Das dokumentarische Video zur installativen Version des Kurzfilms „1976: Search for Life“ nimmt uns mit auf den Mars. Dort zeigt ein kleiner Fernsehapparat eine ganz persönliche Geschichte.
Das dokumentarische Video zur installativen Version des Kurzfilms „1976: Search for Life“ nimmt uns mit auf den Mars. Dort – zwischen großen Gesteinsbrocken und im roten Licht unseres Geschwisterplaneten – befindet sich ein kleines Fernsehgerät. Mit Kopfhörern und in intimer Atmosphäre lässt uns Tess Martin an einer ganz persönlichen Erinnerung an ein bedeutendes historisches Ereignis teilhaben.
Eine junge Frau wird erwürgt. Die ergreifende Totenklage der Mutter – nach einem Gedicht von Percy Shelley – begleitet uns durch Aufbahrung und Wiederauferstehung ihrer Tochter Ginevra.
Die aufgehende Sonne enthüllt ein grausames Verbrechen. In der orangeroten Morgendämmerung, zwischen Dünen und wogendem Meer, wird eine junge Frau zu Tode stranguliert. Die tiefen Abdrücke der Hände des Mörders zeichnen den Hals der Gemeuchelten. Die ergreifende Totenklage der Mutter – nach einem Gedicht von Percy Shelley – begleitet uns durch Aufbahrung und Wiederauferstehung ihrer Tochter Ginevra.
How to Make a Phonotrope Video with Drawn Animation
Tess Martin
Tess Martin führt in eine Verfahrenstechnik für Animationsloops ein: Man zeichne, man nehme eine sich drehende Scheibe, verbinde sie mit einer Kamera – und fertig ist das Phonotrop.
How to Make a Phonotrope Video with Drawn Animation
How to Make a Phonotrope Video with Drawn Animation
Tess Martin
Animation Night 2023
Dokumentarfilm
Niederlande
2019
8 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Durch die Kopplung der Umdrehungsgeschwindigkeit einer rotierenden Scheibe mit der Aufnahmebildrate einer Kamera entsteht eine Apparatur, welche die Illusion von Bewegung erzeugen kann. Dieses sogenannte Phonotrop ist eine zeitgenössische Variante des Phenakistiskops. Tess Martin erklärt in ihrem How-to-Video, wie diese Technik funktioniert und wie sie in ihrem Film „Orbit“ zur Anwendung kommt.
Ein makabres, hypnotisches Kinderlied vom Soldaten Mario und seiner enttäuschten Liebe kündet von einem brutalen Mord. Erinnerungsbilder fließen ineinander und lassen erschauern.
Ein makabres italienisches Kinderlied erzählt die Geschichte von Mario, einem Soldaten, der nach seiner Heimkehr aus dem Krieg erfahren muss, dass seine Freundin ihn für einen anderen Mann verlassen hat. Mario beschließt, sie zu töten. Der Film greift die ambivalente Stimmung des Liedes auf und verstärkt dessen Vibration im Raum zwischen unbedarftem Kinderspiel und brutalem Mord.
Zeichnungen auf rotierenden Scheiben führen durch den Kreislauf des Lebens auf der Erde, machen den Rhythmus der Natur spürbar und erzählen vom Ursprung des bewegten Bildes.
Beim Betrachten einzelner Details und ihres Zusammenspiels im großen Ganzen, vorgeführt auf rotierenden Scheiben, erhalten wir ein Fünkchen Einsicht über die Wechselwirkungen von Flora und Fauna auf der Erde und die Urkraft unseres Zentralgestirns, der Sonne. Zeitabhängigkeit, Rhythmus und Funktionsweise von Film sind zu erahnen. Ein Blick auf die Entstehung des Lebens und den Ursprung des bewegten Bildes.
Ein Foto, welches zwischen verschiedenen anderen Dingen auf einem Küchentisch aufgestellt ist, erwacht zum Leben und eröffnet ein Fenster durch Raum und Zeit zum Außerhalb.
Ein Küchentisch, auf dem verschiedene Gegenstände abgestellt sind, steht still. Aber die Zeit sorgt für Bewegung. Eine Kerze brennt in rasender Geschwindigkeit ab, ein auf dem Tisch drapiertes Foto erwacht zum Leben. Es zeigt eine junge Frau, die eine Tasse Tee zubereitet. Alte Hände nähern sich dem Tisch und betasten den Brief, der darauf liegt. Das Leben im Foto kommt zum Stillstand.
Jimmie, ein gealterter Seemann mit geschädigtem Gedächtnis, driftet orientierungslos durch die Zeit. Zwischen früherem Selbst und heutigem Ich geht er in den Wogen der Jahrzehnte verloren.
Ohne funktionierendes Gedächtnis driftet der ehemalige Seemann Jimmie verloren durch die Zeit. Fragmente seines vergangenen Lebens und seines jüngeren Selbst tauchen wie Inseln am Horizont auf, gleiten vorüber, verschwinden in den Tiefen. Jimmie als älterer Mensch erkennt sich nicht wieder und erschrickt vor den „Fremden“. Er verirrt sich im Raum und versinkt im leeren Hintergrund.
Während einer kurzen Begegnung scheint sich zwischen einem Wal und einem Taucher eine echte Verbindung aufzubauen. Doch dann verschwindet der Wal wieder in den Tiefen des Ozeans.
Ein Taucher begegnet einem verletzten Wal. Er beschließt, dem Tier zu helfen, und erhält zum Dank einen freundlichen Blick. Für einige Sekunden scheint die Grenze zwischen den beiden Spezies durchlässig zu werden. Der Wal verschwindet in den Tiefen des Ozeans und lässt den Taucher mit der Frage zurück, ob all dies nur die Projektion menschlicher Hoffnungen war.
Franka Sachse
Credits
Regie
Tess Martin
Musik
Spencer Thun
Animation
Tess Martin, Webster Crowell, Stefan Gruber, Britta Johnson, Amanda Moore
Eine dumpfe Unterwasserwelt überspült einen grellweißen Krankenhausflur. In diesem Szenario erzählt die Hauptfigur die Geschichte ihrer Vergewaltigung und wie sie ihre Stimme verlor.
Eine dumpfe Unterwasserwelt, angefüllt mit unheimlichen Kreaturen, überspült einen grellweißen Krankenhausflur. Dieses Szenario bildet die Bühne für eine Erzählung über den Missbrauch einer Frau. Nach einer Vergewaltigung findet sie sich nicht nur mit den standardisierten Untersuchungen, dem Entsetzen ihres Freundes und der Entfremdung von sich selbst konfrontiert: Sie hat auch ihre Stimme verloren.