Am Strand, vor dem flachen, ruhigen Meer, steht eine Person in beinahe bodenlangem blauen Regenmantel mit dem Rücken zur Kamera. Sie hat die riesige Kapuze hochgezogen und schaut zum Meer.

Wettbewerbe um die Goldenen und Silbernen Tauben 2022

Das Programm unserer 65. Festivalausgabe steht! 74 kurze und lange Animations- und Dokumentarfilme konkurrieren in diesem Jahr um die Goldenen und Silbernen Tauben. 48 davon sind als internationale oder Weltpremiere in Leipzig zu sehen.

Im Internationalen Wettbewerb, Deutschen Wettbewerb und Wettbewerb um den Publikumspreis finden sich zahlreiche Langfilme aus dem Dokumentarfilmbereich, darunter Erstlingswerke ebenso wie Arbeiten vielfach prämierter Filmschaffender – etwa von Sasha Kulak, Mila Turajlić und Nikolaus Geyrhalter. Die formale Bandbreite reicht vom beobachtenden Stil über performative Inszenierungen bis zur kreativen Aneignung von Archivbildern. Auch der Animationsfilm ist in diesem Jahr stark vertreten, mit einfallsreichen, komischen und experimentellen Werken in den Kurzfilmwettbewerben.

Das sind die Themen:

Mehrere Filme erzählen von persönlichen Familiengeschichten oder Biografien im Kontext gesellschaftlicher Institutionen. „The Dependents“ von Sofía Brockenshire verbindet ein Porträt ihres Vaters, eines weitgereisten Beamten der kanadischen Einwanderungsbehörde, mit Reflexionen über Grenzen, Privilegien und Abhängigkeiten. Mariana Flores Villalba filmt in „The Invisible Frontier“ die Übungen mexikanischer Militäreinheiten auf einer verlassenen Pazifikinsel. Tilman König filmt seinen Vater Lothar, einen ehemaligen Jenaer Jugendpfarrer, dessen Einsatz gegen Rechtsextremismus Kontroversen aufwarf („König hört auf“).

Im Deutschen Wettbewerb beschäftigen sich kurze und lange Filme unter anderem mit den Folgen von Widerspruch und Dissidenz in der DDR. Weitere, animierte ebenso wie dokumentarische Beiträge reflektieren Urheberschafts- und Wahrheitsdiskurse im Kontext digitaler Bildproduktion.

„Die Filme dieser Festivalausgabe konfrontieren uns mit wahrhaftigen sozialen Realitäten, sie lehren uns aber auch, dass dem dokumentarischen Bild mit Skepsis begegnet werden muss“, sagt Festivaldirektor Christoph Terhechte. „Wenn heute Deepfakes in der digitalen Öffentlichkeit kursieren, versteht sich DOK Leipzig als Schule des Sehens, wo die Bildproduktion der Gegenwart und ihre Wahrheitskategorien kritisch diskutiert werden.“

Ticketverkauf hat begonnen – auch fürs neue Festivalkino in Connewitz!

Insgesamt präsentieren wir in diesem Jahr 255 Filme und XR-Arbeiten aus 55 Ländern, darunter 67 Lang- und 179 Kurzfilme. Mit der traditionsreichen Kinobar Prager Frühling freuen wir uns auf ein neues Festivalkino im Leipziger Süden.

Mit der Veröffentlichung des Filmprogramms ist auch der Ticketverkauf für die 65. Festivaledition gestartet! Einige Filme sind auch 2022 wieder bei freiem Eintritt in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs sowie im Polnischen Institut zu sehen. Zugangsbeschränkungen für den Besuch der Festivalveranstaltungen sehen wir, der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung folgend, zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor. Wir empfehlen jedoch dringend das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während des gesamten Aufenthalts in den Spielstätten.

Und jetzt – viel Freude beim Stöbern in unserem Programm!

Zum Programm hier entlang