DOK Leipzig 31. Oktober – 6. November 2016
59. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar– und Animationsfilm
DOK Leipzig 31 October – 6 November 2016
59th International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film

Preisträger

Preisträger 2015

Internationaler Wettbewerb

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Internationaler Wettbewerb

Wojciech Staroń (Polen) für den Film Brothers (Bracia)

 

In einer krisengeschüttelten Welt wie der heutigen sehen wir einen Film, der den Zuschauer in seinen Bann zieht und ihn zum Teil des Filmes werden lässt, als ob er zum Bestandteil eines Gemäldes würde und doch gleichzeitig durch künstlerische Mittel an die Geschichte erinnert wird. Für seine außerordentliche Poesie sowie seine großartige cineastische Leistung vergibt die Jury die Goldene Taube an „Brothers“.

 

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Internationaler Wettbewerb

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Internationaler Wettbewerb

Marianna Economou (Griechenland) für den Film The Longest Run (O pio makris dromos)

 

Jurybegründung

Ein wichtiger Film, von dem sich die Jury wünscht, dass er überall auf der Welt gezeigt würde, ein sehr emotionaler und schlüssiger Dokumentarbeitrag, der aktuelle Ereignisse durch das Erzählen seiner Story mit einer gefühlvollen Annäherung an seine Charaktere auf eine andere Ebene hebt. Die Jury hält den Film nicht nur für wichtig, sondern auch für zeitgemäß und möchte für „The Longest Run“ eine Lobende Erwähnung aussprechen.

 

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Internationaler Wettbewerb kurz Dokumentarfilm

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Internationaler Wettbewerb kurz Dokumentarfilm

Anastasia Novikova (Russland) für den Film The Conversation (Razgovor)

 

Jurybegründung

Für das Zeichnen eines eindrucksvollen und überzeugenden Portraits, das auf ergreifende Weise das Gefühl der Einsamkeit beim nahenden Ende des Lebens vermittelt.

 

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Internationaler Wettbewerb kurzer Animationsfilm

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Internationaler Wettbewerb kurzer Animationsfilm

Georges Schwizgebel (Schweiz) für den Film Erlkönig (Erlking)

 

Jurybegründung

Die Animationsbeiträge offerierten uns eine große Bandbreite an Techniken, Stilarten und Stimmen. Ein Film fiel uns besonders auf, weil er durch seine klare visuelle Brillanz beim Erzählen seiner Geschichte und durch seine meisterhafte Animation bestach.

 

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Internationaler Wettbewerb kurz

Silberne Taube

Silberne Taube
Silberne Taube Internationaler Wettbewerb kurz

Lei Lei (China) für den Film Missing One Player

 

Jurybegründung

Für seine originelle und zugleich spielerische handwerkliche Fertigkeit, seine Liebe zum Detail und seinen einzigartigen Humor.

 

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Deutscher Wettbewerb lang

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Deutscher Wettbewerb lang

Tom Lemke (Deutschland) für den Film Land am Wasser (Land on Water)

 

Jurybegründung

In einem bereits verlassenen Dorf, das jederzeit durch die Braunkohlebagger verschwinden kann, lebt Silvio als Bauer. Sein unspektakulärer Alltag wird zur Metapher für Selbstbehauptung und nicht entfremdete Arbeit. Wort und Bild entwickeln eine so große Überzeugungskraft, dass man als Zuschauer in das Leben des Protagonisten einzutreten glaubt.

 

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Deutscher Wettbewerb lang

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Deutscher Wettbewerb lang

Stefan Eberlein, Manuel Fenn (Deutschland) für den Film Parchim International

 

Jurybegründung

Dieser Film führt uns auf sensible Weise von einem planerischen Großprojekt in der ostdeutschen Provinz unerwartet bis in die verletzliche Innenwelt eines zunächst unnahbaren, chinesischen Investors. Der Film beweist, dass sich im Leben – aber besonders beim Dokumentarfilm – das Ausharren lohnt.

 

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Deutscher Wettbewerb kurz

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Deutscher Wettbewerb kurz

Benjamin Kahlmeyer (Deutschland) für den Film Eisen

 

Jurybegründung

„Eisen“ sind die für die Flüchtlinge aussprechbaren Silben im Städtenamen Eisenhüttenstadt. Mit wenigen Sätzen und Bildern wird das Leben in der Erstaufnahmestelle skizziert. Die Szenen ergeben ein Art Reigen. Sie umreißen dabei einen Raum, in dem das Noch-Unsagbare und das Noch-Unsichtbare, das die Porträtierten bedrängt und begleitet, erahnbar wird.

 

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Deutscher Wettbewerb kurz

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Deutscher Wettbewerb kurz

Annelie Boros, Vera Maria Brückner (Deutschland) für den Film Mars Closer

 

Jurybegründung

Dieser Film macht uns durch die sehr persönlichen Schilderungen zweier potenzieller Mars-Reisender mit dem Vorhaben einer unglaublichen Reise vertraut und vermittelt uns durch seine bildstarke Inszenierung das Gefühl, der beispiellose One Way Trip habe bereits begonnen.

 

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Deutscher Wettbewerb kurz

DEFA-Förderpreis

DEFA-Förderpreis
DEFA-Förderpreis Deutscher Wettbewerb kurz

Matthias Koßmehl (Deutschland) für den Film Café Waldluft

 

Jurybegründung

In einem Gasthof vor spektakulärer Alpenkulisse, der seine besten Tage hinter sich hat, leben Asylbewerber und Touristen unter einem Dach. Alle, die hier wohnen, haben ihre eigenen schmerzlichen Erfahrungen mit Flucht oder Fremdsein – das Personal und die pragmatische Wirtin inbegriffen. Der Film zeigt auf schöne, aber nicht beschönigende Art, wie Vorurteile überwunden werden und fast so etwas wie eine Gemeinschaft entsteht. Ein moderner Heimatfilm im besten Sinn.

 

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Next Masters Wettbewerb

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Next Masters Wettbewerb

Klára Trencsényi (Ungarn) für den Film Train to Adulthood (Reményvasút)

 

Jurybegründung

Für einen aufmerksam beobachtenden Dokumentarfilm, der ein anachronistisches, utopisches Projekt der harschen Realität des Lebens gegenüberstellt, der sich zwei Familien im heutigen Ungarn ausgesetzt sehen. Der Next Masters Award geht an den wunderbar aufgenommenen und bearbeiteten Film „Train to Adulthood“ von Klára Trencsényi.

 

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Next Masters Wettbewerb

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Next Masters Wettbewerb

Denis Klebleev (Russland) für den Film Strange Particles (Strannye chasticy)

 

Jurybegründung

Für einen Film, der empathisch und anschaulich porträtiert, wie schwierig es manchmal sein kann, miteinander zu kommunizieren, und wie wir ganz unterschiedliche mentale Räume mit Beschlag belegen, während wir physisch den gleichen Raum teilen.

 

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Internationaler Wettbewerb animierter Dokumentarfilm

Goldene Taube

Goldene Taube
Goldene Taube Internationaler Wettbewerb animierter Dokumentarfilm

Betina Kuntzsch (Deutschland) für den Film Wegzaubern (Spirit Away)

 

Jurybegründung

Eine optisch atemberaubende, widersprüchliche, ernste und lustige, medienreflexive Untersuchung der Geschlechterrollen. Der Film stellt sich als eine brillante Symbiose aus Animation mit gefundenem Filmmaterial und einer Collage von Berichten über Künstlerinnen aus psychiatrischen Anstalten dar.

 

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Jury Internationaler Wettbewerb animierter Dokumentarfilm

Lobende Erwähnung

Lobende Erwähnung
Lobende Erwähnung Jury Internationaler Wettbewerb animierter Dokumentarfilm

Dee Hibbert-Jones, Nomi Talisman (USA) für den Film Last Day of Freedom

 

Jurybegründung

Eine klare und aufschlussreiche Nutzung der Animation bei der Aufdeckung der Schikanierung eines Menschen, der immer wieder am System scheitert.

 

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Für den besten Dokumentarfilm zum Thema Arbeit

Healthy Workplaces Film Award

Healthy Workplaces Film Award
Healthy Workplaces Film Award Für den besten Dokumentarfilm zum Thema Arbeit

Alejandra Tomei, Alberto Couceiro (Deutschland) für den Film Automatic Fitness und Rita Bakacs (Deutschland) für den Film Tagelöhner Syndrom (Work For One Day)

 

Jurybegründung

Diese beiden Filme – meinen wir – berühren zwei Extreme – einer handelt von Arbeitslosigkeit, der andere von Überarbeitung. Wir möchten den Preis an beide Filme zusammen vergeben, weil sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen, weshalb sie auch gemeinsam gezeigt werden sollten.

 

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Für den besten Dokumentarfilm zum Thema Demokratie

Filmpreis „Leipziger Ring“

Filmpreis „Leipziger Ring“
Filmpreis „Leipziger Ring“ Für den besten Dokumentarfilm zum Thema Demokratie

Sergei Loznitsa (Niederlande, Belgien) für den Film The Event (Sobytie)

 

Jurybegründung

Der Filmpreis Leipziger Ring der Stiftung Friedliche Revolution wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern getragen. Indem wir den Film „Sobytie“ (The Event) mit diesem Preis auszeichnen, möchten wir ein Zeichen der Solidarität und der Ermutigung an alle jene geben, die bis heute, oft unter Opfern, in Russland für eine demokratische Zivilgesellschaft eintreten.

 

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Für einen herausragenden osteuropäischen Film

MDR-Film-Preis

MDR-Film-Preis
MDR-Film-Preis Für einen herausragenden osteuropäischen Film

Anca Damian (Rumänien, Frankreich, Polen) für den Film The Magic Mountain (A Montagne Magique)

 

Die Animationen, Zeichnungen und Aquarelle, Fotographien und Collagen verleihen dem Film eine Atmosphäre von lakonischem Erzählen und naivem Charme, in den die kaltblütige Wirklichkeit umso härter einbricht. „The Magic Mountain“ ist ein Werk, das eindrucksvoll bezeugt, wie sich das Medium Film immer wieder neu erfinden kann.

 

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Preis der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Marianna Economou (Griechenland) für den Film The Longest Run (O pio makris dromos)

 

Ja, es gibt Frauen, die lange Dokfilme drehen – und zwar meisterhaft.

 

Wir haben eine gefunden. Sie zeigt uns in ihrem stillen, vielschichtigen Film zwei unauffällige Jungs, die auf ihrer langen Reise gestrandet sind, irgendwo auf dem halben Weg zwischen den Kriegsgebieten im Osten und Deutschland im Westen. In der bedrückenden Enge des Jugendgefängnisses in Zentralgriechenland hilft ihnen nur ihre Kameradschaft, unerschütterliche Zuversicht und immenser Integrationswille. Und das Telefon - der einzige Draht zu ihren Familien. Das erzwungene Kammerspiel zeigt uns in verdichteter Form das große Weltgeschehen im Kleinen: Krieg, Tod und Flucht, zerrissene Familien und Heimweh, Überlebenswille und Hoffnung.

 

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Dokumentarfilmpreis
des Goethe-Instituts

Lutz Dammbeck (Deutschland) für den Film Overgames

 

Jurybegründung

Mit einer ausgeklügelten Montage, hoher Materialdichte und viel Sinn für Ästhetik und Humor schafft der Filmemacher ein Werk, das den Zuschauer extrem herausfordert und ihn gleichzeitig belohnt.

 

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Preis der Ökumenischen Jury

Wojciech Staroń (Poland) für den Film Brothers (Bracia)

 

Jurybegründung

Nach 80 Jahren im Exil kehren die beiden Brüder Mieczysław und Alfons zurück in ihre polnische Heimat. Ein Neuanfang, eine Bilanz? Alfons malt, bekommt internationale Anerkennung als Künstler, sein Bruder Mieczyslaw ist müde. Szenen von großer Nähe und teilweise witzigen Auseinandersetzungen vermitteln die starke Verbundenheit der Brüder.

 

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Young Eyes Film Award

Patrick O’Brien (USA) für den Film TransFatty Lives

 

Jurybegründung

Was macht das Leben aus? Patrick O’Brien macht uns mit seinem ungebrochenen Lebenswillen Mut, auch einen schweren Schicksalsschlag mit Kraft und einem gewissen Maß an Humor zu meistern.

 

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Preis der Fédération Internationale de la Presse Cinématographique

Crystal Moselle (USA) für den Film The Wolfpack

 

Jurybegründung

Filme sind Fenster zur Welt. Sie können unser Leben umwandeln, uns erziehen und uns helfen, angesichts der Realität, die zum Gefängnis werden kann, den Verstand zu behalten. Durch das Kino können wir auf unerwartete Weise (Zusammen-)Halt finden, selbst Gemeinschaften, Familien, Stämme.

 

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DOK Neuland Audience Award

Owen Harris, Niki Smit (Niederlande, Irland) für Deep (Multiplayer)

 

 

 

 

 

 

 

Durch Auszählung von Publikumsstimmen

mephisto 97.6-Publikumspreis

mephisto 97.6-Publikumspreis
mephisto 97.6-Publikumspreis Durch Auszählung von Publikumsstimmen

Florian Grolig (Deutschland) für den Film In the Distance

 

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