DOK LEIPZIG 28. OKTOBER – 3. NOVEMBER 2019
62. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
DOK Leipzig 28 October – 3 November 2019
62nd International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film
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DEFA Matinee

DEFA Matinee: Eduard Schreiber – Chronist und Filmessayist

OESTLICHE LANDSCHAFTEN von Eduard Schreiber. Copyright: DEFA-Stiftung, Sebastian Richter.
Assoziativ, multiperspektivisch, experimentell - Durch sein ungewöhnliches Vorgehen nimmt Eduard Schreiber einen besonderen Platz in der Riege der DEFA-Dokumentarfilmer ein.
 
In diesem Jahr feiert Eduard Schreiber seinen 80. Geburtstag. Nicht nur dies nimmt sich DOK Leipzig zum Anlass, eine Auswahl seiner filmischen Werke im Rahmen der DEFA Matinee zu zeigen. Auch die enge Verbindung zwischen dem DDR-Filmemacher und dem Festival ist einer der Gründe, um sein künstlerisches Schaffen zu würdigen und in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen. Seine Filme waren im Laufe der Festivalgeschichte immer wieder Teil des Programms und in den 1970er Jahren war Eduard Schreiber selbst für DOK Leipzig tätig.
 
Sein Film THE TIME IS NOW - JETZT IST DIE ZEIT (1987) gilt als erster und einziger Essayfilm der DDR. Es ist ein Film über Frieden; die Nachricht über die Stationierung von Mittelstreckenraketen trifft auf Gespräche, die das Filmteam durch die gesamte DDR führt. Eine ehemalige KZ-Insassin kommt zu Wort, außerdem ein Toxikologe, der einst Kampfstoffbestände aus der NS-Zeit beseitigte, ein evangelischer Pfarrer, der Friedensseminare hält, ein Steinmetz, der Gemäuerschäden des Zweiten Weltkriegs restauriert, sowie der Generalmajor der Nationalen Volksarmee. Die Interviews werden ergänzt und durchbrochen von Liedern von Etta Cameron und erläuternden Kommentaren.

Im Programm der DEFA Matinee wird dieses filmische Essay von dem Kurzfilm ÖSTLICHE LANDSCHAFT flankiert, mit dem Eduard Schreiber ohne Worte beschreibt, wie viele Ostdeutsche nach dem Ende der DDR ihre Bindungen zu ihrer Vergangenheit lösten.
 
Den anderen Block des Doppelprogramms bildet der Kurzfilm WISSEN SIE NICHT, WO HERR KISCH IST?, in dem ein fiktiver Mann durch das historische Prag streift. Er ist auf der Suche nach Egon Erwin Kisch einem antifaschistischen Autoren des 20. Jahrhunderts, der für seine Reise-, Kriegs- und Nachkriegs-Reportagen bekannt ist.

Anschließend wird der Film ZONE M gezeigt der sich um ein Dorf im Uralgebirge am Rande einer Anomalie-Zone dreht. Dort sind seltsame Erscheinungen zu beobachten. Einige der Dorfbewohner/innen halten die Erscheinungen für Anzeichen auf Außerirdische, für die anderen ist das alles Unsinn. Aber fest steht: In der Gemeinschaft, deren Alltag mit dem Ende der Sowjetunion vollkommen zusammengebrochen ist, beschäftigen die Phänomene jede/n.
 

 
 
Eine Sammlung aller DEFA-Kinofilme von Eduard Schreiber, herausgegeben von Ralph Eue im DVD-Verlag absolut MEDIEN, erscheint pünktlich zum Festival im Herbst 2019.
 

ZUR FILMLISTE

 

Alle Filme der DEFA Matinee im Überblick >>

 

Die Termine und Uhrzeiten der Kinovorführungen veröffentlichen wir mit dem gesamten Filmprogramm am 10. Oktober.


 

In Kooperation mit der DEFA-Stiftung.