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Publikumswettbewerb

Diese Wettbewerbssektion versammelt Filme aus aller Welt, die Emotionen wecken, die den subjektiven Blick einnehmen, die humorvoll sein können, überraschend und herzlich. Wie die gesamte Filmauswahl von DOK Leipzig konkurrieren sie um die Gunst des Publikums. Hier aber vergibt auch das Publikum selbst den Preis – per Online-Voting nach den Filmen.

Goldene Taube gestiftet von der Leipzig Stiftung

Publikumswettbewerb
Filmstill Baby Jackfruit Baby Guava
Baby Jackfruit Baby Guava Nhat Quang Nong
Ein schwuler Sohn, eine neurodivergente Tochter, ihre konservative Mutter. Völlig unerwartet wird Quangs Schwester schwanger. Das Trio muss versuchen, zerbrochene Bindungen zu reparieren.
Filmstill Baby Jackfruit Baby Guava

Baby Jackfruit Baby Guava

Em bé đồng bóng, em bé ngạo nghễ và em bé đau lòng
Nhat Quang Nong
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Vietnam,
Südkorea
2026
105 Minuten
Vietnamesisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere
Völlig unerwartet wird Quangs Schwester Mai schwanger und für ihn ist klar: Dieser neue Lebensabschnitt wird die Familie für immer verändern. Er greift zur Kamera. Sieben Jahre lang arbeitet er an dem Film, sammelt Fotos, Tagebücher und Telefongespräche. In DIY-Scrapbook-Ästhetik verbindet er die Gegenwart mit Erinnerungen und Bildern aus der Vergangenheit. Wir reisen mit Quang zurück in seine Jugend in der nordvietnamesischen Provinz Lào Cai, nahe der chinesischen Grenze. Seine neun Jahre ältere Schwester Mai bringt ihm coole Musik und angesagte Mode näher – während Mutter Cuc von einer traditionellen Familie träumt. Ein Traum, der in weite Ferne rückt: Ihr Sohn ist schwul, ihre Tochter lebt mit Schizophrenie. Als Erwachsener zieht Quang nach Hanoi, wo er sich endlich frei fühlen kann. Die Distanz zur Familie wächst. Jahre später führt Baby Guava Quang wieder näher an seine Familie. Das Kind bringt sie zusammen, legt aber auch alte Spannungen offen. Über unterschiedliche Vorstellungen von einem „normalen“ Leben wurde lange geschwiegen. Mit brutaler Ehrlichkeit und intimen, teils unangenehmen Einblicken schaut Quang auf seine Familie und die unausgesprochenen Schmerzen und Ressentiments, die zwischen ihnen stehen. Und er zeigt ebenso die Hoffnungen und Bemühungen, einander doch noch zu verstehen und zu akzeptieren, um Baby Guava ein liebevolles Umfeld zu ermöglichen.

Seggen Mikael

Thematisiert psychische Erkrankungen

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29.10.
#421
CineStar 4
Baby Jackfruit Baby Guava
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29.10.2026
CineStar 4
#421
Baby Jackfruit Baby Guava
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Calendar
30.10.
#514
CineStar 2
Baby Jackfruit Baby Guava
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30.10.2026
CineStar 2
#514
Baby Jackfruit Baby Guava
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Calendar
01.11.
#782
UT Connewitz
Baby Jackfruit Baby Guava
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01.11.2026
UT Connewitz
#782
Baby Jackfruit Baby Guava
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Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Nhat Quang Nong
Kamera
Nhat Quang Nong, Thao Hoang, Kim Chu Nam
Schnitt
Linh DN, Hankyeol Lee
Produktion
Trang Dao, Sarah Kang, Heejung Oh
Sound Design
Wiparut Panjawongroj
Musik
Xinh Xô
Animation
Dan Ni, Lê Ngọc Thạch

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Kontakt
Tommaso Priante
tommaso@luminaliafilm.com
World Sales
Tommaso Priante
Luminalia
tommaso@luminaliafilm.com
Publikumswettbewerb
Filmstill Closure
Closure Michał Marczak
Krzysztof (16) wurde zuletzt auf einer Brücke oberhalb der Weichsel gesehen. Nach seinem Verschwinden stürzt sich sein Vater in eine unermüdliche Suche im Fluss. Eine Studie unbewältigter Trauer.
Filmstill Closure

Closure

Bez końca
Michał Marczak
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Polen
2026
105 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch
Deutsche Premiere

Der 16-jährige Krzysztof wurde zuletzt 2023 auf einer Brücke über der polnischen Weichsel gesehen. Die Überwachungskamera drehte sich kurz und als sie wieder auf ihn zeigte, war er weg. Nach seinem Verschwinden begann sein Vater Daniel eine unermüdliche Suche in Polens größtem Fluss. Die Zeit vergeht, doch die Suche geht weiter. Jede Technik, die nützlich ist, wird einbezogen, von Drohnen bis zu Metalldetektoren, Trackern und sogar Brotlaiben, die in der Hoffnung, die Leiche zu finden, in die Strömung geworfen werden. Die Kamera passt sich diesen Rhythmen an, wühlt im Flussbett und durchkämmt seine Ufer. Zwischen die Suchmissionen, die die rastlose Energie des Vaters und die enorme Anstrengung dieses Unternehmens zeigen, mischen sich Vérité-Szenen mit der Familie und Nachrichtenschnipsel über angebliche Sichtungen Krzysztofs. Auch Social Media-Beiträge werden durchsucht und liefern beunruhigende Einblicke in den inneren Zustand des Jungen. Der Regisseur Michał Marczak – und damit die Kamera – begleiten Daniel und nehmen das Publikum mit auf eine Bootsfahrt und ins Herz der unbewältigten Trauer einer Familie. Da ein Abschluss unerreichbar bleibt, beginnt Daniel, bei anderen Suchen zu helfen, die zu düsteren Entdeckungen anderer im Wasser verlorener Leben führen.

Sevara Pan

Thematisiert gewalt gegen Tiere, psychische Erkrankungen, Suizid

Enthält Darstellungen von Tod, psychische Erkrankungen, gewalt gegen Tiere

Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.

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27.10.
#241
CineStar 6
Closure
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27.10.2026
CineStar 6
#241
Closure
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Calendar
28.10.
#323
CineStar 4
Closure
Im Warenkorb können Sie ermäßigte Tickets, Akkreditierungen und Dauerkarten anwenden
28.10.2026
CineStar 4
#323
Closure
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Calendar
30.10.
Polnisches Institut
Closure

Eintritt frei

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30.10.2026
Polnisches Institut
Closure

Eintritt frei

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Regie
Michał Marczak
Kamera
Michał Marczak
Produktion
Monika Braid, Michał Marczak, Rémi Grellety, Katarzyna Szczerba, Karolina Marczak

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Autlook Filmsales
World Sales
Autlook Filmsales
Autlook Filmsales GmbH
festival@autlookfilms.com
Nominiert für: MDR-Film-Preis
Publikumswettbewerb
Filmstill For Life
For Life Ahmet Seven
Aus Sehnsucht nach Mutterschaft schmuggelt eine Palästinenserin das Sperma ihres inhaftierten Mannes. Die Zeit drängt, Checkpoints versperren ihr den Weg. Wird sie ihren Kinderwunsch erfüllen?
Filmstill For Life

For Life

Ömür Boyu
Ahmet Seven
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Türkei
2026
90 Minuten
Arabisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere

Eine palästinensische Frau, Hind Mashahra, sehnt sich danach, Mutter zu werden, aber es scheint kaum möglich, da ihr Mann eine lebenslange Gefängnisstrafe in einem israelischen Gefängnis absitzt und eheliche Besuche nicht gestattet sind. Das Sperma ihres Mannes aus dem Gefängnis zu schmuggeln könnte ihre einzige Chance sein, noch einmal Mutter zu werden. Der Dokumentarfilm folgt Hind auf ihrer riskanten Mission, die Spermaprobe ihres Mannes zu bekommen und zu einer Fruchtbarkeitspraxis zu bringen. Mehrfach werden ihre Versuche durch Verkehr, Checkpoints und die Kurzlebigkeit der Samen, die nach ein paar Stunden absterben, behindert. In schlichter Sprache bleibt der Film nahe an Hinds innerer Erfahrung, in den dramatischen, von der Realität im Westjordanland und Ostjerusalem geprägten Momenten ebenso wie in den ruhigeren, doch nicht weniger spannungsgeladenen Momenten des Wartens. Mit eingestreuten Erzählungen anderer Ehefrauen von Gefangenen zeichnet dieser Dokumentarfilm die Reise einer Palästinenserin nach, deren Suche nach Mutterschaft sie einen außerordentlichen hohen Preis kostet.

Sevara Pan

Thematisiert Tod, körperliche Gewalt

Enthält Darstellungen von körperliche Gewalt, Tod

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28.10.
#363
Passage Kinos Astoria
For Life
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28.10.2026
Passage Kinos Astoria
#363
For Life
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30.10.
#523
CineStar 4
For Life
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30.10.2026
CineStar 4
#523
For Life
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Calendar
01.11.
#712
CineStar 2
For Life
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01.11.2026
CineStar 2
#712
For Life
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Regie
Ahmet Seven
Kamera
Latifa Abdel Latif
Schnitt
Ahmet Seven
Produktion
Aslıhan Eker Çakmak

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Publikumswettbewerb
Filmstill Heat
Heat Jacqueline Zünd
Kaum auszuhaltende Hitze in der Golfregion – und der Umgang der Menschen hängt von ihrem Geldbeutel ab. Ein immersives Eintauchen in ein Schreckensszenario, erzählt in fiebrigen Bildern.
Filmstill Heat

Heat

Heat
Jacqueline Zünd
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Schweiz
2026
84 Minuten
Englisch,
Arabisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere
Der Wetterbericht kündigt Temperaturen von über 50 Grad Celsius an. Jaqueline Zünd ist in die Golfregion gereist und transformiert die erdrückende Hitze in fiebrige Bilder und einen Score, der von heißen Winden kündet. Doch nicht alle sind den dystopischen Bedingungen gleichermaßen ausgesetzt. Während Tarik in langen Schichten Essen auf seinem Motorrad ausliefert und Sophy mit Sonnenschirm durch das glühende Dubai trottet, setzen sich die Wohlhabenden in klimatisierte, teils eisige Räume ab. In Kuwait wird ein Einkaufspalast zur Joggingstrecke. Derweil kauft eine Immobilienmaklerin mit gebrochenem Herzen schwere Eisblöcke, um den wilden Katzen am Stadtrand ein wenig Erleichterung zu verschaffen. Zünd lässt Raum, um die erdrückende Atmosphäre spürbar werden zu lassen, um erfasst zu werden von einer existentiellen Ausweglosigkeit. „Tod oder Auswandern“, zeichnet ein Meteorologe die Vision für die Zukunft des Gebiets. „Aber niemand hört zu“. „Heat“ ist eine bedrückende Vorschau, ein Schreckensszenario, das vor allem die soziale Dimension der voranschreitenden Klimakatastrophe in den Blick nimmt: Zuerst sind es immer die Vulnerabelsten, die sich keine Ignoranz leisten können.

Carolin Weidner

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27.10.
#222
CineStar 4
Heat
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27.10.2026
CineStar 4
#222
Heat
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28.10.
#364
Passage Kinos Astoria
Heat
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28.10.2026
Passage Kinos Astoria
#364
Heat
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01.11.
#714
CineStar 2
Heat
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01.11.2026
CineStar 2
#714
Heat
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Calendar

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Regie
Jacqueline Zünd
Buch
Jacqueline Zünd
Kamera
Nikolai von Graevenitz
Schnitt
Gion-Reto Killias
Produktion
Louis Mataré
Ton
Masaki Hatsui
Sound Design
Oscar van Hoogevest
Musik
Marcel Vaid

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Kontakt
Azra Jasarevic
sales@taskovskifilms.com
World Sales
Azra Jasarevic
Taskovski Films Ltd.
sales@taskovskifilms.com
Filmstill Holy Wood Dust

Holy Wood Dust

Holy Wood Dust
Victor Kossakovsky
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Italien,
Spanien,
Deutschland
2026
102 Minuten
Italienisch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch, Deutsch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere

„Bäume sind das Leben selbst“, sagt der berühmte Botaniker Stefano Mancuso, als er eine Schar Kinder durch eine einst dicht bewaldete Gegend führt. Dies liefert den Rahmen für Victor Kossakovskys und Mancusos ausgedehnte filmische Reise durch Europa und sogar bis in die Vatikanstadt, auf den Spuren des Schicksals der Bäume. In den Dolomiten stehen Bäume wie Geister, nachdem der Sturm Vaia die Wälder verwüstet hat. Die Monokultur-Pflanzungen ökonomisch wertvoller Tannen haben sie verwundbarer gemacht. Nach dem Sturm folgten weitere Schäden, da die geschwächten und umgefallenen Bäume zu Brutstätten für den Borkenkäfer wurden. Was denken oder fühlen Bäume? Die Kamera taucht ein in ihre Tiefen, fängt immer noch sprießendes und hartnäckiges Leben ein. Doch während der Winter ins Land geht, könnten Bäume die Festtage nicht überleben. Auf Nadelbaumfarmen arbeiten unermüdlich die Kettensägen. Wie seltsame Kokons packt man sie jetzt in Netze und schnürt sie zu festen Bündeln, die auf ihren Versand in Wohnungen und auf öffentliche Plätze warten. Aber die Zuneigung der Menschen könnte von kurzer Dauer sein.

Sevara Pan

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29.10.
#4A1
Schaubühne Lindenfels
Holy Wood Dust
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29.10.2026
Schaubühne Lindenfels
#4A1
Holy Wood Dust
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Calendar
30.10.
#524
CineStar 4
Holy Wood Dust
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30.10.2026
CineStar 4
#524
Holy Wood Dust
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Calendar
01.11.
#763
Passage Kinos Astoria
Holy Wood Dust
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01.11.2026
Passage Kinos Astoria
#763
Holy Wood Dust
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Regie
Victor Kossakovsky
Buch
Victor Kossakovsky
Kamera
Gianmarco Donaggio
Schnitt
Ainara Vera
Produktion
Mattia Guerra, Emmanuele Nespeca
Co-Produktion
Emanuele Nesprecio
Ton
Alexandr Dudarev
Musik
Adrian Berenguir

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Kontakt
Frank Müller
World Sales
Maria Lanfranchi
Rai Cinema
maria.lanfranchi@raicinema.it
German Distributor
Holger Recktenwald
Publikumswettbewerb
Filmstill Kurtág Fragments
Kurtág Fragments Dénes Nagy
Ein expansives, ungemein intimes Porträt des musikalischen Genies György Kurtág, der gerade 100 Jahre alt wurde. Ein Mann, der Musik lebt, atmet und ganze Welten voller Gefühl erschafft.
Filmstill Kurtág Fragments

Kurtág Fragments

Kurtág töredékek
Dénes Nagy
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Ungarn
2025
113 Minuten
Ungarisch,
Deutsch,
Französisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere

György Kurtág ist ein berühmter ungarischer Komponist, einer der Großen der Nachkriegs-Avantgarde. 1926 geboren, ist er jetzt 100 Jahre alt, doch sein Verstand ist wunderbar aktiv geblieben. In seiner Dachwohnung im Budapester Musikzentrum arbeitet er weiterhin unermüdlich mit einigen der besten Musiker*innen der Welt, die ihre Werke für den bescheiden machenden Prozess der Zusammenarbeit öffnen. In einer geografischen Rundreise nimmt uns der Film mit von seiner Geburtsstadt Lugoj an die verschiedenen Orte, die ihn geformt haben, von Transsylvanien über Budapest bis nach Paris. Er zeichnet seine frühen Anfänge in der Musikwelt nach, die mit Tanz und vierhändigen Pianokonzerten mit seiner Mutter begannen – was er später mit seiner Frau, der Pianistin Márta, fortsetzte. Anschließend folgt er seinem Leben und den vielen künstlerischen Kollaborationen, unter anderem mit dem isländischen Pianisten Víkingur Ólafsson und dem britischen Cellisten Steven Isserlis. Auch sein Magnum Opus, „Fin de Partie“, ist in den Film eingewoben. „Die Karte ist nicht die Landschaft; die Noten sind nicht die Musik…“ Für die Pianisten Halla Oddný Magnúsdottir und Ólafsson hat Kurtág „eine Art des Komponierens gefunden, die man nicht spielen kann, ohne über die Noten hinauszugehen“. Dieses Gefühl wird von Kurtág geteilt, der anmerkt, dass es nicht um seine Ideen geht, sondern darum, ob das von Musizierenden gespielte Stück sie wirklich „erfasst“. Das Porträt eines Mannes, der Musik lebt und atmet und ganze Welten komponiert, die vor Emotion übersprudeln.

Sevara Pan

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27.10.
#221
CineStar 4
Kurtág Fragments
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27.10.2026
CineStar 4
#221
Kurtág Fragments
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Calendar
28.10.
#332
CineStar 5
Kurtág Fragments
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28.10.2026
CineStar 5
#332
Kurtág Fragments
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Calendar
31.10.
#614
CineStar 2
Kurtág Fragments
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31.10.2026
CineStar 2
#614
Kurtág Fragments
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Regie
Dénes Nagy
Buch
Dénes Nagy
Kamera
Tamás Dobos, Márton Vizkelety, Áron Farkas
Schnitt
Nicolas Rumpl
Produktion
Julianna Ugrin
Sound Design
Péter Benjámin Lukács

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Kontakt
Katalin Vajda
kati.vajda@nfi.hu
World Sales
Tibor Forizs
NFI World Sales
forizs.tibor@nfi.hu
Nominiert für: MDR-Film-Preis
Mehr zum Film
Hommage: Helena Třeštíková
Filmstill A Marriage Story
A Marriage Story Helena Třeštíková
Über drei Jahrzehnte beobachtet Helena Třestíková die Ehe von Ivana und Vaclav, die scheinbar gewöhnlich verläuft. Bis man merkt, dass es „gewöhnlich“ nur für den ungenauen Blick geben kann.
Filmstill A Marriage Story

A Marriage Story

Strnadovi
Helena Třeštíková
Hommage: Helena Třeštíková
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2017
102 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere
Geschichten von der Ehe filmt die Pragerin Helena Třeštíková seit den frühen Achtzigerjahren, mehrere Langzeitdokumentationen sind auf diese Weise entstanden. Ivana und Václavs ewiger Bund ist Beobachtungsgegenstand dieser Folge, die vom Tag vor der Hochzeit bis ins Heute reicht. Damals, im Dezember 1980, ist Ivana 21 Jahre alt und Václav 24. Beide studieren Architektur und heiraten, „weil wir uns mögen. Und andere Dinge. Dinge, über die man besser nicht spricht.“ Kurz nach der Hochzeit ist das erste Kind da. Ganz offensichtlich ist Třeštíková angezogen von bestimmten Orten, an die sie immer wieder zurückkehrt, vor allem aber von Menschen und der Art, wie sie ihr Leben in sinnvolle Richtungen zu entwickeln versuchen. In dieser „Marriage Story“ lässt sich ein unglaublicher Wunsch nach Vergrößerung und Wachstum ausmachen, der sich in einer Anhäufung von Gegenständen, Kindern und Verantwortlichkeiten zeigt – eines der inneren Motive des Ehepaares Strnad, das sich über 35 gemeinsame Jahre entklappt.

Carolin Weidner, DOK Leipzig Katalog 2017

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30.10.
#573
Passage Kinos Wintergarten
A Marriage Story
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30.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#573
A Marriage Story
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Helena Třeštíková
Buch
Helena Třeštíková
Kamera
David Cysař, Vlastimil Hamerník, Jan Malíř, Miroslav Souček, Ervín Sanders, Jiří Chod, Robert Novák, Antonín Kutík
Schnitt
Jakub Hejna
Produktion
Kateřina Černá, Pavel Strnad
Co-Produktion
Czech Television
Ton
Richard Müller

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Kontakt
Daniel Vadocký
Hommage: Helena Třeštíková
Filmstill The Miracle
The Miracle Helena Třeštíková
Das Wunder der Geburt in Großaufnahme. Eine intime Miniatur als Ausgangspunkt einer 37-jährigen Langzeitstudie. Schon in ihrem ersten Kurzfilm zeigt sich Třeštíkovás besondere Handschrift.
Filmstill The Miracle

The Miracle

Zázrak
Helena Třeštíková
Hommage: Helena Třeštíková
Dokumentarfilm
Tschechoslowakei
1975
16 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere
Das Wunder einer Geburt in Großaufnahme. Třeštíkovás erster beobachtender Dokumentarfilm ist der Ausgangspunkt einer Langzeitstudie, die 37 Jahre andauern wird und in den Film „Private Universe“ mündet. Schon in dieser intimen Miniatur lässt sich ihre besondere Handschrift erkennen – in wenigen Szenen entsteht das Porträt einer jungen Frau, die sich auf ihre Rolle als Mutter vorbereitet.Mit „The Miracle“ gewann Třeštíková 1975 in Leipzig eine Goldene Taube.

Lina Dinkla

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29.10.
#472
Passage Kinos Wintergarten
The Miracle + Private Universe
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#472
The Miracle + Private Universe
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Helena Třeštíková
Buch
Helena Třeštíková
Kamera
Jessica Horváthová
Schnitt
Vlasta Styblíková
Produktion
Krátký Film Praha
Ton
Miroslav Hofrichter
Musik
Zdeněk Liška

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Kontakt
Krátký Film Praha
Publikumswettbewerb
Filmstill Nicole Nicole
Nicole Nicole Lauren Dällenbach
Mit 55 lebt Nicole noch bei ihrer Mutter am Genfer See. In der familiären Symbiose stellt sich die Frage nach mehr Eigenständigkeit. Eine zärtliche Geschichte über Bindung und Emanzipation.
Filmstill Nicole Nicole

Nicole Nicole

Nicole Nicole
Lauren Dällenbach
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Schweiz,
Frankreich
2026
81 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch, Deutsch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere

Alberte und Nicole sind Mutter und Tochter, drei Jahrzehnte trennen sie. Mit 55 und 87 leben sie immer noch zusammen in einer Villa am Genfer See und haben sich in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit eingerichtet: Nicole zögert, ihre Mutter zu verlassen, während es Alberte schwer fällt, sie gehen zu lassen; sie fürchtet das Alleinleben. In einem Haus voller Erinnerungsstücke, Katzen und zu vielen Uhren fühlt sich das Vertraute sicher an für das Mutter-Tochter-Duo, das oft gleichzeitig, wie Synchronschwimmerinnen, einnickt. Doch mit der Zeit macht sich die Familie Sorgen über Nicoles Selbstständigkeit. Nicole gilt als neuro-atypisch, „ambivalent“ in Bezug auf ihren vermeintlichen Zustand, und es gibt wenig Einrichtungen, die sie adäquat versorgen können. Dann beschließt Nicoles Schwester Danielle, ihr bei der Suche nach einer Wohnung und einer Arbeit zu helfen. Diese Szenen spielen sich parallel zum Alltag der Familie und den intimen Gesprächen vor der Kamera ab. Außerdem macht sich Nicole mit ihrer filmemachenden Nichte Lauren an eine spielerische kreative Übung, in der sie sich die vielen Szenarien des Lebens ausdenkt.

Sevara Pan

Enthält Darstellungen von psychische Erkrankungen

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29.10.
#422
CineStar 4
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole
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29.10.2026
CineStar 4
#422
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole
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Calendar
30.10.
#512
CineStar 2
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole
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30.10.2026
CineStar 2
#512
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole
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Calendar
31.10.
Hauptbahnhof Osthalle
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole

Eintritt frei

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31.10.2026
Hauptbahnhof Osthalle
The Autoharp Crushing on Hot Guys + Nicole Nicole

Eintritt frei

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Calendar
01.11.
DOK Stream 24h
Nicole Nicole
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01.11.2026
DOK Stream 24h
Nicole Nicole
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Calendar

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lauren Dällenbach
Kamera
Greg Bindschedler, Charlotte Müller, Lauren Dällenbach
Schnitt
Emma Augier
Produktion
Agnès Boutruche, Véronika Vergari
Co-Produktion
Jean-Charles Leyris
Ton
Camille Bonard, Julien Matthey, Théo Panagia, Ilù Seydoux
Musik
Vincent Tille

Kontakt DOK Leipzig Logo

Kontakt
Stephan Riguet
World Sales
Stephan Riguet
Andana Films
sriguet@andanafilms.com
Publikumswettbewerb
Filmstill Petrolheads
Petrolheads Emil Langballe
Martin träumt von einem 1994er Honda Civic und dem Führerschein. Mit Kumpel Casper macht er sich auf den Weg – verbunden durch Trabbi-Witze, besondere Bedürfnisse und eine schwierige Kindheit.
Filmstill Petrolheads

Petrolheads

Petrolheads
Emil Langballe
Publikumswettbewerb
Dokumentarfilm
Dänemark
2026
76 Minuten
Dänisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Deutsche Premiere

Martin träumt nicht von einem Leben im Reichtum. Sein größter Wunsch ist ein 1994er Honda Civic und ein Führerschein. Mit fünf Monaten kam er zu seiner Pflegefamilie. Mit neun wurden bei ihm Autismus diagnostiziert, ADHS und eine sogenannte Bindungsstörung. Dann traf er Casper, und die beiden bauten eine Bindung auf, die auf ihrer gemeinsamen Liebe für Autos beruht, auf Trabbi-Witzen und dem Verständnis für die Schwierigkeiten des jeweils anderen – beide von ihren Behinderungen und von der frühen Jugend im Waisenhaus geformt, die ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigt haben. Von seinem Bruder, dem Regisseur Emil Langballe, mit Ehrlichkeit und Sorgfalt gefilmt, folgt der Film Martin, der in einer Spirale aus Drogensucht und Ärger gefangen ist. Doch die ganze Zeit arbeitet er weiter mit Casper an seinem Honda Civic. Ein Film über Brüche und Reparaturen, über Autos und Beziehungen, Unterstützungssysteme und die Zärtlichkeit der Freundschaft.

Sevara Pan

Enthält Darstellungen von Drogenkonsum, psychische Erkrankungen

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27.10.
#263
Passage Kinos Astoria
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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27.10.2026
Passage Kinos Astoria
#263
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar
30.10.
#522
CineStar 4
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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30.10.2026
CineStar 4
#522
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar
31.10.
#611
CineStar 2
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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31.10.2026
CineStar 2
#611
Apocalypse Yesterday, Today, Tomorrow and the Day After Tomorrow + Petrolheads
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Calendar

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Regie
Emil Langballe
Buch
Emil Langballe, Christian Einshøj
Kamera
Anders Nydam, DFF
Schnitt
Christian Einshøj
Produktion
Julie Friis Walenciak , Claes Hedlund
Ton
Kasper Janus Rasmussen
Musik
Björn Olsson

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Kontakt
Jasmina Vignjevic
jasmina@verita-films.com
World Sales
Jasmina Vignjevic
Verità Films
jasmina@verita-films.com
Hommage: Helena Třeštíková
Filmstill Private Universe
Private Universe Helena Třeštíková
Eine ganz normale Familie, 37 Jahre lang im Fokus der Kamera. Im Kleinen wird der Wandel der tschechischen Gesellschaft nachvollzogen, ein Leben zwischen Karel Gott und John Lennon.
Filmstill Private Universe

Private Universe

Soukromý Vesmír
Helena Třeštíková
Hommage: Helena Třeštíková
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2012
83 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

„Die Zukunft ist ein relatives Konzept. Sie uns vorzustellen, liegt an uns.“ Wie recht hat doch die Fernsehmoderatorin, die, zu einer Zeit in der Menschen erstmals den Mond begehen und Panzer in Prag einfahren – beides mit unabsehbaren Folgen –, wohlfrisiert und in Schwarz-Weiß auf eine womöglich farbenfrohe Zukunft anstößt. Denn wer kann schon wirklich wissen, wie die Menschen in einigen Jahrzehnten leben werden. Als Petr 1974 am Tag seiner Hochzeit mit Jana in Prag ein Tagebuch beginnt, weiß er nicht, wie die Welt und sein kleines Familienuniversum sich entwickeln werden – und wie sich beides gegenseitig beeinflussen wird. Als Helena Třeštíková kurz darauf beginnt, Janas Schwangerschaft mit der Kamera zu begleiten, weiß sie nicht, dass daraus 37 Jahre später ihre bisher längste Langzeitdokumentation entsteht: „Private Universe.“ Petrs Tagebuchaufzeichnungen bilden das variable Gerüst für dieses stets leichtfüßige Familienportrait. Aus der Tagebuch-Perspektive erscheinen große politische Umbrüche zuweilen als Randnotizen, erste Zähne als zentrale Ereignisse. Im Kleinen wird der Wandel der Tschechischen Gesellschaft nachvollzogen, ein Leben zwischen Karel Gott und John Lennon. Die ganze Dimension des Filmtitels offenbart sich aber erst, als Sohn Honza, der Widerspenstige, sich zum eigentlichen Protagonisten entwickelt. Zur Stunde seiner Geburt vor 37 Jahren ahnte er noch nicht, dass er bereits unter dem Stern der Kamera stand. Ein guter Stern?

Lars Meyer, DOK Leipzig Katalog 2012

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29.10.
#472
Passage Kinos Wintergarten
The Miracle + Private Universe
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#472
The Miracle + Private Universe
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Regie
Helena Třeštíková
Buch
Helena Třeštíková
Kamera
Vlastimil Hamerník, Jiří Chod, David Cysař
Schnitt
Jakub Hejna
Produktion
Kateřina Černá, Pavel Strnad
Co-Produktion
Czech Television, RWE, Helena Třeštíková
Ton
Lukáš Moudrý

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Daniel Vadocký
Hommage: Helena Třeštíková
Filmstill René
René Helena Třeštíková
20 Jahre eines Lebens, das sich größtenteils in Gefängnissen abspielt. Ein Mann, der immer wieder neu beginnt, scheitert, Schriftsteller wird und die Regisseurin permanent herausfordert.
Filmstill René

René

René
Helena Třeštíková
Hommage: Helena Třeštíková
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2008
83 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere
1989 beginnt Helena Třeštíková, den jugendlichen Strafgefangenen René zu filmen. Fast zwanzig Jahre folgt sie dem Rhythmus eines Lebens, das sich in Gefängnissen abspielt, nur von kurzen Phasen der Freiheit unterbrochen. Zwanzig Jahre, in denen sich epochale gesellschaftliche Umbrüche vollziehen. Systeme, Staatsformen und Regierungen wechseln – angedeutet in Fernsehbildern, die in Renés Zelle dringen. Der Reglosigkeit und Abwesenheit von Tempo im „Drinnen“ steht ein ruheloses „Draußen“ entgegen, in dem René auf Plätzen, an Bahnhöfen, in Zügen unterwegs ist – ohne jemals anzukommen. Die Verbindung zwischen drinnen und draußen ist die Regisseurin selbst, die zur einzigen verlässlichen Konstante im Leben ihres Protagonisten wird. Eine widersprüchliche, wechselvolle Beziehung, die René in seinen Briefen an Třeštíková reflektiert. Von ihm gelesen, erweitern sie den Film um eine Ebene, in der die Filmemacherin praktisch zur zweiten Protagonistin wird. René, der mit ihrer Hilfe im Lauf der Zeit selbst zum erfolgreichen Autor avanciert, erweist sich dabei als ebenbürtiger, aber schwieriger Partner. Aufmerksamkeit fordert er drastisch ein und hinterfragt wieder und wieder das Verhältnis von Filmemacherin und Protagonist. Die Versuche, ihn zum Mitautoren des Films zu machen, sind Teil der Geschichte. Eine Geschichte von überwältigender Kraft, die dorthin reicht, wo es wehtut.

Helena Třeštíková gewann mit René 2008 in Leipzig die Goldene Taube.

Grit Lemke, DOK Leipzig Katalog 2008

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28.10.
#373
Passage Kinos Wintergarten
René
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28.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#373
René
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Regie
Helena Třeštíková
Buch
Helena Třeštíková
Kamera
Tadeáš Věrčák, Martin Kubala, Petr Pešek, Stano Slušný, Václav Smolík, Marek Dvořák, Ondřej Belica, Miroslav Souček, Vlastimil Hamerník
Schnitt
Jakub Hejna
Produktion
Helena Třeštíková, Kateřina Černá, Pavel Strnad, Czech Television
Ton
Vladimir Nahodil, Pavel Sádek, Jan Valouch, Václav Hejduk, Miroslav Šimčík, Štěpán Mamula, Daniel Němec, Zbyněk Mikulík, Petr Provazník, Jan Valouch

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Daniel Vadocký