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Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill >1,5°C Pyropolitics and the New World
>1,5°C Pyropolitics and the New World Lukas Marxt
Diffuses oranges Leuchten im Dunkel. Es brennt. Erst in der Ferne, dann überall. Eine kommentarlose Beobachtung der Waldbrände und Einsatzkräfte in L.A. 2025, die Bände spricht.
Filmstill >1,5°C Pyropolitics and the New World

>1,5°C Pyropolitics and the New World

>1,5°C Pyropolitics and the New World
Lukas Marxt
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
Deutschland,
Österreich
2026
73 Minuten
ohne Dialog,
englische Titel
Untertitel: 
Keine
Weltpremiere

Zuerst hört man es knistern, dann schimmert ein diffuses oranges Leuchten durchs Dunkel. Eine lauter werdende Sirene und der Sound eines Hubschraubers markieren die Szene in Sekunden als Ort der Gefahr. Es brennt. Erst in der Ferne, kurze Zeit später überall. Bäume und Palmen gehen in Flammen auf. Die Kraft des Feuers ist enorm. Die Feuerwehrleute und auch alle anderen, die sich den Bränden rund um Los Angeles entgegenstellen, tun dies mit bemerkenswerter Ruhe. Niemand rennt, die Kommunikationskette sitzt, TV-Reporter berichten live, Helfende statten Notunterkünfte aus, versorgen verletzte Tiere, schlagen Brandschneisen vor Häusern von Nachbarn. Erprobte Routine, Effektivität und große Hilfsbereitschaft. Die Krise scheint das Beste in den Menschen hervortreten zu lassen. Die kommentarlose Beobachtung ist auch eine Verneigung vor diesem Einsatz. Doch je länger dieser dauert, desto mehr stellt sich die Frage, warum Solidarität und nachhaltiges Handeln im Notfall gelingen, es aber unmöglich scheint, der Krise zu begegnen, bevor sie zum Inferno wird. Mit seiner filmischen Meditation zur Pyropolitik nimmt der Film unsere Zeit der Multikrisen in den Blick. Das andauernde globale Brandmanagement lässt dabei leicht vergessen, dass hinter den sichtbaren Feuern geopolitische Ursachen liegen, die bekämpft werden müssen – nicht mit Wasser, sondern mit politischen Entscheidungen.

Luc-Carolin Ziemann

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27.10.
#253
CineStar 7
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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27.10.2026
CineStar 7
#253
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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28.10.
#3C1
Cinémathèque in der naTo
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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28.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#3C1
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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Calendar
01.11.
#713
CineStar 2
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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01.11.2026
CineStar 2
#713
>1,5°C Pyropolitics and the New World
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Regie
Lukas Marxt
Kamera
Lukas Marxt, Carson Davis Brown
Schnitt
Lukas Marxt
Produktion
Lukas Marxt
Musik
Jung An Tagen

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Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, Gedanken-Aufschluss-Preis, FIPRESCI Preis
Fokus Ost
Filmstill Ten to Twenty Spoil Heaps
10 bis 20 Halden Emerson Culurgioni
Das Land ist weg, aber die Halden sind noch da. Assoziative Reflexion über Boden und Ressourcen, Arbeit und Zerstörung, Heimat und Verlust in einer ostdeutschen Bergbaulandschaft.
Filmstill Ten to Twenty Spoil Heaps

10 bis 20 Halden

10 bis 20 Halden
Emerson Culurgioni
Fokus Ost
Dokumentarfilm
Deutschland
2026
27 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Deutsch, Englisch
Weltpremiere

Das Mansfeld, eine ostdeutsche Bergbauregion: Das Land ist weg, aber die Halden sind noch da. Als mächtiger Koloss in einer kahlen Ebene, als Pyramidenspitze hinter dem Reihenhaus, als dunkle Linie am Horizont. Aus der Aufschüttung ehemals überflüssigen Abraums sind mächtige Landmarken geworden. Emerson Culurgioni betrachtet sie als Ablagerungen von Geschichte. Die sorgfältig kadrierten Tableaus einer leeren, postindustriellen Landschaft, durch die nur ab und zu eine Simson-Gang rauscht, erinnern an James Bennings Erforschung einer menschengemachten Umwelt. Im Kontrast zur Statik der Bilder mäandert auf der Tonspur ein Fluss weitreichender Reflexionen über Boden und Ressourcen, Krieg und Krisen, Arbeit und Zerstörung, Ost und West, Herkunft und Identität, Heimat und Zugehörigkeit. Schicht für Schicht werden verklappte Erinnerungen freigelegt. Am Ende steht die Frage, welchen Wert wir ihnen beimessen.

Grit Lemke

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27.10.
#273
Passage Kinos Wintergarten
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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27.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#273
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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Calendar
01.11.
#711
CineStar 2
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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01.11.2026
CineStar 2
#711
10 bis 20 Halden + Onkel Thuận
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Regie
Emerson Culurgioni
Buch
Emerson Culurgioni
Kamera
Emerson Culurgioni
Schnitt
Emerson Culurgioni
Produktion
Valentina Zalevska
Sound Design
Florian Marquardt, Emerson Culurgioni
Musik
Müllstation

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Emerson Culurgioni
emerson@posteo.de
German Distributor
Valentina Zalevska
Retrospektive
Filmstill Abastecimiento
Abastecimiento Raúl Ruiz
Eine Frau aus bürgerlichem Milieu und der sozialistische Wirtschaftsminister sprechen per Tonband zueinander und aneinander vorbei: ein Bild der tief gespaltenen chilenischen Gesellschaft.
Filmstill Abastecimiento

Abastecimiento

Abastecimiento
Raúl Ruiz
Retrospektive
Dokumentarfilm
Chile
1973
15 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Raúl Ruiz war Teil der militanten Kinobewegung, die sich in den Dienst der chilenischen Volksfront stellte, verblieb aber ein Außenseiter. Auf experimentelle, ironische Weise sezierte er die gesellschaftlichen Widersprüche. In „Abastecimiento“ befasst sich Ruíz mit den Versorgungsproblemen unter der Regierung der Unidad Popular. Er konfrontiert die Ansichten einer Frau aus bürgerlichem Milieu mit denen des sozialistischen Wirtschaftsministers. Anschließend zeigt er die Tätigkeit der Juntas de Abastecimiento y Precios (JAP), lokal organisierter Komitees zur Kontrolle und gerechten Verteilung von Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs. Die provokante Gegenüberstellung entwirft das Bild eines unmöglichen Dialogs. Der Film durfte seinerzeit nicht gezeigt werden, galt lange als verschollen. Erst kürzlich wurde er wiederentdeckt. Leipzig war kein Ort für den nach dem Militärputsch nach Paris emigrierten Spielfilmregisseur, im Forum der Berlinale hingegen war Ruíz ein häufiger Gast.

Florian Wüst

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29.10.
#434
CineStar 5
Teil der Kompilation
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29.10.2026
CineStar 5
#434
Teil der Kompilation
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Regie
Raúl Ruiz
Kamera
Sergio Mihovilovic
Produktion
Chile Films

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Mit freundlicher Unterstützung von
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Filmstill Awaken, My Children
Awaken, My Children Christopher Galinos
Aus dem dichten Rauch spricht es zu uns, das Kreationsmonster, mehr Tier als Gott. Es bereut seinen größten Fehler: Das Erschaffen der Zivilisation. Was haben wir nur verbrochen?
Filmstill Awaken, My Children

Awaken, My Children

Awaken, My Children
Christopher Galinos
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm
Animationsfilm
Estland,
Südafrika
2026
19 Minuten
Afrikaans
Untertitel: 
Englisch
Internationale Premiere
Aus dem dichten Rauch spricht es. Erst einstimmig, dann zweistimmig. Ich habe dich schon gekannt, sagt es, als du noch keine Form hattest, ich sehe dich. Die Stimme ist tief, sie bereut ihren größten Fehler: Das Erschaffen der Zivilisation, sich vermehrend, sich überschlagend, all-einnehmend. Irgendwo zwischen Lamento und (Alb)traum bewegt sich Christopher Galinos’ atmosphärisch aufgeladener, experimenteller Film. Wir wissen nicht, mit wem wir hier eigentlich mitfühlen sollen: Ist es die holzskulpturartige 3D-Kreatur mit den langen Händen, die eine kleine Kugel hält? Oder sind es die Männchen, die auf dem flirrenden Textilgewebe entstehen, am Ende die ganze Fläche bedeckend? Sind wir denn diese Männchen? Mit diesen Fragen und den Überlegungen zu Kreationsmythen konfrontiert uns Galinos und entlässt uns nachdenklich.

Marie Ketzscher

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27.10.
#251
CineStar 7
Teil der Kompilation
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27.10.2026
CineStar 7
#251
Teil der Kompilation
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28.10.
#341
CineStar 6
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28.10.2026
CineStar 6
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29.10.
#4C1
Cinémathèque in der naTo
Teil der Kompilation
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29.10.2026
Cinémathèque in der naTo
#4C1
Teil der Kompilation
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31.10.
#674
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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31.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#674
Teil der Kompilation
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Regie
Christopher Galinos
Kamera
Christopher Galinos
Schnitt
Christopher Galinos
Produktion
Lyza Jarvis
Ton
Lodewyk Barkhuizen
Animation
Christopher Galinos
Animation Technique
Live Action, 2D Digital

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Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Hommage: Trollfilm
Filmstill Black Box
Black Box Anton Dyakov
Was bleibt, wenn alles vergeht? Ein alter Fotograf sucht in seinen Bildern nach Menschen und Ereignissen, die im Dunkeln verschwinden, wiederkehren und ihn schließlich heimsuchen.
Filmstill Black Box

Black Box

Black Box
Anton Dyakov
Hommage: Trollfilm
Animationsfilm
Norwegen
2026
10 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Deutsche Premiere

Was bleibt übrig, wenn alles vergeht? Ein alter Fotograf versucht anhand von Fotografien, Menschen und Ereignisse zu rekonstruieren, aber sie entgleiten ihm immer wieder, verschwinden im Dunklen, werden von den Wellen überspült. Anton Dyakov zeigt mit seinem 2D-animierten und in Schwarz-Weiß umgesetzten Film eben nicht nur, wie die Erinnerung verloren geht, sondern auch, wie sie uns manchmal heimsucht und überkommt – etwa in Form eines beklemmendes Archiv-Fragment diffuser Kriegsaufnahmen. „Black Box“ verhandelt Verlust und Trauer aus persönlicher und doch universeller Sicht, und nimmt dabei Bezug auf die Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter, die immer stärker ohne die haptische Vergewisserung eines Fotoabzugs auskommt – oder auskommen möchte.

Marie Ketzscher

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29.10.
#473
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#473
Teil der Kompilation
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Regie
Anton Dyakov
Buch
Anton Dyakov
Produktion
Claus Gladyszak
Sound Design
Alexey Gallyamov
Musik
Alexey Gallyamov
Animation
Anton Dyakov, Elizaveta Kharchenko
Animation Technique
Drawn

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Claus Gladyszak
claus@trollfilm.no
Animation Night
Filmstill Black Rain
Black Rain Semiconductor
Fernab von sorgfältig inszenierten Hochglanzbildern: Aus unbearbeiteten Stand- und Bewegtbilddaten einer NASA-Sonnenmission entsteht ein roher, glitchartiger Blick ins All.
Filmstill Black Rain

Black Rain

Black Rain
Semiconductor
Animation Night
Experimentalfilm
UK
2009
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

Mithilfe von Standbildern und Bewegtbildern von STEREO, der NASA-Satellitenmission zur Beobachtung der Sonne, verwandelt „Black Rain“ wissenschaftliche Daten in einen rohen und von Glitches durchzogenen Blick auf den interplanetarischen Raum. Der Film zelebriert das Artefakt als Stilmittel und gibt uns so eine ungeschliffene und fast voyeuristische Sicht des Weltalls, weit entfernt vom Glamour der Science-Fiction oder den sorgfältig kolorierten Bildern, die die NASA normalerweise für die Presse freigibt. Vor einem monochromen Hintergrund aus Sternen und der Milchstraße verfolgen wir Sonnenwinde, koronale Massenauswürfe und vorbeiziehende Kometen, die manchmal nur als verschwommene Linien oder Pixel erkennbar sind.

Ben Sassen

Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.

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30.10.
#5A2
Schaubühne Lindenfels
Teil der Kompilation
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30.10.2026
Schaubühne Lindenfels
#5A2
Teil der Kompilation
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Regie
Semiconductor

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LUX Distribution
Animation Perspectives
Filmstill Breaking the Law
Breaking the Law Franz Impler
Der Spielplatz ist leer. Alle sind zu Hause, im Lockdown. Nur eine birnenförmige 3D-Figur tapst mit dünnen Beinen, fetten Sneakern und einem Ballon über den kiesigen Sand.
Filmstill Breaking the Law

Breaking the Law

Breaking the Law
Franz Impler
Animation Perspectives
Animationsfilm
Deutschland
2020
1 Minute
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere
April 2020: Der Spielplatz ist leer und still, traurig flattert ein Absperrband, das aber keinen wirklich betrifft, weil alle zu Hause im Lockdown sind. Nur eine birnenförmige 3D-Figur tapst mit dünnen Beinen und fetten Sneakern suchend über den kiesigen Sand. Im Schlepptau hält sie einen erschöpften Ballon mit festgefrorenem Lächeln und – fetten Sneakern. Aus der Luft tätscheln die herunterhängenden Ballonhände den einsamen Verbotsbrecher. Franz Implers poetisch und spielerisch verdichtete Momentaufnahme lässt eine unbeschreibliche Ausnahmesituation mit all ihrer Melancholie und Absurdität nachfühlen.

André Eckardt

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29.10.
#474
Passage Kinos Wintergarten
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Regie
Franz Impler
Produktion
Franz Impler
Animation
Franz Impler
Animation Technique
3D Digital

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Retrospektive
Filmstill Caracas: dos o tres cosas
Caracas: dos o tres cosas Ugo Ulive
Radio, Werbung, Caracas. Die Wege kreuzen sich, doch die Menschen begegnen sich nicht. Eine experimentelle Collage der sozialen Realitäten im Venezuela der späten 1960er Jahre.
Filmstill Caracas: dos o tres cosas

Caracas: dos o tres cosas

Caracas: dos o tres cosas
Ugo Ulive
Retrospektive
Dokumentarfilm
Venezuela
1969
16 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Keine Premiere

Ugo Ulive verließ 1967 sein Heimatland Uruguay in Richtung der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Dort realisierte er zwei Jahre später am neu gegründeten Centro de Cine Documental de la Universidad de los Andes drei Kurzfilme: „Caracas: dos o tres cosas“, „Diamantes“ und „Basta!“. Letzterer war Teil der Leipziger Retrospektive „Film im Freiheitskampf der Völker: Lateinamerika“ von 1972. Inspiriert von Antonin Artauds Konzept des „Theaters der Grausamkeit“, sticht er durch verstörende Bilder einer Autopsie hervor, die den Grad der Entmenschlichung unter Einfluss des Imperialismus offenlegen. Ebenfalls in Form einer experimentellen Collage kontrastiert Ulive in „Caracas: dos o tres cosas“, mit der Kamera durch die Straßen von Caracas streifend, das öffentliche Gesicht der gespaltenen Gesellschaft mit Audiofragmenten aus Radio, Werbung und Popmusik.

Florian Wüst

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31.10.
#633
CineStar 5
Teil der Kompilation
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31.10.2026
CineStar 5
#633
Teil der Kompilation
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Regie
Ugo Ulive
Kamera
Ugo Ulive, Fernando Toro, Roberto Siso
Produktion
Centro de Cine Documental de la Universidad de Los Andes

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Arsenal – Institut für Film und Videokunst
Animation Perspectives
Filmstill Changeover
Changeover Franz Impler
Die so magische wie miese Spielregel der blauen, hintertriebenen Grinsekatze lässt einen Tennisspieler verzweifeln. Ständig rotiert das Spielfeld und macht ihn zu seinem eigenen Gegner.
Filmstill Changeover

Changeover

Changeover
Franz Impler
Animation Perspectives
Animationsfilm
Deutschland
2022
1 Minute
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere
Ein Tennisspieler verzweifelt an seiner Gegnerin, einer blauen hintertriebenen Grinsekatze. Nach ihrem Aufschlag manipuliert sie mit bösem Zauber die Raumkoordinaten und stellt die einzige, unerbittliche Regel auf: Unablässig rotiert nun das Spielfeld und der schon längst feststehende Verlierer krönt sich mit jedem Return selbst zum unbesiegbaren Gegner. Ein schizophrener Tennis-Albtraum.

André Eckardt

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29.10.
#474
Passage Kinos Wintergarten
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Regie
Franz Impler
Produktion
Franz Impler
Animation
Franz Impler
Animation Technique
3D Digital

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Hommage: Trollfilm
Filmstill Circle
Circle Laila Rakvåg
Ein Vogel fliegt über ölverseuchte Meere, durch brennende Wälder, vorbei an toten Insekten – und wird zum Menschen. Ein aktivistisches Plädoyer für mehr Empathie mit unserem Planeten.
Filmstill Circle

Circle

Sirkel
Laila Rakvåg
Hommage: Trollfilm
Animationsfilm
Norwegen
1994
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

Die Pestizide rotten die Insekten aus, das Öl fließt ins Meer, die Wälder brennen: 1994 lässt die Regisseurin Laila Rakvåg einen Vogel über und durch die ökologischen, mensch-gemachten Krisenherde fliegen, die uns heute noch in schlimmeren Ausmaßen beschäftigen. Manchmal kann der Vogel in der schönen Natur landen, doch das Innehalten ist nie von Dauer, das Paradies immer schon kurz vor der nächsten Höllentransformation. Je weiter der Vogel fliegt, desto menschlicher wird sein Antlitz: Er wird zum Baby, das dann tatsächlich auch geboren wird – und die Erinnerungen des Vogels in den gerade geöffneten Augen trägt. Wir sind untrennbar mit der Natur verbunden, was wir ihr zufügen, fügen wir auch uns zu: Rakvågs Film ist ein aktivistisches Plädoyer für mehr Empathie mit unserem Planeten und ein Umdenken aus der Perspektive einer werdenden Mutter.

Marie Ketzscher

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29.10.
#473
Passage Kinos Wintergarten
Teil der Kompilation
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
#473
Teil der Kompilation
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Regie
Laila Rakvåg
Produktion
Laila Rakvåg
Ton
Knut Halmrast, Magne Mikkelsen
Musik
Knut Halmrast, Magne Mikkelsen
Animation
Anita Killi

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Claus Gladyszak
claus@trollfilm.no
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Filmstill Cold River: I Am in Leipzig
Cold River: I Am in Leipzig Haiguang Li
Haiguang träumt – von seiner verstorbenen Großmutter, seinem Geburtsort Lěng Shuǐ Jiāng, seiner Kunst und seinem Job in einem Leipziger Großhandelslager. Aber Haiguang träumt nicht nur. Er filmt auch.
Filmstill Cold River: I Am in Leipzig

Cold River: I Am in Leipzig

Lěng Shuǐ Jiāng: Wǒ Zài Lái Bǐ Xī
Haiguang Li
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Dokumentarfilm
China,
Deutschland
2026
153 Minuten
Chinesisch,
Deutsch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
deutsche Untertitel
Weltpremiere

Haiguang träumt. Von seiner verstorbenen Großmutter, seinem Geburtsort Lěng Shuǐ Jiāng in China, seinen Performances und Kunstprojekten und seinem Job in einem Großhandelslager in Leipzig. Aber Haiguang träumt nicht nur. Er filmt auch. Sich selbst und seine Umgebung. Ausdauernd, stoisch, mal mit Handkamera, mal mit Stativ. Im Wissen, dass es direkt unter dem Alltag eine weitere Schicht gibt, die man nur wahrnimmt, wenn man sich traut, nach einer Bedeutung jenseits des Sichtbaren zu suchen. Wenn man sich traut, sich im Park auf eine Kreuzung zu legen und zu warten, was geschieht. Wenn man sich traut, den Leistungsdruck der chinesischen Gesellschaft mit einer Performance zu adressieren, einen Autoreifen durch Peking ziehend. Wenn man sich traut, eigene Ängste und Zweifel wahrzunehmen und zu zeigen. Stilsicher und immer in Bewegung zwischen Orten und Bedeutungsebenen verknüpft Haiguang Leben und Traum in acht Vignetten, in denen sich Gefühle kondensieren und eine Form annehmen, die über das Private hinausgeht. Dabei verschränkt er die Elemente seines Alltags zwischen Kunsthochschule und elterlicher Kohlenhandlung in Changsha mit ebenso genauen wie poetischen Beschreibungen. So kann eine am Wegrand liegende Pfütze zu genau dem Ort werden, der ihn quer durch Raum und Zeit mit seiner Oma verbindet.

Luc-Carolin Ziemann

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29.10.
#414
CineStar 2
Cold River: I Am in Leipzig
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29.10.2026
CineStar 2
#414
Cold River: I Am in Leipzig
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30.10.
#5B1
Schauburg
Cold River: I Am in Leipzig
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30.10.2026
Schauburg
#5B1
Cold River: I Am in Leipzig
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01.11.
#761
Passage Kinos Astoria
Cold River: I Am in Leipzig
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01.11.2026
Passage Kinos Astoria
#761
Cold River: I Am in Leipzig
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Regie
Haiguang Li
Buch
Haiguang Li
Kamera
Haiguang Li
Schnitt
Haiguang Li
Produktion
Haiguang Li
Ton
Haiguang Li
Sound Design
Haiguang Li

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Nominiert für: DEFA Förderpreis, VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness
Animation Perspectives
Filmstill Cyclepaths
Cyclepaths Anton Cla
Ein Mann auf dem E-Roller am Rande der Stadt. Irritierend nur das geschulterte Gewehr. Die Zeit, Alarm zu schlagen, ist vorbei. Die Katastrophe hat sich schon Bahn gebrochen.
Filmstill Cyclepaths

Cyclepaths

Cyclepaths
Anton Cla
Animation Perspectives
Animationsfilm
Belgien
2023
13 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere
An der Peripherie der Stadt schweigen die modernen Neubauten, die Autobahnbrücke rauscht. Vögel kreisen am Himmel. Ein junger Mann, verdeckt in seinem Kapuzenpulli, ist mit dem E-Roller auf einem Parkweg unterwegs. Irritierend nur das Gewehr über seiner Schulter. Anton Clas Film zeichnet eine Stimmung von höchster Alarmbereitschaft, während sich die Katastrophe schon Bahn gebrochen hat. Unaufgeregt spielen sich Szenen ab, die an Drastik zunehmen. Den Soundtrack zu der schreienden Stille liefert eine technisierte Welt: Autobahn, Tram, Blinkergeräusche, Notsignale. Was die Tonkulisse unnachgiebig verweigert, ist eine laute Entladung, die die Spannung lösen würde. Die Vorstadt-Landschaft überzieht ein rotes theatralisches Warnlicht, Unschärfen schränken die Sicht ein. Das 3D-Computerdesign kaschiert weder die Künstlichkeit noch rechnerbasierte Deformationen in den Bildern. Die Normalität ist zur Kampfzone geworden, in der bereits die Maschinen-Matrix regiert.

André Eckardt

Enthält Darstellungen von Mord, Kriegsszenen

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29.10.
#474
Passage Kinos Wintergarten
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29.10.2026
Passage Kinos Wintergarten
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Regie
Anton Cla
Produktion
Anton Cla
Ton
Milan Van Doren
Animation
Anton Cla
Animation Technique
3D Digital

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