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Honeyland Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov

Eine Bienenflüsterin im mazedonischen Bergidyll, vor dessen kräftezehrendem Alltag sie gelegentlich flüchtet. Ein verdichtetes, intensives Drama, das viel mehr ist als nur ein Porträt.

Honeyland

Dokumentarfilm
2019
86 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Atanas Georgiev
Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov
Foltin
Fejmi Daut, Samir Ljuma
Atanas Georgiev
Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov
Rana Eid
Hatidze ist nicht allein. Sie hat ihre Bienen. Außerdem pflegt sie liebevoll ihre kranke, bettlägerige Mutter. Ab und zu packt sie ihre Honiggläser und die selbst gemachten Körbe zusammen und begibt sich zum Markt in die Hauptstadt. Dort schäkert sie mit den Verkäufern, gönnt sich eine Haarfarbe und genießt es, einen Moment lang der Einsamkeit ihrer mazedonischen Bergidylle zu entfliehen: für kurze Zeit nichts als eine alleinstehende Frau um die Fünfzig sein, befreit von allen Alltagslasten und bereit, das Leben auszukosten. Dazu kommt sie im entlegenen kargen Dorf kaum, denn dort züchtet sie zwischen Felsspalten mit aller Hingabe Bienenvölker. Als Bienenflüsterin singt sie ihren Schützlingen alte Volkslieder vor, braucht weder Gesicht- noch Handschutz und nimmt sich nur so viel Honig, wie ihr zusteht. Den Rest überlässt sie ihren Bienen. Sie sind ihre Familie. Als sich auf dem Nachbargrundstück plötzlich ein Nomadenclan mit sieben Kindern und 150 Kühen einnistet, droht ihre einsame Idylle zu zerbrechen.

Poetisch verdichtet das Regieduo Ljubomir Stefanov und Tamara Kotevska das rund 400 Stunden umfassende Filmmaterial zu einem intensiven Drama, das viel mehr ist als nur Porträt einer Bienenzüchterin. Zwischen Beobachtung und Metaphorik begleiten sie Hatidze durch Höhen und Tiefen. In ihrer Welt entscheiden die Bienen, wer am Ende bleiben darf.

Julia Weigl

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

Alerik

Animationsfilm
2013
15 Minuten
Untertitel: 
keine
Credits DOK Leipzig Logo
Labina Mitevska, Katrin Böhringer
Vuk Mitevski
Virginie Saint-Martine, Antoine Bellem
Nick Gaster
Teona Strugar Mitevska
Diese fantasievolle Animation vom Balkan beschäftigt sich auf sehr philosophische Art mit dem Krieg und den Nachwirkungen, die er bei jungen Leuten hinterließ, die in die Armee eintreten mussten. Die vom Regisseur ausgewählten Texturen und Farben erschaffen zusammen mit der besonderen Kamera-Choreografie und dem sorgfältigen Sounddesign einen außergewöhnlichen visuellen Stil.
Rada Šešić

Die Annotationen zu den Filmen der Offiziellen Auswahl wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission sowie Gastautor*innen geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Originaltitel und Namen sind teilweise transkribiert bzw. transliteriert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir Bildrechte in den Festivalpublikationen sowie bei der Berichterstattung im Einzelnen nicht nachweisen können, und verweisen darauf, dass das Bildmaterial ausschließlich zum Zwecke der Werbung für den Einzelfilm bzw. die Festivalprogramme veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen und würde nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Rechteinhaber*innen stattfinden. Die Bildrechte liegen bei der/beim jeweiligen Rechteinhaber*in.

SK 2014

Dokumentarfilm
2014
26 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Kumjana Novakova
Kumjana Novakova, Guillermo Carreras-Candi, Emilio Guerra Delgado
Emilio Guerra Delgado
Guillermo Carreras-Candi
Oriol Gallart Miret
„Denkmäler sind für nichts gut.“ Indem Denkmäler und Museen sich um das fixierte Sichtfeld der Kamera aufbauen, dekonstruiert „SK 2014“ die Absurdität eines Regimes. Die Absurdität seiner Lesart des Politischen, seines Bedürfnisses, sich selbst zu mythologisieren, seiner absurden Steine. Sogar in Offenbachs Rhythmus ist es der Friedhof einer Gemeinschaft. Auch wenn es einigen grandios erscheint.
Kumjana Novakova

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The Seamstresses

Dokumentarfilm
2011
30 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Maria Wischnewski, Anahita Nazemi, Ognen Antov, Christian Beetz
Biljana Garvanlieva
Robert Rabenalt, Anja Dolak
Dimo Popov, Manuel Zimmer
André Nier
Biljana Garvanlieva
Manuel Zimmer, Darko Boskovski, Bratislav Zafirovski
In einer kleinen Provinzstadt arbeiten die Frauen, während die meisten Männer ohne Job sind. Unabhängig von ihrem Bildungsgrad sind alle Frauen als Näherinnen in der ortsansässigen Fabrik tätig. Ihr schmaler Lohn erlaubt es ihnen nicht, auch nur eine einzige Bluse, die sie herstellen, zu kaufen. Mit Intelligenz hinterfragt der Film, was uns die Globalisierung Gutes bringt und was aus unseren Träumen werden kann.
Rada Šešić

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