Filmtyp
Sektion
- Animation Night
- Animation Perspectives
- DEFA Matinee
- Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
- Doc Alliance
- DOK im Knast
- DOK Neuland
- Eröffnungsfilm
- Fokus Ost
- Hommage: Helena Třeštíková
- Hommage: Trollfilm
- Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
- Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
- Kids DOK
- Kurzfilmrolle
- Matinee Sächsisches Staatsarchiv
- MDR Special Screening
- Positions
- Publikumswettbewerb
- Retrospektive
- Young Eyes
Custom type
Thema
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Eröffnungsfilm
Black Rain
Mithilfe von Standbildern und Bewegtbildern von STEREO, der NASA-Satellitenmission zur Beobachtung der Sonne, verwandelt „Black Rain“ wissenschaftliche Daten in einen rohen und von Glitches durchzogenen Blick auf den interplanetarischen Raum. Der Film zelebriert das Artefakt als Stilmittel und gibt uns so eine ungeschliffene und fast voyeuristische Sicht des Weltalls, weit entfernt vom Glamour der Science-Fiction oder den sorgfältig kolorierten Bildern, die die NASA normalerweise für die Presse freigibt. Vor einem monochromen Hintergrund aus Sternen und der Milchstraße verfolgen wir Sonnenwinde, koronale Massenauswürfe und vorbeiziehende Kometen, die manchmal nur als verschwommene Linien oder Pixel erkennbar sind.
Ben Sassen
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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Cosmonauts
An Bord des Pompelmo Express, einer riesigen pinken Rakete, sind alle willkommen, die sich nach Zärtlichkeit sehnen. Gemeinsam mit diversen Passagieren, die in sämtlichen Farben des Regenbogens schillern, reisen Delfino, Rita und Zenf durch den Kosmos der Möglichkeiten. Während im Raumschiff die Party tobt, entdeckt Zenf durch sein riesiges Fernrohr einen feurigen Kometen. Delfino verknallt sich bei einer stimmungsvollen Teeparty bis über beide Ohren in Carlos, und Rita gerät mit ihrem Körper ins Hadern. Die unendlichen Weiten und die warme Dunkelheit des Weltalls umfangen die Reisenden freundlich und bieten Freiraum für das Ausleben verschiedenster Bedürfnisse. „Say goodbye to your lonely days.“
Franka Sachse
Enthält Darstellungen von Nacktheit
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Galaxies
Lillian Schwartz, eine Pionierin der Multimediakunst und Computeranimation, schuf „Galaxies“ in der Anfangsphase ihrer 33-jährigen Tätigkeit als Artist-in-Residence bei der berühmten nordamerikanischen Forschungseinrichtung Bell Labs. Die Arbeit speist sich aus Modellsimulationen von Galaxien aus dem Langley Research Center der NASA, die auf einem leistungsstarken Großrechner erstellt und Schwartz zur Herstellung eines vollständigen Films überlassen wurden. Schwartz, die einen Hintergrund in japanischer Kalligraphie und Malerei hatte und in ihrer Arbeit oft Kunst und Technologie verband, näherte sich dem Material kreativ: Sie schichtete, verzerrte und kolorierte die Bilder, um den wissenschaftlichen Daten neues Leben einzuhauchen – mit verblüffenden visuellen Effekten.
Ben Sassen
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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Green Planet
28 Billiarden Kilometer von der Erde entfernt liegt die Galaxie RK12. Dort befindet sich ein sandiger Wüstenplanet, bewohnt von einer außerirdischen Spezies. Ohne Sonnenlicht leben die Kreaturen von der Energie der Bewegung selbst. Sie produzieren Zeit, lieben Musik und stoßen ihre sterblichen Götter zurück ins All, wenn sie genug von ihnen haben. Eine fiktive Reportage, die das große Können von Piotr Kamler zeigt. Der polnische Avantgarde-Filmkünstler schuf neben einem abendfüllenden Science-Fiction-Film zahlreiche originelle und handwerklich herausragende Kurzfilme. „Green Planet“ ist eine meisterliche Stop-Motion-Animation, in der Kamler filigrane Formen aus feinem Sand zum Leben erweckt. Akzentuierte Beleuchtung, Kontraste und Fokussierung erzeugen eine fantastische Welt mit beeindruckender Raumtiefe. Die Musik von Ivo Malec, einem Pionier der elektroakustischen und Neuen Musik, verstärkt die fremdartige Atmosphäre des weit entfernten Schauplatzes.
Franka Sachse
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Guten Abend, du Schöne
„Eine kleine Flamme, die aufging und die Leute inspiriert hat, anders über die DDR zu erzählen.“ So beschreibt eine Protagonistin den Protokollband „Guten Morgen, du Schöne“ der Autorin Maxie Wander von 1977 mit Selbstauskünften ganz unterschiedlicher Frauen. Eines der erfolgreichsten Bücher der DDR und eines der wirkmächtigsten der deutschen Literaturgeschichte: Es hat Generationen von Frauen (und Männern!) geprägt und zur Selbstbefragung ermutigt – Grund genug für die Regisseurin, ein paar der Frauen heute auf das Buch und ihr Leben zurückblicken zu lassen. Es geht um Gleichberechtigung und Emanzipation, Lebensentwürfe und Rebellion, Träume und Scheitern, Liebe und Sexualität, Mütter und Väter, Männer und Frauen, Glück und Einsamkeit, den Tod und vor allem den Hunger nach Leben. Susanne Schüle filmt mit Respekt und großer Zärtlichkeit Gesichter und Körper, in die sich die Zeit eingeschrieben hat. Alter und Schönheit, Zerbrechlichkeit und Stärke. Die Erzählungen werden auf der Bildebene subtil von Amateuraufnahmen kommentiert: Körper im Stechschritt der Ideologien, Hitlergruß und Massenaufläufe. Dagegen immer wieder nackte Körper, das wilde und unangepasste Leben jenseits der Diktaturen. Krieg, Kartoffelschälen, Küsse, Kinder. So war das. So ist das. Am Ende führen die Monologe der Vergangenheit in einen heutigen Dialog der Geschlechter und Generationen. Eine Flamme.
Grit Lemke
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Eintritt frei
Eintritt frei
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info@shootfromthehip.de
Moon Flight
Eine slawische Legende, deren Kern sich auch in tibetischen Aufzeichnungen findet, inspirierte 1970 die beiden sowjetischen Wissenschaftler Mikhail Vasin und Alexander Shcherbakov zur „Hollow Moon“-Hypothese. Der ungarische Regisseur, Autodidakt und Grafikdesigner Sándor Reisenbüchler tastet die Theorie mit diesem hypnotischen Film auf hoch poetische Weise ab und entsendet uns durch Jahrhunderte hinweg von einer imaginierten Vergangenheit in eine ferne Zukunft. Seine unverwechselbaren Collagen, die er in akribischer Präzisionsarbeit allein am Tricktisch in Bewegung setzte, kombiniert mit experimentellem Bewegtbildmaterial, rufen Erinnerungen an analoge Projektionen und die Liquid Light Shows der 1960er-Jahre wach. Organische Formen und farbige Muster entfalten einen faszinierenden Sog, der uns durch ein magisches Portal in ein hypothetisches Raumschiff im Inneren des Mondes trägt.
Franka Sachse
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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Swarm
Im November 2013 schickte die European Space Agency (ESA) im Rahmen der SWARM-Mission drei baugleiche Satelliten in Erdumlaufbahnen, um das Magnetfeld unseres Heimatplaneten genauer zu studieren. Die Übersetzung der Messdaten in Klang machte die Schwankungen des Magnetfeldes unseres Planeten hörbar. Kamil Czapiga, der mit seinem 2019 ins Leben gerufenen intermedialen Kunstprojekt „Cosmodernism“ der Frage nach einer ganz persönlichen Version von Abstraktion im Mikro- und Makrokosmos nachgeht, verbindet diese Klänge mit faszinierendem Material aus seinem Bewegtbilduniversum. Obwohl sie fremdartig und unwirklich anmuten, entstehen seine Kompositionen aus ganz irdischen Zutaten, wie Ölen, gefärbtem Wasser und magnetischen Flüssigkeiten, die in mikroskopisch kleinen Filmsets zu chemischen Reaktionen angeregt werden. Selbstgebaute Mechaniken und spezielle Beleuchtung steigern die entstehenden Aufnahmen zu einem visuellen Erlebnis, das nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Franka Sachse
In Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation
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hello@cosmodernism.com
White Hole
Ein Schwarzes Loch wird als ein Bereich des Weltraums definiert, in dem Objekte eingefangen und am Entweichen gehindert werden; ein Weißes Loch dagegen ist eine hypothetische Region in der Raumzeit, die von außen nicht zugänglich ist, aus der aber Dinge auftauchen und freigesetzt werden können. Das ist der Schauplatz dieser visuell üppigen, hypnotisch abstrakten Reise in die sich ausdehnende Leere des Universums. „White Hole“ erschien gegen Ende einer Phase außerordentlich kreativer Experimente des Regisseurs Toshio Matsumoto, einem der berühmtesten Meister der experimentellen Film- und Videomacher Japans. Im Gegensatz zu seinen früheren Arbeiten auf Zelluloid nutzt „White Hole“ Video-Synthesizer und intensive Bildbearbeitung, um eine bestechende Kinoerfahrung zu schaffen, die an Stanley Kubricks ‚Sternentor‘-Sequenz aus „2001: Odyssee im Weltaum“ erinnert, mit ähnlichen psychedelischen Anklängen und möglicherweise bewusstseinserweiternder Weltraumerkundung.
Ben Sassen
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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World
In einer fließenden Sequenz wird die Geburt einer Welt als bio-astronomisches Ereignis dargestellt. Nebulöse, wirbelnde Gaskugeln kondensieren, werden zu geschmolzenen Membranen, dann zu einem blitzenden Planeten. Der Abstieg in seine ausbrechenden elektronischen Kräfte, hin zum Kern, lässt den Lebensfunken sich verdoppeln und vervielfachen. Er steigt auf zum Bewusstsein, zu kristallinen Symmetrien. Die Wahrnehmung des Ganzen verdichtet sich. Es ist der Beginn eines Überbewusstseins. Dieser Film wurde mit Unterstützung der National Film Preservation Foundation restauriert.
Pyramid Films
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.