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Awaken, My Children
Marie Ketzscher
Termine und Tickets
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lyza.jarvis@artun.ee
Black Rain
Mithilfe von Standbildern und Bewegtbildern von STEREO, der NASA-Satellitenmission zur Beobachtung der Sonne, verwandelt „Black Rain“ wissenschaftliche Daten in einen rohen und von Glitches durchzogenen Blick auf den interplanetarischen Raum. Der Film zelebriert das Artefakt als Stilmittel und gibt uns so eine ungeschliffene und fast voyeuristische Sicht des Weltalls, weit entfernt vom Glamour der Science-Fiction oder den sorgfältig kolorierten Bildern, die die NASA normalerweise für die Presse freigibt. Vor einem monochromen Hintergrund aus Sternen und der Milchstraße verfolgen wir Sonnenwinde, koronale Massenauswürfe und vorbeiziehende Kometen, die manchmal nur als verschwommene Linien oder Pixel erkennbar sind.
Ben Sassen
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.
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Cosmonauts
An Bord des Pompelmo Express, einer riesigen pinken Rakete, sind alle willkommen, die sich nach Zärtlichkeit sehnen. Gemeinsam mit diversen Passagieren, die in sämtlichen Farben des Regenbogens schillern, reisen Delfino, Rita und Zenf durch den Kosmos der Möglichkeiten. Während im Raumschiff die Party tobt, entdeckt Zenf durch sein riesiges Fernrohr einen feurigen Kometen. Delfino verknallt sich bei einer stimmungsvollen Teeparty bis über beide Ohren in Carlos, und Rita gerät mit ihrem Körper ins Hadern. Die unendlichen Weiten und die warme Dunkelheit des Weltalls umfangen die Reisenden freundlich und bieten Freiraum für das Ausleben verschiedenster Bedürfnisse. „Say goodbye to your lonely days.“
Franka Sachse
Enthält Darstellungen von nudity
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Silicon Saxony
Kräne auf flachem Land. Nördlich von Dresden baut ein taiwanesischer Chipgigant Europas größte Halbleiterfabrik. Die „Bausteine der modernen Ökonomie“ spielen eine zentrale Rolle gegen China, die USA, den Rest der Welt … Aber genau an dem Ort, wo vollmundig das Neue beschworen wird, liegt eine „vergessene Zukunft“ begraben. Hier befand sich das Zentrum der DDR-Halbleiterforschung, die mithilfe von Mikroelektronik eine gesellschaftliche Utopie zu verwirklichen suchte. Für die einen ist der Chip eine „Waffe“ im Kampf um ökonomische Herrschaft und Profit, für die anderen war er ein politisches Programm auf dem Weg zum „neuen Menschen“. Jonas Meschede vermischt neonfarbene Bilder eines futuristischen Settings aus den Reinräumen der Gegenwart mit DDR-Science-Fiction und Archivaufnahmen und fördert Vergrabenes zutage. Am Ende stehen wieder die Verheißungen einer goldenen Zukunft. Und die Gewissheit, dass im Boden, auf dem sie ihre glänzenden Fabriken baut, das Totgesagte nur schlummert.
Grit Lemke
Trailer
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meschedeleon@gmail.com
Sumo: Spirit Weighs Nothing
Carolin Weidner
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ESPN
Swarm
Im November 2013 schickte die European Space Agency (ESA) im Rahmen der SWARM-Mission drei baugleiche Satelliten in Erdumlaufbahnen, um das Magnetfeld unseres Heimatplaneten genauer zu studieren. Die Übersetzung der Messdaten in Klang machte die Schwankungen des Magnetfeldes unseres Planeten hörbar. Kamil Czapiga, der mit seinem 2019 ins Leben gerufenen intermedialen Kunstprojekt „Cosmodernism“ der Frage nach einer ganz persönlichen Version von Abstraktion im Mikro- und Makrokosmos nachgeht, verbindet diese Klänge mit faszinierendem Material aus seinem Bewegtbilduniversum. Obwohl sie fremdartig und unwirklich anmuten, entstehen seine Kompositionen aus ganz irdischen Zutaten, wie Ölen, gefärbtem Wasser und magnetischen Flüssigkeiten, die in mikroskopisch kleinen Filmsets zu chemischen Reaktionen angeregt werden. Selbstgebaute Mechaniken und spezielle Beleuchtung steigern die entstehenden Aufnahmen zu einem visuellen Erlebnis, das nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Franka Sachse
In Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation
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hello@cosmodernism.com
Un día yo pregunté
„Ein polemischer Kurzfilm von wenigen Minuten, der Bilder jener Institution aneinanderreiht, von der die Unterprivilegierten Wunder, die Befreiung aus ihrem täglichen Elend erwarten: der katholischen Kirche, die in Kolumbien besonders reaktionär ist“, schreibt Peter B. Schumann über „Un día yo pregunté“. Für ihre politische Arbeit wurden Julia de Álvarez und Carlos Álvarez immer wieder angefeindet, neben weiteren Filmschaffenden im Juli 1972 inhaftiert, auch gefoltert. Zu ihrer Entlassung aus dem Gefängnis im Februar 1974 mag nicht unwesentlich der gemeinsame diplomatische Einsatz u.a. der Freunde der Deutschen Kinemathek (heute: Arsenal Filminstitut) und der Westdeutschen Kurzfilmtage Oberhausen beigetragen haben. Für Leipzig waren die beiden ebenfalls eine bedeutende Stimme – und ein Beispiel dafür, wie eng die innerdeutschen Verbindungen waren in Bezug auf Sicherung, Vervielfältigung und Vertrieb der analogen Filmmaterialien des revolutionären lateinamerikanischen Kinos.
Florian Wüst
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juliasabogal1@hotmail.com
The Way We Look at Things
André Eckardt
Trailer
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mail@ahelmcke.com
White Hole
Ein Schwarzes Loch wird als ein Bereich des Weltraums definiert, in dem Objekte eingefangen und am Entweichen gehindert werden; ein Weißes Loch dagegen ist eine hypothetische Region in der Raumzeit, die von außen nicht zugänglich ist, aus der aber Dinge auftauchen und freigesetzt werden können. Das ist der Schauplatz dieser visuell üppigen, hypnotisch abstrakten Reise in die sich ausdehnende Leere des Universums. „White Hole“ erschien gegen Ende einer Phase außerordentlich kreativer Experimente des Regisseurs Toshio Matsumoto, einem der berühmtesten Meister der experimentellen Film- und Videomacher Japans. Im Gegensatz zu seinen früheren Arbeiten auf Zelluloid nutzt „White Hole“ Video-Synthesizer und intensive Bildbearbeitung, um eine bestechende Kinoerfahrung zu schaffen, die an Stanley Kubricks ‚Sternentor‘-Sequenz aus „2001: Odyssee im Weltaum“ erinnert, mit ähnlichen psychedelischen Anklängen und möglicherweise bewusstseinserweiternder Weltraumerkundung.
Ben Sassen
Photosensitivity warning: Enthält Lichteffekte, die bei erhöhter Lichtempfindlichkeit Überreaktionen auslösen können.