm
1985
13 Minuten
Untertitel: 
keine
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Hans Wintgen
Disobedient Images
Negative Man Cathy Joritz

Film galt lange als Medium der Massenaufklärung. „Talking heads“ erklärten, wie die Welt beschaffen sei. Cathy Joritz kratzt mit Freude an dieser behaupteten Autorität.

Negative Man

Animationsfilm
1985
3 Minuten
Untertitel: 
keine
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Cathy Joritz
Cathy Joritz
Cathy Joritz
Cathy Joritz
Cathy Joritz
Cathy Joritz
Film galt lange als Medium der Massenaufklärung. „Talking heads“ erklärten, wie die Welt beschaffen sei. Cathy Joritz kratzt mit Freude an dieser behaupteten Autorität. Sie ritzt in die Emulsionsschicht des Filmstreifens spielerisch visuelle Kommentare. Und so wachsen dem Film-Professor Schweineohren.

Ines Seifert
Hommage John Smith
The Black Tower John Smith

Die tragische Geschichte eines Mannes, der von einem schwarzen Turm verfolgt wird. Wo auch immer er hinkommt – der Turm ist schon da …

The Black Tower

Dokumentarfilm
1985
24 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
John Smith
John Smith
John Smith
John Smith
John Smith
John Smith
John Smith
Die tragische Geschichte eines Mannes, der von einem schwarzen Turm verfolgt wird. Wo auch immer er hinkommt – der Turm ist schon da … Die (rein dokumentarischen) Bilder ein- und desselben Gebäudes, aus verschiedenen Perspektiven gefilmt, werden durch das an die düsteren Storys eines Edgar Allan Poe erinnernde Narrativ mit völlig neuem Sinn aufgeladen.

Grit Lemke

Edith bei Klärchen

Dokumentarfilm
1985
15 Minuten
Untertitel: 
keine
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Andreas Fliegner, Myriam Ulbrich
Andreas Kleinert
Sebastian Richter
Renate Oelschlägel
Frank Penzold

Das Warten

Dokumentarfilm
1985
6 Minuten
Untertitel: 
deutsche
Credits DOK Leipzig Logo
Sveriges Radio, Stockholm
Peter Nestler
Peter Nestler, Kenneth Jacobsson
Peter Nestler
Im Archiv des Schwedischen Fernsehens fand Peter Nestler Fotos eines Grubenunglücks, bei dem 1930 in Niederschlesien 155 Arbeiter starben. Die Darstellungen der oben Wartenden, von verzweifelten Angehörigen und Hilfskräften, von der Trauerfeier und KPD-Protesten sowie von der Bergwerksarbeit jener Zeit zeichnen im Verein mit Texten aus schwedischen Zeitungen und düsterer Musik von Weber und Grieg in nur sechs Minuten das Bild einer Gesellschaft, die für Profit über Leichen geht.
– Grit Lemke

Tango Traum

Dokumentarfilm
1985
20 Minuten
Credits DOK Leipzig Logo
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Helke Misselwitz
Gunther Becher, Lutz Körner
Brigitte Unterdörfer
Eine Wohnung im Prenzlauer Berg der 80er, eine Frau und Tangomusik. In einem persönlichen Essay erforscht die Regisseurin Ursprünge des Tangos, befragt Archive, Texte, alte Fotos und Filmaufnahmen, schließlich sogar einen Argentinier. Dabei wird der Tango als kulturelle Praxis, die eng mit Politik und Gesellschaft verknüpft ist, begriffen. Aber da ist noch seine andere Seite: die Sinnliche, Erotische, hier als Inszenierung dargestellt. Beide Ebenen, Gegenwart und Vergangenheit, hier und dort, verschwimmen.
Am Ende steht die Erkenntnis, dass die Frau das Lebensgefühl des Tango nicht bekommen kann. Das Ferne bleibt fremd, Montevideo ein unerreichbarer Traum in der DDR der bleiernen Achtziger. Eine Trauer, die in Tanz übersetzt ein Tango sein könnte.
– Grit Lemke