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Hallo Debus
Ein bizarres Stillleben. Alltagsgegenstände liegen sorgfältig aufgereiht rund um ein Bett: Scheren, Schüsseln, Audiokassetten. Auf einem Teller liegt ein toter Fisch, umrahmt von Zitronen und Tomaten. Ein junger Mann vegetiert auf dem Bett – auch als das Telefon klingelt und der Anrufbeantworter angeht, wird er sich nicht regen. Eine streng choreografierte Szenerie trifft auf die reale Stimme eines Vaters. Er scheint bedürftig, verlangt absurderweise nach Anchovis. Plötzlich ist der Körper des Sohnes von einem blubbernden Sack umhüllt, nur noch die Füße schauen heraus, ein Schlauch liefert Wasser. Der Vater wünscht sich Roquefort, aber den echten. Überforderung und Ohnmacht nehmen auf eigenwillige Weise Gestalt an – und das ist noch nicht alles.
Anke Leweke
Thematisiert psychische Erkrankungen
Termine und Tickets
Credits
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rosa.gocht@filmuniversitaet.de
Der Kern
Wenn eine Krankheit das Leben stoppt, steht plötzlich alles infrage. Wir sind es gewohnt, zu funktionieren – Körper und Geist einzusetzen, um Ziele zu erreichen, uns selbst zu verwirklichen, für andere da zu sein. Doch wie reagieren wir, wenn die vermeintliche Normalität nicht mehr existiert? Wenn sich das Leben, so wie wir es kannten, aufzulösen droht? „Der Kern“ ist ein Film über den Kampf gegen die Auflösung und ein Ringen um die Frage, was das Leben ausmacht. Das Leben als Filmschaffende, als Frau und als Mutter. Das Leben, das schon komplett war, bevor die Krankheit dazu kam und das nun mit dieser konkurriert – um Zeit und um Wahrnehmung. Wo liegt der Wesenskern einer Person, worauf kann nicht verzichtet werden, ohne sich selbst aufzugeben? Dieser autofiktionale Film beginnt ganz persönlich, macht aber deutlich sichtbar, wie sehr der Umgang mit Krankheit gesellschaftlich geprägt ist und wie das Beharren auf „Normalität“ denen, die Tag für Tag darum kämpfen, das Leben schwerer macht.
Luc-Carolin Ziemann
Thematisiert psychische Erkrankungen
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rebecca.zehr@posteo.de
Kitzel
Franka Sachse
Termine und Tickets
Credits
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mkeil.animation@gmail.com
Mother Didn’t Know
Ein Mädchen weint und ritzt mit einem Schweizer Taschenmesser Kratzer ins Holz – ganz so, als seien es Fleischwunden. Noch dazu schneidet sie sich die Haare ab. Doch sie ist nicht allein mit ihrer Traurigkeit: ein zärtlicher „Nisse“ (ein Hausgeist) beobachtet sie. Als sie im Dickicht ihrer düsteren Gedanken zu verschwinden scheint, wirft er einen kleinen, versehrten Vogel herab zu ihr, damit beide das Fliegen lernen können. „Mother Didn’t Know“ erzählt auf magisch-düstere Art und Weise von kindlicher Depression und der Wichtigkeit, diese zu sehen und zeitnah darauf zu reagieren. Die Emotionen des Mädchens dürfen einen großen Raum einnehmen, die Kamera ist nah bei ihr und ihren Dämonen. Drumherum schweben filigrane Staubpartikel wie Feenstaub. Killis Film könnte allerdings auch von der später nicht mehr nachempfindbaren Bürde des Erwachsenwerdens erzählen. In jedem Fall gibt es Fenster, Ausgänge, Licht – wenn man nur genau hinschaut.
Marie Ketzscher
Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen
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claus@trollfilm.no
Quiet
Ganz im Stillen und Verborgenen spielen sich Dramen ab, die viele Kinder aushalten müssen: Das Mädchen, das sich an den Hund kuschelt, weil die eigene Mutter mit Rotweinglas schwankt, vermutlich wieder mal schwanger. Der Junge als Spielball zwischen den aggressiven Eltern, die ihre Streitigkeiten mit hackenden Schnäbeln auf ihn niederprasseln lassen. Ein weiteres Mädchen, das eine gefährlich wackelnde Wippe mit Familienmitgliedern balanciert. Marianne Bundgaard Nielsen blättert mit ihrem intimen Cut-out-Animation-Film metaphorisch in den Familienalben und zeigt die Geschichten, die sich hinter den gestellten Bildern verbergen. Die Erwachsenen sind trostlose Marionetten, manchmal verblassende Zeichnungen, innerfamiliäre Suizide thematisierend. Die Kinder sind hingegen viel lebhaftere Figuren, mit großen anklagenden Augen, kleinen roten Herzchen und manchmal sogar bunten Schmetterlingsflügeln. Die man flattern und fliegen lassen muss, anstatt ihnen so viel eigenes Elend zuzumuten.
Marie Ketzscher
Thematisiert Suizid, Sucht
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claus@trollfilm.no
Summer of Smooth Asphalt
André Eckardt
Trailer
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mariadakszewicz@gmail.com
Terminal
Marie Ketzscher
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Tutaro
André Eckardt
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
Trailer
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Credits
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festivaldistribution@interfilm.de