So divers die Umstände sind, in denen Menschen leben, so verschieden die Perspektiven, so vielgestaltig sind auch die dokumentarischen Arbeitsweisen, mit denen Filmkünstler*innen sie aufgreifen und weitertragen. Der Internationale Wettbewerb Dokumentarfilm von DOK Leipzig stellt produktive Begegnungen her: zwischen experimentierfreudigem Nachwuchs und jenen, die der Neugier und der Kreativität ihrer Anfänge treu bleiben.
Filmtyp
Sektion
- Animation Night
- Animation Perspectives
- DEFA Matinee
- Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
- Doc Alliance
- DOK im Knast
- DOK Neuland
- Eröffnungsfilm
- Fokus Ost
- Hommage: Helena Třeštíková
- Hommage: Trollfilm
- Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
- Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
- Kids DOK
- Kurzfilmrolle
- Matinee Sächsisches Staatsarchiv
- MDR Special Screening
- Positions
- Publikumswettbewerb
- Retrospektive
- Young Eyes
Custom type
Thema
Sektion
- Animation Night
- Animation Perspectives
- DEFA Matinee
- Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
- Doc Alliance
- DOK im Knast
- DOK Neuland
- Eröffnungsfilm
- Fokus Ost
- Hommage: Helena Třeštíková
- Hommage: Trollfilm
- Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
- Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
- Kids DOK
- Kurzfilmrolle
- Matinee Sächsisches Staatsarchiv
- MDR Special Screening
- Positions
- Publikumswettbewerb
- Retrospektive
- Young Eyes
>1,5°C Pyropolitics and the New World
Zuerst hört man es knistern, dann schimmert ein diffuses oranges Leuchten durchs Dunkel. Eine lauter werdende Sirene und der Sound eines Hubschraubers markieren die Szene in Sekunden als Ort der Gefahr. Es brennt. Erst in der Ferne, kurze Zeit später überall. Bäume und Palmen gehen in Flammen auf. Die Kraft des Feuers ist enorm. Die Feuerwehrleute und auch alle anderen, die sich den Bränden rund um Los Angeles entgegenstellen, tun dies mit bemerkenswerter Ruhe. Niemand rennt, die Kommunikationskette sitzt, TV-Reporter berichten live, Helfende statten Notunterkünfte aus, versorgen verletzte Tiere, schlagen Brandschneisen vor Häusern von Nachbarn. Erprobte Routine, Effektivität und große Hilfsbereitschaft. Die Krise scheint das Beste in den Menschen hervortreten zu lassen. Die kommentarlose Beobachtung ist auch eine Verneigung vor diesem Einsatz. Doch je länger dieser dauert, desto mehr stellt sich die Frage, warum Solidarität und nachhaltiges Handeln im Notfall gelingen, es aber unmöglich scheint, der Krise zu begegnen, bevor sie zum Inferno wird. Mit seiner filmischen Meditation zur Pyropolitik nimmt der Film unsere Zeit der Multikrisen in den Blick. Das andauernde globale Brandmanagement lässt dabei leicht vergessen, dass hinter den sichtbaren Feuern geopolitische Ursachen liegen, die bekämpft werden müssen – nicht mit Wasser, sondern mit politischen Entscheidungen.
Luc-Carolin Ziemann
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lukasmarxt@gmail.com
Afterlives
Mit zahlreichen film- und medientheoretischen Videoessays hat Kevin B. Lee die Form des sogenannten Desktop-Films wesentlich mitgeprägt. Die elegante Meta-Inszenierung reflektiert, dass sein digitaler Schreibtisch zugleich Rechercheinstrument, Medienarchiv und Distributionskanal ist. Lees erster Langfilm in diesem Stil seziert zunächst ein historisches Propagandawerk: Unter dem Titel „Flames of War“ veröffentlichte die Terrormiliz „Islamischer Staat“ 2014, auf dem Höhepunkt ihrer territorialen Macht, einen aufwendig produzierten Film; etliche Medien verglichen ihn mit der Ästhetik von Hollywood-Blockbustern. Die extreme Gewalt jener Bilder kann Lee zwar abstrahieren und verfremden. Doch mit den Mitteln der Filmanalyse allein, so seine Erkenntnis, lässt sich ihre ideologische Macht nicht entschlüsseln. „Afterlives“ weitet den Blick und sucht im Dialog mit Expertinnen aus Kunst, politischer Bildungsarbeit und Terrorismusforschung nach Gegenentwürfen: Sie rekonstruieren zerstörte Kulturgüter, entwickeln Strategien gegen extremistische Radikalisierung und erforschen, was Menschen zum Ausstieg aus terroristischen Gruppen bewegt. Dabei verliert Lees kluger Essay auch das kolonial geprägte westliche Bild des Nahen Ostens nie aus dem Blick.
Jan-Philipp Kohlmann
Thematisiert Folter
Enthält Darstellungen von Kriegsszenen, Folter
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Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow, and the Day After Tomorrow
Marie Ketzscher
Thematisiert Kriegsszenen
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anastasiabonadyga@gmail.com
Auber 89
Anca Păunescu
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raluca@lightdox.com
Bára – Diary of a Rockstar
Carolin Weidner
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barbora.lochmanova@gmail.com
Blossoming
Carolin Weidner
Thematisiert körperliche Gewalt, Suizid
Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen, Tod, Gewalt an Kindern
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Eintritt frei
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ada@lumisenta.com
B*tch
Anca Păunescu
Termine und Tickets
Eintritt frei
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Concrete Land
James Lattimer
Thematisiert körperliche Gewalt, Rassismus, Tod, Kriegsszenen
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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bk.asmahan@gmail.com
The Divided City of Mitrovica
Marie Ketzscher
Thematisiert Tod
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pinklayne@gmail.com
Division
Was sagt die Bibliothek eines Menschen über ihn aus? James Paul Dallas porträtiert nicht nur ein Leben, sondern zeigt eine Gegenwart, in der Besitz, Erinnerung und Identität ins Wanken geraten. Im Frühjahr 2025 navigiert der anonyme Protagonist den Regisseur per Handy durch seine verlassene Wohnung in Brooklyn. Was darf bleiben, was kann gehen nach 20 Jahren Zuhause? Zuerst ist das Küchengeschirr dran, dann die Bücher. Giacometti und Basquiat können in New York bleiben. Aber alles, was zwischen Lequeu und Brick steht, bitte einpacken. So entsteht ein Parcours durch einen intimen Mikrokosmos. Nicht nur die Wissenswege eines einzelnen Individuums werden vermessen, sondern auch seine Begierden, Vorlieben, guilty pleasures. Die Aufnahmen geben fragmentarische Einblicke in die Privatsphäre, regen Neugier und Fantasie an, bei allen, die zuschauen: Was ist alles in dieser Wohnung passiert? Was für ein Mensch hat hier gelebt? Und warum muss er sich von all dem, vielleicht sogar von einem Teil seiner selbst, trennen?
Borjana Gaković
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Eintritt frei
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jamespauldallas@gmail.com
Errabonda
Marie Ketzscher
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emma92harris@gmail.com
The Evidence of the Termites
James Lattimer
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Eintritt frei
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robertojaenchacon@gmail.com