Filmarchiv

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Publikumswettbewerb 2025
Filmstill Life After Siham
Life After Siham Namir Abdel Messeeh
In einer Montage aus Homevideos, familiären Erinnerungen und Szenen aus ägyptischen Filmklassikern findet der Regisseur eine visuelle Sprache für die Trauer um seine verstorbene Mutter.  
Filmstill Life After Siham

Life After Siham

La vie après Siham
Namir Abdel Messeeh
Publikumswettbewerb 2025
Dokumentarfilm
Frankreich,
Ägypten
2025
80 Minuten
Französisch,
Arabisch
Untertitel: 
Englisch

Für Namir ist es eine schmerzhafte Erkenntnis, dass seine geliebte Mutter nicht unsterblich ist. Eigentlich wollte er mit Siham noch einen Film machen. Nun steht er mit seinem Vater Waguih und seinen Kindern, die noch zu jung scheinen, um den Tod zu verstehen, trauernd in der Kirche — und lässt sich filmen. „Wie immer vertraue ich darauf, dass das Kino mir hilft.“ Der Film, so ist er überzeugt, kann aus einer Tragödie eine Komödie machen – und er kann Erinnerungen, die sonst verblassen, festhalten.
Schon in „Die Jungfrau, die Kopten und ich“ (2011) hatte Namir Abdel Messeeh die Biografie seiner Familie zwischen Ägypten und Frankreich, ihren christlichen Glauben und die Liebe zum Kino verarbeitet. Aber Sihams Wunsch war, dass ihr Sohn statt mit den eigenen Verwandten endlich mal einen Spielfilm mit Schauspielstars realisiert. Mit der Kraft des Kinos erzählt Namir Abdel Messeeh stattdessen von der Liebe seiner Mutter, ihrer Sehnsucht und ihren Mysterien. In einer Montage aus Homevideos, familiären Erinnerungen und Szenen aus ägyptischen Filmklassikern von Youssef Chahine erscheint Siham so nahezu „larger than life“.

Jan-Philipp Kohlmann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Namir Abdel Messeeh
Buch
Namir Abdel Messeeh
Kamera
Nicolas Duchêne
Schnitt
Benoît Alavoine, Emmanuel Manzano
Produktion
Camille Laemlé
Sound Design
Roman Dymny
Musik
Clovis Schneider
Filmvertrieb
Marcella Jelić
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Lift Like a Girl

Ash ya Captain
Mayye Zayed
Deutscher Wettbewerb 2020
Dokumentarfilm
Dänemark,
Ägypten,
Deutschland
2020
95 Minuten
Arabisch
Untertitel: 
Englisch

In einem staubigen Wohnviertel nahe des Hafens von Alexandria befindet sich das „Sportstudio“ von Captain Ramadan. Der ehemalige Profiathlet coachte hier über zwanzig Jahre lang junge Frauen im Gewichtheben – unter anderen auch seine Tochter Nahla, die erste ägyptische Weltmeisterin. Ein außerordentlich nahes Porträt dieses Einzelkämpfers, der den sportlichen Nachwuchs Ägyptens selbstfinanziert zur Weltklasse hob, rückt zudem eine zweite Protagonistin in den Fokus: die junge Asmaa.

Mayye Zayed begleitet vier Jahre lang die anfangs 14-jährige Schülerin des Captains. In ihrem roten Popeye-der-Seemann-T-Shirt bahnt sie sich mithilfe ihres Lehrers den Weg zu Wettkämpfen der globalen Oberliga. Behutsam entfaltet sich die Geschichte der inneren Höhen und Tiefen der introvertierten jungen Frau, deren Gefühlslagen die Kamera ohne viele Worte präzise einfängt. Die Dramaturgie der chronologischen Erzählung folgt den Ereignissen in bester Direct-Cinema-Manier und passt sich dem Rhythmus des Lebens – und des Todes – auf bemerkenswerte Weise an. Es entsteht das Porträt einer ungewöhnlichen Beziehung und einer rauen Umgebung, die den Beteiligten nicht nur physische Stärke abverlangt.
Borjana Gaković

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Mayye Zayed
Buch
Mayye Zayed
Kamera
Mohamad Elhadidi
Schnitt
Sara Abdallah
Produktion
Mayye Zayed
Co-Produktion
Anke Petersen, Anna Bolster
Ton
Samir Nabil, Kristoffer Salting, Brian Dyrby
Musik
Marian Mentrup
Broadcaster
Eva Klöcker, Claudia Tronnier
Funding institution
The Getty Images ARRAY Grant, Arab Fund For Arts & Culture (AFAC), HotDocs - Blue Ice Group Documentary Fund, International Media Support (IMS) , The Danish-Arab Partnership Programme The Danish Egyptian Dialogue Initiative (DEDI)
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube (Deutscher Wettbewerb)