Spreeland Fontane

Spreeland Fontane

Dokumentarfilm
Deutschland
2018
79 Minuten
Untertitel: 
englische

Credits DOK Leipzig Logo

Bernhard Sallmann
Bernhard Sallmann
Bernhard Sallmann
Christoph Krüger
Klaus Barm
Früher flossen die Flüsse, wie sie heute fließen. Sicher, sie trugen anderes Wasser. Aber ist nicht Wasser gleich Wasser? Fast in jeder Einstellung dieses filmischen Streifzugs durch die brandenburgischen Spreegebiete sehen wir Wasser – bewegtes, stehendes, klares, trübes, ausuferndes, eingedämmtes, flüssiges, gefrorenes. Es sind starre Bilder, audiovisuelle Kristallisationen der Seinsweisen des Wassers, immer zugleich Geschichtstableaus und Anschauungen der Gegenwart: die Flüsse, die heute fließen und stehen, wie sie immer schon flossen und standen, und die Bundestraßen jenseits ihrer Ufer, die rauchenden Schornsteine von Kraftwerken im Hintergrund, die Motorboote, die Stege, die Brücken, die Schifffahrtsanlagen.

Nach „Oderland. Fontane“ und „Rhinland. Fontane“ legt Bernhard Sallmann mit „Spreeland Fontane“ nun die dritte filmessayistische Bearbeitung der fünfbändigen Reiseschilderung „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ vor. Im Off rezitiert die glasklare, beinahe schwarz-weiße Stimme von Judica Albrecht Passagen aus den Prosa gewordenen Eindrücken des berühmten deutschen Schriftstellers Theodor Fontane, während im On die Zuflussstellen freigelegt werden, an denen Geschichte und Gegenwart ineinander strömen.

Lukas Stern


Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts