Patronymic
„Was für eine Kleinigkeit, sich in Zeiten einer Invasion darüber den Kopf zu zerbrechen. Es ist doch nur ein bürokratischer Eintrag“, spottet der Chor der Kritiker*innen. Aus Mariias internationalen Dokumenten ist ihr Patronym Volodymyrivna verschwunden – ein zweiter Vorname, der auf den Namen ihres Vaters verweist. Für sie ist der Name mehr als eine Formalität: Er verbindet sie mit ihrem Vater und der Ukraine. Der persönliche Film verknüpft auf spielerische Weise dokumentarische Aufnahmen mit Archivmaterial, offiziellen Dokumenten und inszenierten Nachstellungen in einem Nachtzug. Dabei hinterfragt er das patriarchale Konzept des Patronyms und beleuchtet seine postkolonialen Verbindungen. Für Mariia ist dies nach „May 9th“ (2015) und „Three Windows on South West“ (2023) bereits das dritte Werk, in dem sie sich mit ihrer Identität auseinandersetzt.
Seggen Mikael
Thematisiert Kriegsszenen
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