Thema
- Aktivismus
- Animierter Dokumentarfilm
- Arbeit/Wirtschaft
- Archivmaterial
- Coming of Age
- Digitale Kultur
- Experimentell
- Familie
- Gender
- Geschichte
- Gesellschaft
- Humor
- Jugend
- Krieg/Konflikte
- Kunst/Kultur
- LGBTQIA2S+
- Menschenrechte
- Musik
- Ostdeutsch
- Politik/Zeitgeschehen
- Porträt/Biografie
- Psyche/Geist
- Religion/Spiritualität
- Sport
- Umwelt
- Unterrepräsentierte Gruppen
- Wissenschaft/Technologie
Filmtyp
Barrierefrei
Custom type
Thema
- Aktivismus
- Animierter Dokumentarfilm
- Arbeit/Wirtschaft
- Archivmaterial
- Coming of Age
- Digitale Kultur
- Experimentell
- Familie
- Gender
- Geschichte
- Gesellschaft
- Humor
- Jugend
- Krieg/Konflikte
- Kunst/Kultur
- LGBTQIA2S+
- Menschenrechte
- Musik
- Ostdeutsch
- Politik/Zeitgeschehen
- Porträt/Biografie
- Psyche/Geist
- Religion/Spiritualität
- Sport
- Umwelt
- Unterrepräsentierte Gruppen
- Wissenschaft/Technologie
Barrierefrei
10 bis 20 Halden
Das Mansfeld, eine ostdeutsche Bergbauregion: Das Land ist weg, aber die Halden sind noch da. Als mächtiger Koloss in einer kahlen Ebene, als Pyramidenspitze hinter dem Reihenhaus, als dunkle Linie am Horizont. Aus der Aufschüttung ehemals überflüssigen Abraums sind mächtige Landmarken geworden. Emerson Culurgioni betrachtet sie als Ablagerungen von Geschichte. Die sorgfältig kadrierten Tableaus einer leeren, postindustriellen Landschaft, durch die nur ab und zu eine Simson-Gang rauscht, erinnern an James Bennings Erforschung einer menschengemachten Umwelt. Im Kontrast zur Statik der Bilder mäandert auf der Tonspur ein Fluss weitreichender Reflexionen über Boden und Ressourcen, Krieg und Krisen, Arbeit und Zerstörung, Ost und West, Herkunft und Identität, Heimat und Zugehörigkeit. Schicht für Schicht werden verklappte Erinnerungen freigelegt. Am Ende steht die Frage, welchen Wert wir ihnen beimessen.
Grit Lemke
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
emerson@posteo.de
Baby Jackfruit Baby Guava
Seggen Mikael
Thematisiert psychische Erkrankungen
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
tommaso@luminaliafilm.com
B*tch
Anca Păunescu
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
Detention
Carolin Weidner
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
samy@andanafilms.com
Division
Was sagt die Bibliothek eines Menschen über ihn aus? James Paul Dallas porträtiert nicht nur ein Leben, sondern zeigt eine Gegenwart, in der Besitz, Erinnerung und Identität ins Wanken geraten. Im Frühjahr 2025 navigiert der anonyme Protagonist den Regisseur per Handy durch seine verlassene Wohnung in Brooklyn. Was darf bleiben, was kann gehen nach 20 Jahren Zuhause? Zuerst ist das Küchengeschirr dran, dann die Bücher. Giacometti und Basquiat können in New York bleiben. Aber alles, was zwischen Lequeu und Brick steht, bitte einpacken. So entsteht ein Parcours durch einen intimen Mikrokosmos. Nicht nur die Wissenswege eines einzelnen Individuums werden vermessen, sondern auch seine Begierden, Vorlieben, guilty pleasures. Die Aufnahmen geben fragmentarische Einblicke in die Privatsphäre, regen Neugier und Fantasie an, bei allen, die zuschauen: Was ist alles in dieser Wohnung passiert? Was für ein Mensch hat hier gelebt? Und warum muss er sich von all dem, vielleicht sogar von einem Teil seiner selbst, trennen?
Borjana Gaković
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
jamespauldallas@gmail.com
Growing Wild
„Wie lange kennt ihr euch?“ – „Sechs Beerdigungen.“ Alt geworden zu sein als schwuler Mann ist nach der Aids-Krise ein Privileg. Am „Lebensort Vielfalt“, einem Berliner Wohnprojekt für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen, wird zwischen drei Generationen Erfahrungswissen ausgetauscht. Früher wurde man in Kategorien gesteckt, heute dürfen Kinder vielleicht erst einmal sprechen lernen, bevor sie sich selbst definieren. Wildes Großwerden und Altern. Allen Bewohner*innen gemeinsam ist der Wunsch nach Sicherheit, auch vor dem Sich-Erklären-Müssen. Die Kamera ist im Haus unterwegs, überquert den Flur, wechselt den Balkon, schaut aus dem Fenster auf die Straße, entwickelt neue Perspektiven. Gesellschaftliche Rückschritte werden registriert, manchmal ein neues Glück gefunden. Zum Geburtstag von Verstorbenen wird die Himbeertorte angeschnitten. Beim Einschlafen kommt der Sound des Aufruhrs wieder hoch.
Jan Künemund
Thematisiert Diskriminierung von LGBTQIA2S+-Personen
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
mail@robcrosse.com
Heat
Carolin Weidner
Trailer
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
sales@taskovskifilms.com
Hi Mom :O
Das Filmarchiv der Mutter wirft Fragen auf. Was hat sie in den vielen Puppengesichtern gesehen, die uns durch ihre Kamera anstarren? Warum so viele Aufnahmen von Blumen? Wenn sie selbst darauf zu sehen ist, ist sie immer in Bewegung. Wollte sie weg vor irgendwas? Das erzählende Ich will seine eigenen Motive finden. Aber wo? Die Mutter kann leicht sagen: Film deine eigene Realität! Klingt toll, aber wie denn, wenn man das Gefühl hat, anders zu sein? Aus der Materialbefragung heraus finden immer mehr eigene Bilder in den Film. Sie integrieren sich. Vielleicht stellen sie die gleichen Fragen an die Welt.
Jan Künemund
Trailer
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
peer.langenheim@zhdk.ch
Hotel Utopia
Sie entwickeln Software, sind Lifestyle-Coaches, haben Marketing-Agenturen oder einen Amazon-Shop, sie reisen um die Welt, ohne für Unterkünfte zu zahlen: digitale Nomaden, denen als Arbeitsplatz mitunter ein Reisekoffer mit einem Laptop darauf reicht. Manche ihrer Sehnsüchte bleiben dabei auf der Strecke und werden zum Projekt eines umtriebigen Münchner Entwicklers: Matthias wirbt um heimatlose Individualist*innen und clevere Investor*innen, die als „Backer“ in sein Projekt einsteigen sollen, um aus einem verlassenen ehemaligen Luxus-Hotel in den bulgarischen Bergen ein hippes Coworking-Space zu machen. Er verspricht Community-Gefühl, intensive menschliche Verbindungen und wenig Steuern, Outdoor-Pool und Lagerfeueridylle. Während die von Heimat träumenden Nomaden darauf warten, dass aus der Utopie Realität wird, fühlen die Bewohner*innen der umliegenden Dörfer mit Skepsis einen neuen „Wind of Change“. Eine brillante Strukturanalyse eines Geschäftsmodells, das mit modernen Sehnsüchten handelt und sich den Raum dafür zu nehmen weiß.
Jan Künemund
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
hannahbuhr@outlook.de
kiss kiss bang bang
Carolin Weidner
Thematisiert psychische Erkrankungen
Enthält Darstellungen von nudity
Trailer
Termine und Tickets
Eintritt frei
Credits
Kontakt
purplerayfilm@gmail.com
Lederwarenfertiger – Ein Beruf für Dich [excerpt]
Meike Weimann
Termine und Tickets
Credits
Kontakt
Ollas populares
In der Provinz Tucumán, einer der ärmsten Gegenden Argentiniens, werden unzählige Familien nach der jährlichen Zuckerrohrernte arbeitslos. Der Staat richtet gegen den Hunger sogenannte Volksküchen ein. Nahezu apathisch löffeln Kinder und Alte die dünne Brühe. „Karg und elementar sind diese Bilder. Die Kamera konfrontiert kommentarlos mit einer Situation des Elends, wie sie eloquente Plädoyers nicht zu beschreiben in der Lage sind,“ merkt Peter Kress im Bericht der Westdeutschen Kurzfilmtage 1970 an. Kontrapunktisch zu den Bildern ist „Ollas populares“ die argentinische Nationalhymne unterlegt. Lässt sich deren Text nur als Ausdruck von Zynismus verstehen? Vielleicht kann er ganz anders verstanden werden – als revolutionäres Fanal: „Hört den Lärm gesprengter Ketten. / Seht auf dem Thron die edle Gleichheit.“ Gerardo Vallejos Film entstand unter ständiger Furcht vor Aufdeckung der Urheberschaft, weshalb er im Oberhausener Programm anonymisiert aufgeführt ist.
Florian Wüst