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Doc Alliance

DOK Leipzig ist Mitglied der 2008 gegründeten Doc Alliance, ein Netzwerk aus sieben europäischen Dokumentarfilmfestivals, das sich der Förderung aufstrebender Talente verschrieben hat und jährlich den Doc Alliance Award ausrichtet. Diese Sektion präsentiert eine Auswahl der nominierten Filme aus dem jüngsten Wettbewerbsjahrgang.

Doc Alliance
Filmstill Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow, and the Day After Tomorrow
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow, and the Day After Tomorrow Anastasiia Bonadyha
Kann der Ausnahmezustand zur Normalität werden? Im ukrainischen Nikopol findet Bohdan in seinem Glauben Kraft und Hoffnung inmitten der Zumutung des fortwährenden Krieges.
Filmstill Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow, and the Day After Tomorrow

Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow, and the Day After Tomorrow

Apokalypsa včera, dnes, zítra a pozítří
Anastasiia Bonadyha
Doc Alliance
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2025
21 Minuten
Ukrainisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere
Kann der Ausnahmezustand Normalität werden? Kann man trotz Apokalypse einen Alltag leben? Ja, das geht, würde Bohdan ruhig und lächelnd sagen. Er lebt im ukrainischen Nikopol am ehemaligen Kachowka-Stausee: Der See trocknete rapide aus, nachdem die russische Armee 2023 den Staudamm zerstörte. Bohdan hat sich, wie die meisten Bewohner*innen Nikopols, an den ständigen Bombenalarm und die fast täglichen Bombardements angepasst – eine unglaubliche mentale Leistung, die Anastasiia Bonadyha auch soundtechnisch und musikalisch einfängt und transformiert: Eine Spieluhr klimpert den Wiener Walzer, das Sirenengeheul wird zu einem langgezogenen Schofarton. Bohdans Seelenruhe und Optimismus sind tief in seinem Glauben verwurzelt. Er habe keine Angst vor dem Tod, er komme ja zu Gott. Weitermachen und leben, solange es geht: Bonadyhas mit Super8-Kamera gedrehter Film ist eine berührende Zeitkapsel, ein Augenblick der Hoffnung in der Zumutung des fortwährenden Krieges.

Marie Ketzscher

Thematisiert Kriegsszenen

Trailer DOK Leipzig Logo

Termine und Tickets DOK Leipzig Logo

27.10.
#263
Passage Kinos Astoria
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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27.10.2026
Passage Kinos Astoria
#263
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar
30.10.
#522
CineStar 4
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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30.10.2026
CineStar 4
#522
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar
31.10.
#611
CineStar 2
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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31.10.2026
CineStar 2
#611
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Anastasiia Bonadyha
Kamera
Anastasiia Bonadyha
Schnitt
Kryštof Perry
Produktion
Kryštof Zvolánek
Ton
Matěj Lindner

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Anastasiia Bonadyha
anastasiabonadyga@gmail.com
Doc Alliance
Filmstill A Song Without Home
A Song Without Home Rati Tsiteladze
„Mein Leben ist ein Gefängnis“, sagt die Transfrau Adelina aus Georgien. Nach elf Jahren Hausarrest sucht sie in Wien ein freieres Leben. Intimes, impressionistisches Langzeit-Porträt.
Filmstill A Song Without Home

A Song Without Home

A Song Without Home
Rati Tsiteladze
Doc Alliance
Dokumentarfilm
Georgien
2025
75 Minuten
Georgisch,
Deutsch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

„Mein Leben ist ein Gefängnis“, sagt Adelina. Die junge Frau raucht und schaut in die Kamera, rechts und links von ihr sitzen die Eltern auf dem Sofa. In Schwarzweiß und im schmalen 4:3-Format wirkt die Familienszene beklemmend: Elf Jahre hat Adelina dort im Hausarrest verbracht, mit einem Vater, der ihre Identität nicht anerkennt, und einer Mutter, die liebevoll, aber machtlos scheint. Für Transpersonen wie Adelina gibt es in Georgien weder Freiheit noch Sicherheit. Queerfeindliche Angriffe passieren auf offener Straße, die rechtliche Lage der LGBTQ-Community hat sich zuletzt weiter verschlechtert. Als die Protagonistin schließlich das Dorf ihrer Eltern verlässt und nach Wien geht, verändert sich auch der Stil von Rati Tsiteladzes Debütfilm. Rot leuchtet der Lippenstift, neongelb die Lichter der Großstadt. Ein anderes, freieres Leben scheint möglich. Doch mit der Freiheit kommen neue Herausforderungen: finanzielle und gesundheitliche Probleme, die Verständigung in einer fremden Sprache – und Einsamkeit. „A Song Without Home“ ist ein intimes, impressionistisch erzähltes Langzeit-Porträt einer Person, die sich selbst entwerfen möchte und an einer unerschütterlichen Überzeugung festhält: „Kein Gesetz kann auslöschen, wer wir sind.“

Jan-Philipp Kohlmann

Thematisiert Diskriminierung von LGBTQIA2S+-Personen

Enthält Darstellungen von Diskriminierung von LGBTQIA2S+-Personen

Termine und Tickets DOK Leipzig Logo

29.10.
Polnisches Institut
kiss kiss bang bang + A Song Without Home

Eintritt frei

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29.10.2026
Polnisches Institut
kiss kiss bang bang + A Song Without Home

Eintritt frei

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Calendar
31.10.
#623
CineStar 4
kiss kiss bang bang + A Song Without Home
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31.10.2026
CineStar 4
#623
kiss kiss bang bang + A Song Without Home
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Rati Tsiteladze
Kamera
Rati Tsiteladze
Schnitt
Rati Tsiteladze
Produktion
Olga Slusareva
Musik
Marius Leftărache

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Olga Slusareva
olyaslusareva@gmail.com
Nominiert für: MDR-Film-Preis