Filmarchiv

Jahr

Bei Wind und Wetter

Animadok
Schweiz
2015
11 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Carola Kutzner
Remo Scherrer
Rahel Zimmermann
Remo Scherrer
Remo Scherrer, Martin Hofer, Yael Schärer, Lorenz Wunderle, Lea Stirnimann, Lisa Leudolph
Remo Scherrer
Moritz Flachsmann, Thomas Gassmann, Guido Keller
Aus einem Bilderstrom, reduziert auf Schwarz und Weiß, Schattenrisse nur, schälen sich Details heraus: ein Riesenrad, das mechanisch seine Runden dreht, ballspielende Kinder, von denen eines abseits steht, ein Messer, das sich zum Aufschneiden der Pulsadern eignen würde. Sie gehören zum Albtraum eines 8-jährigen Mädchens, dessen Mutter alkoholkrank ist. Im Off redet die mittlerweile Erwachsene von Ohnmacht, Scham und dem langen Schweigen.

Cornelia Klauß



Lobende Erwähnung im Internationalen Wettbewerb animierter Dokumentarfilm 2016

Fortgang

Animadok
Schweiz
2016
4 Minuten
Untertitel: 
_ohne Dialog / Untertitel
Credits DOK Leipzig Logo
Gerd Gockell
Otto Alder
Georg Bleikolm
Otto Alder
Adrian Flury
Adrian Flury
Otto Alder
Thomas Gassmann
Was bleibt, sind Bilder, geordnet von der Erinnerung. Ein ZuHAUSe, die Katze, Freunde – Otto Alders rastlose Fotoanimation wandelt offen und ehrlich an der Grenze zwischen dem, was wirklich war, und dem, was außerdem bedeutsam ist. Fotos verfangen sich in zuckenden Loops wie ein kämpfendes Insekt im Spinnennetz des Zurückrufens. Eine kurze poetische Atempause, und dann ohne Scheu Anlaufnehmen für das emotionale Finish.

André Eckardt

Haarig

Animadok
Schweiz
2017
52 Minuten
Untertitel: 
englische
Credits DOK Leipzig Logo
Franziska Reck
Anka Schmid
Feed the Monkey
Daniel Leippert
Marina Wernli
Anka Schmid
Anka Schmid
Markus Graber
Ein Film in der ersten Person Singular. Und er fängt da an, wo es sich gehört, nämlich ganz am Anfang: Nach neun Monaten wohliger Ruhe hatte sich die Filmemacherin durch das Becken ihrer Mutter gekämpft und berührte als erstes die krausen Haare ihrer Scham.

Verspielt-biografisch erzählt Anka Schmid ihre haarige Geschichte, die auch die Geschichte einer ganzen Generation ist. Darin kommt sie vom Hölzchen aufs Stöckchen oder vom Schnurrbart über den Vollbart zur Bein- und Achselrasur. Und – nicht zu vergessen – zum ganz besonderen Tast-Vergnügen, das man beim Streicheln über die gleichmäßigen Stoppel einer Meckifrisur empfindet. Wem sich dabei wohlig die Nackenhaare aufstellen, der ist schon wieder mittendrin in der nächsten Volte. Und wem nicht, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen! Im Alltag wie in der Kunst entdeckt Anka Schmid das ungeheure Potenzial dieses filigransten Körperteils. Und am Ende ihrer raffinierten Montage aus Real-, Archiv- und Trickaufnahmen fühlt man sich gut durchgekämmt und hat fortan Gewissheit, dass im Haar ein ganzer Kosmos steckt.

Ralph Eue