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Zeiten anhalten, Orte bewegen. Hommage Annik Leroy

Vielgestaltige Auseinandersetzungen mit den Narben vergangener europäischer Geschichte markieren die Arbeit von Annik Leroy. Ihre Filme erinnern daran, dass dieses Vergangene nicht tot, ja noch nicht einmal vergangen ist. Es bleibt der Welt eingeschrieben und findet sich in individuellen wie in sozialen Körpern und Räumen.

Hommage Annik Leroy
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Cell 719 Annik Leroy
Eine 15-minütige audiovisuelle Komposition auf der Grundlage eines im Gefängnis geschriebenen Textes von Ulrike Meinhof: „Ein Brief Ulrike Meinhofs aus dem Toten Trakt“ (1972/73).
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Cell 719

Cellule 719
Annik Leroy
Hommage Annik Leroy
Dokumentarfilm
Belgien
2015
15 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Keine Premiere

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Verfügbar

abrufbar auf CultureBase.org

Verfügbar
Video-on-Demand
on Demand

abrufbar auf CultureBase.org

Credits DOK Leipzig Logo
Annik Leroy
Annik Leroy
Julie Morel
Marie Vermeiren
Auguste Orts

Man kann es ein Porträt nennen oder eine Komposition mit Text und Geräusch. Der 1972/73 im Gefängnis verfasste „Brief Ulrike Meinhofs aus dem Toten Trakt“, ein Haftdokument in Gedankenkaskaden, gibt fünfzehn Minuten Film Struktur und Gewicht. Der vermeintlich schwarze Bildgrund belebt sich immer wieder schemenhaft und lässt Ahnungen eines nächtlichen Außen oder einer Gegend am Wasser aufkommen. Dieser Versuch, die sensorische Deprivation als Folge der Isolation zu kommunizieren, versucht etwas eigentlich Unmögliches. Er stößt dabei ins Abstrakte vor, hart, trocken, brutal. Jede erzählerische „Schmiere“ wird des Platzes verwiesen. Da ist gar kein Platz, also auch nicht für eine Erzählung.

Ralph Eue
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Poesie und Grenzgänge
Sinn und Sein