Filmarchiv

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Re-Visionen 2022
Filmstill New Eldorado
New Eldorado Tibor Kocsis
300 Tonnen Gold werden unter dem Dorf Roșia Montană in Rumänien vermutet. Vor zwanzig Jahren filmte Tibor Kocsis eine sich formierende Protestbewegung gegen die Abbaupläne.
Filmstill New Eldorado

New Eldorado

Új Eldorádó
Tibor Kocsis
Re-Visionen 2022
Dokumentarfilm
Ungarn
2004
76 Minuten
Englisch,
Französisch,
Deutsch,
Ungarisch,
Rumänisch
Untertitel: 
Englisch

Im rumänischen Roșia Montană, auf Deutsch auch Goldbach, befindet sich das größte Goldvorkommen Europas. Schon die alten Römer bauten dort mit Hammer und Meißel Stollen, später wurde das Edelmetall mit Schwarzpulver und dann Dynamit gefördert. Als jedoch Anfang der 2000er Jahre die Möglichkeiten herkömmlicher Abbaumethoden erschöpft scheinen, schaltet sich ein kanadisches Unternehmen ein und plant, das ganze Dorf und vier angrenzende Berge zu pulverisieren – und das Gold mit hochgiftiger Blausäure aus dem Gestein zu lösen. Tibor Kocsis beobachtet mehrere Jahre lang, wie der Konzern die Bewohner des Ortes zu verdrängen versucht, und wie sich Widerstand formiert, der bis heute anhält.

Marie Kloos

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Tibor Kocsis
Kamera
Tibor Kocsis
Schnitt
György Márió Kövári
Produktion
Tibor Kocsis
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Filmstill Night Sky Elevator
Night Sky Elevator Csanád Baksa-Soós
Ein Fluss aus Schlagzeilen fließt durch die Großstadt, eine Sonnenfinsternis flackert violett. Die Bilder gleiten schwerelos und ohne festes Ordnungsprinzip dahin, eröffnen ganze Welten. 
Filmstill Night Sky Elevator

Night Sky Elevator

Night Sky Elevator
Csanád Baksa-Soós
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Animationsfilm
Ungarn
2025
9 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Legetrick im Schwebezustand: minutiös und detailliert gearbeitet, zugleich aber doch wie aus dem Unbewussten hingetupft. Bei Csanád Baksa-Soós landen Schmetterlinge auf Damenschuhen und fliegen mit ihnen davon, fließt ein Fluss aus Schlagzeilen durch die Großstadt, lässt eine violett wabernde Sonnenfinsternis leuchtende Messer aus der Erde in den Himmel schießen, würgen steinerne Lippen einen Lichtball hervor. Die Bilder folgen keinem festen Ordnungsprinzip – jedes von ihnen eröffnet eine neue Welt, atmet tief durch, zieht weiter. Leitmotive tauchen auf, dann wieder ab. Was bleibt, sind betörende Farben und Texturen. Diese erstrecken sich bis auf die Tonspur: Das Kratzen eines malträtierten Cellos, nächtliche Saxofonklänge aus der kaum gedämmten Nachbarwohnung, gespenstische Klarinettenetüden im halligen Probenraum schmiegen sich den Bildern kongenial an.

Felix Mende

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Csanád Baksa-Soós
Schnitt
Csanád Baksa-Soós
Produktion
Zsuzsanna Vincze
Ton
Csanád Baksa-Soós
Sound Design
Csanád Baksa-Soós
Animation
Csanád Baksa-Soós