So divers die Umstände sind, in denen Menschen leben, so verschieden die Perspektiven, so vielgestaltig sind auch die dokumentarischen Arbeitsweisen, mit denen Filmkünstler*innen sie aufgreifen und weitertragen. Der Internationale Wettbewerb Dokumentarfilm von DOK Leipzig stellt produktive Begegnungen her: zwischen experimentierfreudigem Nachwuchs und jenen, die der Neugier und der Kreativität ihrer Anfänge treu bleiben.
Filmtyp
Custom type
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Bára – Diary of a Rockstar
Helena Třeštíková
Eine tschechische Rock-Ikone im Porträt, über 50 Jahre hinweg. Helena Třeštíková, Meisterin der Langzeitbeobachtung, zeigt Bára Basikovás rasante Lebensart mit allen Höhen und Tiefen.
Bára – Diary of a Rockstar
Bára Basiková
Helena Třeštíková
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2026
97 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Internationale Premiere
Bára Basiková ist eine Ikone des tschechischen Rock. In den Achtzigerjahren prägte sie als Leadsängerin die Bands Stromboli und Precedens, als Solokünstlerin füllt sie noch heute Hallen. Auch zahlreiche Musicals leben von ihrer Präsenz. Helena Třeštíková, berühmt für ihre nahbaren, faszinierenden Langzeitportraits, zeigt das unstete Leben Basikovás über die Dekaden. Die Liebe zur Kunst und die Suche nach erfüllenden Partnerschaften wirken dabei als rote Fäden. Mehr als einmal muss sich Basiková das Scheitern einer Beziehung eingestehen und einen Neuanfang wagen. Das Geld ist immer wieder knapp, die Last des Alltags zwingt sie manchmal beinahe in die Knie. Dabei verweilt Třeštíková nie allzu lange in einem Augenblick: Die Schnitte sind schnell, über die Spiellänge vermittelt „Bára – Diary of a Rockstar“ eine Rasanz und Dichte, die mit dem Lebensstil der Protagonistin in direkter Verbindung zu stehen scheinen. Basiková ist eine Getriebene, eine Romantikerin und eine Kämpferin. Auf ihre ganz eigene Art rückt Třeštíková substanzielle Themen in den Vordergrund: Welche Konsequenzen birgt die Entscheidung, sein Dasein einer von Risiken geprägten Leidenschaft zu verschreiben? Welche Rolle spielen Alter und Altern für eine Frau? Und nicht zuletzt: Wie kann es immer wieder weitergehen?
Carolin Weidner
Carolin Weidner
Termine und Tickets
29.10.
#454
CineStar 7
Bára - Diary of a Rockstar
29.10.2026
CineStar 7
#454
Bára - Diary of a Rockstar
31.10.
#6B3
Schauburg
Bára - Diary of a Rockstar
31.10.2026
Schauburg
#6B3
Bára - Diary of a Rockstar
01.11.
#731
CineStar 5
Bára - Diary of a Rockstar
01.11.2026
CineStar 5
#731
Bára - Diary of a Rockstar
Credits
Regie
Helena Třeštíková
Kamera
David Cysař
Schnitt
Adéla Špaljová, Jakub Hejna
Produktion
Kateřina Černá, Pavel Strnad
Co-Produktion
Alena Müllerová
Ton
Petr Šoltys
Kontakt
Kontakt
Barbora Lochmanová
barbora.lochmanova@gmail.com
barbora.lochmanova@gmail.com
Nominiert für:
Preis der Interreligiösen Jury,
FIPRESCI Preis,
MDR-Film-Preis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Blossoming
Kamila Serwicka
Über Jahre leiden die Frauen der Familie unter der Alkoholsucht des Vaters. Sein Weggang wirft empfindliche Fragen auf, aber schafft auch Raum für einen lange überfälligen Aus- und Aufbruch.
Blossoming
A teraz wiosna
Kamila Serwicka
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Polen
2026
77 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Der kleine Küchentisch, um den sich Regisseurin Kamila Serwicka, ihre beiden Schwestern und Mutter Agnieszka quetschen, hat etwas Sinnbildliches: Der eigene Raum ist im Zusammenleben begrenzt und geschrumpft, Ausdehnung wäre bitter nötig. Zugleich wird in der Beengtheit jedoch auch eine Nähe erfahrbar, eine tragende und schützende Solidarität. In „Blossoming“ porträtiert Serwicka ihre Familie, die über Jahre von der Alkoholsucht des Vaters und Ehemanns geprägt wurde. Die Anspannung, wenn er den Raum betritt, ist spürbar – man geht auf Distanz im Versuch, sich vor verbaler Gewalt und emotionaler Manipulation abzuschirmen. Ein beklemmender Status quo, in dem der Film jedoch nicht verharrt: Mit Weggang des Süchtigen setzt ein Prozess der Veränderung ein, der empfindliche Fragen aufwirft. Wie konnte man es derart lange in dieser Konstellation aushalten? Warum hat sich Agnieszka nie getrennt? Wie geht es nun weiter? Über den Verlauf von fünf Jahren weiten die Serwicka-Frauen ihren Blick, finden neue Perspektiven und Standpunkte – und neue Verbindung miteinander, auch im religiösen Ritual. „Blossoming“ ist das Zeugnis eines herausfordernden, lange überfälligen Aus- und Aufbruchs. Eine Erinnerung daran, dass nichts bleiben muss, wie es ist.
Carolin Weidner
Carolin Weidner
Thematisiert körperliche Gewalt, Suizid
Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen, Tod, Gewalt an Kindern
Termine und Tickets
27.10.
#252
CineStar 7
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming
27.10.2026
CineStar 7
#252
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming
28.10.
Polnisches Institut
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming
28.10.2026
Polnisches Institut
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming
Eintritt frei
01.11.
#723
CineStar 4
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming
01.11.2026
CineStar 4
#723
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming
Credits
Regie
Kamila Serwicka
Buch
Kamila Serwicka
Kamera
Kamila Serwicka
Schnitt
Jakub Darewski, Julia Oleksy
Produktion
Adrianna Rędzia
Ton
Bart Putkiewicz, Kamila Serwicka, Olga Zalewska
Sound Design
Joanna Szczęsnowicz
Musik
Joanna Szczęsnowicz
Kontakt
Kontakt
Adrianna Rędzia
ada@lumisenta.com
ada@lumisenta.com
Nominiert für:
MDR-Film-Preis,
FIPRESCI Preis,
Silberne Taube,
Preis der Interreligiösen Jury
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
B*tch
Jaroslava Jelchová
Ihre Identität als Frau wurde von strengen Erwartungen geprägt: Jelchová sucht ihren Platz im Spannungsfeld zwischen der ländlich-slowakischen Herkunft, ihrer Sexualität und kreativen Berufung.
B*tch
Suka
Jaroslava Jelchová
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Slowakei
2026
19 Minuten
Slowakisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere
„Du scheinst einfach nicht weiterzukommen, oder?“ fragt ihre Mutter. Zwanzig Jahre nach einem unvollendeten Film folgt die Filmemacherin noch immer ihrem kreativen Impuls und setzt sich mit dem auseinander, was sie geprägt hat: mit ihren Wurzeln, familiären Erwartungen und dem Schweigen. Ein intimer Essayfilm über Identität und Zugehörigkeit, angesiedelt in einer kleinen slowakischen Gemeinde auf dem Land, in der ihre Kreativität und ihre Sexualität mit strengen Erwartungen an Weiblichkeit kollidieren. Mithilfe persönlicher Archivaufnahmen, Heimvideos und Animationen versucht sie behutsam zu entwirren, was sie zurückhält. Kann sie vorankommen, ohne die Wurzeln zu beschädigen, die auch zu ihr gehören?
Anca Păunescu
Anca Păunescu
Termine und Tickets
26.10.
Passage Kinos Casino
Teil der Kompilation
26.10.2026
Passage Kinos Casino
Teil der Kompilation
Eintritt frei
27.10.
#2C1
Cinémathèque in der naTo
Teil der Kompilation
27.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#2C1
Teil der Kompilation
28.10.
#371
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
28.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#371
Teil der Kompilation
30.10.
#541
CineStar 6
Teil der Kompilation
30.10.2026
CineStar 6
#541
Teil der Kompilation
01.11.
#773
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
01.11.2026
Passage Kinos Wintergarten
#773
Teil der Kompilation
Credits
Regie
Jaroslava Jelchová
Kamera
Tereza Havadejová
Schnitt
Sofia Mičková
Produktion
Natália Uhrinová
Ton
Daniel Valovič
Kontakt
Kontakt
Natália Uhrinová
Nominiert für:
Silberne Taube