Melt

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Nikolaus Geyrhalter
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2025
Dokumentarfilm
Österreich
2025
125 Minuten
Japanisch,
Deutsch,
Englisch,
Französisch
Untertitel: 
Englisch

Etwa zwei Prozent des Wassers auf unserem Planeten bedeckt gefroren die Erdoberfläche. Das ist mehr als doppelt so viel, wie in Flüssen, Seen und der Atmosphäre vorkommt, also der Großteil unseres Süßwassers. Mit der Erderwärmung drohen sich diese Verhältnisse dramatisch zu verschieben. Nikolaus Geyrhalter findet in seinem jüngsten Werk opulente Bilder einer Welt aus Eis und Schnee und evoziert zugleich eine lebhafte Vorstellung von der bevorstehenden großen Schmelze.
Von 2021 bis 2025 hat er eingeschneite Landschaften in der nordwestjapanischen Provinz Niigata besucht, den Schweizer Aletschgletscher und ein Dorf in den Osttiroler Bergen. In der Inuvik-Region in Kanada erfährt er, dass die Straßen erst in der Frostperiode befahrbar sind und nur dann Familienfeste gefeiert werden können. Er beobachtet, wie im japanischen Toyama präzise gezogene Schneewände Hunderte Schaulustige anlocken, wie sich der französische Skiort Val d’Isère durch Schneekanonen zu retten versucht, während man am österreichischen Dachstein Skilifte demontiert. Ob am Vatnajökull-Gletscher in Island, der nun auch im Winter dahinschmilzt, ob auf der deutschen Forschungsstation Neumayer III im Ekström-Schelfeis in der Antarktis – überall trifft Geyrhalter auf Menschen, deren Dasein von Naturgewalten geprägt ist. Und sie alle ahnen, dass sie die letzte Generation sein könnten, die mit der Schönheit von Eis und Schnee lebt.

Christoph Terhechte

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Nikolaus Geyrhalter
Kamera
Nikolaus Geyrhalter
Schnitt
Gernot Grassl
Produktion
Nikolaus Geyrhalter, Michael Kitzberger, Wolfgang Widerhofer, Markus Glaser
Ton
Sophia Laggner, Hjalti Bager-Jonathansson, Eva Hausberger, Sergey Martynyuk, Ariane Pellini
Sound Design
Florian Kindlinger, Flora Rajakowitsch
Filmvertrieb
Stephanie Fuchs
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis