Filmarchiv

Land (Film Archive)

Retrospektive: Un-American Activities 2025
Filmstill ¡Huelga!
¡Huelga! Ralph McGrew
Eine entstehende Solidargemeinschaft im Streik: 1965 wehrten sich mexikanische Farmarbeiter*innen gegen den regellosen Kapitalismus im Agrarsektor und den Rassismus der weißen Landbesitzer*innen.
Filmstill ¡Huelga!

¡Huelga!

¡Huelga!
Ralph McGrew
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1967
54 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

1965 fand in Delano in Kalifornien der bis dato längste Farmarbeiter*innenstreik der US-amerikanischen Geschichte statt. Unter der Führung von Cesar Chavez erstritten sich bis dahin unorganisierte mexikanische Saisonkräfte bessere Arbeitsbedingungen und das Recht auf Gründung einer eigenen Gewerkschaft, der National Farm Workers Association (NFWA). „¡Huelga!“ ist das parteiische Porträt einer entstehenden Solidargemeinschaft, die sich nicht nur gegen den regellosen Kapitalismus im Agrarsektor stemmte, sondern auch dem Rassismus der weißen Landbesitzer*innen den Kampf ansagte. Neben der Schilderung von Mechanismen des Streiks legt die bewegliche Kamera auch Wert auf die Dokumentation unwürdiger Lebensverhältnisse von Menschen, die eine der mächtigsten Industrien des Landes am Laufen hielten.

Tobias Hering, Tilman Schumacher

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Regie
Ralph McGrew
Buch
Mark Harris
Kamera
Richard Pearce, John Haney
Schnitt
Ralph McGrew, Dick Gilbert
Produktion
Mark Harris
Musik
Augustin Lira, El Teatro Campesino
Hommage: Punto y Raya 2025
Filmstill .:-=+*#%@
.:-=+*#%@ Luke Shannon
Ein generativer Algorithmus treibt einen zarten Lichtstrahl voran, bis er an imaginären Bildgrenzen abprallt. Eine Studie über Reflexion, Brechung und Materialität.
Filmstill .:-=+*#%@

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Luke Shannon
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
USA
2023
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Ein zarter weißer Strahl nähert sich dem Rahmen des dunklen Bildes, prallt ab und ändert die Richtung. Der Strahl beginnt, eine geometrische Form aufzuspannen. Verschiedene Algorithmen werden zu Co-Autorinnen dieses generativen Werkes, das über die physikalischen Gesetze der Reflektion nachdenkt. Der Code-generierte Soundtrack reagiert in Echtzeit auf die sich schrittweise umformenden Zeichenreihen.

Franka Sachse

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Regie
Luke Shannon
Wettbewerb Publikumspreis Kurzfilm 2020
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“Hello,” We Lied Laura Gamse
Gefälschte Nachrichten sind im Mainstream angekommen. Mitverantwortlich ist der „Fake-News-König“ Jestin Coler. Ein Film zwischen Journalismus, Meme, Wahrheit und Lüge in den USA.
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“Hello,” We Lied

“Hello,” We Lied
Laura Gamse
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2020
Dokumentarfilm
USA
2020
12 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch

Der Journalismus in den USA ist in der Krise. Jestin Coler, auch bekannt als „Fake-News-König“, hat höchstwahrscheinlich dazu beigetragen. Schlagzeilen seiner Satireseite wurden vom Mainstream aufgegriffen und geglaubt. Coler bezeichnet Fake News als Einstiegsdroge – und ironischerweise als Gegenmittel zugleich. Regisseurin Laura Gamse scrollt sich in ihrem Film durch Nachrichten und Memes und gibt damit einen eindrucksvollen Kommentar zum Zustand westlicher Gesellschaften ab.

Kim Busch

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Regie
Laura Gamse
Produktion
Daydream Reels
Musik
Mike Diva, Steven O’Brien, Lostboyevsky, Sony Cleveland, Greg Sinibaldi, Jesse Canterbury
Animation
Mike Diva, Bernard Myburgh
Hommage: Punto y Raya 2025
Filmstill A Joy
A Joy Jodie Mack
Im Stil der Cameraless Animation von Len Lye und Stan Brakhage grooven die dynamische Bilder dieses energiegeladenen Musikvideos zum Sound von Four Tet - irgendwo zwischen Jazz, Punk und Techno. 
Filmstill A Joy

A Joy

A Joy
Jodie Mack
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
USA
2005
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Im Stil der kameralosen Animation eines Len Lye oder Stan Brakhage grooven die dynamischen Bilder dieses energiegeladenen Musikvideos zum Sound von Four Tet. Man meint, Elemente aus Jazz, Punk und Techno zu hören, und doch lassen sich die eigensinnigen Klänge genauso wenig greifen wie das visuelle Geschehen. Alles prescht mit einer irren Geschwindigkeit davon. Ein belebender Sprint für Auge und Ohr.

Franka Sachse

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Regie
Jodie Mack
Animation und Musique Concrète 2021
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A Man and His Dog Out for Air Robert Breer
Vogelgezwitscher, dazu mäandernde Linien, mal solo, mal als Schwarmbewegung. Im permanenten Formenwandel tauchen flüchtig eine Parklandschaft, eine Treppe, ein Mann mit Hund auf.
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A Man and His Dog Out for Air

A Man and His Dog Out for Air
Robert Breer
Animation und Musique Concrète 2021
Animationsfilm
USA
1957
2 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Vogelgezwitscher, dazu mäandernde Linien, mal solo, mal als Schwarmbewegung. Mittendrin tauchen vermeintlich und flüchtig eine Parklandschaft, eine Treppe, ein Mann mit Hund auf. In Robert Breers minimalistischer Zeichenanimation fallen Abstraktion und Figürliches kurz zusammen und wieder auseinander. Der permanente Formenwandel geschieht in der Pulsfrequenz des in der Natur aufgenommenen Vogelgesangs.

André Eckardt

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Regie
Robert Breer
Schnitt
Robert Breer
Ton
Frannie Breer
Animation
Robert Breer
Filmstill A Simple Soldier

A Simple Soldier

A Simple Soldier
Artem Ryzhykov, Juan Camilo Cruz
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Dokumentarfilm
UK,
Ukraine,
USA
2025
95 Minuten
Englisch,
Russisch,
Ukrainisch
Untertitel: 
Englisch

Als am 24. Februar 2022 die russische Invasion beginnt, tritt Artem Ryzhykov freiwillig der ukrainischen Armee bei. Ausgerüstet mit Maschinengewehr und Kamera, dokumentiert der Filmemacher seinen Alltag als Soldat. Doch schon bald zeigt sich, wie Vorstellung und Realität auseinanderdriften. Während ihn zu Beginn explodierende Bomben so sehr erschrecken, dass er in der verbarrikadierten Küche zu Boden stürzt, während verbrannte Leichen einer besiegten russischen Militäreinheit an der Front in Irpin für sensationsgierige Bilder sorgen, verlieren sich Euphorie und Sensibilität allmählich auf dem Schlachtfeld. Ryzhykov fällt langsam aus seiner beobachtenden Rolle, die Kamera verkommt zum „Spielzeug“ und wird von der Waffe abgelöst.
Das Kriegsgeschehen hinterlässt traumatische Spuren. Zunehmend entfremdet sich Ryzhykov von sich selbst und von seinem privaten Umfeld. Der überwältigende emotionale Ballast lässt sich nicht mehr so leicht katalysieren, Reflexionsräume werden immer kleiner und die Telefonate mit seiner Frau Irusya kälter und wortkarger. Co-Regisseur Juan Camilo Cruz formte aus über tausend Stunden Videomaterial einen Erzählstrang von unmittelbarer Eindrücklichkeit: ein intimer Einblick in das Leben eines Menschen, der versucht, in all dem Chaos klarzukommen.

Philipp Hechtfisch

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Regie
Artem Ryzhykov, Juan Camilo Cruz
Buch
Juan Camilo Cruz, Jesper Osmund
Kamera
Artem Ryzhykov, Ruslan Girin, Ruslan Girin
Schnitt
Jesper Osmund, Inés Boffi Sae-Ammac
Produktion
Howard Owens, Ben Silverman, James Packer, John Battsek, Marcel Mettelsiefen
Sound Design
Andrés Velásquez
Musik
Úlfur Hansson
Filmvertrieb
Daniel Thunell
Nominiert für: Filmpreis Leipziger Ring, MDR-Filmpreis
Ausgezeichnet mit: Filmpreis Leipziger Ring
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Filmstill A Song for Dead Warriors
A Song for Dead Warriors Norma Allen, Michael Anderson, Larry Janss, Saul Landau, Rebecca Switzer, Billy Yahraus
Als militante Sioux die Gedenkstätte Wounded Knee besetzen, kommt es 1973 zum heftigen Zusammenstoß mit der US-Administration. Der Film folgt der öffentlichen Anhörung des Bureau of Indian Affairs. 
Filmstill A Song for Dead Warriors

A Song for Dead Warriors

A Song for Dead Warriors
Norma Allen, Michael Anderson, Larry Janss, Saul Landau, Rebecca Switzer, Billy Yahraus
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1974
25 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

„Sollen wir uns unterwerfen oder sollen wir ihnen sagen: Tötet mich, bevor ihr mir mein Vaterland nehmt.“ Mit diesen Worten des Sioux-Häuptlings Sitting Bull von 1877 setzt „A Song for Dead Warriors“ ein – geradezu programmatisch, denn der Film kreist um ein aktuelles Ereignis, welches verdeutlicht, dass der Konflikt zwischen US-Administration und Native Americans auch nach hundert Jahren nicht beigelegt ist. Im Gegenteil: 1973 kam es zum Zusammenstoß zwischen der Polizei und einer militanten Gruppe Sioux, die gemeinsam mit dem American Indian Movement (AIM) die Gedenkstätte Wounded Knee besetzten. Eine Anhörung des Bureau of Indian Affairs soll den Fall erörtern, aber die Fronten sind verhärtet. Wortführer der Unbeugsamen und Protagonist des Films ist der AIM-Aktivist Russell Means.

Tobias Hering, Tilman Schumacher

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Regie
Norma Allen, Michael Anderson, Larry Janss, Saul Landau, Rebecca Switzer, Billy Yahraus
Produktion
Tricontinental Film Center
Publikumswettbewerb 2023
Filmstill A Still Small Voice
A Still Small Voice Luke Lorentzen
Mati, eine angehende Krankenhausseelsorgerin in New York, muss bei der Betreuung von Patient*innen auch auf sich und ihre eigenen Kräfte achten. Ein intimer Einblick, nah dran und feinfühlig.
Filmstill A Still Small Voice

A Still Small Voice

A Still Small Voice
Luke Lorentzen
Publikumswettbewerb 2023
Dokumentarfilm
USA
2023
93 Minuten
Englisch
Untertitel: 
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit

Das Mount Sinai Hospital in New York ist eines der ältesten und größten Krankenhäuser der Vereinigten Staaten. Hier arbeitet Mati, eine angehende Krankenhausseelsorgerin. Sie steht kurz vor dem Abschluss ihrer einjährigen Assistenzzeit in der Abteilung für „Spiritual Care“, einem Teilbereich der Palliativmedizin. Patient*innen, die mit Ungewissheit, Trauma und Trauer zu kämpfen haben, bekommen hier emotionale Unterstützung und werden spirituell betreut. 2020 und 2021 begleitet der Film Mati und ihre Kolleg*innen, in den Jahren mit den meisten Toten in der Geschichte der USA. Mati muss selbst täglich dafür kämpfen, ihr Gleichgewicht zu finden. Denn wenn, wie es ihr Supervisor ausdrückt, die eigene Bandbreite verbraucht sei, bleibt einfach kein Platz mehr für die härteren Dinge. Ein wichtiger Teil der Arbeit als Seelsorgerin ist es daher, selbst Unterstützung und Anleitung zu bekommen.

Luke Lorentzen betrachtet diesen Kosmos sehr feinfühlig und, bei aller Nähe, gleichzeitig angenehm zurückhaltend. Die ruhige Kamera bleibt oft auf Abstand, gerade in den Momenten des Zweifelns oder beim Beobachten von Konflikten im Team. Ein Film ohne Angst vor Intimität, der einen nachdenklich stimmenden Bogen schlägt: zwischen Fragen des Glaubens, des Verlusts und der beruflichen Nachhaltigkeit.

Lina Dinkla

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Regie
Luke Lorentzen
Kamera
Luke Lorentzen
Schnitt
Luke Lorentzen
Produktion
Kellen Quinn, Luke Lorentzen
Co-Produktion
Ashleigh McArthur, Robina Riccitiello
Ton
César González Cortés, Javier Quesada
Filmvertrieb
Andrea Hock
Animation Night 2025
Filmstill Abstronic
Abstronic Mary Ellen Bute
Ein Universum aus farbenfrohen und lebendigen rhythmischen Formen – erschaffen durch die Kombination aus traditioneller Animation und elektronischer Bilder, erzeugt durch ein Oszilloskop.
Filmstill Abstronic

Abstronic

Abstronic
Mary Ellen Bute
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1952
7 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

Handkoloriert und dem Kopf einer der innovativsten abstrakten Filmemacherinnen des 20. Jahrhunderts entsprungen, kombiniert „Abstronic“ Abstraktion und Elektronik zu einem spielerischen Bilderstrom, der an ein bewegtes abstraktes Gemälde erinnert. Mary Ellen Bute, die auch Malerin war, arbeitet hier mit einem eigens entwickelten Oszilloskop und traditioneller Animation.

Ben Sassen

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Regie
Mary Ellen Bute
Produktion
Ted Nemeth
Musik
Aaron Copland, Don Gillis
Animation Night 2025
Filmstill ANIMAC Demos
ANIMAC Demos Lee Harrison
Der Filmblock präsentiert einige der frühesten Beispiele für Videosynthese mit analogen Computern sowie frühe Beispiele elektronisch entworfener und animierter Figuren.
Filmstill ANIMAC Demos

ANIMAC Demos

ANIMAC Demos
Lee Harrison
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1968
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Diese Kompilation von vier Filmen demonstriert die Möglichkeiten des analogen ANIMAC-Computers. Der Vorläufer des späteren Scanimate-Videosynthesizers sollte in den 1970er Jahren eine neue Ära des Motion-Design einleiten. Die flotten und fließenden Formen des ANIMAC, das Ergebnis manuell gesteuerter Kathodenstrahlen, die in Echtzeit auf die Leinwand zeichneten, sind ein frühes Beispiel für elektronisch entworfene und animierte Figuren.

Ben Sassen

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Regie
Lee Harrison
Animation Night 2025
Filmstill Aquarelles
Aquarelles Vibeke Sorensen, Tom DeWitt, Dean Winkler
Ein Dreamteam talentierter Künstler-Ingenieure zieht uns hinein in eine Welt aus synthetischen New-Age-Landschaften aus Vaporwave-Farben und wirbelnden, fraktalartigen Formen.
Filmstill Aquarelles

Aquarelles

Aquarelles
Vibeke Sorensen, Tom DeWitt, Dean Winkler
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1980
8 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Sorensen, DeWitt und Winkler waren ein Dream-Team von Künstler-Ingenieuren, ein talentiertes Trio, dessen perfekte Beherrschung neuer Medien und Technologien ihnen Preise und Ehrungen einbrachte. Ihr Händchen für Videosynthese und Processing springt in diesem traumartigen, psychedelischen Driften durch synthetisierte New-Age-Landschaften aus Vapourwave-Farben und wabernden, fraktalartigen Formen sofort ins Auge.

Ben Sassen

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Regie
Vibeke Sorensen, Tom DeWitt, Dean Winkler
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Filmstill Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36)
Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36) Newsreel
Der Film zeigt Vietnames*innen und amerikanische Soldaten als Opfer einer erbarmungslosen Militärmaschine, deren wahre Nutznießer in Waffenindustrie und Militäradministration zu finden sind.
Filmstill Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36)

Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36)

Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36)
Newsreel
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1969
19 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch

Unter Einsatz von O-Tönen und Kriegsbildern dokumentiert dieser Film das Erstarken der Antikriegsbewegung im US-Militär. Soldaten sprechen über ihre wachsende Wut. Wir sehen, wie sie gedrillt und indoktriniert werden – mit der Folge, dass die Grausamkeiten, für die sie dann im Vietnamkrieg verantwortlich waren, mit militärischem Gehorsam gerechtfertigt wurden. Die bisweilen brutalen Montagen zeigen sowohl die Vietnames*innen als auch die amerikanischen Soldaten als Opfer einer erbarmungslosen Militärmaschine, deren wahre Nutznießer der Film in der Waffenindustrie und der Militäradministration ausmacht. Am Ende steht der Aufruf eines Nationalgardisten im Inlandseinsatz, sich mit den Protestierenden, die er eigentlich in Schach halten soll, zu verbrüdern.

Tobias Hering, Tilman Schumacher

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Regie
Newsreel
Produktion
Newsreel
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Atomu

Atomu
Shariffa Ali, Yetunde Dada
Extended Reality 2021
-
Frankreich,
Kenia,
USA,
UK
2020
12 Minuten
Englisch

Der Mugumo, der kenianische Feigenbaum, steht in der Mythologie der Kikuyu-Community für Transformation und Wiedergeburt. Die Multiplayer-VR-Erfahrung lädt uns ein, einem heiligen Ritual beizuwohnen: Beim Tanz um den Mugumo kann ein Mann zur Frau und eine Frau zum Mann werden. Wir begleiten Waicici, eine Person ohne Geschlecht, auf der Suche nach der ehrlichsten Version ihrer selbst.

Lars Rummel

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Produktion
Antoine Cayrol, Steve Jelly
Co-Produktion
Steve Jelly, Arnaud Colinart, Opeyemi Olukemi, Rafael Pavon, Annick Jakobowicz, Simon Windsor
Produktionsfirma
POV Spark, France Télévisions, Dimension, Atlas V
Choreografie
Stephen Buescher
Key Collaborator
Andrew Orkin, Banna Dasta, Toby Coffey, Steve Jelly, Simon Windsor, Akash Kushwaha, Annick Jakobowicz, Stephen Buescher, Opeyemi Olukemi, Arnaud Colinart, Rafael Pavon, Antoine Cayrol, Derren Sinnott
Regie
Shariffa Ali, Yetunde Dada
Filmstill BAEA

BAEA

BAEA
Terra Long
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2025
Dokumentarfilm
Kanada,
UK,
USA
2025
18 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

Winter an der Pazifikküste in Kanada – eine schwierige Jahreszeit für die Tierpfleger*innen der Wildtierauffangstation in Comox, British Columbia: Es ist Jagdsaison. Trotz massiver Kritik von Tierschutzorganisationen verwenden Jäger*innen nach wie vor Bleimunition. Für die BAEA – so der offiziell in Nord- und Mittelamerika benutzte Alpha-4-Code für Weißkopfseeadler – ist sie auf besondere Weise lebensbedrohlich. Denn die Greifvögel ernähren sich von liegen gelassenen Tierkadavern. Die Überlebenschancen nach einer Bleivergiftung sind gering. Auch die Behandlung ist für die Adler eine schwere Belastung. Mit großer Geduld und liebevoller Zuwendung versuchen die Pfleger*innen, ihre Schützlinge vor dem Tod zu bewahren.
In behutsamen Bildern und respektvoll gegenüber den leidenden Vögeln begleitet Filmemacherin Terra Long den Alltag auf der Station und kontrastiert diesen mit Aufnahmen der – nur scheinbar – von Menschen unberührten Natur. Letztlich stellen sich in diesem Refugium ethische Grundsatzfragen: Wie können Wildtiere von ebenjenen Menschen versorgt und gleichzeitig ihre Würde und Wildheit erhalten werden? Und: Hat die aufwändige Behandlung überhaupt einen Nutzen angesichts der geringen Aussichten auf Veränderung der Jagdgesetze?

Annina Wettstein

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Terra Long
Kamera
Terra Long
Schnitt
Terra Long
Produktion
Heidi Fleisher, Mike Paterson
Ton
Colin Whitman
Musik
Kaija Siirala
Funding institution
Sandbox Films
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Filmstill Black Panther a.k.a. Off the Pig (Newsreel #19)
Black Panther a.k.a. Off the Pig (Newsreel #19) San Francisco Newsreel
In ihren Reden und Aufmärschen macht die Black Panther Party klar, dass die weiße Vorherrschaft über die Schwarze US-Bevölkerung nur mit einer„Black Revolution” überwindbar sei. 
Filmstill Black Panther a.k.a. Off the Pig (Newsreel #19)

Black Panther a.k.a. Off the Pig (Newsreel #19)

Black Panther a.k.a. Off the Pig (Newsreel #19)
San Francisco Newsreel
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1968
16 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch

Eine der ersten Produktionen von San Francisco Newsreel, einem lokalen Ableger des landesweiten Netzwerks von Newsreel-Kollektiven, solidarisierte sich mit der Black Panther Party gegen die Ghettoisierung von Schwarzen Communitys in den Städten und gegen Polizeigewalt. „Off the Pig! – Tod den Bullen!“, skandieren militärisch organisierte Demonstrant*innen auf den Straßen von Los Angeles. Sie fordern die Freilassung des inhaftierten Black-Panther-Gründungsmitglieds Huey Newton. Dieser kommt in einem Gefängnisinterview ebenso ausführlich zu Wort wie seine Mitstreiter Eldridge Cleaver und Bobby Seale. Was sie reden und verlesen, will auf nichts Geringeres als eine Revolution hinaus, ein gewaltsamer Umsturz, der die Schwarze Bevölkerung der USA von der weißen Vorherrschaft befreien soll.

Tobias Hering, Tilman Schumacher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
San Francisco Newsreel
Produktion
San Francisco Newsreel
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025
Filmstill Bowers Cave
Bowers Cave Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Dieser vielgestaltige Kurzfilm erkundet Vergangenheit und Gegenwart der Bowers Cave in Kalifornien, in denen 1886 eine große Sammlung religiöser Artefakte des Chumash-Volkes gefunden wurde.
Filmstill Bowers Cave

Bowers Cave

Bowers Cave
Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025
Dokumentarfilm
USA
2009
13 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine

1885 entdeckten zwei Jungen in einer Höhle in den kalifornischen San-Martin-Bergen eine große Sammlung religiöser Artefakte des Volkes der Chumash. Die später „Bowers Cave“ genannte Höhle befindet sich heute auf einer Mülldeponie. Lee Lynch und Lee Anne Schmitts eleganter und vielgestaltiger Kurzfilm verknüpft eine Fülle verschiedener Texte und Bilder, um die vielen Schichten dieser allzu amerikanischen Geschichte freizulegen und ihre weitreichenden Implikationen zum Klingen zu bringen: Fotos von Museumsexponaten, die im Voiceover mit ihren Chumash-Namen bezeichnet werden, historische Zitate, die sich über Ansichten moderner Industriearbeit bewegen, Indigene Figuren als bunte Plastikspielzeuge, der Schlund der Höhle und die Zeichen an ihren Wänden.

James Lattimer

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Kamera
Lee Anne Schmitt
Schnitt
Lee Anne Schmitt
Produktion
Lee Anne Schmitt
Sprecher*in
Thom Andersen