Filmarchiv

Re-Visionen 2020
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Machini Frank Mukunday, Trésor Tshibangu Tshamala
Im Kongo leiden Umwelt und Menschen unter den Folgen des Kobalt- und Lithiumabbaus. Wie existieren eigentlich all jene, die im Schmutz für unsere „saubere“ Energie sorgen?
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Machini

Machini
Frank Mukunday, Trésor Tshibangu Tshamala
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
DR Kongo,
Belgien
2019
10 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch

Elektromobilität ist ein großes Zukunftsversprechen. Mit seinen enormen Kobalt- und Lithiumvorkommen liefert die Demokratische Republik Kongo zwei der wesentlichen Bausteine für die entsprechenden Batterien. „Machini“ rückt das Leben derer in den Mittelpunkt, die die Leidtragenden der Erschließung solch schmutziger Rohstoffe für unsere „saubere“ Energie sind.

Ralph Eue

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Frank Mukunday, Trésor Tshibangu Tshamala
Buch
Frank Mukunday, Trésor Tshibangu Tshamala
Kamera
Frank Mukunday, Trésor Tshibangu Tshamala
Schnitt
Frank Mukunday, Caroline Nugues-Bourchat
Produktion
Ellen Meiresonne, Rosa Spaliviero
Ton
David Douglas Masamuna
Musik
Francesco Nchikala
Animation
Frank Mukunday, Trésor Tshibangu Tshamala
Filmvertrieb
Maïlis Fourie
Filmstill Marching in the Dark

Marching in the Dark

Andhārātlyā mashālī
Kinshuk Surjan
Publikumswettbewerb 2024
Dokumentarfilm
Belgien,
Niederlande,
Indien
2024
109 Minuten
Marathi
Untertitel: 
Englisch

Sanjivani, eine junge Frau aus einer ländlichen Gegend im Bundesstaat Maharashtra in Zentralindien, ist eine liebevolle, zärtliche Mutter. Nach dem Selbstmord ihres Ehemannes lebt sie bei ihrem Schwager, für den sie auf den Feldern arbeiten muss. Für ihre zwei Kinder ist sie nun allein verantwortlich, konfrontiert mit einem Schuldenberg, den ihr Ehemann hinterließ, und Strukturen einer patriarchalischen Gesellschaft, die Witwen wie sie entmündigt und unsichtbar werden lässt. Erst als sie sich einer Gruppe von Frauen anschließt, denen ein ähnliches Schicksal widerfuhr, gewinnt sie langsam an Selbstbewusstsein. Denn sie ist mit ihrer Verzweiflung und Trauer nicht allein – die Selbstmordrate unter Bauern, die sich angesichts ausfallender Ernten und der Dumpingpreise auf dem globalisierten Markt das Leben nahmen, erschüttert: 400.000 in den letzten zwanzig Jahren.
Kinshuk Surjan beobachtet Menschen und Umstände nicht nur mit Anteilnahme, sondern er steht auch für ein Kino, das Einfluss nimmt. Denn die Frauengruppe, die er hier begleitet, hat sich erst durch sein Filmprojekt zusammengefunden. In beeindruckenden Bildern und mit Feingefühl für die porträtierten Protagonist*innen gelingt nicht nur eine sorgfältige Darstellung hochkomplexer Zusammenhänge, sondern auch eine wahrhaftige dokumentarische Intervention: ein Eingriff in unzumutbare Verhältnisse – mit dem Ziel ihrer Besserung.

Borjana Gaković

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Kinshuk Surjan
Kamera
Leena Patoli, Carl Rottiers, Vishal Vittal
Schnitt
Joëlle Alexis
Produktion
Evelien De Graef, Hanne Phlypo
Co-Produktion
Arya Rothe, Digna Sinke
Ton
Puneet Dwivedi, Imtiyaz Jumnalkar
Sound Design
Mark Glynne, Olmo van Straalen
Filmvertrieb
Anna Berthollet
Young Eyes 2025
Filmstill Mary Anning
Mary Anning Marcel Barelli
Mary ist ein 12-jähriges Mädchen im 19. Jahrhundert: wissbegierig, hartnäckig und fasziniert von Fossilien. Ein unterhaltsames und liebenswertes Biopic über eine der ersten Paläontologinnen.
Filmstill Mary Anning

Mary Anning

Mary Anning
Marcel Barelli
Young Eyes 2025
Animationsfilm
Schweiz,
Frankreich,
Belgien
2025
72 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Es geht auf eine kleine Zeitreise zurück ins frühe 19. Jahrhundert an die Südküste Englands. Hier lebt Mary Anning. Das 12-jährige Mädchen ist wissbegierig, hartnäckig und fasziniert von Fossilien. Jede freie Minute verbringt sie unten am Strand, um in den Erdschichten der Steilküste ihres Heimatortes nach den versteinerten Überresten längst ausgestorbener Tierarten zu suchen. Auch ihr Vater ist begeistert von diesem Hobby und verdient sich mit dem Verkauf der Versteinerungen ein Zubrot für den Unterhalt seiner Familie. Als er nach einem Klippenabbruch verschwunden bleibt, gerät Marys Leben ins Wanken. Alles, was der Vater hinterlässt, ist eine mysteriöse Zeichnung, deren Bedeutung Mary erst nach und nach versteht. Sie ist entschlossen, gemeinsam mit unerwarteten Verbündeten das Geheimnis dahinter zu lüften. Ein unterhaltsames und liebenswertes Biopic über eine der ersten Paläontologinnen.

Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marcel Barelli
Buch
Marcel Barelli, Pierre-Luc Granjon, Magali Pouzol
Kamera
Marjolaine Perreten
Schnitt
Marcel Barelli, Julie Brenta
Produktion
Nicolas Burlet
Co-Produktion
Arnaud Demuynck, Tatjana Kozar
Ton
Jérôme Vittoz
Sound Design
Jérôme Vittoz
Musik
Shyle Zalewski
Animation
Maëlle Chevallier
Filmvertrieb
Lisa Lejeune
Nominiert für: Young Eyes Film Award
Hommage: Punto y Raya 2025
Filmstill Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)
Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments) Gwendolyn Lootens
Eine wunderbare Sammlung kleinster Bewegtbildmomente voller Klugheit, Witz und Poesie. Das Kleine, mit der Lupe betrachtet, bietet Raum für Überraschungen – und große Erkenntnisse.
Filmstill Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)

Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)

Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)
Gwendolyn Lootens
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Belgien,
Niederlande
2023
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Eine wunderbare und hochpoetische Sammlung kleinster Bewegtbildmomente, die uns durch clevere Kameraperspektiven und klug gewählte Bildausschnitte, durch Lichtsetzung, Montage und die verwendeten Materialien ästhetischen Hochgenuss schenkt. Dieses Archiv der Kleinigkeiten bleibt stumm. Die Augen werden zum Hörorgan. Der Sound entsteht im Kopf. Einfach bezaubernd.

Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Gwendolyn Lootens
Filmstill Murmuration

Murmuration

Zwermen
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Niederlande,
Belgien
2025
13 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Die Stare kreisen in Schwärmen über dem Altersheim. Murmurationen nennt man diese beeindruckenden Naturschauspiele, die von fern wie ein kollektives Murmeln klingen. Nicht alle hören oder sehen sie, aber der alte Mann nimmt sie wahr. Manchmal entsenden die Stare einen einzelnen zwitschernden Boten vor sein Fenster. Oft sind die Vögel für ihn präsenter als seine Mitmenschen, präsenter als der alte demente Heimkollege, der regelmäßig ein Blumenstillleben wässert, präsenter als die Heimnachbar*innen im Freizeitchor. Und dann passiert es: Der alte Mann findet die erste Feder im Haar, darauf eine zweite, schließlich mehrere. Bald wächst ihm ein Schnabel, sodass er statt singen nur mehr krächzen kann.
Der letzte Lebensabschnitt, dem wir hier beiwohnen, ist liebevoll animiert: Die Puppenanimation wurde mit Mullbinden gestaltet – eine schöne Annäherung an die Verletzlichkeit, die dem Älterwerden anhaftet. Der hier gezeigte Abschied vom Leben kommt ganz ohne Pathos aus, sogar ohne jene überinszenierte Trauer, die man von vielen Todeserzählungen kennt. Selbst das Altersheim ist ein völlig banaler, wertfrei porträtierter Ort. Stattdessen verfolgen wir dieses Tschüss-Sagen im Fiedergewand als eine leise, aber zunehmende Entfremdung von der Welt, ein Nicht-mehr-Dazugehören. Und irgendwann wachsen uns allen die dazu passenden Flügelschwingen.

Marie Ketzscher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Buch
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Kamera
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Schnitt
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Produktion
Peter Lindhout
Co-Produktion
Annemie Degryse, Janneke Swinkels, Tim Frijsinger, Ben Tesseur
Ton
Corinne Dubien
Sound Design
Corinne Dubien
Musik
Roos Rebergen, Sjoerd Bruil
Animation
Rosanne Janssens, Mirjam Plettinx, Geertrui de Vijlder
Filmvertrieb
Annabel Sebag
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis, Gedanken-Aufschluss-Preis
Kids DOK 2020
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My Family Is a Circus Nina Landau
Wieder einmal muss Romy Abschied von ihrer Schulklasse nehmen. Mit ihrer Familie reist sie zum nächsten Auftritt, träumt von einem eigenen Zirkuszelt, aber auch vom Wiedersehen.
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My Family Is a Circus

Circus zonder tent
Nina Landau
Kids DOK 2020
Dokumentarfilm
Belgien
2020
15 Minuten
Niederländisch
Untertitel: 
Englisch

Wieder einmal muss die zehnjährige Romy Abschied von ihrer Schulklasse nehmen, um mit ihrer Familie durch Europa zu reisen. Zu Hause packt sie kräftig mit an, denn im Zirkusleben werden Kinder früh erwachsen. Dieser Film lässt uns an ihrem Alltag und der Leidenschaft für den großen Auftritt teilhaben. Er erzählt von der Sehnsucht nach dem Vertrauten, aber auch von der Freiheit des Unterwegsseins.

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Nina Landau
Kamera
Jamie MacLean
Schnitt
Kwinten Gernay
Produktion
Bram Crols, Mark Daems
Musik
Johan Hoogewijs