bendungan

Filmstill Bendungan

bendungan

bendungan
jee chan
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2025
Dokumentarfilm
Singapur,
Indonesien,
Deutschland
2024
30 Minuten
Englisch,
Indonesisch,
Javanisch,
Niederländisch
Untertitel: 
Englisch

Das indonesische Wort „bendungan“ kann verschiedene Bedeutungen haben. Es bezeichnet höchst unterschiedliche Gebilde, die Wasser zu begrenzen, zurückzuhalten und zu blockieren vermögen, etwa einen Damm, eine Aufschüttung oder Uferbefestigungen an Flüssen oder Meeren. Jee Chan, Vertreter*in einer künstlerischen Praxis zwischen (Tanz-)Performance und Expanded Choreography, hat für diese experimentelle filmische Arbeit mit drei Menschen gesprochen, die in der Nähe von Gewässern in Indonesien und in den Niederlanden leben. Beide Länder sind einander durch die europäische Kolonisierung Südostasiens und die damit einhergehenden Verbrechen verbunden. Jede der im Film geteilten Begebenheiten bildet eine andere Perspektive auf diese Zeit und ihre Folgen ab, erzählt eine andere Geschichte, ohne dabei explizit „Geschichte schreiben“ zu wollen.
Jee Chan beschäftigt sich mit der Frage, wie Erinnerung und Wissen sich nicht nur im Gedächtnis, sondern auch in der sozialräumlichen Lebenswelt, in Wasserlandschaften und in menschlichen Körpern manifestieren. Durch choreografierte Gesten in ruhigen Plansequenzen, Oral History und Interventionen im Raum wird das Erinnern als vielschichtige und mit der Umgebung verknüpfte Tätigkeit erfahrbar.

Luc-Carolin Ziemann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
jee chan
Kamera
Nelson Yeo
Schnitt
Stefan Pente
Produktion
jee chan, Elysa Wendi, Liao Jiekai
Key Collaborator
Jelena Golubović