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Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm

So divers die Umstände sind, in denen Menschen leben, so verschieden die Perspektiven, so vielgestaltig sind auch die dokumentarischen Arbeitsweisen, mit denen Filmkünstler*innen sie aufgreifen und weitertragen. Der Internationale Wettbewerb Dokumentarfilm von DOK Leipzig stellt produktive Begegnungen her: zwischen experimentierfreudigem Nachwuchs und jenen, die der Neugier und der Kreativität ihrer Anfänge treu bleiben.

Preise gestiftet von

Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill >1,5°C Pyropolitics and the New World
>1,5°C Pyropolitics and the New World Lukas Marxt
Diffuses oranges Leuchten im Dunkel. Es brennt. Erst in der Ferne, dann überall. Eine kommentarlose Beobachtung der Waldbrände und Einsatzkräfte in L.A. 2025, die Bände spricht.
Filmstill >1,5°C Pyropolitics and the New World

>1,5°C Pyropolitics and the New World

>1,5°C Pyropolitics and the New World
Lukas Marxt
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland,
Österreich
2026
73 Minuten
ohne Dialog,
englische Titel
Untertitel: 
Keine
Weltpremiere

Zuerst hört man es knistern, dann schimmert ein diffuses oranges Leuchten durchs Dunkel. Eine lauter werdende Sirene und der Sound eines Hubschraubers markieren die Szene in Sekunden als Ort der Gefahr. Es brennt. Erst in der Ferne, kurze Zeit später überall. Bäume und Palmen gehen in Flammen auf. Die Kraft des Feuers ist enorm. Die Feuerwehrleute und auch alle anderen, die sich den Bränden rund um Los Angeles entgegenstellen, tun dies mit bemerkenswerter Ruhe. Niemand rennt, die Kommunikationskette sitzt, TV-Reporter berichten live, Helfende statten Notunterkünfte aus, versorgen verletzte Tiere, schlagen Brandschneisen vor Häusern von Nachbarn. Erprobte Routine, Effektivität und große Hilfsbereitschaft. Die Krise scheint das Beste in den Menschen hervortreten zu lassen. Die kommentarlose Beobachtung ist auch eine Verneigung vor diesem Einsatz. Doch je länger dieser dauert, desto mehr stellt sich die Frage, warum Solidarität und nachhaltiges Handeln im Notfall gelingen, es aber unmöglich scheint, der Krise zu begegnen, bevor sie zum Inferno wird. Mit seiner filmischen Meditation zur Pyropolitik nimmt der Film unsere Zeit der Multikrisen in den Blick. Das andauernde globale Brandmanagement lässt dabei leicht vergessen, dass hinter den sichtbaren Feuern geopolitische Ursachen liegen, die bekämpft werden müssen – nicht mit Wasser, sondern mit politischen Entscheidungen.

Luc-Carolin Ziemann

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27.10.
#253
CineStar 7
>1,5°C Pyropolitics and the New World
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
27.10.2026
CineStar 7
#253
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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Calendar
28.10.
#3C1
Cinémathèque in der naTo
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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28.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#3C1
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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Calendar
01.11.
#713
CineStar 2
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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01.11.2026
CineStar 2
#713
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lukas Marxt
Kamera
Lukas Marxt, Carson Davis Brown
Schnitt
Lukas Marxt
Produktion
Lukas Marxt
Musik
Jung An Tagen

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Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, Gedanken-Aufschluss-Preis, FIPRESCI Preis
Doc Alliance
Filmstill Afterlives
Afterlives Kevin B. Lee
Essayfilm in zwei Teilen: Als die Dekodierung eines IS-Propagandafilms an ihre Grenzen stößt, sucht der Regisseur mit Expertinnen nach Gegenentwürfen zu digitalen Spuren ideologischer Gewalt.
Filmstill Afterlives

Afterlives

Afterlives
Kevin B. Lee
Doc Alliance
Dokumentarfilm
Deutschland,
Belgien,
Frankreich
2025
88 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

Mit zahlreichen film- und medientheoretischen Videoessays hat Kevin B. Lee die Form des sogenannten Desktop-Films wesentlich mitgeprägt. Die elegante Meta-Inszenierung reflektiert, dass sein digitaler Schreibtisch zugleich Rechercheinstrument, Medienarchiv und Distributionskanal ist. Lees erster Langfilm in diesem Stil seziert zunächst ein historisches Propagandawerk: Unter dem Titel „Flames of War“ veröffentlichte die Terrormiliz „Islamischer Staat“ 2014, auf dem Höhepunkt ihrer territorialen Macht, einen aufwendig produzierten Film; etliche Medien verglichen ihn mit der Ästhetik von Hollywood-Blockbustern. Die extreme Gewalt jener Bilder kann Lee zwar abstrahieren und verfremden. Doch mit den Mitteln der Filmanalyse allein, so seine Erkenntnis, lässt sich ihre ideologische Macht nicht entschlüsseln. „Afterlives“ weitet den Blick und sucht im Dialog mit Expertinnen aus Kunst, politischer Bildungsarbeit und Terrorismusforschung nach Gegenentwürfen: Sie rekonstruieren zerstörte Kulturgüter, entwickeln Strategien gegen extremistische Radikalisierung und erforschen, was Menschen zum Ausstieg aus terroristischen Gruppen bewegt. Dabei verliert Lees kluger Essay auch das kolonial geprägte westliche Bild des Nahen Ostens nie aus dem Blick.

Jan-Philipp Kohlmann

Thematisiert Folter

Enthält Darstellungen von Kriegsszenen, Folter

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30.10.
#532
CineStar 5
Afterlives
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30.10.2026
CineStar 5
#532
Afterlives
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31.10.
#6D1
Kinobar Prager Frühling
Afterlives
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31.10.2026
Kinobar Prager Frühling
#6D1
Afterlives
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Regie
Kevin B. Lee
Buch
Kevin B. Lee
Kamera
Ginan Seidl
Schnitt
Janina Herhoffer
Produktion
Caroline Kirberg
Co-Produktion
Beata Saboova, Vincent Metzinger
Ton
Aline Bonvin
Sound Design
Laszlo Umbreit
Musik
Maya Shenfeld, Tadklimp

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Kontakt
Caroline Kirberg
kirberg@pong-berlin.de
World Sales
Martina Droandi
Odd Slice Films
martina@oddslicefilms.com
German Distributor
Gesa Knolle
Doc Alliance
Filmstill Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow, and the Day After Tomorrow
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow, and the Day After Tomorrow Anastasiia Bonadyha
Kann der Ausnahmezustand zur Normalität werden? Im ukrainischen Nikopol findet Bohdan in seinem Glauben Kraft und Hoffnung inmitten der Zumutung des fortwährenden Krieges.
Filmstill Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow, and the Day After Tomorrow

Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow, and the Day After Tomorrow

Apokalypsa včera, dnes, zítra a pozítří
Anastasiia Bonadyha
Doc Alliance
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2025
21 Minuten
Ukrainisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Kann der Ausnahmezustand Normalität werden? Kann man trotz Apokalypse einen Alltag leben? Ja, das geht, würde Bohdan ruhig und lächelnd sagen. Er lebt im ukrainischen Nikopol am ehemaligen Kachowka-Stausee: Der See trocknete rapide aus, nachdem die russische Armee 2023 den Staudamm zerstörte. Bohdan hat sich, wie die meisten Bewohner*innen Nikopols, an den ständigen Bombenalarm und die fast täglichen Bombardements angepasst – eine unglaubliche mentale Leistung, die Anastasiia Bonadyha auch soundtechnisch und musikalisch einfängt und transformiert: Eine Spieluhr klimpert den Wiener Walzer, das Sirenengeheul wird zu einem langgezogenen Schofarton. Bohdans Seelenruhe und Optimismus sind tief in seinem Glauben verwurzelt. Er habe keine Angst vor dem Tod, er komme ja zu Gott. Weitermachen und leben, solange es geht: Bonadyhas mit Super8-Kamera gedrehter Film ist eine berührende Zeitkapsel, ein Augenblick der Hoffnung in der Zumutung des fortwährenden Krieges.

Marie Ketzscher

Thematisiert Kriegsszenen

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27.10.
#263
Passage Kinos Astoria
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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27.10.2026
Passage Kinos Astoria
#263
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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30.10.
#522
CineStar 4
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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30.10.2026
CineStar 4
#522
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar
31.10.
#611
CineStar 2
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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31.10.2026
CineStar 2
#611
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Anastasiia Bonadyha
Kamera
Anastasiia Bonadyha
Schnitt
Kryštof Perry
Produktion
Kryštof Zvolánek
Ton
Matěj Lindner

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Kontakt
Anastasiia Bonadyha
anastasiabonadyga@gmail.com
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Auber 89
Auber 89 Giuseppe Schillaci
Aubervilliers, Pariser Arbeiterviertel, 1980er-Jahre: Fatsah Bouyahmed, damals ein Teenager, erinnert sich zurück und erweckt Lebensgeschichten voll solidarischen Spirits aus den Archivaufnahmen.
Filmstill Auber 89

Auber 89

Auber 89
Giuseppe Schillaci
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Frankreich,
Italien
2026
79 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Internationale Premiere
Hunderte Stunden bislang ungesehene Aufnahmen aus den 1980er-Jahren, die die Sanierung von Aubervilliers, einem Pariser Arbeitervorort, dokumentieren. In den Videos erkennt Filmemacher Giuseppe Schillaci den 15-jährigen französisch-algerischen Fatsah Bouyahmed, damals ein gewöhnlicher Junge aus dem Viertel, der später Schauspieler werden sollte. Nachdem Fatsah infolge eines Unfalls sein Gedächtnis verliert, lässt er sich darauf ein, anhand des Archivmaterials dem Viertel zu begegnen, das er immer verlassen wollte. Während die Bilder entschlüsselt werden, treffen zwei Wiedergewinnungen von Erinnerung aufeinander: Fatsahs eigenes Leben und das eines Arbeitervororts der 1980er-Jahre. Seine Geschichten über Familie und Nachbar*innen holen Gesichter und Lebenswege aus der Anonymität des Archivs hervor. Ein fließender Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, VHS-Aufnahmen und Fernseharchiven sowie Fragmenten von Fatsahs Erinnerung rekonstruiert die visuelle Textur der 80er-Jahre und lässt Formen des Zusammenlebens wieder auferstehen, die aus heutiger Sicht beinahe unwahrscheinlich erscheinen. Französische und migrantische Bewohner*innen teilten einen Glauben an das Gemeinwohl durch Gemeinschaftsarbeit, Nachbarschaftsfernsehen, Fußball, Rap-Wettbewerbe und gemeinsame Bemühungen, das Leben zu verbessern, während die Behörden sie in ihre Maßnahmen einbezogen, das „malaise des banlieues“, das Unbehagen der Vorstädte, zu bekämpfen. Ein vergessenes kollektives Ringen, zwischen Nostalgie, der flüchtigenWahrheit der Erinnerung und Sozialpolitik, bevor der bereits lauernde Rassismus, die Segregation und die wirtschaftlichen Ungleichheiten sich verhärteten und später in der Wut der Banlieues ausbrachen. Indem Schillaci die wiedergewonnene Erinnerung eines Mannes mit den ungehörten Stimmen der Arbeiterklasse verbindet, sät er subtil einen Zweifel: Hat unser Glaube an die Unvermeidbarkeit der heutigen ungerechten Realitäten diese Formen der Solidarität utopisch erscheinen lassen, und ist eine bessere Zukunft noch möglich?

Anca Păunescu

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29.10.
#453
CineStar 7
Auber 89
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29.10.2026
CineStar 7
#453
Auber 89
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Calendar
30.10.
#5C2
Cinémathèque in der naTo
Auber 89
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30.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#5C2
Auber 89
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Calendar
01.11.
#781
UT Connewitz
Auber 89
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01.11.2026
UT Connewitz
#781
Auber 89
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Giuseppe Schillaci
Buch
Giuseppe Schillaci, Gabrielle Culand
Kamera
Zoltan Hauville
Schnitt
Christine Bouteiller
Produktion
Véronique Holley, Raffaele Ventura
Co-Produktion
Paolo Maria Spina, Sylvain Poubelle, Bruno Niepceron, Pierre-Jean Bartheye
Ton
Maya Rosa
Musik
Thibault Frisoni

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Kontakt
Raluca Iacob
raluca@lightdox.com
World Sales
Anna Berthollet
Lightdox
anna@lightdox.com
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Bára – Diary of a Rockstar
Bára – Diary of a Rockstar Helena Třeštíková
Eine tschechische Rock-Ikone im Porträt, über 50 Jahre hinweg. Helena Třeštíková, Meisterin der Langzeitbeobachtung, zeigt Bára Basikovás rasante Lebensart mit allen Höhen und Tiefen.
Filmstill Bára – Diary of a Rockstar

Bára – Diary of a Rockstar

Bára Basiková
Helena Třeštíková
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2026
97 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Internationale Premiere
Bára Basiková ist eine Ikone des tschechischen Rock. In den Achtzigerjahren prägte sie als Leadsängerin die Bands Stromboli und Precedens, als Solokünstlerin füllt sie noch heute Hallen. Auch zahlreiche Musicals leben von ihrer Präsenz. Helena Třeštíková, berühmt für ihre nahbaren, faszinierenden Langzeitportraits, zeigt das unstete Leben Basikovás über die Dekaden. Die Liebe zur Kunst und die Suche nach erfüllenden Partnerschaften wirken dabei als rote Fäden. Mehr als einmal muss sich Basiková das Scheitern einer Beziehung eingestehen und einen Neuanfang wagen. Das Geld ist immer wieder knapp, die Last des Alltags zwingt sie manchmal beinahe in die Knie. Dabei verweilt Třeštíková nie allzu lange in einem Augenblick: Die Schnitte sind schnell, über die Spiellänge vermittelt „Bára – Diary of a Rockstar“ eine Rasanz und Dichte, die mit dem Lebensstil der Protagonistin in direkter Verbindung zu stehen scheinen. Basiková ist eine Getriebene, eine Romantikerin und eine Kämpferin. Auf ihre ganz eigene Art rückt Třeštíková substanzielle Themen in den Vordergrund: Welche Konsequenzen birgt die Entscheidung, sein Dasein einer von Risiken geprägten Leidenschaft zu verschreiben? Welche Rolle spielen Alter und Altern für eine Frau? Und nicht zuletzt: Wie kann es immer wieder weitergehen?

Carolin Weidner

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29.10.
#454
CineStar 7
Bára - Diary of a Rockstar
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29.10.2026
CineStar 7
#454
Bára - Diary of a Rockstar
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Calendar
31.10.
#6B3
Schauburg
Bára - Diary of a Rockstar
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31.10.2026
Schauburg
#6B3
Bára - Diary of a Rockstar
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Calendar
01.11.
#731
CineStar 5
Bára - Diary of a Rockstar
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01.11.2026
CineStar 5
#731
Bára - Diary of a Rockstar
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Helena Třeštíková
Kamera
David Cysař
Schnitt
Adéla Špaljová, Jakub Hejna
Produktion
Kateřina Černá, Pavel Strnad
Co-Produktion
Alena Müllerová
Ton
Petr Šoltys

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Kontakt
Barbora Lochmanová
barbora.lochmanova@gmail.com
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis, MDR-Film-Preis
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Blossoming
Blossoming Kamila Serwicka
Über Jahre leiden die Frauen der Familie unter der Alkoholsucht des Vaters. Sein Weggang wirft empfindliche Fragen auf, aber schafft auch Raum für einen lange überfälligen Aus- und Aufbruch.
Filmstill Blossoming

Blossoming

A teraz wiosna
Kamila Serwicka
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Polen
2026
77 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Der kleine Küchentisch, um den sich Regisseurin Kamila Serwicka, ihre beiden Schwestern und Mutter Agnieszka quetschen, hat etwas Sinnbildliches: Der eigene Raum ist im Zusammenleben begrenzt und geschrumpft, Ausdehnung wäre bitter nötig. Zugleich wird in der Beengtheit jedoch auch eine Nähe erfahrbar, eine tragende und schützende Solidarität. In „Blossoming“ porträtiert Serwicka ihre Familie, die über Jahre von der Alkoholsucht des Vaters und Ehemanns geprägt wurde. Die Anspannung, wenn er den Raum betritt, ist spürbar – man geht auf Distanz im Versuch, sich vor verbaler Gewalt und emotionaler Manipulation abzuschirmen. Ein beklemmender Status quo, in dem der Film jedoch nicht verharrt: Mit Weggang des Süchtigen setzt ein Prozess der Veränderung ein, der empfindliche Fragen aufwirft. Wie konnte man es derart lang in dieser Konstellation aushalten? Warum hat sich Agnieszka nie getrennt? Wie geht es nun weiter? Über den Verlauf von fünf Jahren weiten die Serwicka-Frauen ihren Blick, finden neue Perspektiven und Standpunkte – und neue Verbindung miteinander, auch im religiösen Ritual. „Blossoming“ ist das Zeugnis eines herausfordernden, lange überfälligen Aus- und Aufbruchs. Eine Erinnerung daran, dass nichts bleiben muss, wie es ist.

Carolin Weidner

Thematisiert körperliche Gewalt, Suizid

Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen, Tod, Gewalt an Kindern

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27.10.
#252
CineStar 7
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming
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27.10.2026
CineStar 7
#252
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming
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Calendar
28.10.
Polnisches Institut
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming

Eintritt frei

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28.10.2026
Polnisches Institut
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming

Eintritt frei

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Calendar
01.11.
#723
CineStar 4
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming
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01.11.2026
CineStar 4
#723
I'm Painting a Self-Portrait, but All I See Is My Sister's Face + Blossoming
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Kamila Serwicka
Buch
Kamila Serwicka
Kamera
Kamila Serwicka
Schnitt
Jakub Darewski, Julia Oleksy
Produktion
Adrianna Rędzia
Ton
Bart Putkiewicz, Kamila Serwicka, Olga Zalewska
Sound Design
Joanna Szczęsnowicz
Musik
Joanna Szczęsnowicz

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Kontakt
Adrianna Rędzia
ada@lumisenta.com
Nominiert für: MDR-Film-Preis, FIPRESCI Preis, Silberne Taube, Preis der Interreligiösen Jury
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill B*tch
B*tch Jaroslava Jelchová
Ihre Identität als Frau wurde von strengen Erwartungen geprägt: Jelchová sucht ihren Platz im Spannungsfeld zwischen der ländlich-slowakischen Herkunft, ihrer Sexualität und kreativen Berufung.
Filmstill B*tch

B*tch

Suka
Jaroslava Jelchová
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Slowakei
2026
19 Minuten
Slowakisch
Untertitel: 
Englisch
Weltpremiere
„Du scheinst einfach nicht weiterzukommen, oder?“ fragt ihre Mutter. Zwanzig Jahre nach einem unvollendeten Film folgt die Filmemacherin noch immer ihrem kreativen Impuls und setzt sich mit dem auseinander, was sie geprägt hat: mit ihren Wurzeln, familiären Erwartungen und dem Schweigen. Ein intimer Essayfilm über Identität und Zugehörigkeit, angesiedelt in einer kleinen slowakischen Gemeinde auf dem Land, in der ihre Kreativität und ihre Sexualität mit strengen Erwartungen an Weiblichkeit kollidieren. Mithilfe persönlicher Archivaufnahmen, Heimvideos und Animationen versucht sie behutsam zu entwirren, was sie zurückhält. Kann sie vorankommen, ohne die Wurzeln zu beschädigen, die auch zu ihr gehören?

Anca Păunescu

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27.10.
#2C1
Cinémathèque in der naTo
Teil der Kompilation
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27.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#2C1
Teil der Kompilation
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Calendar
28.10.
#371
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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28.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#371
Teil der Kompilation
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Calendar
30.10.
#541
CineStar 6
Teil der Kompilation
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30.10.2026
CineStar 6
#541
Teil der Kompilation
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Calendar
01.11.
#773
Passage Kinos Wintergarten
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01.11.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jaroslava Jelchová
Kamera
Tereza Havadejová
Schnitt
Sofia Mičková
Produktion
Natália Uhrinová
Ton
Daniel Valovič

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Natália Uhrinová
Nominiert für: Silberne Taube
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Concrete Land
Concrete Land Asmahan Bkerat
Obwohl sie in Zelten am Rande Ammans leben, verläuft der Alltag der Najars, einer afro-palästinensischen Beduinenfamilie, erstaunlich friedlich. Doch schon bald dringt die Außenwelt ein.
Filmstill Concrete Land

Concrete Land

Tiyaha
Asmahan Bkerat
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Jordanien,
Palästina
2026
101 Minuten
Arabisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Zu Beginn scheint alles seltsam idyllisch: Der Hügel voller Mohnblumen, wo der Großvater sich um seine Herde kümmert, das Feld violetter Blumen am Ende der von Olivenbäumen gesäumten Straße, wo die Großmutter ihr Lieblingsschaf hätschelt. Ihr Leben und das ihrer Familie besteht aus Alltagsritualen von außergewöhnlicher Ruhe, obwohl das afro-palästinensische Beduinenpaar in einem illegal aufgestellten Zelt lebt, auf brachliegendem Grund, wo das Land auf die Randbezirke von Amman trifft. Ihr Sohn, seine Frau und ihre Kinder in einem zweiten Zelt daneben. Man kümmert sich um die Tiere, organisiert den beengten Lebensraum, schickt die Kinder zur Schule. Aber die Außenwelt schleicht sich immer wieder ein: die rassistischen Kommentare, die das Mädchen in ihrer Klasse wegen ihrer Hautfarbe hört, die Erinnerungen der Großmutter an die Flucht während der Nakba-Massaker, die einen Gleichklang mit den Fernsehberichten aus dem Westjordanland und Gaza bilden, die unvermeidliche Ankunft der Bulldozer. Geleitet von den Vertreibungs-Erfahrungen ihrer eigenen Familie folgt Asmahan Bkerat dem Alltag der Familie Najar mit unendlicher Geduld und Empathie und schafft dabei einen Raum ruhiger Intimität, der das bald folgende Elend umso herzzerreißender macht. Bkerats erster Dokumentarfilm verbindet den palästinensischen Kampf mit Fragen von Rassismus, Gentrifizierung und Generationskonflikten, in einem Werk von außerordentlicher Präzision und Selbstsicherheit.

James Lattimer

Thematisiert körperliche Gewalt, Rassismus, Tod, Kriegsszenen

Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.

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28.10.
#352
CineStar 7
Concrete Land
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28.10.2026
CineStar 7
#352
Concrete Land
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Calendar
29.10.
#443
CineStar 6
Concrete Land
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29.10.2026
CineStar 6
#443
Concrete Land
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Calendar
31.10.
#6C2
Cinémathèque in der naTo
Concrete Land
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31.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#6C2
Concrete Land
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Asmahan Bkerat
Kamera
Asmahan Bkerat
Schnitt
Ban Maraqa
Produktion
Ban Maraqa, Asmahan Bkerat
Sound Design
Rana Eid, Rana Eid

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Asmahan Bkerat
bk.asmahan@gmail.com
World Sales
Martina Droandi
Odd Slice Films
martina@oddslicefilms.com
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis, Silberne Taube, Leipziger Ring
Doc Alliance
Filmstill The Divided City of Mitrovica
The Divided City of Mitrovica Marko Grba Singh
Mitrovica trägt die Folgen des Kosovo-Krieges als fortwährendes Echo in sich: Der Norden ist serbisch besiedelt, der Süden albanisch. Wie wohnt diese Teilung in den Köpfen der Menschen?
Filmstill The Divided City of Mitrovica

The Divided City of Mitrovica

The Divided City of Mitrovica
Marko Grba Singh
Doc Alliance
Dokumentarfilm
Serbien,
Kosovo
2025
18 Minuten
englische Titel
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere
Mitrovica ist seit dem Kosovo-Krieg vor über 25 Jahren eine ethnisch geteilte Stadt. Der Norden ist vorrangig serbisch besiedelt, der Süden albanisch. Überall in der Stadt beeindruckende, triste Bauruinen mit intensiv blühenden Kirschbäumen davor: Der Krieg und die Teilung sind omnipräsent und doch unsichtbar. Dieses Paradoxon fängt Marko Grba Singh in seinem poetisch-experimentellen Film mit statischen Einstellungen ein. Ohne Dialoge, aber mit zwei wunderbaren Gedichten von Latif Berisha und Aida Šečić Nezirević wird der Abschied von der eigenen Mutter und damit schmerzlich andauernder Verlust als solcher nachempfunden – mit dreisprachigen Untertiteln entlang der geografischen Teilung: oben Serbisch, unten Albanisch und Englisch dazwischen. Mittendrin, mit dem historisch-stadtbildlichen Erbe der Mütter und Väter allein gelassen, sind zwei junge, verloren wirkende Menschen, solitär in der Landschaft. Ganz gleich, in welchem Stadtteil man sie nun auch verortet.

Marie Ketzscher

Thematisiert Tod

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28.10.
#374
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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28.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#374
Teil der Kompilation
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Calendar
29.10.
#461
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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29.10.2026
Passage Kinos Astoria
#461
Teil der Kompilation
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30.10.
#542
CineStar 6
Teil der Kompilation
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30.10.2026
CineStar 6
#542
Teil der Kompilation
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marko Grba Singh
Kamera
Daniel Kötter, Milan Dobrić
Schnitt
Mina Simendić
Produktion
Jelena Angelovski
Ton
Luka Barajević

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Kontakt
Marko Grba Singh
pinklayne@gmail.com
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Division
Division James Paul Dallas
Was darf bleiben, was kann gehen? Aus der Ferne wird der Regisseur durch eine verlassene Wohnung und Bibliothek navigiert. Parcours durch eine Privatsphäre, über Wissenswege und guilty pleasures.
Filmstill Division

Division

Division
James Paul Dallas
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
USA
2026
14 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Internationale Premiere

Was sagt die Bibliothek eines Menschen über ihn aus? James Paul Dallas porträtiert nicht nur ein Leben, sondern zeigt eine Gegenwart, in der Besitz, Erinnerung und Identität ins Wanken geraten. Im Frühjahr 2025 navigiert der anonyme Protagonist den Regisseur per Handy durch seine verlassene Wohnung in Brooklyn. Was darf bleiben, was kann gehen nach 20 Jahren Zuhause? Zuerst ist das Küchengeschirr dran, dann die Bücher. Giacometti und Basquiat können in New York bleiben. Aber alles, was zwischen Lequeu und Brick steht, bitte einpacken. So entsteht ein Parcours durch einen intimen Mikrokosmos. Nicht nur die Wissenswege eines einzelnen Individuums werden vermessen, sondern auch seine Begierden, Vorlieben, guilty pleasures. Die Aufnahmen geben fragmentarische Einblicke in die Privatsphäre, regen Neugier und Fantasie an, bei allen, die zuschauen: Was ist alles in dieser Wohnung passiert? Was für ein Mensch hat hier gelebt? Und warum muss er sich von all dem, vielleicht sogar von einem Teil seiner selbst, trennen?

Borjana Gaković

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27.10.
#231
CineStar 5
Teil der Kompilation
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27.10.2026
CineStar 5
#231
Teil der Kompilation
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29.10.
#471
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#471
Teil der Kompilation
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31.10.
#663
Passage Kinos Astoria
Teil der Kompilation
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31.10.2026
Passage Kinos Astoria
#663
Teil der Kompilation
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01.11.
#772
Passage Kinos Wintergarten
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01.11.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
James Paul Dallas
Kamera
Eryc Perez de Tagle
Schnitt
James Paul Dallas
Produktion
James Paul Dallas, Eryc Perez de Tagle
Sound Design
Kevin T. Allen
Musik
Yasuaki Shimizu

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James Paul Dallas
jamespauldallas@gmail.com
Nominiert für: Silberne Taube
Doc Alliance
Filmstill Errabonda
Errabonda Emma Harris
Es wird gesät, geerntet, gegossen, gestreichelt und das mit Hingabe. Ein sinnlich-poetischer Liebesbrief an die Erde – und ein Plädoyer für eine gerechtere, nachhaltige Landwirtschaft.
Filmstill Errabonda

Errabonda

Errabonda
Emma Harris
Doc Alliance
Dokumentarfilm
Italien,
Dänemark
2026
20 Minuten
Italienisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Cara terra, liebe Erde! An sie – und ganz sinnlich-konkret an die Felder der Arvaia Kooperative in der Nähe von Bologna – richtet sich dieser Filmliebesbrief. Da wird gesät, geerntet, gegossen, gestreichelt, mit Hingabe und ohne großindustrielle Hilfsmaschinerie. Die Menschen sind hier nur flüchtige Erscheinungen: Emma Harris legt den visuellen Fokus ganz auf die Flora, von der Erdkrume bis zur Knospe, vom weiten Horizontblick bis in die Verästelungen der Blätter hinein, die sich zeitweise überlagern und nur mehr abstrakte Struktur werden, in der man sich herrlich verliert. Ihr liebevoller, genauer Blick wird auch textlich eingefangen: Der von zwei Stimmen vorgetragene Liebesbrief ist nicht nur ein großes Dankeschön an die Erde, sondern äußert auch den Wunsch, dass der Mensch in Zukunft nicht mehr gegen, sondern mit der Natur arbeitet. Passend zu diesen ethischen, agrarökologischen Überlegungen wurde „Errabonda“ mit schadstoffarmen, analogen Verfahren hergestellt.

Marie Ketzscher

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27.10.
#272
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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27.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#272
Teil der Kompilation
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29.10.
#451
CineStar 7
Teil der Kompilation
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29.10.2026
CineStar 7
#451
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30.10.
#5A1
Schaubühne Lindenfels
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30.10.2026
Schaubühne Lindenfels
#5A1
Teil der Kompilation
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Regie
Emma Harris
Kamera
Emma Harris
Schnitt
Emma Harris
Produktion
Emma Harris
Ton
Emma Harris, Estelle Pierre
Sound Design
Emma Harris, Andreas Hayden
Musik
Tomás Gubbins

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Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill The Evidence of the Termites
The Evidence of the Termites Roberto Jaén
Fesselnd vielstimmig im Split-Screen. Dieser ironische, wechselhafte und selbstreflexive Essayfilm ist ein spielerischer Versuch, einen schwer fassbaren Begriff zu definieren: Klasse.
Filmstill The Evidence of the Termites

The Evidence of the Termites

La evidencia del comején
Roberto Jaén
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Costa Rica
2026
15 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Internationale Premiere
Die erste Stimme gehört dem Regisseur, der sich fragt, was er wohl für eine Art Film über die Mittelschicht machen würde. Was wir sehen entspricht mehr oder weniger seinen Beschreibungen; Split-Screen-Kombinationen von Archivmaterial und aktuellen Aufnahmen, die unauffällige Schnipsel aus dem Alltag zeigen: Familientreffen, der benachbarte Park. Außerdem spricht er darüber, den Schwerpunkt seines Films zu verschieben, und auch das geschieht, als mehr Stimmen einsetzen und verschiedene Formate zwischen den beiden Bildausschnitten pendeln: der Mann, der banale Alltagsgegenstände auflistet; die Frau, die durch eine unsichtbare Grenze von San José abgeschnitten ist; der venezolanische Immigrant, der vom Bus als großem Gleichmacher spricht; die Enkelin, die eine riesige Sammlung Lexika erbt. Ihr Hintergrund unterscheidet sich, aber sie alle beziehen sich explizit oder implizit auf gesellschaftliche Klassen, bei jedem eine andere Kategorie zu einer anderen Zeit; so viele Bedeutungen, so viele Objekte und Bezüge, ein Begriff mit zahllosen Ausprägungen. Wenn man den Termitenhügel öffnet, sieht man, dass er von allen gebaut wurde.

James Lattimer

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27.10.
#2C2
Cinémathèque in der naTo
Teil der Kompilation
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27.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#2C2
Teil der Kompilation
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28.10.
#331
CineStar 5
Teil der Kompilation
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28.10.2026
CineStar 5
#331
Teil der Kompilation
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01.11.
#721
CineStar 4
Teil der Kompilation
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01.11.2026
CineStar 4
#721
Teil der Kompilation
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01.11.
#772
Passage Kinos Wintergarten
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01.11.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Regie
Roberto Jaén
Buch
Luis Chaves, Claudia Crinigan, Melissa Valverde, Verónica Jiménez, Roberth Pereira, Roberto Jaén
Kamera
Carolina Mora
Schnitt
Roberth Pereira
Produktion
Carlos Matute
Sound Design
Gabriela Rivas

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Nominiert für: Silberne Taube