Filmarchiv

Sections (Film Archive)

Media Name: 89f29009-9179-45c8-b9fb-3e98b535c3d6.jpg

I’m Here

Jestem tutaj
Julia Orlik
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2020
Animationsfilm
Polen
2020
15 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch

Sie bildet das Zentrum der Aufmerksamkeit, aber ist erschöpft vom Leben. Eine alte Frau in ihren letzten Tagen, bettlägerig und körperlich zu schwach, um zu ihrem Mann und ihrer Tochter sprechen zu können. Und so verblasst ihre Persönlichkeit hinter der Fürsorge ihrer Angehörigen und deren eigenen Problemen. Julia Orlik rückt die Frau mit berührender Puppengestaltung und einem minimalistischen Konzept auf beeindruckende Weise wieder in den Vordergrund.

André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Julia Orlik
Buch
Julia Orlik
Kamera
Julia Orlik
Schnitt
Aleksandra Rosset
Produktion
Agata Golanska
Ton
Bogdan Klat
Animation
Julia Orlik
Filmvertrieb
Marta Swietek
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube kurzer Animationsfilm (Internationaler Wettbewerb Kurzfilm)
Media Name: c65cb0fa-1dca-47a7-a562-b9d07bbd92fe.jpg

Impossible Figures and Other Stories I

Figury niemożliwe i inne historie I
Marta Pajek
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2021
Animationsfilm
Kanada,
Polen
2021
16 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch

Ein komplexes, atmosphärisches Universum hat Marta Pajek (digital) geschaffen – mit minimalistischen Mitteln und doch reich an Details. Referenzen auf die Zeitgeschichte treffen auf die Visionen einer erst geahnten, dystopischen Zukunft. Auf subtile, trotzdem fast brutale Weise wird uns die (eigene) Vergänglichkeit vor Augen geführt. Alternde Körper, alternde Ideen. Die Grande Dame des polnischen Films, Schauspielerin Anna Polony, singt zum Schluss: „… wann wird man je verstehen?“

Borjana Gaković

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marta Pajek
Buch
Marta Pajek
Schnitt
Marta Pajek
Produktion
Piotr Szczepanowicz, Grzegorz Wacławek
Co-Produktion
Maral Mohammadian
Ton
Michał Jankowski, Piotr Knop
Musik
Aleksandra Gryka
Animation
Marta Pajek, Alex Boya
Filmvertrieb
Luce Grosjean
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube kurzer Animationsfilm (Internationaler Wettbewerb Kurzfilm)
Doc Alliance Award 2024
Filmstill In Limbo
In Limbo Alina Maksimenko
Ukraine, Februar 2022. Die Filmemacherin flieht zu ihren Eltern an den Stadtrand von Kyjiw. Dort leben sie in einem unerträglichen Zwischenzustand, dem etwas Selbstzerstörerisches innewohnt.
Filmstill In Limbo

In Limbo

W zawieszeniu
Alina Maksimenko
Doc Alliance Award 2024
Dokumentarfilm
Polen
2024
71 Minuten
Russisch,
Ukrainisch
Untertitel: 
Englisch

Februar 2022, der Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Als die Gefechte näher kommen, flieht Regisseurin Alina Maksimenko aus der Kreisstadt Irpin nordwestlich von Kyjiw aufs Land zu ihren Eltern. Sie strandet dort, mit Katze und Kamera. Noch weiter weg müsste man gehen, bis hinter die Grenze, um wirklich sicher zu sein, drängt die Tochter. Dennoch beschließen sie zu bleiben – einerseits in der Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage, andererseits im Vertrauen auf die Abgeschiedenheit ihres dörflichen Refugiums.
Die drei harren in dem sich immer weiter leerenden Örtchen aus. Angst macht sich breit, Müdigkeit. Die Eltern weigern sich, an ihren gewohnten Verrichtungen etwas zu verändern. Es ist ein unerträglicher Zwischenzustand, dem etwas Selbstzerstörerisches innewohnt. Sie versuchen, so gut es geht, am Alltag festzuhalten. Vater Tolja kümmert sich um die Tiere der Nachbarschaft, Dutzende zurückgelassene Katzen sammeln sich Tag für Tag an der Haustür. Währenddessen gibt Mutter Tetjana durchs Telefon Klavierunterricht, falls das Netz nicht wieder ausfällt. Und Alina, die Tochter, macht einen Film. Sie interessiert sich nicht für das Kampfgeschehen. Ihre Dokumentation dieser ersten Kriegswochen ist vielmehr ein minutiöses Porträt des Wartens. Der Blick richtet sich auf einen Mikrokosmos, in dem das Überleben infrage steht und der dadurch universell wird.

Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Alina Maksimenko
Buch
Alina Maksimenko
Kamera
Alina Maksimenko
Schnitt
Feliks Mamczur
Produktion
Katarzyna Madaj-Kozłowska
Ton
Joanna Napieralska, Siergyi Chegodayev
Sound Design
Joanna Napieralska
Musik
Vladimir Tarasov
Nominiert für: MDR-Filmpreis